11:57:21 | Freitag, 18. März 2011
Der Mainzer Weihbischof ist gekrochen, was das Zeug hält. Auf’s Dach hat er trotzdem bekommen.

Mißbrauchs-Hoax: Gier nach Geld
© Tabbo107, Flickr, CC(kreuz.net) „Mehr als »Mitgefühl mit den Opfern« äußert die Kirche nicht“ – schimpft heute die Online-Ausgabe
der in Zentralhessen erscheinenden Tageszeitung ‘Kreis-Anzeiger’.
Das Blatt bezieht sich auf den Tod
des altliberalen Pfarrers Wolfgang Grabosch.
Er wurde im Jahr 1926 im gerade von Polen besetzten Oberschlesien
geboren und trat zunächst bei den Franziskanern ein. Von 1957 bis 1971 war er in Brasilien tätig.
Danach
verließ er den Orden, kehrte nach Europa zurück und wurde Pfarrer im Bistum Mainz.
Von 1980 bis 1998
war er Pfarrer in der 1200-Seelen-Gemeinde Grebenhain und Pfarrverweser der 3300-Seelen-Gemeinde Freiensteinau
im Regierungsbezirk Gießen.
Von 1985 bis 1998 amtete Hw. Grabosch als Dekan.
In den letzten Jahren
verfiel er dem Altersblödsinn und verstarb am 8. März in einem Pflegeheim in Mainz.
Hoffnungen auf
BargeldIn einem Nachruf erwähnte der Mainzer Weihbischof Werner Guballa, daß gegen Hw. Grabosch Mißbrauchsvorwürfe
erhoben worden seien.
Geredet wird in erster Linie von homosexuellen Übergriffen auf vielleicht sechs
geschlechtsreife Burschen.
Die Vorfälle sollen sich Ende der 80er Jahre zugetragen haben.
Eine Frau,
die damals Jugendliche war, hat sich ebenfalls gemeldet.
Für die Diözese greifbare Vorwürfe waren
erst in den letzten Jahren bekanntgeworden.
Die behaupteten Delikte waren aber verjährt und wurden deshalb
von der Staatsanwaltschaft nicht verfolgt.
Die angeblichen Opfer reagierten – nach Angaben des ‘Kreis-Anzeigers’ –
darauf mit „Enttäuschung und Wut“.
Sie hätten ihre Hoffnungen – vermutlich auf Bargeld – auf das Bistum
gerichtet.
Dieses leitete ein Verfahren gegen den Demenzkranken ein, der sich freilich gegen die Anklagen
nicht wehren konnte.
In der Konzilskirche kommen alle in den HimmelIn seinem Nachruf auf den Geistlichen
schrieb Mons. Guballa:
„In den letzten Jahren wurden schwere Mißbrauchsvorwürfe gegen Pfarrer Grabosch
erhoben.
Die Fakten, die dann im Laufe der Ermittlungen zutage traten, haben uns zutiefst erschüttert
und beschämt.
Pfarrer Grabosch selbst konnte zur Erhellung des ganzen Geschehens aus seiner Sicht nichts
mehr beitragen. Seine geistige Verfassung ließ nicht erkennen, ob und was er noch aufnehmen konnte.
Unsere Sorge und unser Mitgefühl gilt auch an dieser Stelle den Opfern.
Wir empfehlen Herrn Pfarrer
Grabosch der Barmherzigkeit Gottes und bitten darum, daß Christus ihm ein gnädiger Richter sein möge.“
Der ‘Kreis-Anzeiger’ speit Gift und Galle gegen die wohl ehrlich gemeinten Worte des Weihbischofs.
Sie
dürften die „Erwartungen der Opfer“ kaum erfüllen.
Man warte – obwohl die Untersuchungen nicht abgeschlossen
sind – „seit Monaten“ auf ein klares Wort der Entschuldigung aus dem Mund des Mainzer Bischofs, Karl Kardinal
Lehmann.
„Aber mehr als neuerliches Mitgefühl mit den Opfern äußert die Kirche auch jetzt nicht“ –
wälzt sich der ‘Kreis-Anzeiger’ in Kirchenhaß und Selbstmitleid.
Die von dem Blatt vermittelte Botschaft
ist simpel: Noch stärker als die
angeblichen Leiden der angeblichen Mißbräuche ist die sehr reale Gier
nach Geld.
Denn um Geld zu bekommen, muß man so laut schreien wie möglich.
Nach rechtsstaatlichen
Prinzipien hat Hw. Grabosch bis zum Nachweis seiner Schuld als unschuldig zu gelten.
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#7
Fadfinder 01:54:36 | Freitag, 25. Mai 2012
#6
Christussucher 08:42:43 | Dienstag, 28. Februar 2012
#4
Simon Boccanegra 13:42:47 | Samstag, 19. März 2011
#3
Soramonas 19:00:07 | Freitag, 18. März 2011
#2
juemuc 15:43:00 | Freitag, 18. März 2011
#1
Vogel 12:06:27 | Freitag, 18. März 2011