14:49:03 | Mittwoch, 9. März 2011
In der Legion Christi soll ein Gespräch in Gang kommen – soweit es denn von den amtierenden Oberen zugelassen wird. Von Hw. Richard Gill.

Kolleg der Legionäre Christi in Spanien
© Un valencià, wikipedia, CC(kreuz.net) Der päpstliche Delegat für die Legion Christi und italienische Kurienkardinal Velasio De
Paolis hat zu einer ehrlichen und offenen Diskussion unter den Legionären über die anstehenden Fragen
aufgerufen.
Es gibt Anzeichen dafür, daß dieser Dialog beginnt.
Ein Sprecher der Legion hat kürzlich
erklärt, daß die Gespräche auf den örtlichen und territorialen Ebenen zwischen Februar und März beginnen
werden.
Doch alte Gewohnheiten sterben nicht leicht.
Die Überwachung der Mitglieder hält anEs ist
in der Legion allgemein bekannt, daß kritische Stimmen nach wie vor an den Rand gedrängt werden.
Einige
Mitglieder der Kongregation, die Einwände vorgebracht hatten, versetzte man auf entfernte Posten. Andere
wurden bedroht.
Die Oberen sind sehr daran interessiert zu verhindern, daß sich die Abweichler untereinander
organisieren.
Eine der umstrittensten Praktiken der Legion ist die massive Kontrolle jeder schriftlichen
Korrespondenz von seiten der Oberen – ob postalisch oder elektronisch.
Die Legion hat erst in jüngster
Zeit damit begonnen, in alle Rechner effektive Systeme zur industriellen Gegenspionage zu installieren,
um die gesamte elektronische Post und den Internetgebrauch der Mitglieder zu kontrollieren.
Hält sich
der Kardinal zu sehr zurück?Es ist nicht klar, bis zu welchem Punkt der Kardinal über solche Dinge
informiert ist.
Aber er ist mehr als einmal eingeschritten und hat die Oberen gehindert, Mitglieder,
die Einspruch erhoben hatten, auf ungerechtfertigte Weise zu versetzen.
Dennoch geht aus einem seiner
jüngeren Briefe hervor, daß er sich nicht mit der Überwachung jeder Entscheidung der amtierenden Führung
beschäftigen will.
Er hat auch Ordensmitglieder, die Kritik vorbringen möchten, angewiesen, diese den
Oberen der Legion und nicht ihm mitzuteilen.
Doch ohne einen leichteren Zugang zum Kardinal und zu seinen
vier Assistenten werden sich viele Legionäre vor Machtmißbräuchen schutzlos fühlen und gehemmt sein,
offen zu sprechen.
Bedenkenswert wäre auch, jene in den Dialog einzubeziehen, welche die Legion wegen
der Skandale verlassen haben.
Der Blickwinkel von Menschen, die über lange Zeit loyale Mitglieder waren
und sich veranlaßt fühlten, die Legion in den letzten Jahren zu verlassen, könnte einen Aspekt ergänzen
und die Legion von einem Ansatz befreien, der sich zu sehr auf die Probleme konzentriert.
Der Verfasser
ist ein ehemaliger Pater der Legion Christi und gegenwärtiger Diözesanpriester von New York. Sein Beitrag
erschien ursprünglich auf der Webseite des italienischen Vatikanisten Sandro Magister.
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#8
hieronymus333 10:49:09 | Donnerstag, 10. März 2011
#7
clarissa colonia 08:47:33 | Donnerstag, 10. März 2011
#6
hieronymus333 08:26:16 | Donnerstag, 10. März 2011
#5
Didaskala 21:31:02 | Mittwoch, 9. März 2011
#4
hieronymus333 17:59:31 | Mittwoch, 9. März 2011
#2
FMK 14:59:56 | Mittwoch, 9. März 2011
#1
polenpaule 14:53:55 | Mittwoch, 9. März 2011