Kinderabtreibung
Komplizierter Kinderhandel
Ein belgisches Ehepaar ohne Kinder wollte sich ein Baby besorgen. Man fand eine Frau aus Limburg im Nordosten des Landes. Doch dann begann die Sache kompliziert zu werden.
(kreuz.net) Im April 2004 wurde das Ehepaar mit der Limburger Leihmutter handelseinig. Die Leihmutter war einverstanden, sich mit dem Ehegatten an der Produktion eines Retortenbabys zu beteiligen.

Die Dame erklärte sich auch bereit, das Kind auszutragen und für einen Unkostenbeitrag von 8000 Euro an das kinderlose Paar abzutreten.

Die Leihmutter besitzt bereits drei weitere Kinder, die sie selbst großzieht.

Sieben Monate nach der Zeugung und Einpflanzung des bestellten Kindes kam der Rückschlag. Die Leihmutter erzählte dem leiblichen Vater und seiner kinderlosen Frau, daß sie das Baby verloren habe.

Das war eine Lüge.

In Wahrheit hatte die Leihmutter beschlossen, ihr Retortenbaby im Internet feilzubieten, um für ihr Produkt einen besseren Preis zu bekommen.

Angebote gab es zwei.

Die Mutter verhandelte mit zwei Homosexuellen und einem niederländischen Ehepaar.

Die Niederländer erhielten den Zuschlag. Sie waren bei der Geburt des Kindes – es ist ein Mädchen – in einem belgischen Krankenhaus anwesend.

Die Kleine erhielt den Namen Donna und wurde von ihren niederländischen Adoptiveltern nach Hause geschafft.

Der Fall wurde durch die beiden leer ausgegangenen männlichen Homosexuellen bekannt.

Die beiden gaben zu, mit der Leihmutter verhandelt zu haben.

Sie wären bereit gewesen, für das Mädchen 10.000 Euro zu bezahlen. Doch dann seien sie von der Mutter mit dem Angebot der Niederländer – 15.000 Euro – konfrontiert worden.

Bei diesem Preis seien sie ausgestiegen.

Der Vater des Kindes erfuhr beim Zeitungslesen, daß seine kleine Tochter im Internet versilbert wurde. Jetzt fordert er einen Gentest, um den Anspruch auf seine leibliche Tochter geltend zu machen.

Doch das dürfte nicht leicht werden.

Denn die niederländischen Adoptiveltern haben angekündigt, um ihre kleine Donna kämpfen zu wollen.

Sie suchten dafür auch die Unterstützung der niederländischen Medien: „Wir haben nichts Ungesetzliches getan“, erklärte die Adoptivmutter vor Journalisten: „Wir geben Donna nicht mehr her.“

Eine niederländische Kommission prüft, ob das Adoptionsverfahren ordnungsgemäß verlief und ob die Zahlungen für die kleine Donna legal waren.

Unterdessen hat die belgische Staatsanwaltschaft die Kindsmutter wegen Menschenhandel angeklagt.
      
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