Ernennungen
Der Patriarch von Venedig wird das Rennen machen
Natürlich erfolgen die Befragungen unter Päpstlichem Geheimnis. Mit anderen Worten: Alle wissen alles.
Kardinal Angelo Scola am 16. Juli 2005 in Venedig.
Kardinal Angelo Scola am 16. Juli 2005 in Venedig.
© Bild: Torvindus, Wikipedia, CC
(kreuz.net) Der Patriarch von Venedig, Angelo Kardinal Scola (69), und der Präfekt des sinnlosen Päpstlichen Kulturrates, Gianfranco Kardinal Ravasi (68), sind die Spitzenkandidaten für das Amt des neuen Erzbischofs von Mailand.

Das berichtete die Mailänder Tageszeitung ‘Il Giorno’ am Samstag.

Mit 4.9 Millionen Katholiken ist Mailand eine der größten Diözesen der Welt.

Der bisherige Amtsinhaber, Dionigi Kardinal Tettamanzi, wurde heute 77 Jahre alt.

Als er im März 2009 sein Rücktrittsalter erreichte, verlängerte Benedikt XVI. sein Mandat um weitere zwei Jahre.

‘Il Giorno’ geht davon aus, daß die Ernennung seines Nachfolgers jetzt unmittelbar bevorsteht.

Anfang März schickte der Nuntius in Italien allen Diözesanbischöfen der Lombardei, den Weihbischöfen von Mailand, den Vorsitzenden der regionalen Bischofskonferenzen, allen italienischen Kardinälen und sogar den Laienvertretern des Landes einen Brief.

Unter den Laienvertretern wurden Mitglieder der linkslastigen ‘Katholischen Aktion’ und der neokonservativen Bewegung ‘Comunione e Liberazione’ befragt.

Sie wurden alle gebeten, Kandidaten für Mailand zu benennen.

Aus den eingegangenen Namen stellte der Nuntius eine Dreierliste her, die er der vatikanischen Bischofskongregation vorlegte.

Der Präfekt der Bischofskongregation, Marc Kardinal Ouellet, erstellte dann eine definitive Dreierliste, die er dem Papst weiterreichte.

Dieser entscheidet letztlich völlig unabhängig.

Zwar wurden die bisherigen Konsultation unter dem sogenannten „Päpstlichen Geheimnis“ durchgeführt.

Aber das bedeutet nichts.

Denn ‘Il Giorno’ weiß die Namen jener, die auf der Dreierliste stehen: Kardinal Gianfranco Ravasi, Kardinal Angelo Scola (69) und Bischof Gianni Ambrosio (67) von Piacenza-Bobbio.

Kardinal Ravasi und Kardinal Scola wurden für die Erzdiözese Mailand zu Priestern geweiht.
      
8 Lesermeinungen
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#8   Sycamore   11:14:48 | Dienstag, 15. März 2011
Clarissa de Kölln (09:29)
Sie sind heute ‘garrula’ in allen Foren präsent, nur dort nicht,
wo Sie sein sollten, Clarissa: beim Lateinkurs für Anfänger,
um Ihre gähnenden grammatikalischen Lücken zu schließen.
Es wäre Schade, wenn meine Analyse Ihrer Lateinprosa (09:34)
der geneigten Leserschaft verborgen bliebe.
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#7   clarissa colonia   09:29:06 | Dienstag, 15. März 2011
Nun, mein werter Gotthard,
das ist wahrlich ein ausgemachter Skandal! Da läuft es doch in der wahren Kirche, einstmalen eine marginalisierte minimalistische Murmelbruderschaft, ganz im Sinne unseres Herren und Heilandes: Da hat Marcellinus minimus das ganz alleine gemacht.
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#6   Gotthard   00:59:02 | Dienstag, 15. März 2011
Laien wurden befragt
Anfang März schickte der Nuntius in Italien allen Diözesanbischöfen der Lombardei, den Weihbischöfen von Mailand, den Vorsitzenden der regionalen Bischofskonferenzen, allen italienischen Kardinälen und sogar den Laienvertretern des Landes einen Brief.
widerlich, dass Laien befragt wurden, wer ihr Bischof werden könnte.
Laien haben demütigen und dankbaren Blickes einen neuen Bischof willkommen zu heißen.
Was geht Laien an, wer Bischof über sie wird?
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#5   Rudolfus   00:05:43 | Dienstag, 15. März 2011
@Ernst v. Zwiefalten: Das Papstkonzil von Trient hat keinerlei Messe beschlossen, sondern unfehlba-
re Glaubenssätze über das Meßopfer beschlossen. Die Apostolische Konstitution ‘Quo primum’, die der hl. Pius V. in Folge des Reformkonzils verkündete, legitimierte alle Riten, die nachweislich vor 1370 existierten, wobei der Hauptritus der Römische gemäß dem vom hl. Pius V. verkündeten Meßbuch ist. Somit sind alle alten Riten als tridentinumskonforme Riten anzusehen und können tridentinisch genannt werden, auch die byzantinischen Riten unserer Kirche.
Der Neue Römische Ritus ist dagegen ein neues Konstrukt und durch ‘Quo primum’ sicher nicht legitimiert. Er ist in seiner Realität der profezeite „Greuel der Verwüstung in heiliger Stätte“, den Christus für die Endzeit vorhersagte.
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#4   Ernst von Zwiefalten   21:14:24 | Montag, 14. März 2011
@r.ruhrgebietler
Sie vergessen immer, dass es neben der tridentinischen Messe noch eine ganze Menge anderer gültiger Messformulare gibt:
Mailand und die Vielzahl der Messformulare der östlichen Patiarchate. Gerade ein Patriarch von Venedig sollte – als Sühne für die von Venedig begangenen, und von Rom geduldeten Verbrechen an Byzanz – in der Lage sein, mindestens die Göttliche Liturgie unserers Vaters Johannes Chrystomus und die Basilius-Liturgie zu zelebrieren.
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#3   Melchisedek   21:12:31 | Montag, 14. März 2011
Wie funktioniert der Islam ? Auszüge aus einem vorzüglichen Interview ‘‘Junge Freiheit’’ 25.2.2011
Die Antworten gibt der Sozialwissenschaftler Manfred Kleine- Hartlage.
Es ist doch auffällig, daß es in der islamischen Welt bis heute nie zu Glaubenskrisen gekommen ist, wie wir sie bei uns in Europa kennen, und daß es dort so gut wie keine Atheisten gibt. Der Grund dafür ist, daß die Rolle der Religion im Gefüge islamischer Gesellschaften eine ganz andere ist als die des Christentums bei uns. Der Islam setzt den Menschen nicht nur, wie alle Religionen es tun, in Bezihung zum Jenseits und legt fest, was gut und Böse ist, sondern es definiert auhc, was im legalen Sinne Recht und Unrecht, im politischen Sinne legitim und illegitim, im empirischen Sinne wahr und unwahr ist. Der Islam ist sozusagen die DNS seiner gesellschaften: nicht nur eine Religion, sondern ein soziales System. (…)
Die Vorstellung einer universellen Ethik, nach der alle Menschen die gleichen Rechts haben, egal welcher Religion sie angehören, oder Friede als ein Prinzip lehnt der Islam nicht nur ab, sondern dies widerspricht soagr seiner Grundstruktur. (…)
Bekanntlich hat der Prophet von Anfang an den Kampf gegen die ‘‘Ungläubigen’’ gefordert und selbst praktiziert: Er hat 27 Feldzüge geführt, einen jüdischen Stamm ausgerottet, mehrere andere vertrieben. Kritiker ermorden lassen. Blaise Pascal hat einmal gesagt: ‘‘Jesus ließ sich ermorden, Mohammed ließ morden.’’
Und natürlich orientieren sich die Muslime nicht nur am Koran, sondern auch gerade am Beispiel des Propheten. Sagen Sie bloß nie… :)% o.O o.O
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#2   r.ruhrgebietler   20:53:38 | Montag, 14. März 2011
ist dieses priesterlein
ein Zelebrant der ausschliesslich die Messe aller Zeiten zelebriert?
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#1   Laienapostel   20:13:36 | Montag, 14. März 2011
„linkslastigen ‘Katholischen Aktion’“
:-!
Unglaublich, wie diese Menschen das Laienapostolat instrumentalisieren, um den Glauben in der heiligen katholischen Kirche zu demontieren!
Wer wissen will, was es mit der „Katholischen Aktion“ bzw. dem Laienapostolat ursprünglich einmal auf sich hatte, den/die verweise ich auf diesen Kathpedia-Artikel www.kathpedia.com/index.php?title=Katholis…
Es ist ein Dillema für uns christgläubige Katholiken in diesen Tagen: Unsere Bischöfe tun nicht das, was sie sollen, vernünftige Katechese findet nicht statt (ausser in den Predigten von Priestern, welche nach dem Schott von 1962 zelebrieren).
Deshalb, katholischer Christ, mach’s Dir selbst!
Es gibt, Gott sei Lob und Dank, noch gute christliche Literatur (meistens jedoch nur noch antiquarisch erhältlich).
Es ist Dein Glaube, darüber kannst Du nie genug wissen!
Aber dieses Wissen will auch angeeignet werden! Der Herr hilft!
Lies die Bibel, bete jeden Tag, wenn Du wachsen willst!
Wo es möglich ist, bildet Gruppen (Gebetskreise, Bibelkreise, etc.).
Wo ihr alleine auf weiter Flur steht, da dürft Ihr den Mut nicht verlieren, Ihr seid nicht allein, der Herr Jesus Christus ist immer bei Euch.
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