23:11:36 | Dienstag, 3. Mai 2011
Auf der ganzen Welt wütet in katholischen Spitälern die Abtreibungsgewalt. Doch der Vatikan kümmert sich um einen Papierverein für Journalisten.

Hand eines Journalisten
© Amadeu Sanz, CC(kreuz.net, Vatikan) Die in Genf domizilierte ‘Weltunion der katholischen Presse’ (UCIP) darf sich künftig
nicht mehr „katholisch“ nennen.
Der ‘Päpstliche Laienrates’ hat ihm nach Angaben verschiedener Nachrichtenagenturen
die Anerkennung entzogen.
Der Grund für diesen Schritt: Die vom Vatikan bestätigten Statuten des Verbandes
wurden über längere Zeit nicht eingehalten.
Ein Gespräch der ‘Weltunion’ mit den römischen Stellen
konnte daran nichts ändern.
Generalsekretär und einzig bezahlter Funktionär der ‘Weltunion’ ist seit
fünfzehn Jahren Joseph Calstas-Chittilappilly.
Ein Fassaden-Verein?Konkret ging es um die Nicht-Einhaltung
der Normen für die Generalversammlungen und deren Tagesordnungen sowie für Personalentscheidungen.
Bei der letzten Vollversammlung in Burkina Faso waren weder der Präsident noch die beiden Vize-Präsidenten
noch der Schatzmeister anwesend.
Unter den von der ‘Weltunion’ gemeldeten mehr als tausend Teilnehmern
aus allen Kontinenten – darunter 455 Journalisten – seien nur vierzehn wahlberechtigte Mitglieder gewesen.
Diese kleine Zahl lasse auf „mangelndes Interesse der Mitglieder an diesem wichtigen Ereignis“ schließen.
Präsident zurückgetretenDer Generalsekretär habe mehrfach und willkürlich Personen von der Teilnahme
an den Generalversammlungen ausgeschlossen.
Ihm wird das Fehlen von Transparenz und Kommunikation im
Verband vorgeworfen.
Als Konsequenz der jüngsten Entscheidung hat der aus Österreich stammende Präsident
der ‘Weltunion’, Bernhard Sassmann, in einem Schreiben an alle Mitglieder mitgeteilt, daß seine „Position
als Präsident der UCIP ab sofort null und nichtig“ sei.
In dem Schreiben teilte Sassmann mit, die „große
und wertvolle“ Arbeit der ‘Weltunion’ unter einem neuen Namen weiterführen zu wollen.
Sassmann war seit
November 2009 im Amt.
Er ist Direktor einer Wiener Werbeagentur und Sohn des früheren ‘Styria’-Generaldirektors
Hanns Sassmann, der selber von 1980 bis 1986 Präsident der ‘Weltunion’ war.
Chaotische ZuständeDer
Wahl Sassmanns waren in den beiden vorangegangenen Jahren zwei Wahlgänge vorausgegangen, die jedoch wegen
Meinungsverschiedenheiten über die Statuten scheiterten.
Die Wahl der Südafrikanerin Else Marie Strivens
im Juni 2007 in Sherbrooke (Kanada) und ihre Wiederwahl Mitte Dezember 2008 in Rom wurde vom Präsidenten
des Päpstlichen Laien-Rates, Kardinal Stanislaw Rylko, nicht anerkannt.
Seine Kritik an den Vorgängen
bei der Wahl war im Präsidiums der ‘Weltunion’ auf Verständnis gestoßen.
Daß der Kardinal eine statutenkonforme
Wahl des Präsidenten erwarte, sei nachvollziehbar.
Die Webseite des Vereines ist inzwischen
leer.
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#9
Soramonas 17:23:29 | Montag, 9. Januar 2012
#7
klausvonjaus 21:09:56 | Mittwoch, 4. Mai 2011
#6
Mary Cruz 17:45:08 | Mittwoch, 4. Mai 2011
#5
Putativus 08:57:58 | Mittwoch, 4. Mai 2011
#4
r.ruhrgebietler 07:36:10 | Mittwoch, 4. Mai 2011
#3
klausvonjaus 00:44:52 | Mittwoch, 4. Mai 2011
#2
Station 8 00:40:52 | Mittwoch, 4. Mai 2011
#1
klausvonjaus 00:29:44 | Mittwoch, 4. Mai 2011