Eine deutsche Zeitung wollte herausfinden, was die Bürger über die Kinderabtreibung wissen. Das Ergebnis war ernüchternd.
(kreuz.net) Das evangelische Magazin ‘Chrismon’ ließ Mitte April 1300 Leute befragen. Das Thema: die
gesetzliche Situation der Kinderabtreibung in Deutschland. Die Umfrage wurde vom EMNID-Institut durchgeführt.
Chrismon ist eine protestantische Zeitschrift, die monatlich als Beilage zu verschiedenen weltlichen
Printmedien erscheint.
Das EMNID-Institut ist eines der größten Meinungsforschungsinstitute in Deutschland.
Der Sitz des Unternehmens ist in Bielefeld. Der Name Emnid leitet sich aus E rforschung der öffentlichen
Meinung, M arktforschung, N achrichten, I nformationen und D ienstleistungen ab.
Seit genau zehn Jahren
leben deutsche Kinder in ihren ersten Lebensmonaten ohne faktischen Rechtsschutz.
Die Abtreibung ist
zwar verboten. Doch das Verbrechen wird nicht bestraft. Die Mutter muß lediglich eine Beratung nachweisen.
Danach kann ein Abtreiber das Kind in den ersten zwölf Wochen ungestraft töten.
‘Chrismon’ stellte
die Frage, ob diese Rechtslage den Deutschen überhaupt bekannt ist.
Das Ergebnis war ernüchternd. Es
wurde von der Zeitung in folgende Graphik gepackt:
Rund die Hälfte der Deutschen glauben, daß die Kinderabtreibung
in ihrem Heimatland generell erlaubt sei. Unter den 14-29jährigen sind sogar 63 Prozent überzeugt, daß
die Abtreibung eines Kindes rechtlich bedenkenlos sei.
Nur 28 Prozent der Bevölkerung konnten das geltende
Gesetz unter fünf möglichen Antworten identifizieren. Bei den 14-29jährigen war es gar nur ein Fünftel.
Frauen kennen das Gesetz besser als Männer – Westdeutsche besser als Ostdeutsche. Die ehemalige DDR
gestand Kindern bis zum dritten Monaten keine Lebensrechte zu.
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DDR und Kinderreichtum Zitat: Die ehemalige DDR gestand Kindern bis zum dritten Monaten keine Lebensrechte
zu. Trotzdem wurden in der DDR mehr Kinder geboren als im Westen und zwar trotz Pille, die es in der DDR
auch gab. Ganz einfach weil jeder wußte, dass Kinder einen nicht an den Bettelstab bringen. Und Perversitäten
wie zeitlich befristete Ausbeuter-Verträge für die Familienväter gab es auch nicht.