13:58:15 | Mittwoch, 18. Mai 2011
Im Angedenken an unsere Mitbrüder, Pater Ignatius, Pater Nivard, Bruder Linus von der Familie Löb, die im Jahr 1942 in Auschwitz für den Namen Christi starben. Von Anscar Christensen.

Das Kloster in Tilburg auf der internationalen Webseite der Trappisten.
(kreuz.net) Im zentralen, Äbten vorbehaltenen Teil des schmucken Friedhofs der Trappistenabtei Koningshoeven
nahe der niederländischen Stadt Tilburg gibt es ein ungewöhnliches Granitkreuz.
Es ist mit Blumen geschmückt
und trägt die Inschrift:
Im Angedenken an unsere Mitbrüder,
Pater Ignatius, Pater Nivard, Bruder Linus
von der Familie Löb,
die im Jahr 1942 in Ausschwitz
für den Namen Christi starben.
Ein Besucher könnte
sich fragen, warum der Tod genau diese Mönche ereilte, besonders weil Löb eher ein deutscher als ein
niederländischer Name ist.
Hier beginnt eine Geschichte, die in allen ihren Teilen kostbar ist.
Diese
drei Mönche waren die Söhne eines außerordentlich begabten und frommen Konvertitenehepaars aus dem
Judentum.
Die Eltern, Lutz und Jenny Löb, konnten für sich die – heute praktisch unmögliche – Auszeichnung
in Anspruch nehmen, zur gleichen Zeit drei Söhne in einer Zisterzienserabtei und drei Töchter in einem
Zisterzienserinnenkloster gehabt zu haben.
Alle sechs Löb-Kinder wurden von den nationalsozialistischen
Invasoren verhaftet – nur weil sie jüdischer Abstammung waren. In ihrem Leiden bewiesen sie eine heroische
Treue.
Frei von jeder Bitterkeit starben sie für ihren Glauben.
Es lohnt sich, einen genaueren Blick
auf sie zu werfen:
Der Vater dieser außergewöhnlichen Familie war Ludwig („Lutz“) Löb. Er wurde im
Jahr 1881 im Rheinland in ein liberales jüdisches Haus hineingeboren. Sein Vater führte ein Kleidergeschäft
in Den Haag. Im Jahr 1882 zog er mit seiner Familie dorthin.
Ludwig behielt bis zum Schluß seinen deutschen
Paß, während seine Kinder alle niederländische Staatsbürger waren.
Bereits als junger Mann war Ludwig
nachdenklich, sensibel und nobel.
Kurz interessierte er sich für den Marxismus. Dann begann er Werke
von Kardinal Désiré-Joseph Mercier († 1926) und anderer geistlicher Schriftsteller zu lesen. Das weckte
sein Interesse am Katholizismus.
Ludwig verlobte sich mit der jungen jüdischen Frau, Johanna („Jenny“)
van Gelder.
Jenny war die Tochter eines wohlhabenden Amsterdamer Exporteures. Im Gegensatz zu Ludwig
war sie ein schwungvolles, talentiertes und extrovertiertes Mädchen.
Ludwig und Jenny ließen sich im
Jahr 1906 taufen – wenige Tage vor Ihrer Hochzeit.
In der Folge betätigte sich Ludwig als Bergbau-Ingenieur
und Lehrer.
Die Familie zog für eine Zeit nach Indonesien, kehrte aber wieder zurück und nahm Wohnsitz
in der Stadt Bergen op Zoom – im Süden der Niederlande.
In den Jahre 1908 bis 1918 wurden ihnen acht
Kinder geboren.
Nächstes Mal: „Ich gebe mich hin für die Rückkehr der Juden“
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Diamant † 23:24:23 | Mittwoch, 18. Mai 2011
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Rudolfus 23:23:00 | Mittwoch, 18. Mai 2011
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de Boer † 23:07:57 | Mittwoch, 18. Mai 2011
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IZAAC 15:50:56 | Mittwoch, 18. Mai 2011
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monens 15:23:48 | Mittwoch, 18. Mai 2011
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Brandenburgis 15:09:05 | Mittwoch, 18. Mai 2011
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Brandenburgis 15:01:10 | Mittwoch, 18. Mai 2011
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KonradGeorg 14:57:26 | Mittwoch, 18. Mai 2011
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Brandenburgis 14:46:25 | Mittwoch, 18. Mai 2011
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Cappadocius 14:30:47 | Mittwoch, 18. Mai 2011
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KonradGeorg 14:15:52 | Mittwoch, 18. Mai 2011