Legionäre Christi
Der Vatikan wird Antworten geben müssen
Der Gründer der Legion Christi verschwand regelmäßig aus seiner Gemeinschaft – einmal für fast ein Jahr. Niemand stellte Fragen. Von Hw. Richard Gill.
Pressebild der Legionäre Christi zum Tod von Pater Macial Maciel
Pressebild der Legionäre Christi zum Tod von Pater Macial Maciel
(kreuz.net) Kardinal Velasio de Paolis – der Päpstliche Delegat für die Legion Christi – hat durch seine Vorgehensweise verschiedene Schwierigkeiten geschaffen.

Neben der immer noch nicht geklärten Frage nach dem Ordenscharisma hat er offenbar auch entschieden, auf die Forderungen nach einer umfassenden Untersuchung des Maciel-Skandals – die über jene der Apostolischen Visitatoren der Jahre 2009 und 2010 hinausgehen würde – nicht einzutreten.

Die Untersuchung der Visitatoren bestand vor allem aus Unterredungen mit Legionären.

Sie zielte darauf ab, Unregelmäßigkeiten im Lebensstil der Gemeinschaft festzustellen.

Tatsachen, die Pater Maciel, seine Mißbräuche von Minderjährigen, seine zwei Geliebten und drei Söhne und die von seinem Lebensstil hervorgerufenen finanziellen Unregelmäßigkeiten betrafen, kamen nicht direkt in den Blick.

Der Kardinal hat mehr als einmal erklärt, daß sein Auftrag darin bestehe, die Reformanstrengungen zu überwachen und nicht weitere Untersuchungen durchzuführen.

Zu viele offene Fragen

Es ist von grundsätzlicher Bedeutung, daß die Wahrheit über Pater Maciel und die Legion ans Licht gebracht wird.

Weder die Legion noch der Vatikan haben eine erschöpfende Untersuchung durchgeführt, die Antworten auf die folgenden Fragen hätte geben können:

Wie war es möglich, daß Pater Maciel im Jahr 1959 als Generaloberer wiedereingesetzt wurde, nachdem er zweieinhalb Jahre lang während einer vatikanischen Untersuchung, die sein Verhalten betraf, suspendiert gewesen war?

Die damaligen Anklagen gegen ihn haben sich alle als wahr erwiesen.

Es wurde ihm erlaubt, bis 2005 als Generaloberer zu wirken und mit mehr Mißbräuchen und unmoralischen Verhaltensweisen weiterzumachen – darin eingeschlossen die Zeugung von Kindern.

Wie war es möglich, daß Pater Maciel im Jahr 1965 von Paul VI. ein Lobesdekret erhielt?

Was steckt hinter der Tatsache, daß er Ende der 70er Jahre für fast ein Jahr aus der Kongregation verschwand?

Warum unternahmen andere Obere der Legion nichts?

Als er danach wieder auftauchte, war einer seiner Söhne geboren.

Maciel verschwand regelmäßig für Wochen oder für einen ganzen Monat, ohne daß jemand Fragen stellte.

Wie konnte er während Jahrzehnten ein Doppelleben führen, wobei er mindestens drei Söhne von zwei Geliebten zeugte, ohne daß das jemand gewußt hätte oder sein Komplize gewesen wäre?

Schwere geistliche Mängel

Es war unter den Oberen der Legion bekannt, daß Pater Maciel selten die Messe zelebrierte oder das Brevier las oder an Einkehrtagen teilnahm.

Warum richtet niemand das Augenmerk auf solche Alarmzeichen?

Warum sah niemand darin einen Hinweis auf ein schwaches geistliches Leben, wie man das bei jedem anderen auch gemacht hätten?

Wie konnte der Vatikan versagen?

Wie kam es, daß die Konstitutionen der Legion, deren schwerwiegende Mängel und Gegensätze zum Kirchenrecht heute bekannt sind, im Jahr 1983 dank Kardinal Pironio, dem ehemaligen Präfekten der Ordenskongregation, approbiert wurden.

Wie konnte eine Person wie Maciel Zugang zu Papst Johannes Paul II. bekommen und ihn über Jahre hinweg reinlegen?

Wie kann man erklärten, daß Kardinal Angelo Sodano, der ehemalige Staatssekretär, und Kardinal Franc Rodé, der ehemalige Präfekten der Ordenskongregation, Macielunaufhörlich verteidigten und die Legionäre ermutigten, ihn weiterhin zu achten, auch noch nachdem die Glaubenskongregation ihn mit Zustimmung des Heiligen Vaters im Jahr 2006 zensuriert hatte?

Was muß man angesichts der Tatsache, daß Maciel bei seinem sechzigsten Priesterjubiläum im Jahr 2004 von Kardinal Sodano gerühmt wurde, während gleichzeitig in der Glaubenskongregation von Kardinal Joseph Ratzinger eine Untersuchung gegen ihn lief, über die inneren Zustände im Vatikan sagen?

Wie war es möglich, daß die Oberen der Legion unter den Mitgliedern von ‘Regnum Christi’ eine Version der Statuten verbreiten konnten, die sich von der im Jahr 2004 von Kardinal Rodé approbierten unterschied?

Neokonservative Leugnung der Wirklichkeit

Solange die Fragen nach den Vorgehensweisen von Pater Maciel nicht geklärt sind, werden viele in Zweifel ziehen, daß die angegangenen Reformen angemessen sind.

Es bleibt die Frage, wie die Legionäre und die Verantwortlichen des Heiligen Stuhles von diesem Mann so in Besitz genommen werden konnten und warum niemand in der Legion Einwände gegen ihn erhob und – sollte jemand es getan haben – warum solche Warnungen ignoriert wurden.

Was machte es in der Legion möglich, daß Menschen, die in anderer Hinsicht sehr intelligent waren, so betrogen werden konnten?

Man wird auch sehen müssen, wie der Vatikan aus dem Desaster um Macieldie notwendigen Lehren ziehen kann, um interne Reformen vorzunehmen und eine Wiederholung ähnlicher Tragödien zukünftig zu vermeiden.

Der Verfasser ist ein ehemaliger Pater der Legion Christi und gegenwärtiger Diözesanpriester von New York. Sein Beitrag erschien ursprünglich auf der Webseite des italienischen Vatikanisten Sandro Magister.
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Kann die Legion Christi zusammengeflickt werden 2. Pleitegeier über der Legion Christi 3. Die Erneuerung der Legion geht nur schleppend vorwärts 4. Besitzt die Legion Christi überhaupt ein Ordens-Charisma?
5. Der Vatikan wird Antworten geben müssen
6. Die Verantwortlichen müssen benannt werden 7. Die Legion Christi braucht eine neue Führung 8. Alte Gewohnheiten sterben schwer 9. Die schwierige Frage der Mentalität
      
37 Lesermeinungen
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#37   Karl Murx   18:48:56 | Mittwoch, 2. März 2011
Macial verschwand einmal für ein Jahr?
JPII verschwand während seiner „Amtszeit“ etwa einhundertmal incognito um einfach skilaufen zu fahren.
Dabei trug er allgemein Zivilkleidung!
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#36   kristall   18:38:29 | Dienstag, 1. März 2011
milingo !
hat nichts zu melden !!!! :-[ ^-^
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#35   Didaskala   18:32:25 | Dienstag, 1. März 2011
Der Hochwürdigste Herr Kardinal-Staatssekretair Angelo Sodano
Sodano hat auch Groer gedeckt und wird jetzt wieder über dieses „Geschwätz“ lächeln.
ist aber ziemlich harsch gegenüber dem hochwürdigsten Herrn Bischof Emmanuel Milingo aufgetreten, nur weil dieser die Ärztin Maria Sung geheiratet hat!
Eine Ehe wurde zerstört www.spiegel.de/…,1518,426631,00.html
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#34   Rudolfus   15:13:32 | Dienstag, 1. März 2011
@Domenico Tuttisanti: So wird es wohl gewesen sein.
Ein Armutszeugnis für die höchsten Kirchenverwalter des Wojtyla-Papstes.
Alleine Glaubenspräfekt Kard. Ratzinger wird als zurückhaltend bei Geldspenden beschrieben bzw. daß er diese ablehnte. Kard. Ratzinger wird auch als besorgt über die vielen Skandalfälle im US-Klerus beschrieben. Leider konnte er sich als einzelner Glaubenspräfekt beim damaligen Papst Wojtyla nicht durchsetzen. Kard. Ratzinger hätte sicherlich eine genaue Erforschung der Vorfälle angeordnet. Das niederzuschlagen, das war den anderen genannten höchstrangingen Papstberatern (Papstsekretär Dziwisz, den übrigen Kardinal-Präfekten und dem Kardinal-Staatssekretär Sodano) vorbehalten, für deren Fürsprache zugunsten Maciels sich der damalige Papst ganz klar entschieden hat. Kard. Ratzingers Opposition zu dieser Pro-Maciel-Clique wird auch daran sichtbar, daß er nach seiner Wahl zum Papst binnen kürzester Zeit sofort Disiplinarmaßnahmen gegen Maciel erließ – praktisch von heute auf morgen, wo Maciel doch unter Johannes Paul noch der gefeierte Legionsstar war: Vom neuen Benedikt wurde er sofort fallengelassen. Ratzinger wird alles, was er wußte, pflichtbewußt dem damaligen Papst gemeldet haben. Papst Wojtyla vertraute ihn vielem seinem Glaubenspräfekten, den er mind. wöchtentlich in Audienz empfing, d. h. Wojytla hat sich bewußt gegen Ratzingers Bedenken entschieden, auch hinsichtlich des US-Klerusses. In diesen entscheidenden Fragen hat Wojtyla Ratzingers Bedenken völlig übergangen. Wojtyla ist nicht ohne Schuld.
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#33   Domenico Tuttisanti   14:42:47 | Dienstag, 1. März 2011
Rudolfus
Wir sprechen nicht von der Zeit, als er Seminarist war, sondern als er schon längst Ordensgründer war.
Ja, für diese Zeit gilt das, was Jason Berry in seinen beiden Artikeln im National Catholic Reporter im Apr. 2010 geschrieben hat (Links s. ganz unten: 28. Feb. 2011 13:11 Uhr!):
Maciel konnte die entscheidenden Kardinäle auf seine Seite bringen, sodaß jede Information an den Papst bereits entsprechend gefiltert war. Der Leiter des Staatssekretariats, der der Ordenskongregation und der persönliche Sekretär des Papstes – sie alle scheinen „geschmiert“ worden zu sein von Maciel, der immerhin mit Milliardären befreundet war!
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#32   Rudolfus   14:32:38 | Dienstag, 1. März 2011
@Domenico Tutti: Das Rom Johannes Pauls II. hätte sich mit diesen Akten beschäftigen müssen,
wie bereits zu lesen war. NICHT zur Zeit der Priesterweihe, zur Zeit der Vorwürfe gegen Maciel hätten ALLE Akten gelesen werden müssen. Das IST Aufgabe Roms. Der Lebenslauf Maciels ging durch kirchliche Institutionen, sämtliche Akten sind heranzuziehen, um sein Leben zu erforschen, Maciel zwei Exdiözesen sind KEINE Regularität: Rom hätte herausfinden müssen, warum Maciel erst in der 3. Diözese geweiht wurde. Die Vorwürfe waren die Entdeckung homosexueller Tendenzen. Die Diözesen müssen das in der Seminarchronik vermerkt haben, zumindest muß es einen offiziellen Grund für Maciels Entlassungen geben.
Wir sprechen nicht von der Zeit, als er Seminarist war, sondern als er schon längst Ordensgründer war. Auch da ist sein früher kirchlicher Werdegang von Belang. Das gilt für jeden Priester und Ordenschristen, auch für Maciel Macial.
Das war bereits deutlich zu lesen.
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#31   Domenico Tuttisanti   13:54:27 | Dienstag, 1. März 2011
Rudolfus
Die Diözesanseminare werden sicher Akten gehabt haben, aber mit Sicherheit hat sich in „Rom“ noch niemand mit der Priesterweihe eines mexikanischen Kandidaten beschäftigt. Als Maciel dann Priester w a r, waren auch die Karten neu gemischt. Offensichtlich verfügte M. über einen soliden finanziellen Background und einflußreiche Fürsprecher, die schützend ihre Hand über ihn hielten.
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#30   Rudolfus   13:45:25 | Dienstag, 1. März 2011
@Domenico Tuttisanti: Die Diözesanseminare und die Diözesen, aus denen Maciel als Seminarist ge-
flogen ist, müssen Akten haben, nachdem er entlassen wurde und dies eine formelle Begründung haben muß.
Diese Berichte müssen bei Vorwürfe gegen einen Priester, der als Seminarist aus zwei Diözesen geflogen ist, nach Rom zitiert werden, wenn in Rom so massive Vorwürfe gegen einen weltweit wirkenden Priester vorliegen. Eine römische Investigation muß zwangsweise das gesamte kirchliche Leben eines Angeklagten heranziehen. Dazu gehören auch die diözesanen Akten, selbst wenn diese in den Diözesen liegen. Rom muß selbstverständlich diese Akten anfordern. Das ist das Mindeste an Investigation, die eine römische Untersuchung leisten muß.
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#29   Domenico Tuttisanti   13:25:48 | Dienstag, 1. März 2011
Rudolfus
Rom mußte der Lebenslauf Maciels bekanntgewesen sein, v. a., warum er aus zwei Seminaren geflogen ist.
Ich weiß nicht, ob Sie da nicht zu viel erwarten. Im Vatikan gibt es ja keine Personalakten von jedem Priester oder Priesteranwärter weltweit. Nicht „Rom“ hat etwas gewußt/nicht gewußt, sondern vielleicht einzelne in Rom. Und ob die etwas weitergeben, was ihnen mehr oder weniger gerüchteweise zu Ohren kommt, das hängt auch wieder von vielen Dingen ab … Zum Beispiel vom persönlichen Vorteilskalkül (Geld und/oder Karriere) … o.O
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#28   Rudolfus   12:26:35 | Dienstag, 1. März 2011
@ Info (No Comment, 10:30): Rafael, Antonio, Francisco
Alle drei Bischöfe waren Onkel des Maciel Macial. Erst beim dritten klappte es, zum Priester geweiht zu werden.
Beim ersten Onkel Bischof wurde er nach des Onkels Tod aus dem Seminar entlassen.
Beim zweiten Onkel Bischof wurde er aus dem interdiözesanen Seminar in Neu-Mexiko/USA von der dortigen US-Leitung entlassen.
Erst beim dritten Onkel wurde er Priester.
In den anderen beiden Diözesen seiner Onkel wurde er, wie Fremdbiografen behaupten, wegen der Entdeckung homosexueller Tendenzen entlassen, im zweiten Fall sogar mitten in der Nacht aufgefordert, sein Zimmer zu räumen und das Seminar sofort zu entlassen.
Das paßt zu den Vorwürfen der späteren Seminaristen unter Maciel als Ordensgründer und Ordensleiter, die dieselben Vorwürfe erhoben. Rom mußte der Lebenslauf Maciels bekanntgewesen sein, v. a., warum er aus zwei Seminaren geflogen ist. Das muß intern dokumentiert sein, warum Maciel zweimal gefolgen ist, d. h. Rom unter Johannes Paul II. muß die Seminarvorwürfe um Maciel gekannt haben. Dennoch schlug Johannes Paul II. die Vorwürfe der Ex-Maciel-Seminaristen gegen Maciel in den Wind.
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#27   No Comment   11:16:40 | Dienstag, 1. März 2011
Tja…
Das sind die wesentlichen Daten der beteiligten Bischöfe „im Anfang“ der story:
*Francisco María González y Arias † (30 Jan 1931 Appointed – 20 Aug 1946 Died)
*Alfonso Espino y Silva † (2 Aug 1947 Appointed – 15 May 1951 Appointed, Coadjutor Archbishop of Monterrey, Nuevo León); was hat M.M. dem späteren Ebf. von Monterrey, wo er dann „Erbschaften“ machte, eigentlich erzählt??
War es in Mexico üblich, dass Priesterweihen in das Heiligtum N.D. de Guadalupe „verlegt“ wurden??
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#26   Domenico Tuttisanti   11:04:35 | Dienstag, 1. März 2011
No comm.
Wann erscheint endlich die erste ungeschönte Biographie dieses Mannes? Das wäre Grusel-Lektüre vom Feinsten!
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#25   No Comment   10:58:15 | Dienstag, 1. März 2011
@D.T.
Gern; aber mein passives Italienisch reicht nicht ganz für eine elegante Übersetzung.
M.M. war ein vaganter Seminarist, der es offenkundig der guten, familiären Vernetzung im von Kirchenverfolgung geprägten Mexico verdankte, dass er überhaupt zur Priesterweihe gelangte obzwar schon „Tendenzen“ auffielen. Und dann die kühne Ausnutzung der politischen Nachkriegslage in Italien und Spanien! Frage: Gibt es überhaupt Priester, die zusammen mit M.M. die Weihe empfingen? Oder hat der Onkel den M.M. einzeln und separat geweiht? Und in welcher Diözese war der Jungpriester inkardiniert? Hat er jemals irgendwo einen regulären priesterlichen Dienst angetreten? Irgendeine pastorale Aufgabe übernommen?
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#24   Domenico Tuttisanti   10:46:08 | Dienstag, 1. März 2011
No comm.
Sie sollten diese Vorgeschichte der Ordensgründung in einem deutschsprachigen Artikel der Leserzeitung publizieren! U.U. könnte man auch den deutschen Wiki-Artikel entsprechend überarbeiten und bereichern.
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#23   No Comment   10:39:21 | Dienstag, 1. März 2011
Fortsetzung!
gab es das je, dass eine bedeutende Gründung ihren Namen geändert hat, angeblich auf Vorschlag Pius XII.??
„Maciel continuò la preparazione al sacerdozio sotto la supervisione dello zio Francesco Gonzalez Arias. Nel 1941 fondò a Città del Messico la Congregazione dei Missionari del Sacro Cuore e della Vergine Addolorata. La maggioranza dei seminaristi originari lasciò successivamente la congregazione. Ricevette l’ordinazione sacerdotale nel 1944 nella basilica di Nostra Signora di Guadalupe a Città del Messico dallo stesso zio Gonzalez Arias[15].
Nel 1946 Maciel fu ricevuto in udienza da papa Pio XII. Nello stesso anno il rettore della Pontificia Università di Comillas (Santander, Spagna), il gesuita Francisco Baeza, fece un viaggio in America Latina per offrire borse di studio a giovani seminaristi. Grazie all’amicizia con Martin Artajo (ministro degli esteri del regime franchista), Maciel riuscì a portare in Spagna il primo gruppo di giovani seminaristi. Nel 1948, per ragioni ancora non chiarite, i gesuiti allontanarono Maciel e i suoi seminaristi da Comillas[16].
Maciel ottenne nel 1948 dal vescovo di Cuernavaca, Alfonso Espino y Silva, l’erezione canonica come congregazione di diritto diocesano. Maciel era stato avvertito che la Santa Sede stava per inviare una comunicazione, che ne disponeva il rinvio sine die ed ottenne dal vescovo di anticipare la cerimonia di due settimane. La comunicazione della Santa Sede giunse quando ormai era troppo tardi.“
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#22   Domenico Tuttisanti   10:36:42 | Dienstag, 1. März 2011
no comm.
ja, diese Enthüllungen aus der Seminaristenzeit des Ordensgründers passen bestens zu dem jetzt bekanntgewordenen Rest der Biographie!
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#21   No Comment   10:30:59 | Dienstag, 1. März 2011
@Domenico
Aus dem ital. w.pedia-Artikel:
„Secondo la biografia ufficiale, nel 1934 ricevette la vocazione al sacerdozio. Nel 1936 entrò nel seminario minore di Veracruz, che risiedeva clandestinamente a Città del Messico ed era diretto dallo zio Rafael Guizar y Valencia, vescovo di Veracruz (nel 2006 fu canonizzato da Benedetto XVI). Nel giugno dello stesso anno, secondo la biografia ufficiale, ricevette la vocazione a fondare un nuovo ordine religioso[13]. Alla morte dello zio (ma su sua disposizione) nel 1938 fu dimesso dal seminario[14]. Entrò allora in quello della diocesi di Chihuahua, dov’era vescovo un altro suo zio, Antonio Guizar y Valencia. Come seminarista della diocesi di Chihuahua fu ammesso al seminario interdiocesano di Montezuma (Nuovo Messico, Stati Uniti), retto dai gesuiti.
Nel 1939 Maciel fu espulso anche dal seminario della diocesi di Chihuahua. Si rivolse ad un altro suo zio, Francisco Gonzalez Arias, vescovo di Cuernavaca. Poté così continuare gli studi a Montezuma come seminarista della diocesi di Cuernavaca, ma nel 1940 fu espulso definitivamente, di notte e in gran fretta, dagli stessi gesuiti. Maciel ha sempre spiegato queste espulsioni come conseguenza dei suoi tentativi (malvisti dai superiori) di riunire alcuni seminaristi per fondare la sua congregazione. I biografi indipendenti le hanno invece spiegate come conseguenza della scoperta, da parte dei superiori, delle sue tendenze omosessuali.“
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#20   Domenico Tuttisanti   08:22:01 | Dienstag, 1. März 2011
No comm
Ja, alles was in den Kongregationsstatuten soz. „maßgeschneidert“ war auf die Figur des Ordensgründers, muß auf den Prüfstand. Ansonsten wirkt das Ideal der LC tatsächlich wie eine „Societas Jesu revisited“ – da haben Sie recht!
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#19   No Comment   22:37:25 | Montag, 28. Februar 2011
@Domenico
Möglicherweise reicht es für „blühende Berufungen“ immer noch aus, einen Orden so zu führen wie es St. Ignatius vorgemacht hat. Wenn die Societas Jesu sich treu geblieben wäre, hätte es für das Plagiat L.C. statt S.J. keinen Platz gegeben. An die Evangelischen Räte appellieren kann man auch ohne sie zu leben. Das passiert mitunter auch einem gewöhnlichen Fastenprediger mal… Oder wie Max Scheler angeblich mal sagte: Ich bin Wegweiser, von selber gehen war nicht die Rede… (sinngemäß).
Ordensgründungen „funktionieren“ auch bei einem eherschwachen Charisma, wie z.B. die „Brüder der christlichen Liebe“ in Kevelaer (heute Canisianer). Da sammelte man im 19. Jh. einfach ein paar Arbeitskräfte für den Wallfahrtsbetrieb ein.
Was „Rom“ nie hätte genehmigen dürfen, das ist m.E. das hochgradig verdächtige totale Kritikverbot ggü. M.M. Da muss der Kardinal Pironio wohl „geschmiert“ worden sein.
Solche Gelübde zu verlangen ist m.E. fundamentalen Prinzipien des Ordensrechts so sehr entgegen, dass die ganze Approbation keine definitive Kraft hat entfalten können. Im Übrige gibt es hinweise, dass die Rehabilitation des sexbesessen Suchtkranken 1959 in die Sedisvakanz fiel, d.h. vielleicht auch ungültig war. Und wer weiß: War M.M. überhaupt gültig geweihter Priester??
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#18   krauterer   18:29:26 | Montag, 28. Februar 2011
Sodano
hat auch Groer gedeckt und wird jetzt wieder über dieses „Geschwätz“ lächeln. Der Augiasstall der Kurie müsste endlich ausgemistet werden.
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#17   Domenico Tuttisanti   17:34:05 | Montag, 28. Februar 2011
Aktive Bestechung
muß übrigens auch nichts mit einer Verschwörung zu tun haben!
a) man kann einzelne in bestimmten Führungspositionen durch finanzielle Zuwendungen „geneigt“ machen,
b) ohne daß diese voneinander wissen (d.h. davon, dass sie nicht als einzige geneigt wurden) … >:)
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#16   Evelynn van der Meer   17:11:56 | Montag, 28. Februar 2011
Und was soll an einer Verschwörungstheorie falsch sein, dass interessierte Kreise
Interesse daran haben, dass der christliche Glaube an Jesus Christus
– mit einer aggressiven, feindlichen Suppe durchwirkt wird, die anstelle Feinde zu lieben, andere Menschen als minderwertig weil sündhafter geisselt,
– keine Berührungsängste mit rechten Gruppen hat, die Angst schüren vor Ausländern und Asylanten, und damit Aggressionen schüren, obwohl Jesus und seine Eltern selbst Asylanten waren,
– die Frohbotschaft des christlichen Glaubens in den Hintergrund rückt und dafür angsbesetzte Glaubensübungen und Amulettglauben hervorhebt,
und vieles mehr…
wer könnte wohl daran ein Interesse haben…
Könnte das auch eine Verschwörung sein?
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#15   Domenico Tuttisanti   16:52:39 | Montag, 28. Februar 2011
Didaskala:
Mit Einem gebe ich Ihnen recht:
Angesichts der Vielzahl an Berufungen in diesem Orden muss
man wirklich fragen: was läuft in weiten Teilen der Kirche so falsch, was im Orden der Legionäre offenbar richtig gemacht wurde?
Man darf also nicht nur das Problematische sehen und das Kind mit dem Bade ausschütten wollen!
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#14   Didaskala   16:46:32 | Montag, 28. Februar 2011
„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“
Der Ordensgründer hat mit Hilfe der Mutter von Guadalupe (unter deren besonderem Schutz er selbst sich und seine Gemeinschaft gestellt hatte) wirklich Erstaunliches geleistet.
Etwa 45 neue Häuser für Findlinge, Waisenkinder, Jugendliche und Seminaristen hat er gleichsam aus dem Boden gestampft.
Er hat mitgeholfen, daß an die 30 Gebäude in der Ewigen Stadt restauriert wurden.
Schliesslich hat er 584 junge Männer zum Priestertum geführt.
Soll da jetzt allein sein Sexualverhalten für die Beurteilung seiner Leistung für Kirche und Gesellschaft ausschlaggebend sein?
Schon einmal habe ich gefragt: warum nur bei ihm und nicht auch bei anderen?
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#13   Domenico Tuttisanti   16:31:58 | Montag, 28. Februar 2011
Verschwörungstheorie
Das Wort steht für vier verschiedene Möglichkeiten:
a) die wahre Theorie einer existenten Verschwörung,
b) die falsche Theorie einer existenten Verschwörung,
c) die wahre Theorie einer nicht-existenten Verschwörung
[nämlich hinsichtl. ihrer tatsächlichen Nicht-Existenz]
d) die falsche Theorie einer nicht-existenten Verschwörung
[nämlich hinsichtl. ihrer ihrer vermeintlichen Existenz]
Nur sehr beschränkte Geister benutzen den Terminus einzig und exklusiv im Sinne von d)!
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#12   Ehrenmann   15:44:02 | Montag, 28. Februar 2011
Die richtigen Fragen!
Endlich einer, der die richtigen Fragen stellt!
Von der vollständigen und nachvollziehbaren Beantwortung durch die Kirchenleitung wird es abhängen, ob die Kirche ein Stück Glaubwürdigkeit zurückgewinnen kann.
Hier geht es um gewichtige „Ärgernisse“
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#11   Domenico Tuttisanti   14:58:01 | Montag, 28. Februar 2011
No com
Nicht unbedingt ‘sex + crime’, aber vielleicht –- Bereicherung??
Seit wann ist Bestechlichkeit NICHT „crime“? Einzelheiten zu dem wahnsinnigen Vermögen der Legionäre (dank einiger mit dem Orden verbandelten Industriellen und Milliardären in Mexiko!) und der persönlichen Rolle der Kardinäle Sodano, Somalo und Dziwisz im Vatikan: s. meine Links unter der Zuschrift um 13:11 Uhr!
Dies würde auch die Frage klären, wie Papst Joh. Paul auf Maciel hereinfallen konnte. Die genannten Kardinäle saßen tatsächlich in den entscheidenden Positionen und konnten einen geschlossenen Informations-cordon um den Papst bilden, was die Belange des Ordens und des Ordensgründers angeht.
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#10   clarissa colonia   14:53:47 | Montag, 28. Februar 2011
Na, mein lieber Domenico,
ob da mit Korruptionsvorwürfen nicht fleißig an der nächsten Verschwörungstheorie gestrickt wird …?
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#9   No Comment   14:46:04 | Montag, 28. Februar 2011
@Heggi
Ausnahmsweise: Zustimmung!!
Mir missfällt immer mehr dieser Sodano. Da kommt sicher auch noch was hoch… Nicht unbedingt ‘sex + crime’, aber vielleicht –- Bereicherung??
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#8   Heggi   14:30:32 | Montag, 28. Februar 2011
Diese vielen Frage an LC…
und an bestimmte Leute in der Kurie ziehen mir echt den Boden unter den Füßen weg. Das ist wirklich alles noch viel schrecklicher, als es für mich vorstellbar war. Da kann man nur noch kleinlaut werden. Maciel, D. Berger – das mit den Sündern in der Kirche erklärt vielleicht doch nicht alles!!!
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#7   polenpaule   14:30:29 | Montag, 28. Februar 2011
Schau an, schon wieder
das Bild eines neuen „Heiligen“, „Seligen“ der Konzilsgemeinschaft, der Wunder über Wunder gewirkt hat, die Jopa begeisterten. Dass er diesem sogar seine eigenen Kinder – wirklich selbst gezeugt und nicht durch den Heiligen Geist – ist schon ein Wunder an Dreistigkeit, das ihn in denselben Rang hebt, wie den wundersamen Assisi-Herren aus dem, ach, so gläubigen konziliaren Polen!
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#6   Vogel   14:09:50 | Montag, 28. Februar 2011
So, ich muß mich jetzt mal um die Kinder
kümmern, die warten schon sehnsüchtig auf ihr Essen.
BIS morgen.
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#5   Domenico Tuttisanti   13:59:42 | Montag, 28. Februar 2011
Vogel:
Es sind alles nicht gerade die perfekten PERSONEN, die JESUS ausgesucht hat
Richtig! Die Heiligkeit wird der Kirche verliehen vom Herrn her und sie ist bis zum Ende der Tage dazu berufen, um ihre Heiligkeit zu ringen!
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#4   Vogel   13:53:08 | Montag, 28. Februar 2011
So, die fünf Minuten sind vorbei
ich habe es angehört.
Da hattest Du jetzt so ganz spontan das passende Video zur Hand, dies ist ja genial.
Da ist schon was dran.
Wenn man sich auch überlegt, wem Gott die 10 Gebote gegeben hat – MOSES und was hat MOSES vorher gemacht?
Wem hat JESUS vertraut? DEM PETRUS
WELCHER FRAU ist er zuerst erschienen?
Es sind alles nicht gerade die perfekten PERSONEN, die JESUS ausgesucht hat und ich glaube, er hat dies mit Absicht gemacht, daß wir nicht so streng richten.
Für JESUS wäre es sicher kein Problem gewesen, perfektere Menschen zu finden.
Würden wir heute einem Mörder glauben, wenn er aufeinmal mit 10 Geboten ankäme?
Was würden wir denken, wenn eine Prostituierte zum Papst kommen würde und ihn mit ÖL oder sonst etwas zu verwöhnen.
Es ist schon alles nicht so einfach.
Kein Mensch sollte sich schlechter machen als er ist.
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#3   Domenico Tuttisanti   13:32:17 | Montag, 28. Februar 2011
Vogel: Warum gibt es das Unheilge in der Kirche?
Wenn Sie rund fünf Minuten Zeit haben, dann finden Sie eine Antwort auf diese Frage, gegeben von Pater Wildfeuer in
>>> diesem www.gloria.tv/?media=10380 <<<
Interview!
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#2   Vogel   13:27:17 | Montag, 28. Februar 2011
Wenn man euch so „zuhört“
und mitbekommt, was sich alles so hinter „den Kulissen“ im Vatikan und in der Kirche im allgemeinen so abspielt, dann fällt es einem doch schon etwas schwer, andere für die Kirche begeistern zu wollen.
Man kann ja JESUS und die katholische Kirche nicht auseinanderdiffidieren, aber einfacher wirds doch nicht gerade an die „heilige katholische Kirche“ zu glauben – da kann ja JESUS nichts dafür.
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#1   Domenico Tuttisanti   13:11:09 | Montag, 28. Februar 2011
Das Ganze zieht leider weitere Kreise:
.
Welche Kardinäle in Rom ließen sich bestechen?
Drei Namen tauchen wiederholt auf:
Angelo S o d a n o,
Martínez S o m a l o
und Stanisław D z i w i s z.
Berry, Jason. Money paved way for Maciel’s influence in the Vatican ncronline.org/…ls-influence-vatican (First of Two Parts). National Catholic Reporter, Apr. 06, 2010
Berry, Jason. How Fr. Maciel built his empire ncronline.org/…iel-built-his-empire (Second of Two Parts). National Catholic Reporter, Apr. 12, 2010
Glücklicherweise erfährt man bei der Gelegenheit auch, daß der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Josef
R a t z i n g e r einen prall gefüllten Briefumschlag, in dem ihm ein „Honorar“ für eine Vorlesung bei den Legionären untergejubelt werden sollte, höflich aber bestimmt abgelehnt hat! :)3
.
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