Alte Messe
Zu den Quellen muß man vorwärts schreiten
Ende Mai marschierte eine ungewöhnliche Gruppe ins oberbayrische Altötting. Am Heiligtum versammelte sie der Erzbischof von Vaduz zum Pontifikalamt. Er zelebrierte nach den uralten und geheimnisvollen Gebräuchen und Riten der Römischen Kirche.
(kreuz.net, SJM/Altötting) Die Wallfahrt der Initiativkreise „Pro Sancta Ecclesia – Für die Heilige Kirche“ ist noch blutjung. Trotzdem gehört sie im Pilgerprogramm des größten Wallfahrtsortes der Bundesrepublik schon zum festen Bestandteil.

Dieses Jahr war die Wallfahrt in ihrer fünften Auflage. Sie beginnt jeweils mit dem Hochfest Fronleichnam und endet am Sonntag der Fronleichnamsoktav.

Zwei Gruppen von Fußpilgern wanderten bei strahlendem Sonnenschein von Bad Füssing und von Forsting zu Unserer Lieben Frau von Altötting.

Bad Füssing liegt in der Nähe der oberösterreichischen Grenze am Inn. Forsting befindet sich rund 30 km östlich von München.

Die geistliche Begleitung der Pilger übernahmen zwei Priester der Kongregation „Servi Jesu et Mariae“ (SJM), nämlich P. Harald Volk und P. Eduard Deffner.

Die Kongregation der Servi Jesu et Mariae ist ein aufblühender Orden neojesuitischer Ausrichtung, der sein Zentrum in Blindenmarkt in Niederösterreich besitzt.

Wer nicht in der Lage war zu marschieren, hatte Gelegenheit, sich in Altötting mit geistlichen Vorträgen auf die sonntägliche Pilgermesse im Heiligtum vorzubereiten.

Mons. Prof. Dr. Rudolf Schmitz sprach über das Thema: Die Mutter Gottes – apokalyptische Frau und Königin des Himmels. Mons. Schmitz gehört zur Gesellschaft „Institut Christus König und Hoherpriester“, einer jungen traditionellen Kongregation.

Pater Andreas Hönisch, der Generalobere der „Servi Jesu et Mariae“ sprach am Samstag morgen. Sein Vortrag beschäftigte sich mit der „Charismatik“. Das Thema bietet im kirchlichen Leben reichlich Stoff für Kontroversen.

Weitere Referenten waren der Militärsuperior der österreichischen Militärdiözese, Mag. Siegfried Lochner, der Geistlicher Rat Walter Lang und Mag. jur. Rainer Beckmann.

Die marschierenden und die lauschenden Pilger hatten ein einziges Ziel: das triumphale Pontifikalamt im Marienheiligtum.

Dafür stellte sich der Erzbischof von Vaduz, Mons. Wolfgang Haas, zur Verfügung. Dieses besondere Ereignis im Wallfahrtsleben des Gnadenortes war die sprudelnde Gnadenquelle der Pilger.

Das Pontifikalamt entsprach in besonderer Weise einem innigen Wunsch des verstorbenen Papstes. Johannes Paul II. hat die Gläubigen nämlich ermutigt, das Fronleichnamsfest im Jahr der Eucharistie besonders feierlich zu begehen.

Um dieser Weisung nachzukommen und das Sakrament des Altares als den Mittelpunkt des geistlichen Lebens hervorzuheben, sang die Choralschola der „Servi Jesu et Mariae“ die herrlichen Texte des Fronleichnamsoffiziums.

Besonders die geniale Sequenz des heiligen Thomas von Aquin († 1274) bringt den Glauben und die Theologie der katholischen Kirche über dieses allerheiligste Sakrament in konzentrierter und poetischer Weise zum Ausdruck.

Der Erzbischof knüpfte in seiner Predigt an diese Lehre an. Er stellte auch den Bezug zu Maria, der Mutter Gottes, her, die in Altötting so innig verehrt wird.

Für das nächste Jahr haben die Veranstalter den gleichen Termin – Fronleichnam bis zum darauffolgenden Sonntag – ins Auge gefaßt.
      
8 Lesermeinungen
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#8   adlimina   07:26:12 | Sonntag, 5. Juni 2005
Liturgie: rationabile obsequium
Kann es um uralte und geheimnisvolle Gebräuche gehen? Die hat der afrikanische Medizinmann auch. Die heilige Liturgie der Kirche ist in ihrer Großartigkeit wahrlich anders zu apostrophieren: sie ist weder Mythos noch Magie, sondern Mysterium und Mystik für Menschen mit Herz und Gemüt, die des Gebrauchs ihres Verstandes mächtig sind. Solche Einstellungen und Berichte leisten der Wiedergewinnung des tridentinischen Ritus einen Heidendienst.
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#7   Athanasius   23:10:45 | Samstag, 4. Juni 2005
@highnoon
Na, ist das nicht wunderschön, ein solches Ziel zu haben?
Bitte hinterlassen Sie diese zynischen Aussagen im Verfolg.
<<Die hl. Messe ist Ziel und Höhepunkt des christlichen Lebens auf Erden.>> (Vgl. „Mediator Dei“, 1947.)
Schöne Wallfahrt, Gott vergelt’s!
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#6   highnoon †   15:11:49 | Samstag, 4. Juni 2005
Wunderschön
Die marschierenden und die lauschenden Pilger hatten ein einziges Ziel: das triumphale Pontifikalamt im Marienheiligtum.
Na, ist das nicht wunderschön, ein solches Ziel zu haben?
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#5   Marcel   13:59:21 | Samstag, 4. Juni 2005
Danke
Danke für den guten Bericht.
Über die ebenfalls mit der Tradition verbundenen tapferen Katholiken von „Pro Sancta Ecclesia“ lese ich immer gerne.
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#4   adlimina   13:06:24 | Samstag, 4. Juni 2005
Seriöse Berichterstattung?!?
Es ist schon schwer, dem Stil von kreuz.net zu folgen, da der Ductus der hier gepflegten Berichterstattung oft die Aura der Unfehlbarkeit und Unangreifbarkeit trägt. Die vorgetragenen Themen sind in der geistigen Verwirrung unserer Tage von unbestreitbarer Wichtigkeit, darum verdienen sie demütige Seriosität in ihrer Behandlung. Die Anonymität von kreuz.net ist eigentlich für eine wahrhaft katholische Seele inakzeptabel. Als ich dieser Tage als Liebesdienst für eine wahre Darstellung darauf hinwies, daß eine schwer wiegende Behauptung nicht den Tatsachen entsprach, wurde der Fehler ungerührt sofort korrigiert – ohne das leiseste Zeichen von Einsicht und Bedauern. Ein Beitrag über innere Vorgänge des Bistums Fulda wurde so präsentiert, daß ihn „eine Gläubige des Bistums Fulda“ geschrieben habe. Diese Gläubige steht zwar in enger Verbindung mit einem Priester des Bistums Fulda, erlaubte sich aber eine massive Beurteilung dieser Ortskirche von außen, nämlich aus Westfalen, wo sie wohnt und die kreuz.net-Politik im Berichtsthema mitsteuert. Wir brauchen ein wirkliches-wahrhaftes-wesentliches SENTIRE CUM ECCLESIA!
Veni creator spiritus!
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#3   Thomisticus   12:24:43 | Samstag, 4. Juni 2005
@ Athanasius
Da kreuz.net anonym geführt wird, gibt es gerade diese Möglichkeit, von der sie sprechen nicht!!
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#2   Athanasius   11:56:24 | Samstag, 4. Juni 2005
@Thomistiscus
Ihre Aussagen über die Berichterstattung des Kreuz.net passt nicht in einem Leserbeitrag.
Es ist frech das hier zu schreiben. Es gibt eine Kontaktmöglichkeit hierneben.
Auch Journalisten können sich irren.
Ich fand diesen Bericht über die Wallfahrt ausserordentlich schön und gut. Vielleicht passen dazu noch einige Bilder?
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#1   Thomisticus   10:57:06 | Samstag, 4. Juni 2005
Lang oder Lange?
Wie schlecht fast alle Artikel auf kreuz.net recherchiert sind, wenn sie nicht bewusst und gezielt Falschaussagen enthalten, sieht man, dass Geistlicher Rat Lang zum „ehemaligen Herausgeber von Theologisches“ gemacht wird: Lang war wohl für dieses Amt im Gespräch und wurde auch von bestimmten Kreisen favorisiert, aber tatsächlich niemals Herausgeber der Zeitschrift (was viele wichtige Mitarbeiter auch als äußerst glücklich betrachten …) – wahrscheinlich wurde er mit Msgr. Lange verwechselt, der die Herausgeberschaft der Zeitschrift aus gesundheitlichen Gründen niederlegen musste.
– ein besipiel von vielen für die seltsam unprofessionelle „Berichterstattung“ von kreuz.net
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