09:43:03 | Donnerstag, 5. Mai 2011
Die US-Amerikaner sind zu sehr mit Feiern beschäftigt, um zu denken, eine Fähigkeit, zu der sie offensichtlich nicht mehr erzogen werden. Vor Dr. Paul Craig Roberts.

Propaganda-Foto aus dem Weißen Haus: Obama und sein Team warten am 1. Mai auf Nachrichten über Obama
(kreuz.net/
antikrieg.com) Kürzlich veröffentlichte die Nachrichtenagentur ‘Associated Press’ einen
triumphalistischen Propaganda-Artikel der beiden angeblichen Journalisten Adam Goldman und Chris Brummitt.
Sie scheinen den Text vom US-Wahrheitsministerium oder von einer Presseaussendung des Weißen Hauses
oder des CIA abgeschrieben zu haben.
Die beiden berichten, daß der „Terror-Drahtzieher“ Osama bin Laden
von einer Spezialeinheit der US-Marine in einem heftigen Feuergefecht getötet worden sei.
Man habe ihn
aufgrund von Informationen entdeckt, die „vor Jahren“ aus Insassen geheimer CIA-Gefängnisse in Osteuropa
herausbekommen wurden.
Das hätten Behördenvertreter am Montag bekanntgegeben.
Wie viele US-Amerikaner
werden bemerken, daß der erste Absatz dieses sogenannten Berichtes CIA-Gefängnisse und Folter rechtfertigt?
Ohne Geheimgefängnisse und Folter würde der „Terror-Drahtzieher“ noch immer frei herumlaufen – obwohl
er im Jahr 2001 aufgrund eines Nierenversagens starb.
Wann werden sich die US-Amerikaner wundern?Wie
viele Amerikaner haben genug Verstand, um sich zu fragen, warum der „Terror-Drahtzieher“ in fast zehn
Jahren nicht einen einzigen weiteren Angriff zustandebrachte?
Schließlich hatte er nicht nur den CIA
und den FBI besiegt, sondern alle sechzehn US-Geheimdienste, samt dem israelischen Mossad und den Geheimdiensten
der NATO.
Er besiegte das NORAD, den Nationalen Sicherheitsrat, das Pentagon, den US-Generalstab, die
US-Luftwaffe und die US-Luftraumüberwachung.
Er brachte es fertig, die Sicherheitssysteme der US-Flughäfen
innerhalb einer Stunde desselben Tages viermal versagen zu lassen.
Er ließ die raffinierten Verteidigungsmaßnahmen
des Pentagon scheitern.
Schließlich brachte er es fertig, daß Piloten, die nicht fliegen konnten, drei
Verkehrsflugzeuge in drei Gebäude fliegen ließen.
Glauben die US-Amerikaner wirklich, daß das US-Sicherheitssystem,
das vor einigen Saudiarabern mit Teppichmessern versagte, sich über Nacht zu Höchstleistungen aufschwingen
konnte?
Der wiederauferstandene „Terror-Drahtzieher“Wie viele Amerikaner bemerken, daß der lange abwesende
bin Laden als „Terror-Drahtzieher“ wieder auferstanden ist?
Er hatte den ersten Platz Khalid Sheikh Mohammed
abtreten müssen, dem Gefangenen in Guantánamo, der gestanden hat, das „Superhirn hinter des 9.11.“ gewesen
zu sein, nachdem er 183mal der Wasserfolter unterzogen worden war?
Die US-Amerikaner sind zu sehr mit
Feiern beschäftigt, um zu denken – eine Fähigkeit, zu der sie offensichtlich nicht mehr erzogen werden.
Sie sind so begeistert über den Tod von bin Laden. Darum wundern sie sich nicht, warum „vor Jahren“
gesammelte Informationen so lange brauchten, um den Aufenthaltsort einer Person zu ermitteln, die angeblich
in einem Millionen teuren Gebäude lebte.
Dieses liegt in nächster Nähe zur pakistanischen Militärakademie.
Es war mit modernsten Kommunikationsanlagen ausgestattet.
Angeblich bewegte sich der „meistgesuchte Verbrecher“
nicht im wüsten Gebirge von Versteck zu Versteck, sondern wohnte am hellichten Tag in einem luxuriösen
Quartier.
Trotz dieses offenkundigen Aufenthaltsortes brauchte die CIA Jahre, um ihn zu finden, obwohl
entsprechende Informationen längst aus Insassen geheimer Gefängnisse herausgepreßt worden waren.
Das
ist ein Bild der CIA als die neuen Keystone Cops – aus der gleichnamigen Stummfilm-Polizeikomödie.
Der
angebliche Tod hat drei VorteileMan gab bekannt, daß die US-Spezialeinheiten vorbildlich und gemäß
den Einsatzregeln vorgingen, während sich ein feiger bin Laden, als die Schießerei losging, hinter einer
Frau als Schutzschild versteckt habe.
Als Folgemeldung ließen die Pressestellen wissen, daß US-Behördenvertreter
das Risiko eines neuen Angriffes eingeräumt hätten.
Die Terroristen würden mit Sicherheit versuchen,
bin Ladens Tod zu rächen, schrieb CIA-Direktor Leon Panetta in einem Memorandum.
Innerhalb weniger Stunden
warnte das US-Departement für Heimatlandsicherheit, daß bin Ladens Tod wahrscheinlich „gewalttätige
Extremisten im Inland“ motiviere, Angriffe durchzuführen.
Außerdem sagte John Brennan, ein Antiterrorberater
des Weißen Hauses, daß es „unvorstellbar sei, daß bin Laden keine Unterstützung in Pakistan bekommen
hat, wo sein Versteck vor sechs Jahren in einer Stadt mit starker Militärpräsenz maßgeschneidert errichtet
wurde.“
So hat der behauptete Mord an bin Laden in einem souveränen fremden Land, mit dem sich die USA
nicht im Krieg befinden, also ein Verbrechen nach Internationalem Recht, drei Möglichkeiten eröffnet:
• Die CIA sagt, daß Terroristen den Tod bin Ladens rächen würden. Damit leitet sie einen weiteren
Angriff unter falscher Flagge ein, um den Geldfluß in den Militärapparat und den Machtzuwachs der CIA,
die niemandem Rechenschaft schuldet, zu garantieren.
• Die Heimatlandsicherheit kann den heimischen
Polizeistaat weiter ausbauen, Reisende schikanieren und Antikriegsdemonstranten einsperren.
• Pakistan
ist bedroht von Invasion und Übernahme, weil es bin Laden beschützt hat.
Die Vertreter der israelischen
Lobby im US-Kongreß stürzten sich schnell auf die Angelegenheit.
Senator Carl Levin ist Vorsitzender
des Streitkräfteausschusses im Senat.
Er erklärte, daß die Armee und der Geheimdienst von Pakistan
„bezüglich des Ortes, die lange Aufenthaltszeit und die Tatsache, daß diese Anlage offensichtlich für
bin Laden errichtet wurde, und deren Nähe zum Zentralsitz der pakistanischen Armee eine Menge Fragen
zu beantworten haben.“
Das Wort der US-Regierung ist nichts wertDie beiden genannten Reporter von ‘Associated
Press’ stellen von dieser Regierungspropaganda nichts in Frage.
Statt dessen beteiligen sie sich an der
Feierstimmung.
Allerdings lassen sie herausrutschen, daß „die Behörden wenigstens die Veröffentlichung
eines Photos der Leiche bin Ladens in Erwägung zogen, um – so Brennan – sicherzustellen, daß »niemand
einen Grund hat, den Tod zu bezweifeln und abzustreiten«.“
Wie die britische Tageszeitung ‘Guardian’
und andere europäische Zeitungen enthüllten, war das Photo des toten bin Laden eine Fälschung.
Nachdem
die angebliche Leiche ins Meer geworfen ist, bleibt nichts anderes als das Wort der US-Regierung.
Doch
diese hat über irakische Massenvernichtungswaffen und irakische al Qaeda-Verbindungen, über Urankonzentrat,
über iranische Atomwaffen, und – laut Tausenden von Experten – über den 9. September gelogen.
Jetzt
soll uns die US-Regierung auf einmal die Wahrheit über bin Ladens Tod sagen?
Wenn Sie das glauben, habe
ich eine Brücke in Brooklyn, die Sie von mir für einen guten Preis kaufen können.
Der Sinn der Übung
Meine anfängliche Deutung des gefälschten Todes von bin Laden lief darauf hinaus, daß Barack Obama
den Afghanistankrieg und die Besetzung dieses Landes braucht, um mit dem US-Budgetdefizit fertigzuwerden.
Spätere Stellungnahmen von Vertretern des Obama-Regimes lassen vermuten, daß das Ziel darin bestehen
könnte, den US-Amerikanern ein Erfolgserlebnis im Krieg zu geben, um ihren nachlassenden Enthusiasmus
zu stärken.
Das US-Militär wird mehr Geld bekommen und mächtiger werden, und die US-Amerikaner werden
stellvertretend belohnt mit Siegesfreuden über den Feind.
Dr. Paul Craig Roberts (72) war beigeordneter
Sekretär des US-Schatzamtes und Mitherausgeber der Tageszeitung ‘Wall Street Journal’.
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