Auch katholische Würdenträger erweisen dem jüngst verstorben moslemischen Freiheitskämpfer die letzte Ehre: Requiem für Jassir Arafat in der Geburtskirche zu Betlehem.
(kreuz.net, Jerusalem) Nach verschiedenen Presseberichten zelebrierte der katholische Patriarch und Erzbischof
von Jerusalem, Michel Sabbah (71), heute in der katholischen Katharinenkirche in Bethlehem ein Requiem
für den jüngst verstorbenen Präsidenten der Autonomen Palästinensischen Gebiete, Jassir Arafat.
In
Christi Geburtsstadt, wo die Christen noch vor wenigen Jahren in der Mehrzahl waren, wurden Bilder des
Moslems Arafat an vielen öffentlichen Gebäuden und Kircheneingängen aufgehängt. Arafat gilt als Freiheitskämpfer
gegen die fast vierzigjährige Besetzung der palästinensischen Gebiete durch israelische Streitkräfte.
Betlehem liegt sieben Kilometer südlich von Jerusalem und befindet sich in den Autonomen Palästinensischen
Gebieten. Die Katharinenkirche ist der hl. Katharina von Alexandrien geweiht und gehört zum Gebäudekomplex
der Geburtskirche. In dieser Kirche feiert der katholische Patriarch jedes Jahr an Weihnachten den katholischen
Mitternachtsgottesdienst.
Erzbischof Sabbah nahm als Leiter der vatikanischen Delegation an den Trauerfeiern
und der Beisetzung Arafats in Ramallah teil. Die Oberhäupter der christlichen Kirchen im Heiligen Land
veröffentlichten am vergangenen Freitag eine gemeinsame Beileidserklärung zum Tod des Moslems. Darin
versicherten sie ihre Fürbitte um Gottes Erbarmen und die Ewige Ruhe.
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