10:51:37 | Freitag, 4. März 2011
Das Pentagon, das für eine Million tote Iraker und eine unbekannte Zahl Tote in Afghanistan und Pakistan verantwortlich ist, zerbricht sich angeblich den Kopf über den Tod von 1.000 libyschen Demonstranten. Von Paul Craig Roberts

Viersterne-Admiral Robert Willard
© #PACOM, Flickr, CC(kreuz.net/ antikrieg.com) Die US-Regierung kann vom Krieg nicht genug bekommen.
Das Regime des libyschen
Diktators Muammar Gaddafi wird gerade von einer rebellierenden Bevölkerung gestürzt.
Zugleich berichtet
der US-Fernsehsender CNN, daß ein Pentagon-Sprecher gesagt hat, daß die USA alle Optionen eines militärischen
Eingreifens überprüfen.
Angeblich zerbricht sich das Pentagon, das für eine Million tote Iraker und
eine unbekannte Zahl Toter Afghanistan und Pakistan verantwortlich ist, den Kopf über den Tod von 1.000
libyschen Demonstranten.
Die USA haben nicht nur auf Libyen HungerWährend das Pentagon darüber nachdenkt,
wie es sich in die libysche Revolte einmischen kann, entwickelt der Befehlshaber der US-Streitkräfte
im Pazifik neue Schlachtpläne.
Sie zielen darauf ab, China in dessen eigenem Territorium anzugehen.
So denkt der Viersterne-Admiral Robert Willard, daß die USA in der Lage sein sollten, China in dessen
eigene Küstengewässer zu schlagen.
Für den Admiral wäre ein Weg, das zu erreichen, die Aufstockung
seiner Kampfkräfte mit US-Seesoldaten, so daß die USA die chinesischen Kräfte von umstrittenen Inseln
im östlichen und südlichen Chinesischen Meer vertreiben können.
Natürlich sind es nicht die USA,
die Anspruch auf diese Inseln erheben.
Aber wenn es irgendwo eine Chance auf einen Krieg gibt, will der
Admiral sicher gehen, mit von der Partie zu sein.
Sehnsucht nach IndienDer Admiral hofft auch, militärische
Beziehungen mit Indien aufzubauen und dieses Land in seinen Einflußbereich zu bringen.
Indien ist –
so der Admiral – „ein natürlicher Partner der USA“.
Das Land „ist für Amerikas Strategie im 21. Jahrhundert,
ein Gegengewicht zu China aufzubauen, von entscheidender Bedeutung.“
Die USA wollen die Inder dadurch
locken, daß sie ihnen hochmoderne Flugzeuge verkaufen.
Wenn der Plan nach Wunsch verläuft, werden wir
Indien in der NATO haben. Das Land könnte uns helfen, Pakistan zu besetzen und China mit der Möglichkeit
eines Zwei-Fronten-Kriegs zu konfrontieren.
Wiederaufbau ist sehr lukrativDas Pentagon braucht noch
ein paar Kriege, damit es mehr „Wiederaufbau“ geben kann.
Wiederaufbau ist sehr lukrativ, besonders weil
Washington viele Projekte privatisiert und dadurch gut plazierten Freunden viele Gelegenheiten gibt, ihre
Taschen zu füllen.
Angesichts des vielen ausgegebenen Geldes findet man kaum Projekte, die fertig sind.
Der gerade veröffentlichte Bericht der Kommission für Wartime Contracting – Vertragsabschlüsse in
Zusammenhang mit Kriegsführung – kann nicht genau angeben, wie viele der 200 Milliarden Dollar für „Wiederaufbau“
in Afghanistan durch kriminelles Verhalten und unverhohlene Korruption verschwunden sind.
12 Milliarden
Dollar gingen aber allein durch „offenen Betrug“ verloren.
Sie sind stolz auf ihre TotenKrieg bringt
Geld für die politisch Vernetzten.
Während die Fahnen schwenkende US-Bevölkerung stolz ist auf den
Militärdienst ihrer Söhne, Brüder, Gatten, Väter, Cousins, Frauen, Mütter und Töchter, scheffeln
die klugen Köpfe, die das Feuerwerk gestartet haben, die Megamillionen auf ihre Konten.
General Smedley
Butler hat der hurra-patriotischen US-Bevölkerung vergeblich gesagt, daß „Krieg eine Gaunerei ist“.
Solange die US-Bevölkerung weiterhin stolz darauf ist, daß ihre Verwandten als Kanonenfutter für den
Militär- und Sicherheitskomplex dienen, wird Krieg eine Gaunerei bleiben.
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