23:34:19 | Montag, 28. März 2011
Kardinal Meisner will sich nach Kräften für die Bitten der Petition ‘Pro Ecclesia’ einsetzen. Diese Kräfte beschränken sich offenbar auf sein Plappermaul. Denn Worte ohne Werke sind tot.

Kardinal Joachim Meisner von Köln auf einem Pressebild
(kreuz.net, Köln) Joachim Kardinal Meisner von Köln hat die
Pamphletisten des vergangenen Februars erneut
kritisiert.
Diese hätten „mit durchaus nennenswerter medialer Unterstützung“ eine „Demokratisierung
und Säkularisierung der Kirche“ gefordert.
Eine Stellungnahme des Kardinals wurde heute von der Pressestelle
seiner Erzdiözese publiziert.
Eher ein DenkzettelKardinal Meisner erinnert daran, daß der Großteil
der Pamphletisten bereits emeritiert ist.
Sie hätten „just zu jener Zeit Lehrverantwortung getragen,
als die von ihnen beklagte Krise Gestalt annahm und sich verschärfte“.
Ihre Forderungen stammten „samt
und sonders aus den 60er, 70er und 80er Jahren“.
Der Kirchenfürst kritisiert auch, daß die Pamphletisten
auf den „Druck der Öffentlichkeit“ setzten:
„Dieser Appell wird zwar als Denkschrift bezeichnet, mutet
passagenweise jedoch eher an wie ein Denkzettel.“
Worte ohne TatenPraktisch zieht der Kardinal keine
Konsequenzen aus seiner Kritik an den Pamphletisten.
In seiner eigenen Diözese hätte er Gelegenheit,
gleich drei davon ins Gebet zu nehmen, nämlich:
• den Laientheologen Andreas Michel, seit 2006 an
der Universität Köln
• die Laientheologin Saskia Wendel, seit 2008 an der Universität Köln
• den
Laientheologen Hans-Joachim Höhn, seit 1991 an der Universität Köln
Kardinal Meisner hat sein Amt
als Erzbischof von Köln im Februar 1989 angetreten. Er hat somit die Missio Canonica für diese drei
Pamphletisten ausgestellt.
Einen weiteren Pamphletisten, Pater Heribert Niederschlag SAC, beschäftigt
Kardinal Meisner sogar in der Klerikerausbildung.
Der Pater ist – laut Homepage der Pallotiner Hochschule
in Vallendar und des Erzbischöflichen Diakoneninstituts Köln – Dozent für Moraltheologie in der Diakonenausbildung
in Köln.
Kardinals-Witz: Nur lehramtstreue Theologen sollen unterrichten dürfenTapfer lobt Kardinal
Meisner die katholische Gegenpetition ‘
Pro Ecclesia’.
Deren fast 14.000 Unterschriften findet er „um
so erstaunlicher, als viele Medien zwar das Memorandum eifrig verbreiteten, die Petition dagegen totschwiegen.“
Er wiederholt kurz die Bitten der Petition an die Bischöfe.
Eine davon ersucht die Bischöfe in der
Formulierung des Kardinals, „daß an den Theologischen Fakultäten und Instituten nicht nur in wissenschaftlicher
Freiheit, sondern auch im Einklang mit der Lehre der Kirche unterrichtet wird.“
Es ist rätselhaft, warum
der Kardinal diese Bitte lobt, ihr aber nicht entspricht.
Im eigenen Haus für Ordnung sorgen?In seinem
Artikel begnügt sich der Kirchenfürst mit den von ihm gewohnten
leeren Worten.
Er vergleicht die Kirche
in Deutschland mit einem Auto, „dessen Karosserie zu groß und dessen Motor zu klein ist“.
Der Motor
sei die geistliche Kraft, die gestärkt werden müsse.
Unter der Karosserie versteht er die Strukturen
und Verfahrenswege.
Bischöfe müßten den Glauben nicht nur dann verkünden, wenn er der Gesellschaft
gelegen sei:
„Dem bischöflichen Hirten- und Wächteramt ist also ein gewisses Konfliktpotenzial geradezu
eingestiftet.“
Abschließend betont Kardinal Meisner, er werde sich „nach Kräften“ dafür einsetzen,
daß die Bitten der Petition nicht ungehört verhallen.
Warum er nicht im eigenen Haus für Ordnung sorgt,
ist rätselhaft.
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#20
Atzmon 02:59:25 | Samstag, 2. April 2011
#6
Atzmon 01:56:46 | Dienstag, 29. März 2011
#5
Vineta 00:58:43 | Dienstag, 29. März 2011