15:13:02 | Montag, 7. März 2011
Eines Tages wurde der Papst gefragt, warum die Kirche die Fastenzeit nicht in vier gleiche Zeiträume von zehn Tagen zu Beginn einer jeden Jahreszeit aufteile, um deren Härte zu lindern.
(kreuz.net/ru, Vatikan) Es ist bekannt, daß Gott viel Humor hat, zum Beispiel wenn er das stolze Europa
in ein Chaos verwandelt – und zwar mittels eines alten Vulkans auf einer im Atlantik verlorenen Insel.
Man weiß aber weniger, daß auch im Vatikan viel Humor vorzufinden ist.
Der bekannte Vatikanist Ulrich
Nersinger hat in verschiedenen Publikationen Anekdoten unter anderem über den Kirchenrechtler und Reformer
Papst Benedikt XIV. († 1758) gesammelt.
Eines Tages fragte ihn ein Botschafter, warum die Kirche die
Fastenzeit nicht in vier gleiche Zeiträume von zehn Tagen zu Beginn einer jeden Jahreszeit aufteile,
um deren Härte ein wenig zu lindern.
Der Papst antwortete: „Die Kirche könnte das sehr gut getan haben,
aber sie hat es nicht getan, denn es war zu befürchten, daß die Menschen viermal Karneval feiern würden,
und kein einziges Mal gefastet hätten!“
Bei einer anderen Gelegenheit konnte der Papst es nicht vermeiden,
einem Konzert mit langen und langweiligen Musikstücken beizuwohnen.
Um seine Stellungnahme befragt zögerte
er nicht, zu sagen: „Ich glaube, daß manchmal auch Taubheit eine Gnade Gottes sein kann!“
An einem anderen
Tag hörte Benedikt XIV. eine Predigt. Aber er hatte den Eindruck, den Text bereits irgendwo gelesen zu
haben.
Während der Predigt begann ein Hund laut zu bellen, und der päpstliche Zeremonienmeister gab
die Anweisung, das Tier zum Schweigen zu bringen.
Aber der Papst griff ein: „Laßt den Hund bellen, er
tut nur seine Pflicht, den Dieb zu vertreiben!“
Ein Kardinal, der krank zu Bette lag, sandte eine Botschaft
an Benedikt XIV. Darin bat er den Papst um seinen Segen, da er glaubte, dies würde ihn schneller gesund
machen.
Der Papst ließ ihm mitteilen: „Ich erteile Ihnen von ganzem Herzen meinen Segen, aber ich empfehle
Ihnen auch, Chinarinde einzunehmen!“
Ein alter Mönch klagte mit Tränen in den Augen bei einer Privataudienz
bei Benedikt XIV., daß sich auf Erden eine schreckliche Tragödie ereignet habe.
„Aber was ist denn
passiert?“ – fragte der Papst.
„Heiliger Vater, mir wurde offenbart, daß der Antichrist bereits geboren
ist.“
„Und wie alt ist er?“ – erwiderte der Papst.
„Dreieinhalb Jahre“, antwortete der Mönch.
„In
Ordnung, in diesem Fall betrifft diese Sache meinen Nachfolger!“
Den Menschen, die ihn wegen seiner Gelehrtheit
und seines Charakters bewunderten, pflegte er verlegen zu antworten:
„Ja, ich bin ein wenig wie die Statuen
auf der Fassade des Petersdoms: Von weitem sehen sie recht gut aus, aber schauen Sie nicht aus der Nähe!“
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#19
Soramonas 16:35:31 | Freitag, 11. März 2011
#18
Rudolfus 21:05:54 | Dienstag, 8. März 2011
#17
Herr_Kaplan 12:15:18 | Dienstag, 8. März 2011
#14
kristall 18:16:04 | Montag, 7. März 2011
#7
kristall 17:37:33 | Montag, 7. März 2011
#6
Palmström 17:29:33 | Montag, 7. März 2011
#5
kristall 17:27:27 | Montag, 7. März 2011
#4
Palmström 17:27:02 | Montag, 7. März 2011
#3
Sefirot 17:17:45 | Montag, 7. März 2011
#2
Palmström 17:07:11 | Montag, 7. März 2011