Schweiz
Will der Bischof jetzt selber gehen?
Die Churer Knall-Rücktritte erreichen die Bischofs-Kongregation. Dort weiß man: Am wenigsten Probleme machen Bischöfe, die dem Niedergang nicht widerstehen.
(kreuz.net) Heute morgen hat sich Bischof Vitus Huonder (68) von Chur in einem Email an seine Mitbischöfe sowie an die Priester, Diakone und Seelsorgehelfer gewandt.

Das Schreiben steht im Zusammenhang mit den jüngsten Rücktritten des Regens im Churer Priesterseminar sowie des Generalvikars für den Kanton Graubünden.

„Ich spüre, daß in der ganzen Diözese über die Ereignisse der letzten Tage eine große Betroffenheit herrscht“ – erklärt der Bischof: „Das ist auch meine derzeitige Stimmung.“

Es seien in den letzten Monaten auf verschiedenen Ebenen „Verletzungen“ geschehen, die sich nun gewissermaßen auf einmal entladen hätten.

Mons. Huonder bedauert, daß es der Bistumsleitung in dieser Situation nicht gelungen sei, ein „Bild der Einheit“ zu vermitteln.

Der Bischof nimmt kein Blatt vor den Mund: „In der jetzigen Stunde fragte ich mich, was zu tun sei.“

Er habe bereits mit dem Apostolischen Nuntius, Erzbischof Francesco Canalini (74), Kontakt aufgenommen und seinen Rat eingeholt.

Auch in Rom hat er einen Termin bekommen:

„Zudem werde ich demnächst Gelegenheit haben, mit dem Präfekten der Bischofskongregation zusammenzukommen, um die Lage zu besprechen.“

Dagegen hält Mons. Huonder es „nicht für angebracht“, den altliberalen Churer Priesterrat oder einen nicht näher präzisierten „Rat der Laientheologinnen, Laientheologen und Diakone“ über die Angelegenheit palavern zulassen.

Er will auch in dieser Sache den römischen Rat einholen:

„Ich lasse mich vorgängig bei der Kongregation für den Klerus beraten, was ich unter den gegebenen Umständen unternehmen soll und werde das weitere Vorgehen danach bekanntgeben.“

Abschließend zitiert er ein Wort von Papst Johannes Paul II. († 2005) aus dessen Buch „Erinnerung und Identität“:

„Was bedeutet verzeihen, wenn nicht, sich auf das Gute zu berufen, das größer ist als jegliches Böse?“

Mons. Huonder lädt alle ein, „das Gute, das es immer und vielfältig gibt, zu sehen, das Verbindende zu betonen.“
      
18 Lesermeinungen
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#18   wickerl   12:22:40 | Montag, 28. Februar 2011
Echt Rom
Würde mich wundern, wenn der Papst Bischof Huonder nicht fallen ließe, die letzten Entscheidungen der Bischofskongregation und des Papstes, von Mixa bis heute, müssen die Schweizer Rebellen enorm ermutigt haben. Ich meine, es wäre um Bischof Huonder furchtbar schade, und ich meine , Rom will ihn los sein.
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#17   Konrad   21:17:56 | Sonntag, 27. Februar 2011
Alles schon einmal gewesen
déja vu: HAAS
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#16   DerRabe   19:25:54 | Sonntag, 27. Februar 2011
wir dienen zwei herren!
„Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe ein-brechen und sie stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ Matthäus 6
„Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.“ Matthäus 6
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#15   adlimina   16:45:35 | Sonntag, 27. Februar 2011
Didascalia apostolorum
Nur Vorsicht in Bezug auf Ihren ehrwürdigen Namen:
In der Didascalia wird für die Gemeindeordnung gesagt, daß der Bischof Gott den Allmächtigen abbilde und dessen Platz auf Erden einnehme. Freilich wird darin auch gemahnt, daß der Bischof als Richter barmherzig sein solle. Wir wollen jedenfalls hoffen, daß Chur nicht noch einmal in der Haasschen Sackgasse ende.
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#14   Didaskala   15:14:47 | Sonntag, 27. Februar 2011
Nicht „wo“ ist wichtig, sondern „wie“ bzw. „was“
Wo ist der Bischof von Chur?
In Rom, um sich gegen Chur zu beraten?
In Chur, um sich für das Römisch-Katholische zu beraten?
In seinem Bistum, um sich mit Chur für Chur zu beraten?
In seinem Ordinariat, um seine doch so kompetenten Berater zu hören?
Egal wo: er verbreitet Beklemmung, Misstrauen und Furcht in seinem Bistum.
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#13   adlimina   20:01:25 | Samstag, 26. Februar 2011
Kristall-klar wollen doch nicht sagen,
daß sogar in Chur das internationale Zahnrad sich dreht!?!
:-O
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#12   Cybuzar   16:38:06 | Samstag, 26. Februar 2011
St. Nimmerleinstag / Kalenden
Nichts für ungut, aber es muss ad Kalendas heißen, mit K und groß geschrieben … der Begriff wurde auch im Lateinischen mit K geschrieben, weil aus dem Griechischen stammend.
Je klüger die Bemerkung, desto richtiger sollte sie geschrieben werden, bevor sie dem Gegner Gelegenheit zur Entfaltung seines Witzes bietet.
;-)
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#11   Przybislav Iamesseblo   15:40:19 | Samstag, 26. Februar 2011
wünscht Bischof Huonder katholisch zu bleiben
falls Bischof Huonder katholisch bleiben möchte, gibt es für ihn nur eine Lösung: ermuss der Konzilssekte den Rücken kehren und sie als das entlarven, wa sie in Wirklichkeit ist, eine Vereinigung zur Auslöschung alles Katholischen. Was erwartet er eigentlich noch von der Obrigkeit in Rom nach drei Besuchen in der Synagoge, einem im Luthertempel der Freigabe der Seligsprechung des Frevlers Woytila und der Vertagung „ad calendas Graecas“ Pius XII?
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#10   kristall   15:22:01 | Samstag, 26. Februar 2011
es gibt auch !!??
rotary-ansichten !!!!
adlimina
:-S
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#9   adlimina   15:07:32 | Samstag, 26. Februar 2011
Kristallene Einsichten!
Danke für diese echte Offenbarung.
Gemeint war eher die Frage,
wo, von wessen Gnaden, für wen
er wie und wann Bischof ist (und bleibt).
Wir wollen hoffen, daß ihm der
Veits(=Vitus)-Tanz erspart bleibt.
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#8   kristall   13:48:28 | Samstag, 26. Februar 2011
adlmina !
er ist zuhause ! wenn er nicht gerade auswärts ist !
;-) :-[ :-D ^-^
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#7   lux in tenebris   13:08:58 | Samstag, 26. Februar 2011
Die Stunde der Bewährung für den neuen Präfekten der Bischofkongregation
Wenn diesmal erneut die Gelegenheit verpasst wird, einem romtreuen Bischof den Rücken zu stärken und endlich den hochnäsigen Diözesanschnöseln zu zeigen, wo Barthel den Most holt, nötigenfalls Schluß zu machen, mit diesem elenden Schweizer Staatskirchenunwesen, dann kann sich die Bischofskongregation gleich selbst abschaffen, denn dann wird in Zukunft nicht mehr sie und der Papst, sondern die sogenannte „Basis“, sprich: Regionaloligarchen und ihre Einpeitschertruppen entscheiden, wer Bischof wird und bleibt. :-@
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#6   r.ruhrgebietler   13:06:06 | Samstag, 26. Februar 2011
Gott bekehre die Bischöfe
besonders den obersten bischof, der nicht in der bekennenden Nachfolge Gottes steht, der nicht die Zehn Gebote befolgen will!!
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#5   adlimina   13:05:46 | Samstag, 26. Februar 2011
Wo ist der Bischof von Chur?
In Rom, um sich gegen Chur zu beraten?
In Chur, um sich für das Römisch-Katholische zu beraten?
In seinem Bistum, um sich mit Chur für Chur zu beraten?
In seinem Ordinariat, um seine doch so kompetenten Berater zu hören?
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#4   kristall   12:44:03 | Samstag, 26. Februar 2011
DER BISCHOF VON CHUR !!!
GOTT SEGNE IHN !!!
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#3   Hacki   12:30:02 | Samstag, 26. Februar 2011
Grausig und Schauerlich anzusehen,
wie die geschwisterliche Konzilskirche sich selbst zerstört.
In der Oase des alten Glaubens (FSSPX) lebt es sich ganz anders.
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#2   kristall   12:27:26 | Samstag, 26. Februar 2011
ER IST !!!
DER BISCHOF VON CHUR !!! :-D ^-^ :)3
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#1   adlimina   12:24:16 | Samstag, 26. Februar 2011
Frage der Titulatur
Ist das jetzt ein Fast-Flucht-Bischof, ein Fast-altliberaler-Dialogbischof, ein Schweizer Beratungs-Bischof? Ein Wettbewerb ist wohl schon am Laufen zur Findung des passenden Begriffes!
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