Deutschland
Noch mehr leere Worte
Kardinal Meisner will sich nach Kräften für die Bitten der Petition ‘Pro Ecclesia’ einsetzen. Diese Kräfte beschränken sich offenbar auf sein Plappermaul. Denn Worte ohne Werke sind tot.
Kardinal Joachim Meisner von Köln auf einem Pressebild
Kardinal Joachim Meisner von Köln auf einem Pressebild
(kreuz.net, Köln) Joachim Kardinal Meisner von Köln hat die Pamphletisten des vergangenen Februars erneut kritisiert.

Diese hätten „mit durchaus nennenswerter medialer Unterstützung“ eine „Demokratisierung und Säkularisierung der Kirche“ gefordert.

Eine Stellungnahme des Kardinals wurde heute von der Pressestelle seiner Erzdiözese publiziert.

Eher ein Denkzettel

Kardinal Meisner erinnert daran, daß der Großteil der Pamphletisten bereits emeritiert ist.

Sie hätten „just zu jener Zeit Lehrverantwortung getragen, als die von ihnen beklagte Krise Gestalt annahm und sich verschärfte“.

Ihre Forderungen stammten „samt und sonders aus den 60er, 70er und 80er Jahren“.

Der Kirchenfürst kritisiert auch, daß die Pamphletisten auf den „Druck der Öffentlichkeit“ setzten:

„Dieser Appell wird zwar als Denkschrift bezeichnet, mutet passagenweise jedoch eher an wie ein Denkzettel.“

Worte ohne Taten

Praktisch zieht der Kardinal keine Konsequenzen aus seiner Kritik an den Pamphletisten.

In seiner eigenen Diözese hätte er Gelegenheit, gleich drei davon ins Gebet zu nehmen, nämlich:

• den Laientheologen Andreas Michel, seit 2006 an der Universität Köln
• die Laientheologin Saskia Wendel, seit 2008 an der Universität Köln
• den Laientheologen Hans-Joachim Höhn, seit 1991 an der Universität Köln

Kardinal Meisner hat sein Amt als Erzbischof von Köln im Februar 1989 angetreten. Er hat somit die Missio Canonica für diese drei Pamphletisten ausgestellt.

Einen weiteren Pamphletisten, Pater Heribert Niederschlag SAC, beschäftigt Kardinal Meisner sogar in der Klerikerausbildung.

Der Pater ist – laut Homepage der Pallotiner Hochschule in Vallendar und des Erzbischöflichen Diakoneninstituts Köln – Dozent für Moraltheologie in der Diakonenausbildung in Köln.

Kardinals-Witz: Nur lehramtstreue Theologen sollen unterrichten dürfen

Tapfer lobt Kardinal Meisner die katholische Gegenpetition ‘Pro Ecclesia’.

Deren fast 14.000 Unterschriften findet er „um so erstaunlicher, als viele Medien zwar das Memorandum eifrig verbreiteten, die Petition dagegen totschwiegen.“

Er wiederholt kurz die Bitten der Petition an die Bischöfe.

Eine davon ersucht die Bischöfe in der Formulierung des Kardinals, „daß an den Theologischen Fakultäten und Instituten nicht nur in wissenschaftlicher Freiheit, sondern auch im Einklang mit der Lehre der Kirche unterrichtet wird.“

Es ist rätselhaft, warum der Kardinal diese Bitte lobt, ihr aber nicht entspricht.

Im eigenen Haus für Ordnung sorgen?

In seinem Artikel begnügt sich der Kirchenfürst mit den von ihm gewohnten leeren Worten.

Er vergleicht die Kirche in Deutschland mit einem Auto, „dessen Karosserie zu groß und dessen Motor zu klein ist“.

Der Motor sei die geistliche Kraft, die gestärkt werden müsse.

Unter der Karosserie versteht er die Strukturen und Verfahrenswege.

Bischöfe müßten den Glauben nicht nur dann verkünden, wenn er der Gesellschaft gelegen sei:

„Dem bischöflichen Hirten- und Wächteramt ist also ein gewisses Konfliktpotenzial geradezu eingestiftet.“

Abschließend betont Kardinal Meisner, er werde sich „nach Kräften“ dafür einsetzen, daß die Bitten der Petition nicht ungehört verhallen.

Warum er nicht im eigenen Haus für Ordnung sorgt, ist rätselhaft.
      
20 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#20   Atzmon   02:59:25 | Samstag, 2. April 2011
UNSER Mann MEISNER
Arschfickerei ist ihm eine Herzensangelegenheit. Wie sonst könnte er ARSCHFICKER Berger in Amt und Würden belassen. Ein guter Goj, UNSER GOJ!
Redaktion benachrichtigen
#19   Rudolfus   19:00:24 | Dienstag, 29. März 2011
@Krakauer, 16:23: Bischöfe sind sie zwar schon, aber nur der Weihe nach, katholische Amtsträger
nur dem Papier nach.
Das reicht dem Großteil der gläubigen Katholiken leider aus, diesen antikatholischen Scheinkatholiken zu gehorchen, obwohl der katholische Glaube und die katholischen Riten von diesen Wölfen im Schafspelz abgrundtief gehaßt und nachweislich verfolgt wird – und zwar in allen Bildungsstätten und Pfarren. Die rechtgläubigen Katholiken, die sich widersetzen, werden exkommuniziert, der rechte katholische Glaube als „schismatisch“ und „häretisch“ verunglimpft. Die Modernistenpäpste werden selbst schuldig, indem sie sich zum Handlanger dieser Kirchenverbrecher machen und wie die Päpste Montini und Wojtyla auch noch Erzbischof Lefebvre und die St.-Pius-Bruderschaft zuerst dem Papier nach „suspendieren“, dann „exkommunizieren“.
Angesichts des Zustandes der Kirche, in dem in weiten Kirchenteilen nirgendwo mehr echte katholische Autoritäten vorhanden sind, dem göttlichen Recht der Kirche nach natürlich nur Scheinsuspendierungen und Scheinexkommunikationen.
Aus der Kirche ausgeschlossen sind alleine die Leugner der unfehlbaren Dogmen der Kirche.
Das Papsttum ist offenbar ab Paul VI. handlungsunfähig geworden bzw. wird seit Paul VI. von Kirchenfeinden besetzt.
Zumindest hat der jetzige Hl. Vater die Pflichtmitgliedschaft im Staatskirchensteuerverein aufgehoben, sodaß auch der einfältigste Katholik sehen muß, daß er den antikatholisch-scheinkatholischen Häresiehierarchen keine Kirchensteuer schuldig ist.
Lehmann widersetzt sich auch hier und wurde zum Finanzbetrüger.
Redaktion benachrichtigen
#18   Krakauer   18:30:50 | Dienstag, 29. März 2011
G. Geliebte – Nach Tschernobyl ist alles anders!
Nach dem Supergau der tschernobylisch-konziliaren Gemeinschaft haben sich die Unterschiede so verwischt, dass es auf Knöchlein gar nicht mehr ankommt, denn es gibt inzwischen auch „Tiergottesdienste“. So können Sie zu besonderen Anlässen Ihren Wauwi, aber nicht Wowi mitnehmen und alle sind glücklich, weil Woyti als Buddhastatue auf dem Mahltisch sitzt!
Redaktion benachrichtigen
#17   GoethesGeliebte   16:41:37 | Dienstag, 29. März 2011
@Krakauer Aber, aber,
Wissenschaft“, Teuerste Konzilsanbeterin, ist eine Schimäre, über die jeder akademisch gebildete eigentlich nur lachen kann
wer wird denn so pessimistisch sein wollen, ohne Wissenschaft würden wir noch heute vor unseren Höhlen sitzen und Flöhe knacken.
Und schliesslich fand mein Schatz ja auch den Zwischenkieferknochen des Menschen, bis dahin wurde das Fehlen desselbigen als ein markanter Unterschied zw. Mensch und Tier betrachtet.
Redaktion benachrichtigen
#16   Krakauer   16:23:53 | Dienstag, 29. März 2011
Kriterien für Konzils-„Bischöfe“
1. Gehorsam
2. Ängstlich
3. Zeitgeist orientiert
4. Dogmen leugnen
5. Kirchengeschichte nicht kennen
6. Häretiker verehren
7. „Ökumene“ pflegen
8. Unzucht pflegen und dulden
9. Akatholisch seien
10. Karnevalistisch orientiert
11. Geistige Krüppel
12. Sorge um den Körper – Jaschke als Kondomverteiler –
13. Säkularisiert
14. Setzen Sie bitte fort – Konzilsbischöfe sind alles nur eben keine Bischöfe, und zwar genau so wenig wie ihre lutherischen Genossen – Siehe Alkaline Käsefrau aus Hannover –
Redaktion benachrichtigen
#15   bejorommer   14:19:55 | Dienstag, 29. März 2011
Bischofsbeurteilungsfragebogen im Intrernet
Eine vielleicht Erfolg versprechende Aktion hat sich die „Laieninitiative“ ausgedacht und einen Beurteilungsbogen für Bischöfe ins Internet gestellt.
Jeder Interessierte ist nun aufgerufen die verschiedensten Aufgaben eines Bischofs zu bewerten, Noten zu verteilen und so eine persönliche Beurteilung abzugeben.
Näheres dazu siehe:
www.laieninitiative.at/…ofsbeurteilungsbogen
Bin gespannt, wie z. B. Meisner da weg kommt.
Josef Berens
(als einfacher, selbst denkender Katholik
Redaktion benachrichtigen
#14   Marsilius Ficinus   13:28:09 | Dienstag, 29. März 2011
Sekte kommt von „sequi“
Liebe(r) Didaskala,
der Begriff der Sekte leitet sich nicht von „secernere“ ab, sondern von sequi. Sectatores sind zunächst die Anhänger von jemandem oder etwas, secta meint dann soviel wie „Partei, Gruppe“. Die ausschließlich negative Konnotation von „Sekte“ ist ein Phänomen der deutschen, nicht der lateinischen Sprache.
Redaktion benachrichtigen
#13   Didaskala   12:26:48 | Dienstag, 29. März 2011
@clericus: Wer ist „Sekte“?
Vielleicht gehört Gotthard der „Scientology-Church“, der „Neuapostolischen Kirche“, der „EKD“ oder einer anderen Sekte an – da gibt (und gab) es natürlich keine Fürsten!
Leitet man „Sekte“ von „secernere“ = sich von etwas lösen ab, dann sind „Sekten“ doch wohl diejenigen Gemeinschaften, welche sich von der reinen christlichen Lehre haben und allerhand Heidnisches (Marien-Kult!) beigemischt haben.
Im übrigen ist hier auf dieser Plattform oft von einer „V2-Sekte“ die Rede!
Ubi Christus, ibi ecclesia!
Redaktion benachrichtigen
#12   r.ruhrgebietler   11:48:07 | Dienstag, 29. März 2011
Die unerwiderte Liebe zur Theologie …
ergeisst sich bedauerlicherweise in der liebe zu gedrechstelten wort, nicht aber in der Liebe zur ewig gültigen trid. Liturgie, dem Rosenkranzgebet und weiteren gottgefälligen Andachtsübungen und Lebenseinstellungen.
Redaktion benachrichtigen
#11   bejorommer   11:17:18 | Dienstag, 29. März 2011
Meisner – nicht mehr so ernst genommen
Ich denke, Kardinal Meisner wird von den selbst denkenden Katholiken doch ohnehin nicht mehr so recht ernst genommen.
Josef Berens
(als einfacher, selbst denkender Katholik
Redaktion benachrichtigen
#10   Krakauer   09:24:00 | Dienstag, 29. März 2011
Sie haben sicherlich Goethes „Faust“ gelesen!
Dort, Werteste, dürften Sie bemerkt haben, was Goethe – immerhin der anerkannteste deutschsprachige Literatu – zum Besten gibt. „Wissenschaft“, Werteste, ist wie ein Käse, durch den man sich hindurch „FRISST“, um festzustellen, wenn man durch den Käse durch ist und den Kopf heraussteckt, dass nichts da ist. „Wissenschaft“, Teuerste Konzilsanbeterin, ist eine Schimäre, über die jeder akademisch gebildete eigentlich nur lachen kann, denn jeder Lehrstuhlinhaber lässt nur seinen Auffassungen gelten, während seine Kollegen Unfug verbreiten oder „wissenschaftlich“ nicht haltbare Theorien verbreiten, Allerwerteste!
Redaktion benachrichtigen
#9   Dr. Eiskalt   09:23:59 | Dienstag, 29. März 2011
Clarisse weiss, was es heisst, wenn eine Liebe
unerwidert bleibt. Siehe die unerwiderte Liebe der Clarisse zum Lateinischen: siehe Korrekturen von Sycamore an Clarissens Latein! Bis heute von dieser unerwidert und ungedankt! –> hier www.kreuz.net/article.12841.html <- in der Zuschrift vom 15. März 2011 09:34 Uhr!
Redaktion benachrichtigen
#8   clarissa colonia   09:00:49 | Dienstag, 29. März 2011
Die unerwiderte Liebe zur Theologie …
Spannend, sehr spannend, wenn die ehrenwerten Brüder in ihrer unerwiderten Liebe über Theologie schreiben …
Waren es nicht die theologischen Kontroversen über die Christologie und die Trinitätstheologie, aus denen heraus sich das Nizänische Glaubensbekenntnis entwickelt hat?
Waren es nicht die theolgischen Kontroversen über das Verhältnis von Regnum und Sacerdotium, die im Wormser Konkordat eine ebenso trag- wie ausbaufähige Lösung gefunden haben?
Waren es nicht die theologischen Kontroversen mit den kirchlichen Gemeinschaften aus der Reformation, welche im Tridentinum zur Klärung der katholischen Sakramententheologie geführt hat?
Theologie ist Wissenschaft, die sich in der Kontroverse entwickelt und fortbewegt; aber, das können jene nicht begreifen, die betonzerebral meinen, man könnte Wissen haben aber Wissenschaft ablehnen.
Redaktion benachrichtigen
#7   zwobbel   08:56:21 | Dienstag, 29. März 2011
Bischöfe, und der Respekt vor ihrem Amt.
Auch wenn es nicht immer leicht ist…
Ich finde es nicht nur wenig hilfreich, sondern geradezu kontraproduktiv, wenn der Mund eines papst- und glaubenstreuen katholischen Oberhirten als „Plappermaul“ verunglimpft wird. Klar, auch dieser Bischof ist nicht Supermann und man wünscht sich manchmal mehr. Trotzdem.
Dazu kommt:
Kardinal Meisner ist zwar nicht de jure aber doch de facto Primas Germaniae.
Redaktion benachrichtigen
#6   Atzmon   01:56:46 | Dienstag, 29. März 2011
Da liegen ganz andere Leichen im Keller
über sie es sich aufzuregen lohnte…
Redaktion benachrichtigen
#5   Vineta   00:58:43 | Dienstag, 29. März 2011
Und einmal zeigt sich,
wie sich der Episkopat vorm Führen und Durchgreifen drückt und lieber nur unverbindliche Sprechblasen absondert – worin es der Wiener Kardinal schon zur Meisterschaft gebracht hat.
So reagieren eben Bischöfe auf chotische Theologen und Priester, die nicht mal vorm Fordern der Homoehe zurückschrecken,
1) wenn sie sie früher selbst vorschnell und leichtfertig für wichtige kirchliche Posten ausgesucht haben.
2) wenn der Papst in Anbetracht derart unerhörter Vorgänge nur den Kopf in den Sand steckt, das Aussitzen und Kleinreden vorziehend.
Redaktion benachrichtigen
#4   Semikolon   00:57:55 | Dienstag, 29. März 2011
@clerikus, Keine Fürsten bei der EKD?
Und was ist mit diesem? ….augsburger-allgemeine.de/…inde-id14040576.html
Bis 1968 durfte er sogar noch die Pastoren „seiner“ 21 Kirchengemeinden bestimmen, sagte er.
Redaktion benachrichtigen
#3   clericus   23:53:11 | Montag, 28. März 2011
Gotthards „Kirche“
Es ist durchaus noch gebräuchlich, z.B. in Rekursen an die Pönitentiarie den Kardinal-Großpönitentiar mit „Eminentissime Princeps“ anzureden.
Vielleicht gehört Gotthard der „Scientology-Church“, der „Neuapostolischen Kirche“, der „EKD“ oder einer anderen Sekte an – da gibt (und gab) es natürlich keine Fürsten!
Redaktion benachrichtigen
#2   Romulus   23:53:05 | Montag, 28. März 2011
Sehr gut ausgedrückt
Diese Kräfte beschränken sich offenbar auf sein Plappermaul.
Sehr gute Formulierung. Genau so ist es und so sieht er es bestimmt auch selbst.
Redaktion benachrichtigen
#1   Gotthard   23:43:53 | Montag, 28. März 2011
kirchenfürst
In seinem Artikel begnügt sich der Kirchenfürst mit den von ihm gewohnten leeren Worten.
in unserer Kirche gibt es keine Fürsten mehr!
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
DeutschlandDer „Sieg der Sühne“ scheint trotzdem zu siegen DeutschlandDas ist die wahre Kirche DeutschlandDas große Ablenkungsmanöver DeutschlandErzbistum Bamberg: Beter bitte raus Deutschland„Ich schaue mit Respekt auf die Katholische Kirche“ DeutschlandBrüllen, zertrümmern und schnell weg DeutschlandBum! Kirchenhasser bekommt eins aufs Dach Neues InterviewBischof Walter Mixa im Anmarsch DeutschlandDas Bistum Münster bereitet der Alten Messe den Boden DeutschlandRegensburger Bischof verliert vor Gericht DeutschlandEine gute Nachricht für die deutschen Masochisten DeutschlandViel Befriedigung über sich selber DeutschlandWeihe kurzfristig verlegt DeutschlandDer nächste Altliberale operiert mit der Angst DeutschlandRegensburger Bischof badet in Populismus
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net