17:25:32 | Samstag, 2. April 2011
Ein Jahr nach seinem Rücktritt war die ehemalige US-Marionette Tony Blair rund dreißig Millionen Dollar wert. Von Paul Craig Roberts.

Die USA hinterlassen bei ihren Angriffskriegen ein Meer von Gräbern
© Beverly & Pack, Flickr, CC(kreuz.net,
antikrieg.com) Was denkt die Welt? Obama hat in Afghanistan, Pakistan, Jemen und wahrscheinlich
Somalia Luftangriffe und Drohnen gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt.
In seiner Ansprache am 28. März
rechtfertigte Obama seine Luftangriffe gegen Libyen mit dem Argument, daß der bedrängte Herrscher Gaddafi
Luftangriffe einsetzte, um eine Rebellion zu unterdrücken.
Solange ich mich entsinnen kann, hat Gaddafi
einen schlechten Ruf.
Wenn wir dem Sprichwort „Wo Rauch ist, ist auch Feuer“ Glauben schenken, ist Gaddafi
wahrscheinlich kein netter Zeitgenosse.
Allerdings besteht nicht der leiseste Zweifel daran, daß der
derzeitige Präsident der USA und das vorhergehende Bush/Cheney-Regime um ein Vielfaches mehr Menschen
in Irak, Afghanistan, Pakistan, Jemen und Somalia ermordet haben als Gaddafi in Libyen.
Wer ein Gewissen
hat, ist ein TerroristDarüber hinaus schlägt Gaddafi eine Rebellion gegen die Staatsautorität nieder,
die derzeit zu Recht besteht.
Obama und Bush/Cheney begannen hingegen Angriffskriege auf der Basis von
Lügen und Täuschung.
Dennoch wird Gaddafi dämonisiert und Bush/Cheney/Obama sitzen auf ihrem hohen
Roß, gehüllt in den Mantel der Moral.
Obama präsentiert sich als jemand, der Libyer vor Gewalt schützt,
während er für die Ermordung von Afghanen, Pakistanern und anderer verantwortlich ist.
Tatsächlich
hat das Obama-Regime einen Soldaten der USA, Bradley Manning, dafür gefoltert, daß er ein moralisches
Gewissen hat.
Amerika ist bis zu dem Punkt verkommen, wo ein moralisches Gewissen als Beweis für Antiamerikanismus
und „terroristische Aktivität“ genommen wird.
Aggressionkriege treiben in den BankrottDie von Bush/Cheney/Obama
begonnenen nackten Aggressionskriege haben die USA in den Bankrott getrieben.
Joseph Stieglitz – ehemalige
Vorsitzende des Rates der Wirtschaftsberater des Präsidenten – berechnete, daß das Geld, das im Irakkrieg
hinausgeworfen wurde, ausgereicht hätte, um das Problem der sozialen Sicherheit in Amerika für ein halbes
Jahrhundert zu lösen.
Statt dessen wurde das Geld benutzt, um die obszönen Profite der Rüstungsindustrie
in die Höhe zu treiben.
Die obszönen Angriffskriege, die obszönen Profite der multinationalen Konzerne
und die obszönen Freikäufe der reichen Finanzgangster hinterließen der amerikanischen Bevölkerung
jährliche Budgetdefizite von rund 1,5 Billionen Dollar.
Diese Defizite werden durch den Druck von Geldscheinen
abgedeckt.
Früher oder später wird das Drucken von Banknoten dazu führen, daß der Dollar zusammenbricht
und die heimische Inflation explodiert.
Die Leistungen des Sozialsystems werden durch die Inflation,
die schneller steigt als die Lebenshaltungskosten, ausgelöscht.
Wenn Amerika überlebt, dann werden
nur die Megareichen übrig bleiben.
Außer es kommt zu einer gewaltsamen Revolution.
Wenn andererseits
die Notenbank bei der monetären Expansion die Bremse zieht, werden die Zinsraten steigen. Die Wirtschaft
stürzt in eine tiefere Depression.
Für alles ist Geld daWashington ist mit seinem neuesten Krieg
beschäftigt und kümmert sich nicht um die Gefahr, in der die USA schweben.
Wie Stiglitz bemerkt, hätten
allein die Kosten des Irakkriegs alle zwangsausgewiesenen US-Familien in ihren Häusern bleiben lassen,
Gesundheitsversorgung für jedes US-Kind gewährleisten und die Studiendarlehen von Absolventen tilgen
können, die keine Arbeit finden können, weil die Arbeitsplätze ins Ausland ausgelagert wurden.
Wie
auch immer: Die erhabene demokratisch gewählte Regierung der „einzigen Supermacht auf Erden“ zieht es
vor, Moslems zu töten, um die Profite des Militär- und Sicherheitskomplexes zu steigern.
Mehr Geld
wird für die Verletzung der verfassungsmäßigen Rechte der US-Flugreisenden ausgegeben als für die
Armen.
Der Westen ist ein Marionetten-RegimeDie moralische Autorität des Westens ist in einem raschen
Zusammenbruch begriffen.
Wenn Rußland, Asien und Südamerika auf Europa, Australien und Kanada blicken,
sehen sie US-Marionettenstaaten, die ihre Truppen zu den aggressiven Kriegen des Imperiums beisteuern.
Der französische Präsident, der britische Premierminister, der sogenannte Präsident Georgiens und
der Rest sind lediglich Funktionäre des US-Imperiums.
Diese Marionetten verscherbeln routinemäßig
die Interessen und das Wohlergehen ihrer Völker im Dienste der US-Hegemonie.
Für ihre Dienste werden
sie gut belohnt.
Ein Jahr nach seinem Rücktritt war der ehemalige britische Premierminister Tony Blair
netto rund dreißig Millionen Dollar wert.
Obama mit menschlichen Gefühlen?Mit seinem Krieg gegen
Libyen hat Obama Amerika einen Schritt weiter in den Cäsarismus gemacht.
Obama übertraf Bush um eine
Stufe und kümmerte sich für seinen Überfall auf Libyen nicht einmal um eine Genehmigung durch den Kongreß.
Er behauptete, daß seine moralische Autorität über der US-Verfassung stehe.
Die Scheinheiligkeit
stinkt.
Wie die Öffentlichkeit das aushält, weiß ich nicht:
„Die Verantwortung Amerikas als Führer
beiseite zu schieben und – noch schwerwiegender – unsere Verantwortung für unsere Mitmenschen in einer
derartigen Situation, hätte einen Verrat an dem dargestellt, was wir sind. Einige Länder werden es vielleicht
schaffen, Greueltaten in anderen Ländern zu übersehen. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind da anders.
Und als Präsident weigerte ich mich, auf die Bilder von Massakern und Massengräbern zu warten, bevor
ich etwas unternahm.“Das muß man von dem Großen Moralischen Führer hören, der Tag für Tag Zivilisten
in Afghanistan und Pakistan und Jemen und Somalia und jetzt in Libyen mordet und wegschaut, wenn „die
große Demokratie im Mittleren Osten“ Israel weitere Palästinenser mordet.
Eine ganz und gar absurde
PersonDer US-Präsident, dessen Drohnen und Luftwaffe jeden Tag des Jahres Zivilisten abschlachten,
fuhr fort und sagte, daß Libyen einzigartig dasteht in der Welt mit „der Aussicht auf Gewalt in einem
entsetzlichen Ausmaß.“
Offenbar denkt Obama, daß eine Million tote Iraker, vier Millionen vertriebene
Iraker und eine unbekannte Anzahl gemordeter Afghanen nur eine Kleinigkeit ist.
Der Rest von Obamas Rede
zeigte eine Person, die Doppelsprech und Doppeldenk besser beherrscht als der Große Bruder und die Bewohner
von George Orwells 1984.
Wie kann eine ganz und gar absurde Person wie Obama erwarten, ernst genommen
zu werden?
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