Paedophilie
Mißbrauch: Die Gier nach Geld schmerzt noch mehr
Der Mainzer Weihbischof ist gekrochen, was das Zeug hält. Auf’s Dach hat er trotzdem bekommen.
Mißbrauchs-Hoax: Gier nach Geld
Mißbrauchs-Hoax: Gier nach Geld
© Tabbo107, Flickr, CC
(kreuz.net) „Mehr als »Mitgefühl mit den Opfern« äußert die Kirche nicht“ – schimpft heute die Online-Ausgabe der in Zentralhessen erscheinenden Tageszeitung ‘Kreis-Anzeiger’.

Das Blatt bezieht sich auf den Tod des altliberalen Pfarrers Wolfgang Grabosch.

Er wurde im Jahr 1926 im gerade von Polen besetzten Oberschlesien geboren und trat zunächst bei den Franziskanern ein. Von 1957 bis 1971 war er in Brasilien tätig.

Danach verließ er den Orden, kehrte nach Europa zurück und wurde Pfarrer im Bistum Mainz.

Von 1980 bis 1998 war er Pfarrer in der 1200-Seelen-Gemeinde Grebenhain und Pfarrverweser der 3300-Seelen-Gemeinde Freiensteinau im Regierungsbezirk Gießen.

Von 1985 bis 1998 amtete Hw. Grabosch als Dekan.

In den letzten Jahren verfiel er dem Altersblödsinn und verstarb am 8. März in einem Pflegeheim in Mainz.

Hoffnungen auf Bargeld

In einem Nachruf erwähnte der Mainzer Weihbischof Werner Guballa, daß gegen Hw. Grabosch Mißbrauchsvorwürfe erhoben worden seien.

Geredet wird in erster Linie von homosexuellen Übergriffen auf vielleicht sechs geschlechtsreife Burschen.

Die Vorfälle sollen sich Ende der 80er Jahre zugetragen haben.

Eine Frau, die damals Jugendliche war, hat sich ebenfalls gemeldet.

Für die Diözese greifbare Vorwürfe waren erst in den letzten Jahren bekanntgeworden.

Die behaupteten Delikte waren aber verjährt und wurden deshalb von der Staatsanwaltschaft nicht verfolgt.

Die angeblichen Opfer reagierten – nach Angaben des ‘Kreis-Anzeigers’ – darauf mit „Enttäuschung und Wut“.

Sie hätten ihre Hoffnungen – vermutlich auf Bargeld – auf das Bistum gerichtet.

Dieses leitete ein Verfahren gegen den Demenzkranken ein, der sich freilich gegen die Anklagen nicht wehren konnte.

In der Konzilskirche kommen alle in den Himmel

In seinem Nachruf auf den Geistlichen schrieb Mons. Guballa:

„In den letzten Jahren wurden schwere Mißbrauchsvorwürfe gegen Pfarrer Grabosch erhoben.

Die Fakten, die dann im Laufe der Ermittlungen zutage traten, haben uns zutiefst erschüttert und beschämt.

Pfarrer Grabosch selbst konnte zur Erhellung des ganzen Geschehens aus seiner Sicht nichts mehr beitragen. Seine geistige Verfassung ließ nicht erkennen, ob und was er noch aufnehmen konnte.

Unsere Sorge und unser Mitgefühl gilt auch an dieser Stelle den Opfern.

Wir empfehlen Herrn Pfarrer Grabosch der Barmherzigkeit Gottes und bitten darum, daß Christus ihm ein gnädiger Richter sein möge.“


Der ‘Kreis-Anzeiger’ speit Gift und Galle gegen die wohl ehrlich gemeinten Worte des Weihbischofs.

Sie dürften die „Erwartungen der Opfer“ kaum erfüllen.

Man warte – obwohl die Untersuchungen nicht abgeschlossen sind – „seit Monaten“ auf ein klares Wort der Entschuldigung aus dem Mund des Mainzer Bischofs, Karl Kardinal Lehmann.

„Aber mehr als neuerliches Mitgefühl mit den Opfern äußert die Kirche auch jetzt nicht“ – wälzt sich der ‘Kreis-Anzeiger’ in Kirchenhaß und Selbstmitleid.

Die von dem Blatt vermittelte Botschaft ist simpel: Noch stärker als die angeblichen Leiden der angeblichen Mißbräuche ist die sehr reale Gier nach Geld.

Denn um Geld zu bekommen, muß man so laut schreien wie möglich.

Nach rechtsstaatlichen Prinzipien hat Hw. Grabosch bis zum Nachweis seiner Schuld als unschuldig zu gelten.
      
6 Lesermeinungen
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#7   Fadfinder   01:54:36 | Freitag, 25. Mai 2012
Wäre wirklich interessant zu erfahren, wer hinter diesem Artikel steckt. Es könnte jemand aus dem Umfeld Grabosch, Kirche Mainz oder auch Fulda/Offenbach sein.
Dieser Artikel ist zwar einfach nur erbärmlich, erfüllt aber seinen Zweck dadurch, dass es der Name Wolfgang Grabosch noch tiefer in die Suchmaschinen geschafft hat (einfach mal googeln!).
Auch „hochinteressant“ das Zitat aus Glaube und Leben, mal abgesehen vom Kontext in dem es steht. Oder ist es gar überhaupt kein Zitat aus der Zeitung? War vielleicht der Autor mit bei der Rede dabei? Ein Kleriker aus dem Dunstkreis von Herrn Grabosch? Sonstiges Gesocks aus der katholischen Kirche?
Schön mit Herrn Pfarrer ein Käffchen trinken. Hochwürden, es hat mich sehr gefreut!
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#6   Christussucher   08:42:43 | Dienstag, 28. Februar 2012
ich nehme zur Kenntnis, dass ich auf Kreuz.net meine Stimme / mein Wort nicht für etwaige Missbrauchopfer erheben darf.

Danke für die Streichung
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#4   Simon Boccanegra   13:42:47 | Samstag, 19. März 2011
Verjährung ist sinnvoll
Geldgieriges Pack wartet in vielen Fällen, bis ein Beschuldigter verstorben oder dement geworden ist. Dann können die Erpresser sich absprechen und gemeinsam Vorwürfe gegen die Kirche oder gegen Deutschland erheben. Sie können sicher sein, daß ihre Forderungen bedient werden, denn Katholik oder Deutscher zu sein, heißt ja schon, schuldig zu sein.
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#3   Soramonas   19:00:07 | Freitag, 18. März 2011
Die Putschloge
17.03.2011 / Thema / Seite 10Inhalt
Die Putschloge
Hintergrund. Die faschistische Geheimorganisation Propaganda due hievte Silvio Berlusconi an die Macht. Vor 30 Jahren wurde sie enttarnt, aber nicht unschädlich gemacht
Von Gerhard Feldbauer
www.jungewelt.de/2011/03-17/023.php
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#2   juemuc   15:43:00 | Freitag, 18. März 2011
Seit wann ist eine Entschuldigung…
von einem rechtskräftigen Urteil abhängig und seit wann ist Schuld abhängig von einem rechtskräftigen Urteil? Ist jemand unschuldig nur weil jemandem eine begangene Straftat nicht nachgewiesen werden kann aber derjenige sie trotzdem getan hat?
Trotzdem lässt es tief blicken wenn eine sog. „katholische Nachrichtenseite“ im 21. Jahrhundert von „Altersblödsinn“ oder ähnlichem spricht obwohl es adäquate nichtbeleidigende Ausdrücke wie z. B. „Altersdemenz“ oder „Morbus Alzheimer“ gibt.
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#1   Vogel   12:06:27 | Freitag, 18. März 2011
Stimmt das alles?
Ist Pfarrer Grabosch wirklich Mr. Grabsch? :-(
Herr, gibt ihm die ewige RUHE und den ewigen FRIEDEN,
dies haben die Menschen bei seiner Beerdigung gebetet, daran muß man sich auch halten.
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