Schweiz
Der Churer Bischof hat gesprochen
Heute morgen hat sich Mons. Vitus Huonder brieflich an den Klerus und die Laienmitarbeiter seiner Diözese gewandt.
Bischof Vitus Huonder von Chur
Bischof Vitus Huonder von Chur
© Bild: Pressefoto
(kreuz.net, Chur) Bischof Vitus Huonder von Chur hat seine Mitarbeiter heute auf postalischem Weg den von ihm angekündigten Brief geschickt.

Darin informiert er über die Ergebnisse seiner römischen Konsultationen von Ende März.

In Rom durfte der Bischof feststellen, „daß unser Bistum bei den unmittelbaren Mitarbeitern des Heiligen Vaters sehr präsent ist und daß man dort über die hiesige pastorale Lage gut informiert ist.“

Es ist wohl darauf zurückzuführen, daß ‘kreuz.net’ auch im Vatikan viele treue Leser besitzt.

Rückhalt des Papstes

Der Präfekt der Bischofskongregation, Marc Kardinal Ouellet, hat Bischof Huonder gegenüber „klar“ zum Ausdruck gebracht, daß er das „volle Vertrauen von Papst Benedikt XVI. genieße und daß der Heilige Vater von mir Kontinuität in meinem Dienst wünscht.“

Mons Huonder kommentiert:

„Ich mache mir diese Erwartung des Papstes zu eigen und bin deshalb gewillt, auch nach den für mich nicht einfachen Ereignissen der vergangenen Wochen, meinen bischöflichen Dienst, so lange es Gottes Wille ist und es die Gesundheit zuläßt, im Bistum Chur weiterzuführen.“

Mons. Huonder möchte das aber nicht tun, ohne seinen Mitarbeitern gegenüber „einige Akzente“ zu setzen.

Dazu gehöre sein Verzicht auf einen zweiten Weihbischof.

Der Bischof erklärt dazu trocken: „Auf meine Entscheidung, die in vielen Gesprächen gereift ist, habe ich allerdings kaum eine positive Rückmeldung erhalten.“

Keine altgläubige Abteilung

Der Bischof kommentiert die kürzlich erfolgte Ernennung von Weihbischof Marian Eleganti zum neuen Regens seines Priesterseminars.

Diese sei Ausdruck dafür, daß es ihm in der Priesterausbildung „um Kontinuität“ gehe.

„Ich will eine Priesterausbildung, wie sie die Kirche heute erwartet“ – erklärt der Bischof und fügt hinzu: „Nicht mehr und nicht weniger.“

Angesichts der Situation in der dekadenten Theologischen Hochschule, die dem Priesterseminar angeschlossen ist, dürfte das ein praktisch unmögliches Unterfangen sein.

Für die Alte Messe bleibe für den Bischof das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ maßgebend:

„Die Priesterausbildung im Priesterseminar Sankt Luzi wird jedoch davon nicht betroffen sein“ – fügt er an.

Der Bischof kündigt an, daß am 4. Mai die verschobene Versammlung des Priesterrates und eines „Rates der Laientheologinnen, Laientheologen und Diakone“ nachgeholt wird.

Ein vorbereitendes Treffen habe bereits stattgefunden.

Ziel der Versammlung sei eine „offene Aussprache“.

Zugleich will der Bischof – aufgrund des Gespräches mit dem Präfekten der Kleruskongregation, Mauro Kardinal Piacenza – die Rolle der Räte als bischöfliche Beratungsorgane thematisieren.

Ein Laie als Kanzler

Bischof Huonder informiert die Diözese über verschiedene Ernennungen.

Als Nachfolger des am 21. März verstorbenen Dompropstes und Bischöflichen Kanzlers, Prälat Aurelio Lurati (+76), ernennt er dessen bisherigen Stellvertreter, den Laien Alfred Schriber, zum neuen Kanzler.

Der Bischof kündigt eine bevorstehende Ernennung des Nachfolgers des bisherigen Generalvikars für Graubünden, Kanonikus Andreas Rellstab an.

Ferner hat er Weihbischof Eleganti zum „Bischofsvikar für die philosophisch-theologische Ausbildung sowie für die Fort- und Weiterbildung der Seelsorger“ ernannt.

Die Kirchensteuer-Bonzen sollen sich an ihre Kompetenzen halten

Bischof Huonder beteuert, daß er die Kooperation mit den staatskirchenrechtlichen Organen – die in der Schweiz die Kirchensteuer-Einnahmen kontrollieren – suche und bejahe.

Er weist aber mit einem langen Zitat einer März-Stellungnahme der Schweizer Bischofskonferenz darauf hin, daß dabei die „Unterscheidung der pastoralen und administrativen Kompetenzen geklärt werden“ müssen.

Um die Beziehungen zu den Kirchensteuer-Bonzen zu erleichtert hat der Bischof den Opus-Dei-Priester, Kirchenrechtler und längjährigen Mitarbeiter im Churer Ordinariat, Prälat Joseph M. Bonnemain, zum „Bischofsvikar für die Beziehungen zu den staatskirchlichen Organisationen und den Kantonen“ ernannt.
      
20 Lesermeinungen
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#21   Palpatina I. †   22:45:25 | Freitag, 8. April 2011
@Schüttel
Totale Niederlage für Bischof Huonder
Haben Sie Tomaten auf den Augen?
UNSER! o^/ BISCHOPP! o^/ VITUS! o^/ HUONDER! o^/
DES SCHMUDDEL.BISTUMS CHUR !!!!!
IST DER ALLER-ALLERGRÖSSTE !!! ^-^
Er ist zu DEM Star der Schweizer Bischofs-Szene avanciert (kreuz.net berichtete!www.kreuz.net/article.12858.html) :-]
Er steht mutig ein für eine knallhart schmutzige Homo-Politik (kreuz.net berichtete![link]www.kreuz.net/…icle.12848.html[link]) :-O
Er orientiert sich an[link] grossen Führungspersönlichkeiten [link]www.kreuz.net/….12970.html[link]:-[
Er steht in manch einer Situation[link] hinter dem Papst[link]www.kreuz.net/…ticle.5513.html[link] :-$ :-$ :-$
Und er beschert uns regelmässig tolle kreuz.net-Artikel wie diesen hier! :)3 :)3 :)3 :)3 O:) O:) O:) O:) O:) O:) O:) O:) O:) O:) O:) O:) O:) O:)
Helden-Bischof Huonder zeigt den Kirchensteuerbossen >:) schon noch, wo de Bartli de Moscht holt. :-|
kreuz.net freut sich schon!
Um Rücktritt bitten, das täte er allerhöchstens, um den Titel Märtyrer-Bischof beantragen zu können !!!!!!!!!
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#20   Konrad   19:41:44 | Freitag, 8. April 2011
Das gibt es nur in der aktuellen katholischen Kirche
dass sie die Prälaten, die sie für einen bestimmten Zweck einsetzt und die dann genau das tun, wofür sie eingesetzt wurden, eiskalt fallen lässt, wenn der Gegendruck zu stark wird: siehe Wolfgang Haas, Kurt Krenn, Gerhard Maria Wagner und jetzt Vitus Huonder …
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#19   Schüttel   19:25:49 | Freitag, 8. April 2011
Totale Niederlage für Bischof Huonder
ihm wurde der Kopf gewaschen, er darf zwar bleiben, aber keine Priester für den alten Ritus ausbilden, er muss sich mit der Staatskirche arrangieren.
Er wurde nicht zum Papst durchgelassen. Rom reagiert genauso wie bei Wolfgang Haas. Kontinuität wahren, das bezieht sich auf den Vorgänger Amadée Grab und ist ein eindeutige RÜGE für Bischof Huonder. Wenn er Charakter hat, bittet er um Rücktritt.
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#18   Mighty Counsellor †   17:48:38 | Freitag, 8. April 2011
Benno Schnüriger schlägt wieder mal zu
Benno Schnüriger, Präsident der Synode der Römisch-Katholischen Körperschaft des Kantons Zürich: „Wenn der Bischof [d.h. Bischof Huonder] es ernst meine, müsse er als Zeichen der Wertschätzung [gegenüber den staatskirchenrechtlichen Organen] Generalvikar Martin Grichting abberufen.“
Quelle: Neue Zürcher Zeitung Nr. 83 vom 8.4.2011, S. 22
Man bedenke diese ungeheure Vermessenheit von Schnüriger! :-!
Vgl. Art. 4 Abs. 1 der Kirchenordnung der Römisch-Katholischen Körperschaft des Kantons Zürich vom 29.1.2009: „Die Körperschaft schafft auf ihrem Gebiet Voraussetzungen für die Entfaltung des kirchlichen Lebens.“
Im Notfall schlage ich dem Bischof eine Beschwerde bei der Rekurs-kommission vor, mit der er eine Verletzung der Glaubens- und Ge-wissensfreiheit (Art. 15 BV) mittels Realakt (Einmischung in inner-kirchliche Angelegenheiten durch ex officio-Äusserungen von Mit-gliedern der Körperschaftsorgane) rügen kann.
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#17   Mary Cruz   14:59:32 | Freitag, 8. April 2011
kristall:
ich schätze die sachlage von rom aus so ein: bischof huonder darf bleiben ! aber: ? : er er darf nicht machen wie er möchte !!!!
Der Meinung bin ich auch!
Was sagst du zur Aussage Jesu Christi in seiner Enzeitrede – wegen unserer Debatte über den 7. Tag als Ruhetag, den Sabbath?
„Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde, an heiliger Stätte stehen seht, wer es liest, der achte darauf, dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist; wer auf dem Dach ist, der steige nicht hinab, um etwas aus seinem Haus zu holen, und wer auf dem Feld ist, der kehre nicht zurück, um seine Kleider zu holen. Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Bittet aber, dass eure Flucht nicht im Winter noch am Sabbath geschieht. Denn dann wird eine große Drangsal sein, wie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird.“ Mt. 24,15-21
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#16   kristall   14:50:23 | Freitag, 8. April 2011
Mary Cruz !
ich schätze die sachlage von rom aus so ein: bischof huonder darf bleiben ! aber: ? : er er darf nicht machen wie er möchte !!!!
>:) :-[ :-[
:)3 ^-^
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#15   Mary Cruz   14:25:57 | Freitag, 8. April 2011
Könnte es sein…
dass Sie beide, Didaskala und Mighty C. eine völlig falsche Vorstellung über den Churer Bischof hatten oder haben?!
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#14   Didaskala   14:13:16 | Freitag, 8. April 2011
Ich bin enttäuscht über Triumph-Bischof Vitus!
‘'''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''’
Statt seine bischöfliche Machtfülle einzusetzen und als Hirte sämtlich Schafe auszumerzen, die sich nicht in allem seiner oberhirtlichen Meinung anschließen, folgt er nun den freimaurerischen Ratschlägen aus Rom.
Dort wurde ihm geraten, „auf die Menschen zuzugehen“, „Versöhnung zu pflegen“, „sich kompromissbereit zu zeigen“, allen Menschen (und auch seinem Weihbischof Pater Eleganti OSB gegenüber) „vollkommen offen“ zu sein“ und ähnliche derartige freimaurerische Ansinnen.
Das ist eine Zumutung für Triumph-Bischof Vitus!
Sein Vorgänger, die durch Gottes Gande und des Heiligen Stuhles Erbarmung zum Erzbischof von Lichtenstein aufgestiege Exzellenz Wolfgang Haas, machte es richtig: er brach jede Kommunikation mit mit seinen Feinden ab!
Triumph-Bischof Vitus hätte doch durch energisches Durchgreifen endlich einmal ein Zeichen setzen können!
Statt Interdikt über Personen und freimaurerisch unterwanderte Gemeinden nun das Einlenken.
Daß die große Zahl der kreuz.net-Leser in den vatikanischen Dikasterien Bischof Vitus einen solchen Kurs empfahlen, macht mich traurig!
Diese Vatikanisten haben offensichtlich die Intention von kreuz.net nicht verstanden.
‘'''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''’
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#13   Mighty Counsellor †   13:39:39 | Freitag, 8. April 2011
Wichtig ist vor allem, dass …
… sich Bischof Vitus nicht von Zürcher Trotteln >:) auf der Nase rumtanzen lässt.
PS: Zum Glück ist wenigstens Arnold als Präsident der CVP zurückgetreten. Das kann nur noch besser werden.
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#12   Mary Cruz   13:34:02 | Freitag, 8. April 2011
Aus ‘Lumen Gentium’, 23:
„Der Bischof von Rom und Nachfolger des hl. Petrus, ist das immerwährende und sichtbare Prinzip und Fundament für die Einheit der Vielheit sowohl von Bischöfen als auch von Gläubigen.“
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#11   Mighty Counsellor †   13:28:00 | Freitag, 8. April 2011
Mary Cruz
„… dass er mit linientreuen Bischöfen die Kirche auf den V.II.-Ökumenismus Kurs bringen will, obwohl sich seitdem die Kirchen und Priesterseminare geleert haben.“
Das Argument ist leider unvollständig.
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#10   Mary Cruz   13:23:24 | Freitag, 8. April 2011
Die neuesten Bischofsernennungen von B.XVI. beweisen,
dass er mit linientreuen Bischöfen die Kirche auf den V.II.-Ökumenismus Kurs bringen will, obwohl sich seitdem die Kirchen und Priesterseminare geleert haben.
In der Schweiz repräsentieren Bischof Vitus Huonder und in Zürich Weihbischof Marian Eleganti diesen Hirtentyp.
In Deutschland vertreten diesen Typ der neue Münchner Weihbischof Wolfgang Bischof, in Essen Franz-Josef Overbeck und in Limburg F. P. Tebartz-van-Elst.
Sie alle sind theologisch bestens gebildet – dennoch weltoffen wie Manager und machtbewusste Oberhirten.
Es fällt also auf, dass J. Ratzinger immer Bischöfe ernennt, die wie er intellektuell und rational sind.
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#8   Domenico Tuttisanti   12:17:30 | Freitag, 8. April 2011
Aufklärer, Feministen und Nazis im Verein:
Neun Millionen Hexen:Entstehung, Tradition und Kritik eines populären Mythos
>>> hier www.historicum.net/…html/ca/0e43e9dea3/!
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#7   Stern77   12:07:09 | Freitag, 8. April 2011
sacerdos helveticus:
danke für Ihren sachlichen Einwand!
Sie haben vollkommen Recht, es ist eine Ausprägung der frühen Neuzeit, es steht auch zweifelsohne mit Phänomenen wie der Hungerkatastrophen der „kleinen Eiszeit“ im Zusammenhang.
Worauf ich aber hinweisen möchte:
Die katholische Kirche beansprucht für sich vom heiligen Geist geführt zu sein, UND einzig wahr und einzig heilsbringend zu sein.
Wenn dem so ist, würde ich erwarten, dass die Hexenverfolgung, die es ja sogar in vorchristlicher Zeit gab, doch von der Kirche als DIE MORALISCHE INSTANZ hätte beendet werden können.
Die kirchliche Moral hat dazu aber nicht ausgereicht.
(Ich möchte nicht verschweigen, dass die Kirche auch teilweise gegen Hexenverfolgung eingetreten ist, sie wurde aber auch als Waffe der Kirche gegen Andersgläubige eingesetzt.)
Und dies ist doch festzuhalten. Erst die Aufklärung beendete den europäischen Hexenwahn! Und dies ist ein Armutszeugnis für die Kirche, sie hätte dies viel früher stoppen können.
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#6   ErnstSchneider   11:45:48 | Freitag, 8. April 2011
Und so viele treue Leser
das sich der Vatikan schon vor längerem offiziell von dieser Seite distanziert hat.
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#5   sacerdos helveticus   11:45:21 | Freitag, 8. April 2011
@Stern77
Ihr Verweis auf den Artikel im „Bündner Monatsblatt“ zeigt: Es handelt sich bei der „Hesenverfolgung“ um ein allgemeines Phänomen der frühen Neuzeit. Etliche der dort angegebenen Fälle z.B. im Tal Bergell (von Ihnen „Bergfell“ genbannt“ und aus dem Prättigau waren damals schon lange reformierten Glaubens! Es handelt sich um ein Phänomen, dass unabbhängig von der Konfession grassierte.
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#4   Gotthard   11:44:38 | Freitag, 8. April 2011
Lacherfolg
Es ist wohl darauf zurückzuführen, daß ‘kreuz.net’ auch im Vatikan viele treue Leser besitzt.
:-D :-[ :-D :-[
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#3   Stern77   11:30:38 | Freitag, 8. April 2011
Im Bistum Chur herrscht schon immer Ordnung!!!
Das Bistum Chur scheint schon immer recht erfolgreich gegen den falschen Glauben vorgegangen zu sein. Glücklicherweise wurde dieses Vorgehen durch die beginnende Aufklärung, (und nicht durch die Kirche!) beendet:
Gegen Ende des 16. Jahrhunderts setzte die systematische Hexenverfolgung, die aus der Verfolgung der Ketzer,
zuerst der Katharer, später besonders der Waldenser, in Graubünden ein, wo 1583 im Zusammenhang mit einer
Visitationsreise des ERZBISCHOFS von Mailand, Kardinal Borromeo, durch dessen Beauftragten, den Rechtsgelehrten
Franz Borsato aus Mantua, das Tal von den Unholden und HEXENWERK Treibenden gründlich gereinigt
wurde.
So wurden in Calanca von 50 protestantischen Familien ALLE wegen Hexerei umgebracht.
In Bergfell wurden 60 enthauptet, 20 verbrannt, hauptsächlich natürlich Frauen und Mädchen. Etc. etc. www.eye.ch/…n/kant/grpadrutt.pdf
Was waren die Ursachen der Hexenverfolgung: www.historicum.net/…711f77ca5d08a31e6cd7/
Die Verbindung des frühneuzeitlichen Hexenglaubens mit Häresie bedeutet eine Inversion der vielfach noch unsicheren konfessionell geprägten Orthodoxie des 16./17. Jahrhunderts und steht in Verbindung mit der Dämonisierung von nicht-kirchlichen Glaubensformen: Das Element unkontrollierter Körperlichkeit (Tanz, Sexualität, unbändiges Essen). Die Konsolidierung dieser Vorgänge in Verbindung mit dem Aufkommen der Rationalistischen Philosophie, das sich auch auf die Rechtsdogmatik auswirkte, trug zum raschen Abflauen der Hexenprozesse bei.
(und für Domenico extra mit Quellenangaben!)
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#2   Tchibo   11:00:38 | Freitag, 8. April 2011
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Zweiter!!!!!!!!! bäääh
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#1   Amaretto †   10:58:26 | Freitag, 8. April 2011
Erster!!!!!!!!!!!!!!!!!
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
^-^
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