Kinderabtreibung
Betrogener Betrüger?
Ein südkoreanischer Menschenkloner behauptet, daß er bei seinen Forschungen keine Zwillingskinder töte: „Das Klonen von Menschen ist ethisch verwerflich, medizinisch gefährlich und technisch unmöglich.“
(kreuz.net, Seoul) Der Menschenkloner Woo Suk Hwang sorgt für Aufsehen. Am Dienstag erklärte er, daß die Produktion von Zwillingsmenschen gefährlich, kompliziert und unethisch sei. Der Menschenkloner sprach bei einer Podiumsdiskussion in Seoul.

„Ich glaube nicht, daß wir innerhalb der nächsten hundert Jahre einen geklonten Menschen zu Gesicht bekommen.“

Ein Klon ist ein im Labor erzeugtes Zwillingsgeschwisterchen eines bereits existierenden Menschen.

Gewöhnlich wird der erzeugte Zwilling bereits in den ersten Tagen seines Lebens wieder getötet. Zwillinge werden produziert, weil es die Biotechniker auf seine Zellen abgesehen haben.

Diese können angeblich für die Heilung bestimmter Krankheiten eingesetzt werden.

Dr. Hwang gilt als führender Vertreter solcher Menschenversuche. Er geriet mit seinen biotechnischen Experimenten erst kürzlich in die Schlagzeilen.

Jetzt behauptete Hwang, daß er bei seinen Forschungen gar keine Menschen verdopple. Er benutze lediglich menschliche Eizellen, um neue Zellen zu gewinnen.

Diese Zellen könnten niemals Menschen werden.

Die jüngsten Äußerungen von Dr. Hwang stießen auf breites Unverständnis.

So stellte ein britischer Linguist dem Südkoreaner in einem protestantischen Weblog die Frage, ob er zwischen ‘Sein’ und ‘Werden’ unterscheiden könne, wenn er behaupte, daß aus seinen Zwillingskindern keine Menschen ‘werden’ könnten: „Embryos sind Menschen. Sie müssen nicht erst Menschen werden.“

Ein anderer Teilnehmer vermutet, daß der Biotechnologe vielleicht an einer psychischen Krankheit leidet: Am Vormittag erzeuge er einen Menschen, schneide ihn auf und schände seinen winzigen Leichnam. Einige Stunden später grinse er ins Mikrophon und behaupte, von nichts zu wissen: „Entweder lügt der Kerl den Journalisten ins Gesicht oder er hat eine gespaltene Persönlichkeit.“

„Vielleicht ist er schon so verblendet“ – erklärte eine weitere Forumsdiskutantin – „daß er das Wahre für falsch und das Falsche für wahr hält. Armer betrogener Betrüger.“
      
2 Lesermeinungen
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#2   Grebert   08:18:54 | Donnerstag, 9. Juni 2005
@highnoon:
„Klein Fritzchen“ beschreibt mit seiner einfachen Wortwahl diesen „Vorgang“ treffend. Glaubst Du etwa, das irgendwelche Euphemismen – außer daß sie verhüllen, daß bei diesen Forschungen ein Kind stirbt – angebracht sind? Soll man, um der großartigen Gentechnologie gerecht zu werden, darauf verzichten, die Wahrheit zu sagen?
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#1   highnoon †   01:14:50 | Donnerstag, 9. Juni 2005
Klein Fritzchen
Am Vormittag erzeuge er einen Menschen, schneide ihn auf und schände seinen winzigen Leichnam.
Wie sich Klein-Fritzchen Gen-Technologie am Embryo vorstellt…
Eine anständige Wortwahl würde dem Anliegen mehr dienen!
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