Weltjugendtag
Vier Bitten
Während der Papstmessen am nächsten Weltjugendtag in Köln soll es möglichst keine Sakrilegien geben. Dieses Anliegen wurde kürzlich dem Erzbischof von Köln unterbreitet. Die Antragsteller gaben gleich einige praktische Tipps.
(kreuz.net, Köln) Zwei internationale katholische Organisationen haben sich an Kardinal Joachim Meisner von Köln gewendet. Sie bitten ihn, Maßnahmen zu ergreifen, um beim Weltjugendtag in Köln einen würdigen Ablauf der Papstmesse zu garantieren.

Bei den Gesuchstellern handelt es sich um die „Initiativkreisvereinigung“ und um ‘Pro Sancta Ecclesia’. Das sind Zusammenschlüsse katholischer Laien und Priester in Deutschland und Österreich. Sie haben zum Ziel, die Liturgie der Kirche zu fördern und die katholische Glaubenslehre zu verbreiten und zu verteidigen.

Die beiden Organisationen wandten sich mit diesem Anliegen bereits das dritte Mal an den Erzbischof von Köln. Ihr Brief wurde in der Juni-Ausgabe der ‘Initiativkreis Nachrichten’ veröffentlicht.

Der ‘Initiativkreis’ und ‘Pro Sancta Ecclesia’ begründen ihr jüngstes Schreiben mit den Erfahrungen mit den heiligen Messen beim Pontifikatswechsel im April.

Außerdem habe die Antwort des Erzbischofs auf ihren letzten Brief noch einige Fragen offengelassen.

Der erste Brief erreichte den Kardinal im Oktober letzten Jahres, der zweite im vergangenen Dezember.

„Initiativkreis“ und „Pro Sancta Ecclesia“ unterbreiten dem Erzbischof von Köln vier konkrete Bitten:

•Bitte geben Sie mit der Bereitstellung von Kommunionbänken die Möglichkeit, die Form der knienden Mundkommunion zu wählen.

•Bitte stellen Sie sicher, daß entsprechend den römischen Instruktionen nur Priester die heilige Kommunion austeilen. Einen Priestermangel wird es beim Weltjugendtag wohl nicht geben.

•Bitte ordnen Sie an, daß jeder Priester, der die Kommunion austeilt, von einem Ministranten mit Patene begleitet wird.

•Bitte lassen Sie vor der Kommunionausteilung darauf hinweisen, daß nur Katholiken – und nur solche, die entsprechend vorbereitet sind (Beichte) – die heilige Kommunion empfangen dürfen.

Durch die Erfüllung dieser vier Bitten könne man – so der Brief – einen großen Teil der Mißbräuche, die während der bisherigen Weltjugendtage stattgefunden haben, verhindern:

Diese vier Maßnahmen könnten auch geeignet sein, um vielleicht sogar eine generelle Trendwende im Empfang der Heiligen Kommunion einzuleiten, meinen die Petitionäre.
      
5 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#5   Athanasius   08:29:13 | Donnerstag, 2. Juni 2005
@Romulus
Wo habe ich über den hl. Vater gelästert?
Bitte, welch eine Übertreibung…
Ich urteile den hl. Vater noch nicht nach 100 Tagen.
Und ich bin nicht bei der FSSPX.
Ich wollte nur sagen, dass es naiv ist zu denken, dass „alles schon geregelt ist“ im guten Sinne für die kommenden WJD 2005.
Die Weltjugendtage waren in der Vergangenheit eine Brutstätte des Modernismus in der Liturgie. Es wurden Hostien vertreten in den Sand, weil man gar nicht auf die gefallenen geachtet hat usw. Dass ist nicht die direkte Schuld des Papstes, aber mit Vorsorgen wie Patene und Kommunionbank wäre das vorgebiegen.
Wenn Sie eine klare Sicht auf die WJDs der Vergangenheit haben wollen: schreiben Sie an Gerry Matatics aus den USA. War auch ein Neokonservativer. Bis WJD in Denver.
Redaktion benachrichtigen
#4   Romulus   21:20:47 | Mittwoch, 1. Juni 2005
@Athanasius Tradition
Jetzt mach doch mal langsam. Benedikt XVI ist noch keine hundert Tage im Amt, da wird schon wieder über ihn hergezogen und gelästert. Die Tradition der Kirche gehört der ganzen Kirche, also allen Gläubigen, und nicht nur der FSSPX. Verenne Dich nicht ideologisch in deinen jungen Jahren! Es ist wirklich ein gut gemeinter Rat von einem traditionsbewußten Katholiken!
Redaktion benachrichtigen
#3   Athanasius   18:00:04 | Mittwoch, 1. Juni 2005
Naiv
Ich unterstütze die Aktion völlig, aber ich garantiere, dass es ohne Erfolg bleiben wird Die MinistrantInnen, oft minderjährige, sind bereits vom Kölner Erzbistum und der Deutschen Bischofskonferenz bestellt um immer im vertraut evangelischen Form mit einer häretischen Einstellung das Allerheiligste zu empfangen
Da kümmert sich keiner. Und Seine Eminenz wird daran, wie Ebf. Dyba einst, auch nicht ändern können.
Und im Vatikan gibt man ja auch die Handkommunion, auch bei Benedikt XVI.s hl. Messen. Der Fisch rottet am Kopf, nicht nur am Grat.
@ Konrad:
Weshalb gab es denn Kommunionbänke bei den Millionenfachen Katholikentagen in Prag vor 1914? Immer Kommunionbänke. Es kann alles. Gar kein Problem. Sicherlich wo der Organisation solche Geldmengen wie in Köln zur Verfügung stehen und es kein Schrittwallfahrt ist.
Ihre neokonservative Vergleiche mit Polen sind falsch und naiv. Sie sprechen von Tschenstochau im neuen Ritus, in einem Polen wo jüngst die Handkommunion eingeführt worden ist von den „Konservativen“ Prälaten, zuerst der Warschauer Diözese. Da geht der neokonservative Traum (bei uns ist es schlecht, aber anderswo nit) aus Polen zerfällt auch. Und schon lange. Aber bereits S.H. Joh.-P. II. wollte Erzbischof Lefebvre nicht glauben, dass er von einem polnischen Bischof Unterstützung bekommn hatt mit der Begründung diese Bischofs „bei uns geht es langsam, aber auch knallhart hinunter. Zumindest in der Doktrin. Und in der Messe auch“
Redaktion benachrichtigen
#2   Konrad   12:44:30 | Mittwoch, 1. Juni 2005
WJT Köln 2005
Die Bitten sind bereits alle beachtet, Kommunionbänke sind allerdings unpraktisch bei so grosser Menge, sie stehen auch nicht in Tschenstochau am 15. August, wenn eine halbe Million Menschen Mundkommunion praktizieren. Jugendliche haben keinerlei Problem, sich auch auf den Boden, bzw. die Wiese zu knien. Selbstverständlich wird es keine Laien als Kommunionausteiler in Köln geben müssen.
Redaktion benachrichtigen
#1   zwobbel   11:23:49 | Mittwoch, 1. Juni 2005
Quergedacht
Warum unterläßt man es nicht einfach bei solchen Mammutveranstaltungen den Leib des Herrn für alle und jeden verfügbar zu machen???
Diejenigen im Altarraum (Ministranten) und einige Vertreter von Gruppen und Völkern können zur Kommunion gehen. Alle anderen können ja in ihren Kommunitätsmessen vorher/nachher kommunizieren .
Die Sorge um den Herrenleib sollte allerdings höchste Priorität haben.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
WeltjugendtagAuf Lateinisch WeltjugendtagVon der Bahre des Heiligen Vaters aus WeltjugendtagÖkumenisch: Am Weltjugendtag ist die Alte Messe im Angebot WeltjugendtagWas machen die Evangelischen am Weltjugendtag? WeltjugendtagWeltjugendtag Köln: Messen ohne Gottesbeleidigungen?
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net