Kinderschlachtung
Skandal in Linz! „Recht auf Leben“-Demonstration wurde verboten
Seit einem halben Jahr wird organisiert. Heute treffen in der Hauptstadt Oberösterreichs Hunderte von Teilnehmern ein. Doch jetzt hat das Magistrat der Stadt Linz die Veranstaltung am Hauptplatz abgeblasen. Was werden die betrogenen Lebensschützer unternehmen?
(kreuz.net, Linz) Seit einem halben Jahr organisiert die Initiative „Recht auf Leben“ eine Großkundgebung am Linzer Hauptplatz. Die Veranstaltung wollte der abscheulichen Kinderabtreibung den Kampf ansagen.

Die Kundgebung wurde bereits am 9. Mai 2005 von Magistrat und Polizei der Stadt Linz genehmigt. Sie sollte heute um 14.00 Uhr mit einem Vorprogramm beginnen. Anschließend war auf dem Linzer Hauptplatz eine Groß-Veranstaltung mit mehreren Redner geplant.

Doch es wird anders kommen.

Drei Tage vor der Kundgebung bekamen die Lebensschützer eine kalte Dusche. Sie erfuhren zufällig, daß gleichzeitig und am selben Ort eine Informationsveranstaltung der österreichischen Urologenvereinigung stattfindet.

Die Urologie ist jener Teil der Medizin, der sich mit der Erkrankung der Harnorgane befaßt.

Die Organisatoren der beiden Veranstaltungen kamen überein, die beiden Veranstaltungen für die Dauer der Lebenskundgebung parallel abzuhalten.

Doch Magistrat und Polizei der Stadt Linz lehnten ab.

Die fadenscheinige Begründung:

Das Magistrat mache sich strafbar, wenn es an einem Ort zwei parallele Veranstaltungen erlaube. Die Behörden drohten sogar mit einer Untersagung der Lebensschutzveranstaltung. Was seit langem angekündigt war, müsse an einen anderen Ort verlegt werden.

Simultane Veranstaltungen sind aber am Linzer Hauptplatz keine Seltenheit. Auch am heutigen Vormittag werden dort zwei Anlässe durchgeführt.

Norbert Steinacher, der Verantwortliche der Lebenskundgebung, ist empört: „Es ist skandalös, wie hier mit Lebensschützern umgegangen wird.“ Für die Stadtverwaltung würden sich „sehr unangenehme“ Fragen stellen:

– „Wie ist es möglich, ein erteiltes Einverständnis kurzerhand rückgängig zu machen?“

– „Warum hat uns das Magistrat am 9. Mai nicht auf die zweite Veranstaltung auf dem Hauptplatz aufmerksam gemacht?“

– „Warum blockieren die Behörden einvernehmliche Lösungen, die zwischen den Veranstaltern erzielt wurden?“

Die Kundgebung für das Leben sei polizeilich genehmigt worden, erklärt der Organisator weiter. Seit 30 Jahren seien die ungeborenen Kinder ohne Rechtsschutz: „Wie sieht es mit den Rechten jener aus, die sich für Menschen ohne Lebensrecht einsetzen?“

Die Lebensschützer werden trotzdem klein beigeben. Das kündigten sie heute mittag in einer Pressemitteilung an.

Man werde sich um 14.00 Uhr am Linzer Hauptplatz versammeln und anschließend Richtung Neuer Dom abziehen.

Die angekündigten Reden werden vor der Linzer Bischofskirche gehalten. Anschließend wird die geschrumpfte Groß-Kundgebung mit einer Heiligen Messe abgeschlossen. Der angekündigte Kardinal soll – wie man hört – auch abgesagt haben.

„Der Kluge gibt nach“, meinte eine Person, die den Veranstaltern nahesteht.

„Diese Art von Klugheit ist dafür mitverantwortlich, daß die Kinderabtreibung in Österreich immer noch blüht und gedeiht“, erklärte ein anderer: „So ganz ernst ist es unseren Lebensschützern mit ihren Demonstrationen nicht.“
      
7 Lesermeinungen
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#7   Gotthard   19:49:16 | Mittwoch, 19. Oktober 2005
Scham
er schämt sich sogar seiner sudetendeutschen Herkunft.
Worin äußert sich seine Scham?
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#6   richard   19:40:11 | Mittwoch, 19. Oktober 2005
Wen wundert das?
Das nichtmarxistische Veranstaltungen in Linz verboten werden, wundert doch nur mehr politisch völlig unbedarfte Träumer. Der tiefrote Stadthäuptling ist bekennender Kulturmarxist und 68er (wie „Blutsbrüder“ Daniel Cohn-Bendit, Josef Fischer & co). Sein Weltbild ist sehr eng und klein und er schämt sich sogar seiner sudetendeutschen Herkunft. Das sagt doch alles!
Richard
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#5   maria   17:14:10 | Montag, 6. Juni 2005
recht auf freie meinung
Österreich ist längst kein Rechtsstaat mehr,wie man hier deutlich sieht. Wir sind tatsächlich in einer Diktatur, wo man die Wahrheit nicht mehr aussprechen kann. Der Mensch hat sich an Gottes Stelle gesetzt und bestimmt, wer leben darf und nicht und wer was sagen kann oder nicht. Auf der Strecke bleiben die Schwächsten. Daß Kardinal Scheffchyck auch noch absagen mußte, wird den Widersacher besonders freuen. Aber nicht aufgeben, weiterbeten, den Mund aufmachen, sei es auch nur im Bekanntenkreis oder auf Cocktails!!!
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#4   Filip Jovic   12:17:32 | Montag, 6. Juni 2005
Kardinal Scheffczyk
KATH.NET veröffentlichte heute mit freundlicher Genehmigung von Leo Kardinal Scheffczyk die Predigt vom 4. Juni 2005 von Linz im Linzer Dom im Rahmen einer Veranstaltung der „Initiative Recht auf Leben“.
Leo Kardinal Scheffczyk hat am vergangenen Freitag für die Veranstaltung „Initiative Recht auf Leben“ abgesagt. Um wilden Spekulationen vorzubeugen: Er konnte wegen einer Erkrankung und aufgrund einer ärztlichen Verordnung nicht reisen. Der Text der Predigt wurde im Linzer Dom vorgelesen.
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#3   Yersinia   20:13:02 | Samstag, 4. Juni 2005
tja, die letzten fünf Jahre …
die meinst du doch, nicht?
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#2   Grebert   18:29:11 | Samstag, 4. Juni 2005
Globale Erderwärmung??
Ist die globale Erderwärmung schuld, oder wie kann man sich sonst erklären, daß aus der einstigen Alpenrepublik eine Bananenrepublik wurde?
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#1   Konrad   13:37:07 | Samstag, 4. Juni 2005
Linz
In Linz hat’s schon viele Skandale gegeben: liturgische, pastorale (Homosexualtitätswerbung) und politische. Linz ist als ehemalige „Führerstadt“ wohl für Skandale prädestiniert. „In Linz muss man nicht gewesen sein“ (Thomas Bernhard).
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