19:18:06 | Dienstag, 22. März 2011
Kardinal Schönborn gilt als Diplomat. Das heißt: Er macht beim Reden so viele Falltüren auf, daß ihn nicht einmal einer versteht, der ein Diplom hat.

Kardinal Schönborn bei der Pressekonferenz nach der Sommervollversammlung in Mariazell
© Pressebild:
Henning Klingen, katholisch.at(kreuz.net, Wien) Kardinal Christoph Schönborn von Wien fordert eine „offene Debatte“ über die Priesterehe.
Das berichteten österreichische Onlinezeitungen heute nachmittag.
Nach Angaben der altliberalen Agentur
‘kathpress’ äußerte sich der Kardinal am Rande der laufenden Frühjahrsvollversammlung der österreichsichen
Bischöfe in Bozen in Südtirol.
Glitschig wie eine ForelleDie sexgeilen Journalisten klammerten sich
an die folgende Aussage in dem Bericht von ‘kathpress’:
„Mit Blick auf kontroversielle Themen innerhalb
der Kirche plädierte er für einen »offene Debatte«. Dies gelte auch für den Zölibat, für den es
»gute Gründe gibt, über die man reden soll«.“
Diese Aussage ist – für Kardinal Schönborn nicht
untypisch – so formuliert, daß man sie, je nach Absicht, mehr in die eine oder mehr in die andere Richtung
biegen kann.
Solche Redestrategien dienen den altliberalen Bischöfen, um im richtigen Augenblick auf
der richtigen Seite zu stehen.
Mißbrauch als Universal-SakramentDer Kardinal gab vor ‘kathpress’ noch
weitere Bonmots von sich.
Zu den Kirchenaustritten des letzten Jahres, die in der Erzdiözese Wien mit
Abstand am höchsten waren, behauptete er:
„In der Krise werden auch die Bindekräfte an die Kirche wieder
deutlich.“
Der seit dem Konzil tobende kirchliche Bürgerkrieg deutet aber gerade in Österreich in eine
andere Richtung.
Die gestiegene Zahl an Kirchenaustritte führt Kardinal Schönborn kurzsichtig auf die
„kirchliche Mißbrauchskrise“ zurück.
In Wirklichkeit waren die von den Medienbossen und Amtsbischöfen
hochgejubelten Mißbräuche eine Inszenierung.
Der wahre Grund für die Austritte besteht in der Tatsache,
daß über neunzig Prozent der Papierkatholiken – unter ihnen auch zahllose Priester und sogar Bischöfe –
keine echte Bindung an die Kirche besitzen.
Entsprechend können die Medienbosse mit praktisch jeder
antikirchlichen Propaganda-Schlacht problemlos Kirchenaustritte provozieren.
Worte ohne InhaltZusammenhanglos
erklärte der Kardinal, daß es „Hoffnungszeichen für einen Frühling in der Kirche“ gebe.
Aus dem Bericht
von ‘kathpress’ wird nicht klar, worin diese angeblichen Hoffnungszeichen bestehen.
Ebenfalls ohne Zusammenhang
lobt der Kardinal, daß sich die Menschen heute im Kontext einer angeblich „pluralen und multireligiösen“
Gesellschaft bewußt entscheiden müßten.
Diese „neue Freiheit“ – wie er sich ausdrückte – sei positiv:
„Das Christentum wird mehr zur Überzeugungssache, und wir wollen eine freie Kirche in einer freien Gesellschaft
sein.“
Eine gestärkte christliche Überzeugung ist aber – wenigstens bei Bischöfen und Priestern –
kaum auszumachen, eher das Gegenteil.
Schließlich rhapsodierte der Prälat, daß „die Bindungskräfte
an die Kirche stärker deutlich“ würden.
Was er damit meinte, ließ er erneut im Nebel.
Als weitere
„Hoffnungszeichen“ saugte er sich „das Engagement vieler junger Menschen“, „viel Nachdenklichkeit in der
Zivilgesellschaft“ und „das gesteigerte Interesse an religiösen Themen“ aus den Fingern.
Für keines
dieser angeblichen Phänomene konnte er stichhaltige Hinweise liefern.
Christus steht auf der anderen
SeiteSo richtig lüstern wurde Kardinal Schönborn aber beim neuen Lieblingsthema der Amtsbischöfe –
dem Mißbrauchs-Jubel.
Er wird in dem kurzen Artikel von ‘kathpress’ in drei von fünf Abschnitten erwähnt.
Im vergangenen Jahr sei sehr viel gewachsen an Verantwortung und „das Bewußtsein, auf Seiten der Opfer
zu stehen“ – betet der Kardinal wie auf Knopfdruck die Vorgaben der Mißbrauchs-Industrie nach.
Daß
er dabei der Haltung Jesus Christi widersprach, der in seinem Leben auf der Seite der Täter und Sünder
stand, merkt er nicht.
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monens 13:32:13 | Mittwoch, 23. März 2011
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Atzmon 22:35:17 | Dienstag, 22. März 2011
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Atzmon 20:47:57 | Dienstag, 22. März 2011
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FMK 20:28:33 | Dienstag, 22. März 2011