Kirche in Not
Um die Christen kümmert sich die Opfer-Industrie kaum
In Ländern, in denen Katholiken diskriminiert oder verfolgt werden, können Kirchenführer manchmal nicht alles aussprechen, wenn sie sich nicht in Gefahr bringen wollen.
Erzbischof Ghaleb Bader auf einem Pressefoto von 'Kirche in Not'.
Erzbischof Ghaleb Bader auf einem Pressefoto von ‘Kirche in Not’.
(kreuz.net) „Im allgemeinen kann ich sagen, daß wir von den Muslimen hoch geschätzt werden.“

Das erklärte Erzbischof Ghaleb Bader von Algier am 19. April in einem Interview mit dem katholischen Hilfswerk ‘Kirche in Not’.

Der Prälat weist darauf hin, daß Algerien eine lange christliche Tradition besitzt, die bis auf den Heiligen Augustinus († 430) zurückreicht:

„Heute sind wir zwar eine Minderheit, aber noch vor 50 Jahren gab es zwei Millionen Christen in Algerien.“

Mons. Bader bedauert, daß es auch in Algerien „Islamisten“ gibt.

Er weist darauf hin, daß sich der Kontakt der Kirche mit der Gesellschaft verringert hat, seitdem die Regierung im Jahr 1976 ihr die Schulen weggenommen hat.

Der Erzbischof erinnert daran, daß viele moslemische Algerier ihre Ausbildung in katholischen Schulen erhielten:

„Egal, welche Behörde ich in Algerien besuche, ich treffe immer wieder einen Bürgermeister oder einen Provinzpräsidenten, der stolz von sich sagt, daß er »bei den Weißen Vätern« studiert hat.“

Aber: „Das ist jetzt vorbei.“

Heute versucht die Kirche, über Ausbildungskurse für Frauen und Handwerker-Lehrgänge für junge Männer mit den Menschen in Kontakt zu treten:

„Wir Christen wollen nicht in einem Ghetto leben – das wäre in einem solchen Land gefährlich.“

Der Erzbischof ist mit den Revolutionen in den arabischen Ländern zufrieden: „Die Leute haben klar gemacht, daß sie genug haben.“

Doch es bleibt die Frage, was jetzt kommt.

Denn: „Die Gefahr islamistischer Staaten ist zweifelsfrei da, und einige Zeichen sind nicht gerade positiv.“

Auf Algerien angesprochen erklärt Mons. Bader, daß sein Land – nach einem Bürgerkrieg, der 200.000 Menschen das Leben gekostet hat – revolutionsmüde sei.

Man sei nicht bereit, eine weitere Revolution zu beginnen und Chaos im Land zu riskieren:

„Man sollte daraus aber nicht schließen, daß sich die Menschen keine Freiheit wünschen.“

Bezüglich der Christen ist Mons. Bader persönlich nicht „allzu alarmiert“:

„Eigentlich gehören die Christen im Nahen Osten und Nordafrika zu ihren Ländern und sind dort auch von den Muslimen hochgeschätzt.“

Aber er fügt an: „In Ländern, in denen Christen diskriminiert oder verfolgt werden, können Kirchenführer manchmal nicht alles sagen, wenn sie sich nicht in Gefahr bringen wollen.“

Darum würden sie jemanden brauchen, der für sie all das ausspricht, worüber sie schweigen müssen.

Der Erzbischof verweist auf den Bericht über die Lage der Christen, der von ‘Kirche in Not’ regelmäßig herausgegeben wird.
      
5 Lesermeinungen
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#8   Dr. Guillotin   09:17:25 | Freitag, 6. Mai 2011
Islam ist schön
Es gibt Kopf ab, Hand ab , Fuß ab und Zunge ab. Nur mit der Steinigung habe ich Probleme.
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#7   klausvonjaus   00:34:35 | Mittwoch, 4. Mai 2011
FASCHISMUS IST ALTLIBERAL
DER MODERNE FASCHIST GIBT SICH GERNE ALS LIBERALER GEIST… ABER AN DEN FRÜCHTEN ERKENNST DU DEN BAUM…ABTREIBUNGSINDUSTRIE = AUSCHWITZ, KIRCHENHETZE = GÖBBELSHETZE, GOTTESBELEIDIGUNGEN, VERHERRLICHUNG DER SÜNDE = HÖLLE AUF ERDEN…
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#6   Krakauer   22:31:01 | Dienstag, 3. Mai 2011
Vielleicht sollte sich der Zensor
auch mal „entfernen“! Manchmal scheinen Frauen als Zensoren zu agieren, die doch ein wenig „hypersensibel“ sind oder doch überzeugte Anhängerinnen der offiziellen und offnen Zerstörungslinie der neuen konziliaren Kirche, wie Msgr. Lefébvre sagte.
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#5   Trastevere   21:58:38 | Dienstag, 3. Mai 2011
Schon 3 Opfer deren Lesermeinungen vernichtet
wurden…
Da kommt keine richtige Disskussion auf…
Ist das das Vorbild, nicht zu diskriminieren?
Die Kirche, Rom und Polen hat einen Seligen mehr!
DAS ist ein Grund zu großer Freude!
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#2   Cybuzar   20:38:16 | Dienstag, 3. Mai 2011
Wahrheit?
Sicher, dass es nicht Rache war? ;-)
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Es wurden 3 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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