13:18:43 | Mittwoch, 13. April 2011
Der medial hingerichtete Bischof Walter Mixa hat in Rom keine Möglichkeit bekommen, sich zu verteidigen. Dafür konnten seine Feinde dem Papst ihre Verleumdungen auftischen.

Die neue Webseite von Bischof Mixa
(kreuz.net) Die Gerüchte um Alkoholprobleme seien „nie und nimmer wahr“.
Das sagte Bischof Walter Mixa
(69) im Interview mit der regionalen Kirchenhaß-Tageszeitung ‘Donaukurier’.
Sein Rechtsanwalt oder die
Direktorin der Klinik in Basel, wo sich Mons. Mixa nach seiner Vertreibung aufhielt, könnten das bestätigen:
„Ich war niemals ein Alkoholiker oder ein Spiegeltrinker.“
Mons. Mixa hat sich selber für das Interview
bei der Kirchenhaß-Zeitung angeboten.
Anlaß waren mehrere
Haßartikel gegen ihn im ‘Donaukurier’.
Der Bischof wollte nicht über die verleumderischen Berichte im Donaukurier schimpfen:
„Ich will mal
mit denen selber reden, die müssen das Monster Mixa auch mal kennenlernen.“
Von den eigenen Leuten verraten
Vor seinem Rücktritt hätte er „in mancher Hinsicht anders handeln sollen“ – erklärt Mons Mixa:
„Mein
großer Fehler ist, daß ich zu gutmütig bin und manchmal auch zu leichtgläubig.“
Er hätte „vielleicht
etwas umsichtiger mit diversen Entscheidungen umgehen müssen.“
Konkret meint er, „zuviel Loyalität
und gute Mitarbeitet“ erwartet zu haben.
„Ich wollte niemanden verletzten, ich wollte keine großen Fehler
anrichten.“
Aber auch er sei begrenzt im Urteilsvermögen.
Schweren Herzens auf das Amt verzichtet
Auf das Amt als Bischof von Augsburg habe er „selber verzichtet, um nicht noch mehr Turbulenzen zu provozieren.“
Er sei „nie des Amtes enthoben worden“:
„Das ging von mir aus, daß ich gesagt habe: Zugunsten der Diözese
und des Ansehens der Kirche verzichte ich schweren Herzens.“
Nach seinem Rücktritt vor einem Jahr verbrachte
er eine Zeit in London, um seine Englischkenntnisse aufzubessern.
Jetzt wohnt er in der Pfarreiengemeinschaft
Fünfstetten im Bistum Eichstätt, wo er „gut eingebunden“ ist.
Die Gläubigen kommen auch zu ihm beichten.
Eine belanglose Ohrfeigen ist keine PrügelstrafeIm Interview wiederholt der Bischof, daß er „nie
Kinder verprügelt“ hat:
„Daß natürlich eine Unterscheidung gemacht werden muß, wie es der Duden auch
tut, auf der einen Seite Prügelstrafen, auf der anderen Seite Ohrfeigen.“
Eine Ohrfeige sei für ihn
nach wie vor keine Prügelstrafe.
Den Phantasie-Bericht des Sonderermittlers über Stock- und Gürtelschläge
dementiert der Bischof: „Das ist nicht wahr.“
Der Bischof würde sich „gern“ den betreffenden Leuten –
die als notorische Lüger bekannt sind – stellen.
Doch er bekam bis heute „keinen Einblick in die eidesstattlichen
Erklärungen.“
Auch der Sonderermittler habe diese nie zu Gesicht bekommen.
Darum bleibt für Mons.
Mixa die „ganz große Frage“, wie der Bericht des Ermittlers zustande kam.
Der Bischof wäre auch bereit
gewesen, sich jedem Vorwurf zu stellen: „Ich würde nie jemanden der Lüge bezichtigen, wenn es um Erinnerungen
geht.“
Es stehe eine Erinnerung gegen eine andere Erinnerung.
Ohne ‘kreuz.net’ wäre diese Verleumdung
wochenlang geritten wordenAngesprochen auf den ihm unterstellten
Homo-Mißbrauch sagte der Bischof,
daß sich die Verleumdung „als eine ausgesprochene Seifenblase herausgestellt“ hat:
„Das hat mich schon
getroffen, weil diese Verleumdungsaktion ja bis zum Papst gebracht worden ist.“
Daß die Lüge nur dank
der europaweit größten katholischen Nachrichtenseite ‘kreuz.net’ aufflog, läßt der Bischof ungesagt.
Im Interview kritisiert er, daß er in Rom keine Möglichkeit bekam, sich zu äußern, „obwohl ich darum
gebeten habe“.
Dagegen hätten „
die anderen“ diese Möglichkeit bekommen.
Keine MedienoffensiveFür
die Zukunft plant der Bischof keine Medienoffensive: „Es geht mir darum, daß die Menschen wieder Vertrauen
zu mir haben.“
Sie sollten nicht von vornherein sagen, „bei dem Mixa kennt man sich sowieso nicht aus,
was der schon hinter sich hat mit den sogenannten Veruntreuungssachen und Prügelstrafen, dem können
wir nicht mehr trauen.“
An seinem 70. Geburtstag, dem 25. April wird er seine Webseite
bischof-mixa.de
eröffnen.
„Bischof bleibt Bischof, und so könnte ich als Wanderbischof wie im frühen Mittelalter wirken“ –
erklärt er.
Es geht dem Medienopfer nicht um „Vergangenheitsbewältigung“.
Statt dessen möchte sich
Bischof Mixa bei der Neuevangelisierung engagieren.
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