Johannes Paul II.
Ein unangebrachter Druck von unten
Natürlich hat es Päpste gegeben, die fast direkt nach ihrem Tod heiliggesprochen wurden. Doch diese Zeiten haben sich geändert.
Die Kampagne "Santo Subito" zur Beerdigung von Johannes Paul II.
Die Kampagne „Santo Subito“ zur Beerdigung von Johannes Paul II.
(kreuz.net) Unter den Dingen, die uns bei der Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. Sorgen bereiten, ist der unangemessene Druck, der durch ein „Verlangen des Volkes“ mit Slogans wie „Santo Subito!“ – „Sofort Heilig!“ ausgeübt wurde.

Genau um einen solchen Einfluß vergänglicher Gefühle im Kirchenvolk zu vermeiden und um ein nüchternes historisches Urteil zu ermöglichen, schreibt das Kirchenrecht eine fünfjährige Wartezeit vor, bevor ein Seligsprechungsprozeß überhaupt beginnen kann.

Doch in diesem Fall wurde von dieser klugen Vorkehrung dispensiert.

Dadurch ist der Prozeß bereits praktisch am Ende, obwohl er zu diesem Zeitpunkt eigentlich kaum begonnen haben sollte.

Das gibt den Eindruck, als ob man eine unmittelbare Befriedigung des Volkswillens angestrebt hätte – auch wenn das nicht die Absicht war.

Diese Päpste haben nicht nur viel geredet

Wir wissen um die Rolle der Zustimmung des Kirchenvolkes. Diese gab es in außerordentlichen Fällen sogar bei Heiligsprechungen.

Der Heilige Papst Gregor der Große († 604) wurde zum Beispiel durch die Akklamation des Volkes fast unmittelbar nach seinem Tod heiliggesprochen.

Aber dieser überragende römische Pontifex war nichts weniger als der Errichter der christlichen Zivilisation.

Er legte die spirituellen und organisatorischen Fundamente der Kirche und des Christentums, wie sie über viele Jahrhunderte hinweg bestanden.

Auf ähnliche Weise war der Heilige Papst Nikolaus I. († 867) – der letzte Papst, den die Kirche als „Großen“ bezeichnet – während einer großen Krise des Glaubens und der Disziplin für die Erneuerung der Kirche von grundlegender Bedeutung.

Die Krise, mit der er konfrontiert war, betraf vor allem den höheren Klerus. Dessen verdorbenen Mitgliedern leistete Nikolaus einen unerschrockenen Widerstand.

Er wurde in einer Zeit, als das nackte Überleben der Kirche auf dem Spiel stand, zu Recht als wahrhafter Retter der christlichen Zivilisation betrachtet.

Das „Volk“ ist nicht mehr, was es einmal war

Es ist ferner zu sagen, daß die Akklamation des Volkes bei Seligen und Heiligen in eine Zeit gehört, als das Volk in seiner überwältigenden Mehrheit gläubig war und sich der Kirche unterordnete.

Doch heute müssen wir die Frage stellen:

Was für einen Wert hat eine „vom Volk verlangte“ Seligsprechung in einer Zeit, in der die große Mehrheit der nominalen Katholiken jede Glaubens- und Sittenlehre, die ihm nicht paßt, ablehnt – vor allem die unfehlbaren Aussagen des Lehramtes über Ehe und Fortpflanzung?

Zweiter Teil eines Textes, der am 21. März auf der Webseite der altgläubigen US-amerikanischen Zweiwochen-Zeitung ‘The Remant’ erschien und von über fünfzig katholischen Persönlichkeiten unterschrieben wurde.
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Vorbehalte gegen die Seligsprechung von Johannes Paul II.
2. Ein unangebrachter Druck von unten
3. Ein besorgniserregendes Erbe 4. Konzils-Triumphalismus statt Reformen 5. Furchtbare liturgische Greuel in den Papstmessen 6. Schwere Vernachlässigung der Amtspflichten 7. Er war alles mögliche – nur kein Seliger 8. Der falsche Selige bei der Geisteranbetung 9. Er war kein heroischer Verteidiger des Glaubens 10. Ein beunruhigendes Erbe 11. Ein höchst zweifelhaftes Wunder 12. Wir fragen erneut: Warum diese Eile?
      
23 Lesermeinungen
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#24   JohannSebastianBach   21:23:12 | Mittwoch, 30. März 2011
@Gregorius
Ist da jetzt eine neue Sekte gegründet worden- oder was ist das jetzt für eine Vereinigung?
Also, ich habe am 1. Mai Geburtstag, da kann JP II von mir aus selig gesprochen werden! Auch wenn ich von diesen Verfahren grundsätzlich nichts halte, aber verdient hätte er es hundertmal mehr, als so mancher verbohrter Absolutist hier!
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#23   Gregorius Nazianzenus   21:09:48 | Mittwoch, 30. März 2011
Revidierte Übersetzung.
Vorbehalte gegen die Seligsprechung Papst Johannes Pauls II. Eine dringliche Bitte an den Vatikan um Aufschub rittertum.wordpress.com/…gegen-seligsprechung/
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#22   Anno   09:29:53 | Sonntag, 27. März 2011
Überkommene Rituale!
Ist doch lächerlich!
Das Ergebnis des Seligsprechungsprozesses war doch von Anfang an klar.
In meinen Augen ein Fehler, aber die Kirche wird auch das überleben.
In Polen wird man feiern und beten, aber sie werden die Säkularisierung in ihrem eigenen Land nicht aufhalten. Die Kirche blüht nur dort wo sie verfolgt wird.
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#21   Atzmon   23:46:14 | Samstag, 26. März 2011
UNSER Mann in Rom
Wojtyla, unser Mann, wie der Eichmann von Kattowitz, Reich-Ranitzki, der sich seine Sporen beim Bolschewo-Geheimdienst der NEUEN Republik Polen verdiente, indem er dreckigen deutschen GOYIM heimleuchtete: Ins Grab.
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#20   Przybislav Iamesseblo   20:04:20 | Samstag, 26. März 2011
Kammerjäger: die Antwort auf ihre dumme
Feststellung findet sich bei Reconquista. Dass der Frevler Woytila unseren Herrn auf vorbildliche Art und Weise nachgeahmt hätte glauben Sie doch selber nicht. Lesen Sie einmal seinen Schwachsinn in seiner Predigt zur angeblichen Seligsprechung des Frevlers Roncalli. Es stimmt, unser Herr hat sich mit Sündern an einen Tisch gesetzt aber nicht mit Gotteslästerer.
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#19   kammerjäger   19:46:00 | Samstag, 26. März 2011
Selbstgespräche?
Selbstgespräche.
Selbstgespräche! :-D
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#18   Antipacelli †   19:25:19 | Samstag, 26. März 2011
@Reconquista: Ratzinger wäre unterm Pacelli-Scheinpapst exkommuniziert worden, sagst du??
Du glaubst ja wohl selber nicht, dass eine Krähe der anderen ein Auge aushackt, sprich der eine Jüdling/Illuminat/Satanist den anderen exkommuniziert…?!?! :-S
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#17   kammerjäger   19:09:42 | Samstag, 26. März 2011
@brzblazlys Pseudoheiliger
„Und es gerschieht, dass er sich zu Tische niederlegt … und viele Zöllner und Sünder lagen zu Tische mit Jesus und seinen Jüngern; … Und die Schriftgelehrten der Pharisäer – als sie sahen, dass er mit Sündern und Zöllnern isst – sagten seinen Jüngern: Mit den Zöllnern und Sündern isst er!“ Mk 2,16 (nach Patmos-Synopse)
Wofür der heiligmäßige Papst JP II. selig gesprochen wird? Weil er auf vorbildliche Weise das Handeln und Wollen Jesu in seinem Leben und in seiner Verkündigung umsetzte!
Przbluziblastl: Sie auch?
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#16   Reconquista †   19:07:17 | Samstag, 26. März 2011
@Przybislav Iamesseblo: Verwirren Sie die Konzilssektler doch nicht mit Tatsachen:
Das vertragen diese Herdentiere nicht, wenn man ihren Führer in Frage stellt. Sie beten das formale Papstamt an, nicht den dreifaltigen GOTT.
Bildung scheinen diese Narren auch nicht zu haben. Keinen Kenntnis der Kirchengeschichte und welche Pfeifen schon Papst waren, Alexander VI., Innozenz VIII. oder Leo X. Das waren Hurenböcke, Kriegstreiber, Simonisten etc. etc. ABER KEINE APOSTATEN, LÜGNER , GOTTESLÄSTERER wie Woytila und Ratzinger, welcher letzterer in seinem neuesten Machwerk sogar die Evangelien fälscht um sich in der Synagoge einzuschleimen.
Diese tritt ihm trotzdem den Hintern, weil sie Verräter verachtet… :-D
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#15   Przybislav Iamesseblo   17:52:18 | Samstag, 26. März 2011
gibt es eine Erklärung hierfür
kann mir einer der Besserwisser erklären wofür dieser Frevler selig gesprochen wird. Als Anerkennung dafür, dass er einen anderen Frevler selig gesprochen hat? Für sein Bekenntnis zum Ökumenismus? Für seine skandalösen Schuldzuweisungen oder etwa für seinen Besuch in der Synagoge
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#14   Reconquista †   17:17:53 | Samstag, 26. März 2011
Und die Meute der Herdentiere aus der Konzilssekte heult erwartungsgemäss auf:
Es ist fast schon amüsant, welche gott- und hirnlosen Kriecher sich für Katholiken ausgeben :-D
Ratzinger wäre für sein Geschreibsel noch unter Pius XII. exkommuniziert worden…
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#13   kammerjäger   17:05:31 | Samstag, 26. März 2011
Frage
Wer schreibt solche Sätze:
Die verkommensten und dümmsten werden Bischöfe und Kardinäle während der „Papst“ dummschlaue und häretische Bücher zur Befriedigung seiner masslosen Eitelkeit schmiert…
a.: Pöbelnder Atheist?
b.: Frustrierter Freigeist?
c.: Primitiver Stammtischler?
d.: Respektloser Andersgläubiger?
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#12   Pelagius III.   16:57:50 | Samstag, 26. März 2011
Reconquista
Wes Geistes Kind Sie sind (ein Kind des Hochmuts und der Hoffart nämlich), erkennt man daraus, dass Sie einem Mann von großer persönlicher Bescheidenheit „masslose Eitelkeit“ anhängen wollen. Was an seinen Büchern „dummschlau“ sein soll, entzieht sich mir; vermutlich wollen Sie damit sagen, dass diese Bücher weit über Ihrem intellektuellen Niveau angesiedellt sind. Und solange die dafür zuständigen Stellen der Kirche keines seiner Bücher als „häretisch“ eingestuft haben, sollten Sie als Katholik mit solchen verleumderischen Etikettierungen vorsichtig sein. Sie wissen ja: „Urteilt nicht, damit nicht auch ihr verurteilt werdet.“
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#10   Reconquista †   16:22:36 | Samstag, 26. März 2011
WO IST HEUTE DER PAPST, DER DEN VERKOMMENEN KLERIKERN IN DIE EISEN STEIGT ??
Die verkommensten und dümmsten werden Bischöfe und Kardinäle während der „Papst“ dummschlaue und häretische Bücher zur Befriedigung seiner masslosen Eitelkeit schmiert…
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#9   Fabianus   16:16:08 | Samstag, 26. März 2011
Was…
für einen Wert hat die Forderung des Volkes, die leibhafte Aufnahme Mariens in den Himmel zu dogmatisieren, gehabt?
Immerhin wird durch ein Dogma doch ein solches „Begehren“ bestätigt.
Hier ja, da nein zur Wichtigkeit der Stimme des Volkes?
Woran ist man dann?
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#8   diakonus   16:10:38 | Samstag, 26. März 2011
Die Wahrheit ist unveränderlich
„Das „Volk“ ist nicht mehr, was es einmal war“. – Na geh, ist wieder das Back to the roots, um das die katholische Kirche in den letzten Jahrzehnten ringt manchen zu radikal…
Ich kann es nicht besser ausdrücken als es „Konrad“ schon getan hat:
Vox populi
vox Dei
Santo subito!
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#7   Goldengel   16:05:02 | Samstag, 26. März 2011
heilig, heilig, heilig ?
Der Mensch ist ein eitles selbstgefälliges Wesen – diese Schuld haftet an vielen.
Weil der Mensch sich selbst so würdigt, obwohl Christus meinte, dass hier niemand gut ist (das wird wohl allzuoft vergessen), hebt der Mensch seinesgleichen, obwohl er nichts über eine Seele weiß (=Hybris) ins Paradies empor – als ob er dies können würde! Lachhaft, eigentlich reif für eine Komödie.
Christus spricht: Lasst die Toten ruhen !
Dieser Satz wird auch stets (mit Absicht) vergessen.
Wohl dem, der die Sätze Christi auch ernst nimmt, er wird selten die Beute des Hochmuts und des Götzendienst am Mitmenschen werden.
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#6   Antonio Michele Ghislieri   16:00:56 | Samstag, 26. März 2011
@Mönchlein
Im Grunde ist es gut, wenn die Modernisten solche handwerkliche Fehler machen. Es wird den Abschied vom Modernismus und die Abrechnung mit den Modernisten in einigen Jahren erleichtern.
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#5   Jubärens   15:55:42 | Samstag, 26. März 2011
Gras wachsen lassen über die Wunde der Eiligsprechung
5 Jahre Wartezeit bei Heiligsprechung – eine kluge Vorkehrung
„Genau um einen solchen Einfluß vergänglicher Gefühle im Kirchenvolk – hier die Santo-subito-Forderungen – zu vermeiden und um ein nüchternes historisches Urteil zu ermöglichen, schreibt das Kirchenrecht eine fünfjährige Wartezeit vor, bevor ein Seligsprechungsprozeß überhaupt beginnen kann.
Doch in diesem Fall wurde von dieser klugen Vorkehrung dispensiert.“
Man kann nur hoffen, dass mit der Eiligsprechung von JP II der Zahn der Zeit, der schon so manche Träne getrocknet hat, auch über diese Wunde Gras wachsen lässt.
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#4   Konrad   15:54:24 | Samstag, 26. März 2011
Vox populi
vox Dei
Santo subito!
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#3   Mönchlein   15:46:01 | Samstag, 26. März 2011
Ich finde es gut…
das Papst Johannes Paul II.selig gesprochen wird…Ok…es gings schon sehr schnell…Aber wenn es Gottes Wille ist…so wird es geschehen…da werden die zahnlose Tattergreise hier auch nichts änderen können…Wenn es der WILLE GOTTES ist…oder ist da einer von den „Frommen Seelen „hier anderer Meinung??
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#2   Obermaier †   15:44:11 | Samstag, 26. März 2011
6500 Heilige
Die sind bestimmt alle so unter die Lupe genommen worden wie JPII… oder? :-D
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#1   Palmström   15:36:25 | Samstag, 26. März 2011
…Seit wann ist Druck von
oben nach unten angebracht…? :-[
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