Die Kommunisten in China bestrafen Kritiker und Kirchentreue seit jeher mit Ketten und Kerker. Jetzt soll angeblich ein vatikanisch-chinesisches Tauwetter bevorstehen. Doch ein Überlebender der chinesischen Konzentrationslager zweifelt.
(kreuz.net, Taipei) Der Priester Louis Schen (68) aus Schanghai hat ein halbes Leben im kommunistischen
Kerker verbracht. Er kann nicht glauben daß die chinesischen Kommunisten bereit sind, dem Land die Religionsfreiheit
zu gewähren.
Das aber wäre eine Voraussetzung für die Errichtung von diplomatischen Beziehungen zwischen
dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik.
Priester Schen stammt aus Schanghai. Seine Familie konvertierte
bereits vor 200 Jahren zum Katholizismus. Schanghai ist eine große Hafen- und Industriestadt im Osten
Chinas.
Der Gottesmann wurde im Jahr 1958 als „Kontrarevolutionär“ gefangengenommen. Er war damals gerade
22 Jahre alt. Das kommunistische Urteil lautete auf drei Jahre Haft und 25 Jahre Zwangsarbeit im kargen
chinesischen Hinterland.
Der Priester verbrachte die besten Jahre seines Lebens im Kerker.
Man sei im
kommunistischen Konzentrationslager dem Prinzip ‘Besserung durch Arbeit’ gefolgt. Die Gefangenen hätten
ein doppeltes Elend ertragen müssen: wenig Nahrung und enorme physische Anstrengungen. Das erklärte
der Priester der Nachrichtenagentur Reuters.
Die Häftlinge seien bei Temperaturen unter Null zur Arbeit
getrieben worden. Dort habe man sie angeschrieben: ‘Arbeitet! Wenn ihr mehr arbeitet, friert ihr nicht
zu Tode.’
Klagen und Kritik wurden mit Ketten und Kerker bestraft. Schläge waren an der Tagesordnung.
Als das Urteil gegen den Priester im Jahr 1985 aufgehoben wurde, bekam Schen sogar Schmerzensgeld: 300
Yuan – etwas mehr als 80 Euro für 22 Jahre Konzentrationslager.
Schen erklärte, daß sich die Zustände
heute nicht verbessert haben.
Gegenwärtig erlaubt China einer Gruppe von ungefähr fünf Millionen regimehörigen
Katholiken ihren Kult öffentlich zu praktizieren. Diese anerkannte Staatskirche nennt sich ‘Patriotische
Vereinigung’. Ihre Kleriker werden vom kommunistischen Religionsamt ernannt. Sie unterhalten keine offiziellen
Kontakte zum Vatikan.
Die echten Katholiken, für welche die „Patriotische Vereinigung“ ein Greuel ist,
leben im Untergrund und werden brutal verfolgt.
Der Priester Schen würde jede Erleichterung für die
Gläubigen in China begrüßen. Jedoch traut er den Kommunisten nicht: „Es ist klar, daß die Ideologie
von Marx und Lenin mit Gott nichts am Hut hat.“
Die jüngsten Annäherungsversuche zwischen China und
dem Vatikan sind nach Ansicht des Priesters ein Deckmantel für politische Ziele. Die Volksrepublik wolle
um jeden Preis, daß der Vatikan die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan abbricht.
Über Mittelsmänner
wurde in den vergangenen Wochen bekannt, daß die Volksrepublik China diplomatische Beziehungen zum Vatikan
aufnehmen möchte. Die Kommunisten setzen allerdings Bedingungen: Der Vatikan müsse vorher seine Beziehungen
mit Taiwan abbrechen und die Ernennung der chinesischen Bischöfe den Kommunisten überlassen.
Der Taiwanesische
Kardinal Paul Shan (81) erklärte, daß die Volksrepublik die Religion für politische Zwecke mißbrauchen
wolle: „Wenn das kommunistische China Beziehungen zum Vatikan knüpfen will, muß es zuerst die gestellten
Bedingungen ändern.“
In Taiwan betrachtet man die jüngsten Entwicklungen zwischen Peking und dem Heiligen
Stuhl mit Gelassenheit. Die chinesischen Kommunisten hätten zu viel Angst, dem Papst Einfluß zuzugestehen.
Ein solcher Schritt hätte auch einen Dominoeffekt auf andere Religionen, die in China ebenfalls nach
der Freiheit lechzen.
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10 Lesermeinungen
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Lieber Athanasius (auch wenn Du in diesem Forum 10mal, ich nur 5mal, schreiben darfst…) Athanasius:
Es wäre am besten Sie ganz von der Seite zu sperren, Nun, Inqusition, das ist eine uralte Methode…
Wer die Kirche mit GOTT auf eine Ebene hebt, lästert IHM. 1. Christus hat eine sichtbare Kirche gestiftet
(instituit)… Ich sehe sehr wohl, was an der Kirche sichtbar ist, das zeigen mir auch Deine Beiträge…
2. Sie versuchen Marx’ Atheismus zu erklären und runterzuspielen, … und wer spielt die falschen Dinge
runter, die im Namen der Kirche begangen wurden? Ach ja, das waren ja immer andere… 3. Woher Sie haben,
dass es die Schuld der Kirche ist, dass „der Grossteil der Europ. Bevölk. versklavt wurde“, … Auch
Bevormundung ist Versklavung, aber das meine ich nicht, zB die Versklavung durch den Adel, der gezielt
und mit dem Segen der Kirche Sklaven machte, auch die Kirche hatte Sklaven, nur wurden die Leibeigene
genannt. 4. Ihre Zitate aus dem Alten Testament sind sogar sehr dumm. ??? Ihre Terminologie von „Proletariat“
machen deutlich, dass Sie nicht verstehen, dass Gott keine Klassen kennt. Es kann nur die Unterwerfung
unter GOTTes Gebote geben, nichts anderes! Und der Begriff Proletarier ist korrekt, denn was heisst denn
Hebräer anderes als: Die Dahergelaufenen? Faschisten sind Götzendiener!
GerdEric Es wäre am besten Sie ganz von der Seite zu sperren, weil Sie konsequent gegen die Kirche voranziehen
und Lügen verbreiten. 1. Christus hat eine sichtbare Kirche gestiftet (instituit). Sie verwechseln wie
die Protestanten im 16. Jahrhundert der menschliche Element mit dem geistlichen Element. 2. Sie versuchen
Marx’ Atheismus zu erklären und runterzuspielen, während Sie über die Kirche fortgehend Lügen und
Karikaturen schreiben. 3. Woher Sie haben, dass es die Schuld der Kirche ist, dass „der Grossteil der
Europ. Bevölk. versklavt wurde“, weiss ich wirklich nicht. Diese Lüge ist so unhistorisch, da wird gar
Rousseau noch nicht zustimmen. Wahrscheinlich meinen Sie, dass die Kirche die Leute „geistlich“ versklavt
hat und da kommt Ihre marxistische Einstellung wieder klar oben. 4. Ihre Zitate aus dem Alten Testament
sind sogar sehr dumm. Ich bin nicht für die Sklaverei, aber Gott hatte offensichtlich gar nichts dagegen:
die Juden hatten selber Sklaven und Abraham hatte eine Masse derer. Die Versklavung ist nicht christlich
und nicht perfekt, ist aber an sich nie ein rachenaufrufendes Verbrechen gewesen: das Neue Testament sagt
dazu nichts. Es geht um die Behandlung der Mitmenschen, nicht um die Gesellschaftliche Positionen an sich.
Ihre Terminologie von „Proletariat“ machen deutlich, dass Sie nicht verstehen, dass Gott keine Klassen
kennt. Wir sollen alle ein Opfer des Gehorsams sein. Reiche wie Armen. Und die Reichen haben besondere
Verantwortung.
Lieber Athanasius (auch wenn ich nur 5x schreiben darf, Du aber 10xl) Athanasius: Kirchenfeind. Wiederum
hat unser Spezialist GerdEric erwiesen… Ich bin kein Feind der Kirche (Leib Christi), ich bin ein Feind
derer, die die Kirche missbrauchen, darunter waren auch selbst Päpste… Die (Institution) Kirche ist
nichts, GOTT ist alles! Marx hatte gar keine Kenntnisse der Kirche… Dass in deren Sicht ein GOTTesbezug
fehlen musste, ist aus dem Missbrauch der Kirche und der missbrauchten Ordnung GOTTes erklärbar, denn
GOTT steht nicht auf Seiten der Unterdrücker, Ausbeuter und Faschiste! Die Kirche hat übrigens keine
Fehler… ha, ha, der iss echt gut… Die Kirche hat niemals „Ausbeutung“ begünstigt… Doch, die Institution
Kirche hat dafür gesorgt, dass ein grossteil der europäischen Bevölkerung versklavt wurde. Gott will
die Gleichwürdigkeit aller Menschen… Als GOTT sein Volk, das Proletariat Ägyptens, aus der Sklaverei
befreite, machte er sie zu Gleichen, kein Mensch soll über einen anderen Menschen herrschen.Keine Gleichheit,
…Die Menschen waren der Kirche (die meiste Zeit) Gleichgültig…!So sehr hat Gott also ihre marxistische
Dreck-„Gleichheit“ nicht gewollt. Lieber Athanasius, GOTT opferte auch seinen geliebten Sohn, wie lieb
muss er dann das Proletariat haben?
Mjaaa. @Beobachterin: Sie sind wohl keine Spezialistin! Lesen Sie manchmal die Newsletter der Cardinal
Kung Foundation? Darin lesen Sie alles. Es gibt eine verfolgte Untergrundkirche und noch vor einigen Wochen
verschwand ein Bischof – bis jetzt. Wenn Sie das, und Einfälle während der hl. Messe, als „ohne Repression“
betrachten, hätten Sie lieber beim Karl Marx Rundfunk oder der Wochenschau gearbeitet. Es entspricht
der Wahrheit nicht. Die Kirche blüht und wächst, aber trotz und dank aller Verfolgung. „Semen est Sanguis
Christianorum“. 2. Wenn Sie die Gulags und Gefangenenlager der Kommunisten keine KZs nennen möchten,
ist das ihr Problem. Der einzige Unterschied ist, dass es bei den Nazis Planausrottung gab und die Kommunisten
natürliche Ausrottung betreiben. Das ist keine Polemik. Der Begriff KZ stammt übrigens aus Südafrika,
wo die Englische Oberhoheit die afrikaansche Boeren (vor allem Frauen und Kinder der Aufständler) einsperrte
und verkümmern liess.
@Athansius Vorurteile habe ich keine, ich gebe dir sogar in dem Punkt recht die Kirche ist fehlerlos.
Wobei ich aber hier die Kirche als „mystischer Leib Christi“ sehe und nicht die Kirchenleitung. Die Kirchengeschichte
beinhaltet nun mal sehr unrümliche Kapitel die sich nicht wegdiskutieren lassen. Was mich aber wirklich
an dem Artikel stört ist das man diese Umerziehungs-, Internierungs-, Arbeitslager, etc. KZs nennt. So
schlimm es dort auch zugehen mag an die Perversion von KZs reichen sie nicht heran. Jeder im KZ inhaftierte
hätte wahrscheinlich mit Freuden getauscht. Und ich schäme mich als Christ und Katholik, das es Mitbrüder
gibt die dies für Polemik und reiserische Artikel ausschlachten. LG Fiore
#5 Beobachterin 21:10:23 | Donnerstag, 2. Juni 2005
aufblühende Kirche in China Der Artikel ist einseitig. Die Übergänge von der sog. „Staatskirche“ zur
sog. „Untergrundkirche“ sind fließend. Tatsächlich entwickelt sich zur Zeit in China ein aufblühendes
und fruchtbares Christentum, größtenteils ohne jede Repression.
Vorurteile. Nicht zu rasch urteilen. 1. Der Tabakshandel ja. Der Ablasshandel hat nichts mit Ausbeutung
von Leute zu tun, sondern mit einem finanziellen Raubmissbrauch. 2. Onesimus war versklavt von einem Christen.
Es passt nicht, dass Christen christliche Sklaven (und m.M.n. Sklaven im Allgemeinen) haben. 3. Titus
2:9: „Die Sklaven müssen Ihren Meistern Untertan sein in allem“. 4. So sagt der Freimaurer/“-Denklerbund“
Österreichs auch: von der kath. Kirche hatten die Sklaven niemals etwas zu erwarten im Sinne von Befreiung.
Nicht im atheistisch weltlichen Sinne, nein. Da haben die Recht gehabt.
@Athanasisu Die Kirche hat niemals „Ausbeutung“ begünstigt. Geben Sie davon mal Beispiele. Z.B. der begingende
Tabakhandel, anfangs geächtet und dann fest mitverdient. Ohne gleich mal den Ablashandel zu nennen. Keine
Gleichheit, sondern Gleichwürdigkeit. Das hl. Evangelium und Sankt Paulus lehren es sogar den Sklaven:
seid euren Meistern Untertan und Gehorche. Damals gabs ja auch Sklaven in der Gesellschaftsordnung und
denoch bitte Paulus um die Freilassung des Onesimus. Lg Fiore
Kirchenfeind. Wiederum hat unser Spezialist GerdEric erwiesen, dass er ein kirchenfeindlicher Sozialistenpropagandist
ist. Marx hatte gar keine Kenntnisse der Kirche. Und der Marxismus hat nach „Rerum Novarum“ nach wievor
die Kirche verfolgt. Die Kirche hat übrigens keine Fehler. Es ist nur so, dass man die kapitalistischen
Ausschreitungen zu spät eingesehen hat. Die Kirche hat niemals „Ausbeutung“ begünstigt. Geben Sie davon
mal Beispiele. Gott will die Gleichwürdigkeit aller Menschen. Nicht die Gleichheit aller Menschen und
die blutige Revolution der Enteignung! Keine Gleichheit, sondern Gleichwürdigkeit. Das hl. Evangelium
und Sankt Paulus lehren es sogar den Sklaven: seid euren Meistern Untertan und Gehorche. So sehr hat Gott
also ihre marxistische Dreck-„Gleichheit“ nicht gewollt.
Jedoch traut er den Kommunisten nicht: „Es ist klar, daß die Ideologie von Marx und Lenin mit Gott nichts
am Hut hat.“ sicher, dazu hatte Marx zu fundierte Kenntnisse von den Fehlern der Kirchen in Europa, die
die Ausbeutung des Proletariates begünstigte und eine GOTTgewollte Gleichheit der Menschen verhinderten…