15:12:58 | Freitag, 15. April 2011
Die Zusammenlegung von Pfarreien widerspiegelt einen Trend, der weit über innerkirchliche Personalprobleme hinausgeht.

(kreuz.net) Friedhofsbesucher Werner Görlich hat
ganz große Probleme mit der sogenannten Amtskirche.
Das berichtete das antikirchliche ‘Deutschlandradio’ in einer Sendung vom 5. April.
Der Sender präsentiert
den nicht öffentlichkeitsbekannten Görlich als Zölibats-Experten.
Die Priester haben heute nicht mehr
Arbeit als früherGörlich sieht die Lösung aller Probleme darin, daß die Kirche die Protestanten
nachahmt, die bereits am toten Punkt angekommen sind.
Nach dieser skurrilen Einleitung läßt der ‘Deutschlandfunk’
den Krawatten-Priester, Dekan Andreas Kaiser von Wörrstadt im Bistum Mainz, zu Wort kommen.
Der Geistliche
glaubt, daß die Abschaffung des Zölibats, das Priesteramt vielleicht „wieder attraktiver“ machen würde.
Er sagt allerdings nicht für wen.
Das ‘Deutschlandradio’ malt den Teufel an die Wand: Dekan Kaiser
betreue inzwischen Katholiken in sieben Orten der Region. Andere Priester hätten noch mehr Gemeinden.
Der Sender verschweigt, daß die Beanspruchung des Pfarrers in der glaubenslosen Konzilskirche sehr stark
zurückgegangen ist.
Insbesondere das kräfteraubende, stundenlange Beichtehören gibt es nirgends mehr.
Rechtsparolen gegen PriesterEin Dorn im Auge des ‘Deutschlandfunks’ sind nichtdeutsche Priester.
Der
Sender kanzelt sie unter Zuhilfenahme von Rechtsparolen als „priesterliche Gastarbeiter“ ab.
Diese müßten
den „Gottesdienstbetrieb“ zusammen mit Pfarresignaten aufrechterhalten.
Doch Dekan Kaiser relativiert.
Es gebe im Dekanat einen polnischen und einen nigerianischen Priester.
Sie hätten sich „hier durch die
Staatsangehörigkeit auch ganz klar zu Deutschland bekannt haben“ – versucht er den Sender zu beruhigen.
Diese Geistlichen würden also „bis zu ihrer Pensionierung immer hier bleiben.“
Hw. Kaiser sieht das
positiv: „Das ist ein sehr gutes Zeichen, und sie sind für uns eine sehr große Hilfe.“
Das Problem
ist die Pille – nicht der ZölibatJetzt beklagt sich der Radio-Sprecher, daß man in Wörrstadt und
Umgebung die Gottesdienste nicht mehr zu den von früher gewohnten Zeiten „anbieten“ könne.
Wieder muß
Hw. Kaiser relativieren:
„Wer sagt, ich will in meine Gemeinde gehen, egal an welchem Tag, der bekommt
den Gottesdienst.“
Doch wer bezüglich der Zeit „irgendwelche Bedingungen“, der müsse eventuell reisen.
Der Radio-Sprecher wendet sich wieder an seine Friedhofsgesellschaft, um zu beweisen, daß das Reisen
vor allem für die Alten ein Problem sei.
Doch die gewünschten Rückmeldungen bleiben aus.
Eine Friedhofsfrau
sagt, daß sie jederzeit eine Mitfahrgelegenheit finden könne.
Eine andere stellt fest, daß die Geschäfte
im Ort zumachen und die Schule nicht mehr am Ort ist – während der Pfarrer offensichtlich noch da ist.
Dekan Kaiser findet bei den Gemeindezusammenlegungen auch Positives: „Es gibt viele Dinge, die dann zusammen
gemacht werden.“
Als Beispiel nennt der Priester die Erstkommunion:
„Wenn die fünf Kinder aus unserem
Dorf bei der Erstkommunion die anderen sehen und eine stattliche Zahl bilden, kann das von der Seite auch
positive Effekte haben.“
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Fundi 15:40:47 | Freitag, 15. April 2011