Ein lutheranischer Pfarrer in Dänemark hat die Existenz Gottes öffentlich geleugnet. Jetzt ist er von der Staatskirche wieder in Amt und Würde eingesetzt worden. Im übrigen bleibt alles beim Alten.
(kreuz.net, Kopenhagen) Seit Ende Mai wird Pastor Thorkild Grosboell in seiner Gemeinde wieder auf die
Kanzel gelassen. Er sei glücklich, wieder in seinem Amt zu sein. Das berichtete die ‘Associated Press’.
Über den Fall, der im letzten Jahr zu seiner Suspendierung führte, wollte sich der evangelische Kirchenmann
nicht äußern.
Pastor Grosboell wurde im Juni 2004 von der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Dänemark
suspendiert. Er hatte in einem Interview erklärt, daß es „keinen himmlischen Gott“ gebe.
Anfang Mai
wurde er wieder eingesetzt, nachdem er seine Pfarrerversprechen erneuert hatte. Er wird aber unter der
besonderen Beaufsichtigung eines lutheranischen Bischofs bleiben.
Ungefähr 250 Lutheraner füllten das
140 Jahre alte Gotteshaus anläßlich der Rückkehr des Pfarrers. Die Gemeinde befindet sich in einem
Dorf zwölf Kilometer nördlich von Kopenhagen.
„Es war groß, groß“, sagte Pastor Grosboell nach dem
Gottesdienst. Die Angelegenheit, die ihn im letzten Jahr zu Fall brachte, nannte er „Unsinn“.
Nach dem
Gottesdienst begab sich Pfarrer Thorkild mit seinen Gläubigen auf eine Rasenfläche neben der Kirche.
Dort wurde die Rückkehr des Pfarrers gefeiert. Der Prediger wurde mit Blumen, Umarmungen und Küssen
empfangen.
Pastor Thorkild ist seit 1991 der Pfarrer der Gemeinde.
Lutherische Prediger werden in Dänemark
vom Staat angestellt. Sie können nur von den Behörden entlassen oder vor Gericht gebracht werden.
Die
evangelische Kirche hatte vom Staat verlangt, daß Pfarrer Grosboell wegen seiner gottlosen Aussagen vor
ein Arbeitsgericht gebracht werde. Der protestantische Gottesmann soll unter anderem auch das Ewige Leben
und die Auferstehung angezweifelt haben.
Die Behörden lehnten das Ansuchen der protestantischen Oberen
ab.
Sie forderten, daß dem Pastor eine weitere Gelegenheit gegeben werde, sich vor dem zuständigen
lutherischen Bischof Lindhardt zu rechtfertigen.
Der evangelische Bischof Lindhardt gehört zu den wenigen
Verteidigern des gottlosen Pfarrers.
Der Bischof erklärte, daß er die Ansichten des Pfarrers nicht
teile. Dennoch solle es in der Dänischen Staatskirche auch für ihn Platz geben.
Am 20. Mai erneuerte
Pfarrer Grosboell seine Pfarrergelübde vor Bischof Lindhardt. Er hatte aber keine Probleme zu erklären,
daß seine Ansichten über Gott unverändert geblieben seien.
83% der 5.4 Millionen Dänen sind formelle
Mitglieder der Lutherischen Staatskirche.
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4 Lesermeinungen
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@GerdEric Es gab auch Herrscher die nicht demokratisch gewählt wurden, … Was es mal gab ist nun mal
Vergangenheit, das es nicht mehr so ist sollte man einer postiven Entwicklung zuschreiben. Wenn aber alles
erlaubt ist was früher auch mal so war, tja dann besorg ich mir ne Keule und erobere mir meine Höhle
(Haus) denn das gabs ja auch mal. LG Fiore
Ja Is ja ‘ne Staatskirche. Und der Staat ist atheistisch, also auch die religiösen oder eben nit-religiösen
Diener dieses Staates. Ik finde den Kragen ut dem 16. Jahrhundert aber woll schön. In Dänemark hat man
aber auch den Sankt Karl Borromäus Tridentinsk Messgruppen. www.tridentinsk.suite.dk/ Und a bisserl gibt’s
schon von den Piusbruderschaftspriestern in Skandinavien www.sspx.co.uk/…avia/masscentres.php?lang=da,
nit?