Frauenordination
Leicht durchschaubarer Trick
Deklarierte Kirchenfeinde wollten den altliberalen Weihbischof von Prag mit einem Preis bedienen. Doch dieser ist ihnen nicht auf den Leim gekrochen.
Der altliberale Zivil-Weihbischof Vaclav Maly
Der altliberale Zivil-Weihbischof Vaclav Maly
© Petr Vilgus, CC
(kreuz.net, Prag) Der altliberale Weihbischof Vaclav Maly (60) von Prag lehnt einen Preis der kirchenfeindlichen ‘Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche’ ab.

Das gab ein Sprecher der Erzdiözese Prag heute bekannt.

Am 2. April hätte Mons. Maly gemeinsam mit weiteren Altliberalen aus der früheren tschechoslowakischen Untergrundkirche mit dem Preis bedient werden sollen.

Der altliberale Weihbischof wirkte in Prag im Widerstand gegen den Kommunismus.

Im Jahr 1996 ernannte ihn der altliberale Johannes Paul II. zum altliberalen Weihbischof von Prag.

Die notorische ‘Herbert Haag-Stiftung’ besteht aus kirchenfeindlichen Agitatoren aus dem unbelehrbaren Alt-68er-Lager.

Der Preis wird ausnahmslos Kirchenfeinden zuerkannt.

Die Stiftung wurde von dem in Deutschland geborenen, für das Bistum Basel geweihten Priester und späteren Tübinger Alttestamentler Herbert Haag († 2001) begründet.

Hw. Haag startete als frömmlerischer Karriere-Priester. Nach dem Konzil verfiel er zusehends einer sexuellen Spätzündung.

Präsident des Stiftungsrates ist der Haag-Freund und apostatische Theologe, Hw. Hans Küng (82).

Leicht durchschaubarer Trick

Neben dem Weihbischof hätte die selbsterklärte Frauenpriesterin Ludmila Javorová den Preis erhalten sollen.

Frau Javorová behauptet, im Jahr 1970 von Bischof Felix Maria Davídek († 1988) ordiniert worden zu sein.

Sie wirkte während der kommunistischen Kirchenverfolgung als Sekretärin des Untergrundbischofs.

Diese Position bezeichnete sie heute als „Generalvikar“.

Nach der Wende von 1989 schwieg sie sich über die angebliche Frauenordination aus.

Die Zeit sei nicht reif darüber zu sprechen – behauptete sie im nachhinein.

Erst im Jahr 1995 trat sie mit diesem Coup an die Öffentlichkeit.

Sogar dem altliberalen Weihbischof zuviel

Weihbischof Maly erklärte zur abgelehnten Ehrung, daß der Kontext der Preisverleihung den Eindruck einer Zustimmung zur Frauenordination gebe.

Doch Mons. Maly glaubt, daß diese längst geklärte Frage einer „freien und sorgfältigen Diskussion“ bedürfe.

Seine Teilnehme an der Preisverleihung sei dabei nicht förderlich.

Mons. Maly betrachtet den Preis als einen „Protest gegen Rom“.

Er bezeichnet selber einige Schritte und Äußerungen aus dem Vatikan als „fraglich“.

Dennoch will er nicht auf diese Art und Weise gegen Rom vorgehen.

Er bemüht sich um „Ausgeglichenheit“.

Er wolle „ohne Verbissenheit und ohne unbrüderliche Härte“ seinen eigenen bisherigen Weg weitergehen.
      
9 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#9   monens   10:52:39 | Samstag, 12. März 2011
Die verstaubte „Herbert Haag Stiftung“ wühlt wieder !
Sie wühlt wieder in ihren verstaubten Höhlen nach „Kandidaten“ für ihren albernen „Preis“, den ausser sie selbst so gut wie niemand zur Kenntnis nimmt; überblickt man die bisherigen „Preisträger“, so zeigt sich ein Schaulaufen der „Wir sind Kirche“ Krakeler, deren „Gemeinsamkeit“ sich meist im Entzug der Lehrerlaubnis erschöpft; gerne hätten die verstaubten „Aufbruchtheologen“ nun auch Hw Maly eingespannt, indem sie ihm diesen, ungewünschten, „Preis“ gleichsam nachgworfen hätten; doch diese „Ehre“ der Miteinreihung in einen Haufen von Zersetzern des Wesens und der Struktur der Kirche lehnte er doch dankend ab; nun wären die „nächsten Kandidaten“ wohl die starrköpfigen Querschläger aus der Diözese Chur, die der irrigen Meinung waren, erneut gegen einen traditionsfreundlichen Bischof „ganz human basisdemokratisch“ intrigieren zu können; doch weit gefehlt; die tatsächliche Mehrheit begehrt endlich auf
www.razyboard.com/…07887-6007960-0.html
der verstaubten „Herbert Haag Stiftung“ bleibt das Suchen im „oekumenischen Brei“; dort finden sich genügend Sprachrohre für eine „Laienkirche“; was die Kirche aber zur Gesundung benötigt, sind bekennende Hirten
www.razyboard.com/…07887-5896399-0.html
und keine starrköpfig „weltangepasste“ Theologie als Glaubensverdunster
www.razyboard.com/…07887-5905040-0.html
Redaktion benachrichtigen
#8   polenpaule   08:04:46 | Samstag, 12. März 2011
Was soll das darstellen?
Ein „Weih- Bischof“ der Konzilssekte? Ja, das passt sieht ähnlich verwurschtet aus wie Jaschke aus Hamburg, aber mit dem Titel „Bischof“ haben beide nichts zu tun, das ist doch wohl nur als konziliarer Witz gemeint oder?
Redaktion benachrichtigen
#7   Kreuznetter †   02:39:19 | Samstag, 12. März 2011
Altliberal,
kirchenfeindlich und neoliberal ist alles, was nicht auf der Schiene der Stimme von kreuz.net ist.
Redaktion benachrichtigen
#6   SignumSalutis †   00:20:03 | Samstag, 12. März 2011
@gotthard
wie ich bereits in einem anderen thread sagte: die wahrheit wird hier regelmäßig gemäß der seltsamen logik glattgebügelt.
SignSal
Redaktion benachrichtigen
#5   Jubärens   21:42:35 | Freitag, 11. März 2011
Nur ein toter Japaner ist ein guter Japaner
Seit 1941 propagierten Politiker und Mediengeschäftsleute in den USA ein rassistisches Bild der japanischen Untermenschen.
Präsident Truman notierte kurz vor dem Atombombenabwurf in sein Tagebuch: „Die Japsen sind Wilde, unbarmherzig, gnadenlos und fanatisch.“
Das unter US-Soldaten geflügelte Wort „Nur ein toter Japaner ist ein guter Japaner“ steht in der Tradition des rassistischen Krieges nordamerikanischer Siedler gegen die einheimische Bevölkerung Amerikas im 19. Jahrhundert.
Die US-Rekrutierungsbüros warben mit „uneingeschränkten Lizenzen zur Jagd auf Japaner“. In der Folge betrachtete man an der Front die Japaner als „gelbes Ungeziefer“, das wie Kakerlaken zu vernichten war.
Während des Kampfes um die Höhleninsel Iwo Jima schrieb das US-Magazin ‘The Nation’:
Der japanische Soldat sterbe in Höhlen und Erdlöchern „den Tod einer Ratte, in die Ecke getrieben, bis es zu Ende ist“.
Dagegen falle ein US-Soldat für Kameradschaft und Patriotismus.
Die rassistischen Hetztiraden der Medien – „gelbe Käfer erschlagen“, „Rattennester ausräuchern“, „Brutplätze in Tokio und anderswo vollständig vernichten“ – bereiteten die Massenmorde in Tokio, Hiroschima und Nagasaki vor.
In dieser Situation hatte es die japanische Gegenpropaganda leicht.
Die US-Amerikaner wären unmenschliche Barbaren und Scheusale.
Sie würden gegen die Japaner so vorgehen, wie sie es gegen Indianer und Schwarze getrieben hätten. In den USA herrschte in dieser Zeit immer noch eine strikte Rassentrennung.
Redaktion benachrichtigen
#4   Gotthard   21:15:56 | Freitag, 11. März 2011
Zivil
ein Zivil-Bischof findet Gnade in den Augen von +net… wie sich dieZeiten ändern!
Vielleicht ist das ein kleines Zeichen der Veränderung und Verbesserung?
Redaktion benachrichtigen
#3   Amaretto †   19:15:42 | Freitag, 11. März 2011
krezned
pfeift aus dem letzten Loch!
:-[
Redaktion benachrichtigen
#2   DerRabe   19:05:53 | Freitag, 11. März 2011
die kreznedpfeife…
…gibt so manchen wahren ton von sich ab und der tschechische priester wird, wenn er ein ohr für wahre töne hat, die ein oder andere komposition nicht veschmähen.
Redaktion benachrichtigen
#1   Theolungus †   16:20:33 | Freitag, 11. März 2011
Vaclav Maly,
der großartige tschechische Priester, wird auf diese Anbiederungsversuche von krezned pfeifen!
:)3
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
FrauenordinationFulda: Der nächst Altliberale hat Angst FrauenordinationDer Papst erwägt die Zulassung von Frauen zum Lektorenamt Frauenordination„Ich denke an den Diakonat der Frau“ FrauenordinationIm Erzbistum des Papstes gibt es die katholische Diakonin schon FrauenordinationMißbrauchs-Bischof durch Mißbrauchs-Bischof ersetzt FrauenordinationDer Bischof von Fulda hat wieder einmal sein wahres Gesichts gezeigt FrauenordinationLadenhüter-Bischof bricht eine Lanze für das Diakonat der Frau FrauenordinationZum Glück kennt sie das Wort „Weihe“ nicht FrauenordinationBlamage für die altliberale Discount-Theologe FrauenordinationBischöflicher Unterhosen-Träumer FrauenordinationErzdiözese Salzburg für Frauenordination FrauenordinationFalsche Bischöfin leitete katholische Abdanke FrauenordinationLinzer Oberhirte verweigert Bischofsclown die Kommunion FrauenordinationDas Diakonat der Frau ist eine Erfindung der Altliberalen FrauenordinationSexistischer Kardinal?
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net