17:06:31 | Donnerstag, 3. März 2011
Zahlreiche Zwischenfälle: Die Kopten können sich von dem neuen Militärregime in Ägypten nicht mehr erwarteten als von der bisherigen Regierung.

Kloster Anba-Bishoy in der sketischen Wüste
© Berthold Werner, CC(kreuz.net) Die neue ägyptische Militärregierung – die im Westen mit der Etikette Demokratisierung verkauft
wird – geht gegen die Minderheiten im Land vor.
Das berichtete die Webseite
‘unzensuriert.at’ heute.
In den vergangenen Tagen kam es zu Übergriffen gegen die große Minderheit der christlichen Kopten.
Schutzmauer niedergerissenIn Wadi Al-Natroum – der seit der Zeit des frühen Mönchtums bekannten Sketischen
Wüste – haben Soldaten einen Mönch und sechs Bauarbeiter durch Schüsse verletzt.
Die Sketische Wüste
befindet sich etwa 110 Kilometer nördlich von Kairo.
Soldaten wollten an dem koptischen Kloster Anba-Bishoy
eine Mauer niederreissen, welche die Mönche zum Schutz vor Räubern errichtet hatten.
Das Militär war
mit gepanzerten Truppentransportern angerückt, um die Mauer niederzuwalzen.
Mönche, die sich vor der
Mauer versammelten, antworteten darauf zunächst mit gesungenen Gebeten.
Es kam zu einem kurzen Wortwechsel
mit den Mönchen und mit Arbeitern, die sich bei der Mauer eingefunden hatten.
Dann eröffneten die Soldaten
das Feuer.
Einer der Anwesenden sagte, die Kulisse habe einem Kriegsgebiet geähnelt.
Die Verletzten
liegen jetzt in einem Krankenhaus in Kairo.
Militärposten verhindern jeglichen Kontakt zu den Opfern.
Noch eine Schutzmauer niedergerissenZu einem ähnlichen Vorfall kam es in der 320-000-Seelen-Stadt
Al Fayoum – etwa 130 Kilometer südwestlich von Kairo.
Auch hier hatte man eine Schutzmauer um ein Kloster
errichtet, die schließlich von Soldaten niedergerissen wurde.
Offiziell wurde angegeben, daß sich die
Mauer auf dem Gelände eines Naturreservates befunden habe.
In vielen Dörfern des Landes sind die Christen
den Überfällen radikaler Muslime schutzlos ausgeliefert.
Denn die Armee und die Sicherheitskräfte
befinden sich überwiegend in der Hauptstadt Kairo.
Pogromstimmung gegen ChristenSo attackierten unbekannte
muslimische Täter die Sankt-Georgs-Kirche in El-Hathata bei der Stadt Minya – 245 Kilometer südlich
von Kairo – mit Steinen.
Auslöser waren Baumaßnahmen an dem Kirchengebäude.
„Es war beängstigend“,
erzählte Hany Malak von der Gemeindeleitung:
„Wer sich in der Kirche aufhielt, konnte nicht hinaus.
Alle hatten Angst und versuchten, sich zu verstecken“.
Nach dem Rücktritt des bisherigen Diktators Hosni
Mubarak hatte die Gemeinde sich um eine schwer zu erhaltende Genehmigung für die Errichtung eines Daches
bemüht.
Der Dorfälteste und der Bürgermeister stimmten der Baumaßnahme zu.
Doch als die Stützbalken
für das Dach aufgestellt wurden, griff eine Gruppe Muslime an.
Kirche geplündertFünf Tage vorher
plünderten Bewaffnete die Jungfrau-Maria-Kirche in El-Arish im Norden der Sinai-Halbinsel.
Die Täter
konnten entkommen.
Es ist unklar, ob mit dem Einbruch Christen eingeschüchtert werden sollten.
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#10
Gotthard 16:36:57 | Freitag, 18. März 2011
#8
mult 20:27:05 | Donnerstag, 3. März 2011
#7
kristall 20:15:06 | Donnerstag, 3. März 2011
#4
マンフレド 19:55:16 | Donnerstag, 3. März 2011
#3
Sefirot 19:35:31 | Donnerstag, 3. März 2011
#2
mult 19:04:29 | Donnerstag, 3. März 2011
#1
kristall 17:55:24 | Donnerstag, 3. März 2011