Wien
Wortpirouetten ohne Inhalt
Kardinal Schönborn gilt als Diplomat. Das heißt: Er macht beim Reden so viele Falltüren auf, daß ihn nicht einmal einer versteht, der ein Diplom hat.
Kardinal Schönborn bei der Pressekonferenz nach der Sommervollversammlung in Mariazell
Kardinal Schönborn bei der Pressekonferenz nach der Sommervollversammlung in Mariazell
© Pressebild: Henning Klingen, katholisch.at
(kreuz.net, Wien) Kardinal Christoph Schönborn von Wien fordert eine „offene Debatte“ über die Priesterehe.

Das berichteten österreichische Onlinezeitungen heute nachmittag.

Nach Angaben der altliberalen Agentur ‘kathpress’ äußerte sich der Kardinal am Rande der laufenden Frühjahrsvollversammlung der österreichsichen Bischöfe in Bozen in Südtirol.

Glitschig wie eine Forelle

Die sexgeilen Journalisten klammerten sich an die folgende Aussage in dem Bericht von ‘kathpress’:

„Mit Blick auf kontroversielle Themen innerhalb der Kirche plädierte er für einen »offene Debatte«. Dies gelte auch für den Zölibat, für den es »gute Gründe gibt, über die man reden soll«.“

Diese Aussage ist – für Kardinal Schönborn nicht untypisch – so formuliert, daß man sie, je nach Absicht, mehr in die eine oder mehr in die andere Richtung biegen kann.

Solche Redestrategien dienen den altliberalen Bischöfen, um im richtigen Augenblick auf der richtigen Seite zu stehen.

Mißbrauch als Universal-Sakrament

Der Kardinal gab vor ‘kathpress’ noch weitere Bonmots von sich.

Zu den Kirchenaustritten des letzten Jahres, die in der Erzdiözese Wien mit Abstand am höchsten waren, behauptete er:

„In der Krise werden auch die Bindekräfte an die Kirche wieder deutlich.“

Der seit dem Konzil tobende kirchliche Bürgerkrieg deutet aber gerade in Österreich in eine andere Richtung.

Die gestiegene Zahl an Kirchenaustritte führt Kardinal Schönborn kurzsichtig auf die „kirchliche Mißbrauchskrise“ zurück.

In Wirklichkeit waren die von den Medienbossen und Amtsbischöfen hochgejubelten Mißbräuche eine Inszenierung.

Der wahre Grund für die Austritte besteht in der Tatsache, daß über neunzig Prozent der Papierkatholiken – unter ihnen auch zahllose Priester und sogar Bischöfe – keine echte Bindung an die Kirche besitzen.

Entsprechend können die Medienbosse mit praktisch jeder antikirchlichen Propaganda-Schlacht problemlos Kirchenaustritte provozieren.

Worte ohne Inhalt

Zusammenhanglos erklärte der Kardinal, daß es „Hoffnungszeichen für einen Frühling in der Kirche“ gebe.

Aus dem Bericht von ‘kathpress’ wird nicht klar, worin diese angeblichen Hoffnungszeichen bestehen.

Ebenfalls ohne Zusammenhang lobt der Kardinal, daß sich die Menschen heute im Kontext einer angeblich „pluralen und multireligiösen“ Gesellschaft bewußt entscheiden müßten.

Diese „neue Freiheit“ – wie er sich ausdrückte – sei positiv:

„Das Christentum wird mehr zur Überzeugungssache, und wir wollen eine freie Kirche in einer freien Gesellschaft sein.“

Eine gestärkte christliche Überzeugung ist aber – wenigstens bei Bischöfen und Priestern – kaum auszumachen, eher das Gegenteil.

Schließlich rhapsodierte der Prälat, daß „die Bindungskräfte an die Kirche stärker deutlich“ würden.

Was er damit meinte, ließ er erneut im Nebel.

Als weitere „Hoffnungszeichen“ saugte er sich „das Engagement vieler junger Menschen“, „viel Nachdenklichkeit in der Zivilgesellschaft“ und „das gesteigerte Interesse an religiösen Themen“ aus den Fingern.

Für keines dieser angeblichen Phänomene konnte er stichhaltige Hinweise liefern.

Christus steht auf der anderen Seite

So richtig lüstern wurde Kardinal Schönborn aber beim neuen Lieblingsthema der Amtsbischöfe – dem Mißbrauchs-Jubel.

Er wird in dem kurzen Artikel von ‘kathpress’ in drei von fünf Abschnitten erwähnt.

Im vergangenen Jahr sei sehr viel gewachsen an Verantwortung und „das Bewußtsein, auf Seiten der Opfer zu stehen“ – betet der Kardinal wie auf Knopfdruck die Vorgaben der Mißbrauchs-Industrie nach.

Daß er dabei der Haltung Jesus Christi widersprach, der in seinem Leben auf der Seite der Täter und Sünder stand, merkt er nicht.
      
14 Lesermeinungen
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#14   prometheus141   12:40:01 | Sonntag, 27. März 2011
Wer dem MAMMON dient dient der Vernichtung der Menschheit
Es wird viel über die Tötung von Leben gesprochen, und einige Menschen beten für die Sicherheit von AKW, andere dafür das die Abtreibung gut verläuft. So ist das Gebet entwürdigt. Es gilt nur ein GEBET: GEBET UND WIR SIND ERHÖRT.
Es geht um die Offenbarung des Zölibats und nicht um Priesterinnen, es geht um die Entmachtung des Mammon und die geheime Plutokratie, die uns das Plutonium schenkte, damit die Menschheit bis auf Wenige vergiftet werden. Es geht um das GEBEN der WAHREN NATUR, das was uns JESUS lehrte. es geht um REIN oder BÖSE, und wir haben die Wahl GOTT das SEIN oder MAMMON das HABEN, so bereiten wir uns auf das LEBEN vor auf die LIEBE Gottes oder auf den TOD, die Zerstörung der wahren NATUR, die Zerstörund der Karft die JESUS heißt.
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#13   Rose im Kreuz   19:38:44 | Mittwoch, 23. März 2011
anal- oder/und vaginalfixiert
Der Horizont des Wiener Kardinals reicht von Anus bis Vagina und zurück und vor und:
„Beim Thema Homosexualität etwa sollten wir stärker die Qualität einer Beziehung sehen. Und über diese Qualität auch wertschätzend sprechen. Eine stabile Beziehung ist sicher besser, als wenn jemand seine Promiskuität einfach auslebt“ (Zitat Schönborn)
www.kreuz.net/article.7628.html
Schönborn ist ein mächtiger Dämon, der bei den Kirchenaustrittszahlen selbst die Nazis zu blamieren droht. Altnazis werden sich grün und rot ärgern, dass ihnen bei ihrem Kirchenkampf kein Schönborn zur Verfügung stand.
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#12   monens   13:32:13 | Mittwoch, 23. März 2011
Die Anbiederungsversuche an den Weltgeist sind mittlerweile unterträglich !
Wer Augen hat zu sehen und Ohren hat zu hören, der erkennt schnell, wo die tatsächlichen Gründe für die heute in grossen Teilen von der Welt geschleiften Kirche liegt; in „zahnlosen“, mit der Welt „dialogisierenden“ Hirten, die nicht mehr im Stande oder nicht mehr willens sind, sich vehement gegen die Strömungen des Weltgeistes zu stemmen und so zu wahren Hirten für die Gläubigen zu werden; wer soll angesichts der im Artikel aufgeführten Weichspülmittel gleichenden Aussagen von S.E. Kardinal Schönborn noch das Wesen der Kirche als den geheimnisvollen Leib Christi erkennen können; „freie Kirche in einer freien Gesellschaft“ ?; wann haben wir Hirten zuletzt ohne wenn und Aber predigen hören, dass die WAHRE Freiheit niemals mit der wahrheitsfeindlichen „Mehrheitsfreiheit“ der Gesellschaft eihergehen kann;
Der heilige Ignatius von Loyola:
„Die Sünde ist das Gefängnis, in dem wir alle geboren sind.“
wann haben wir zuletzt von Hirten unmissverständlich gehört, dass WAHRE Freiheit alleine über die UMKEHR , die Abkehr von der Sünde, zu erlangen ist?
www.razyboard.com/…07697-5930912-0.html
wann hört das Gelaber von einer angebl. „freien Gesellschaft“ auf, die die Sünde mit „Anständigkeit“ betüncht?!; Reue, Busse und Umkehr ist WAHRE FREIHEIT; die Zeit vergeht !
www.razyboard.com/…07697-5884737-0.html
Gerede von „offener Debatte über den Zölibat“ als „zeitgemässe“ Kapitulation…
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#11   Mag. catholicus   11:21:09 | Mittwoch, 23. März 2011
@Melchisedek
Wie sagt schon Lehmanns Lehrer im Glauben, Martin Luther:
„Indem ich mich des Juden erwehre,
kämpfe ich für das Werk des Herrn!“
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#10   Atzmon   22:35:17 | Dienstag, 22. März 2011
Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon
Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon
Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon
Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon
Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon
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#9   Melchisedek   22:31:31 | Dienstag, 22. März 2011
Unglaublich, was man so im Netz findet: hier B16
Der Honigmann nimmt sich B16 vor:
…nigmannsagt.wordpress.com/…rrat-an-jesu-christi/
Bitte auch den link unten am Text lesen:
http://globalfire/tv/nj/05de/religion/kein_hass.htm
Kampf dem Judenhass- für eine Religion des Friedens.
Diskussionen zum Thema ausdrücklich erwünscht.
:)% :&) :&)
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#8   Josefus   22:06:19 | Dienstag, 22. März 2011
Da liegt kreuz-net aber voll daneben
„Im vergangenen Jahr sei sehr viel gewachsen an Verantwortung und „das Bewußtsein, auf Seiten der Opfer zu stehen“ – betet der Kardinal wie auf Knopfdruck die Vorgaben der Mißbrauchs-Industrie nach.
Daß er dabei der Haltung Jesus Christi widersprach, der in seinem Leben auf der Seite der Täter und Sünder stand, merkt er nicht.“
Christus steht nicht in erster Linie auf Seiten der Täter und Sünder – das ist ja haarsträubend –, sondern auf der der REUUIGEN und reuewilligen Sünder und Täter. Natürlich steht er in erster Linie auf Seite der Opfer und gibt sein Leben selbst hin als Opfer für die Sünder. Die Opfer opfern sich für die Sünder, damit diese zur Reue finden. Den Opfern (zumeist ja auch oft Sünder in irgendeiner Hinsicht), aber auch den reuuigen Sündern verheißt er das Paradies.
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#7   Reconquista †   21:51:27 | Dienstag, 22. März 2011
@Atzmon: Total richtige Analyse !!
Sie sind einer der ganz wenigen hier mit Durchblick :)3
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#6   Atzmon   20:47:57 | Dienstag, 22. März 2011
Heutzutage ist alles offen – Vom Arsch bis zum Ergebnis
Damit die GOYIM vorzüglich miteinander sodomieren und diskutieren können.
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#5   FMK   20:28:33 | Dienstag, 22. März 2011
Der Autor des obigen Artikels hat recht
Der Kardinal drückt sich wirklich so vieldeutig und diffus aus, dass man sich fragen kann, wem mit solchen nichtssagenden Wortspenden eigentlich geholfen sein soll. Man hat den Eindruck, manche Mützenträger melden sich nur zu Wort in den Medien, um dann irgendwo in der Zeitung oder im Fernsehen ihr Bild zu sehen und die Notiz: „Hat sich wieder einmal zu dies oder jenem zu Wort gemeldet“ – ohne etwas zu sagen, nur im Sinne einer leeren Sprechblase in einem Comic-Heft. Sein Vorgänger war wenigstens „rot“, Schönborn ist nur ein leeres Blatt Papier…
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#4   Krakauer   20:00:31 | Dienstag, 22. März 2011
Krankes Exemplar!
Für diesen Gesundung dieses Herren an Seele, Körper und Geist sollten wir beten, denn er ist ein Verwüster des Weinbergs des Herren.
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#3   Reconquista †   19:42:38 | Dienstag, 22. März 2011
DER LETZTE SATZ BEWEIST, DASS NICHT NUR
„Kardinal“ total kaputt ist, sondern auch der Autor. Aber in dieser „Kirche“ versammeln sich ohnehin nur noch total Kaputte…
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#2   kristall   19:37:05 | Dienstag, 22. März 2011
kardinal schönborn !!!!
der nachfolger des roten kardinal könig !!!! >:) ;-) :-[ ^-^
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#1   Hare-Krishna   19:23:35 | Dienstag, 22. März 2011
Daß er dabei der Haltung Jesus Christi widerspricht, der in seinem Leben klar auf der Seite der
Täter stand.
DAS ist ein Bonmot!
Soll damit insinuiert werden, dass Jesus Christus Opfer verspottete und sich gegen sie stellte?
Wenn solche Thesen in Glaubensvorschulen auftauchen, ist es ja noch entschuldbar.
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