Nationalsozialismus
„Ich gebe mich hin für die Rückkehr der Juden“
Die jüdische Konvertitenfamilie Löb war in vielerlei Hinsicht außerordentlich: Sie füllte die Trappisten-Klöster der Niederlande. Von Anscar Christensen.
Die Trappistenmönche in den alten Tagen
Die Trappistenmönche in den alten Tagen
(kreuz.net) Die Stadt Bergen op Zoom befand sich in einer sehr katholischen Gegend im Süden der Niederlande. Hier lebte das jüdische Konvertiten-Ehepaar Ludwig und Jenny Löb mit ihren acht Kindern.

Die Familie war nicht reich. Aber sie bestand aus ganz verschiedenen und interessanten Persönlichkeiten.

Mutter Jenny war in der Stadt eine beliebte Gastgeberin: „Bei den Löbs gibt es immer ein Fest!“- hieß es.

Familienvater Lutz war ein freundlicher, beliebter Lehrer, der sich der Jugend annahm. Er neigte zum stillen Nachdenken, studierte den Heiligen Bernhard, übersetzte französische Bücher, zum Beispiel „Das Leben von Thibaut“ des Seligen Benediktinerabtes Columba Marmion († 1923).

Jedes Jahr machte er achttägige Exerzitien in der unweit gelegenen Trappisten-Abtei Koningshoeven. Allen war er als echter Heiliger bekannt.

Als Georg – der älteste Sohn der Familie – das Gymnasium abgeschlossen hatte, wollte er Priester werden. Nach Schwierigkeiten und einigem Zögern trat er im Jahr 1926 in das Chor-Noviziat der Abtei Koningshoeven ein. Das war der Beginn einer Prozession.

Auf Georg folgte in Koningshoeven sein jüngerer Bruder Robert als Laienbruder und Ernst als Chormönch.

In der Zwischenzeit spürte auch die älteste Schwester Lina eine Berufung. Sie wollte bei den Trappistinnen eintreten.

Das nächste Kloster war französischsprechend – Chimay in Südbelgien. Lina trat dort als erstes niederländisches Mädchen ein: „Ich gebe mich hin für die Rückkehr der Juden“ – sagte sie.

Ihr folgten ihre beiden Schwestern Door und Wies. Im Jahr 1937 wechselten die drei Löb-Schwestern in die Neugründung in Berkel en Rodenrijs – nicht weit entfernt von Koningshoeven.

So gab es in den beiden Klöstern zwei Patres, einen Ordensbruder und drei Nonnen aus der gleichen Familie. Jeder von ihnen war eine besondere Persönlichkeit.

Georg, der im Kloster Pater Ignatius hieß, war extrovertiert, herzlich und hilfsbereit.

Er und sein Bruder Robert hatten manchmal Schwierigkeiten im Schuldkapitel, in dem die Mönche öffentlich ihre Sünden bekannten. Aber sie konnten sie trotzdem gut einfügen.

Robert, der im Kloster Bruder Linus hieß, war attraktiv und aktiv. Der Umgang mit ihm war sehr angenehm und leicht.

Im Kloster baute er sich verbotenerweise ein Radio, mit einem Blechdach als Antenne, um sich im Geheimen die Reden des deutschen Reichskanzlers Adolf Hitlers anzuhören.

Ernst hieß im Kloster Pater Nivardus. Er war von ernster Natur – ein Mönch mit Leib und Seele, der sich immer unter Kontrolle hielt. Im Kloster amtete er als Gehilfe des Novizenmeisters. Er war mit sich selber sehr streng, aber freundlich und milde zu den anderen.

Seine nervösen Anspannungen verschafften ihm oft schlaflose Nächte. Trotzdem erschien er immer und heroisch zu den Nachvigilien. Mit Hilfe vieler Entsagungen kämpfte er gegen den Schlaf.

Lina hieß im Kloster Mutter Hedwigis. Sie war ein reizendes, reifes und mütterliches Mädchen. In der Gemeinschaft nahm sie verschiedene Aufgaben war. Sie war als vorbildliche Ordensfrau bekannt – offenherzig, spontan, aber gleichzeitig kontrolliert.

Door und Wies hießen im Kloster Mutter Theresia und Mutter Veronika.

Beide waren großzügig in ihrer Opferbereitschaft und besassen eine zärtliche Liebe zur Muttergottes. Sie waren aber körperlich nicht so stark wie ihre Schwester Lina.

Zuhause blieben nur die beiden jüngsten Kinder Hans und Paula.

Vater Lutz starb den Tod eines Heiligen und erhielt, wie er sich gewünscht hatte, die Beerdigung eines armen Mannes.

Kurz nach der Primiz von Pater Nivardus starb auch Mutter Jenny.

Nächstes Mal: „Wollt ihr nicht davonlaufen?“
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Eine Holocaust-Familie für die Bekehrung der Juden
2. „Ich gebe mich hin für die Rückkehr der Juden“
3. „Wollt ihr nicht davonlaufen?“ 4. „Für das Noviziat in Koningshoeven!“
      
7 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#7   Dumbledor   01:23:28 | Montag, 23. Mai 2011
Heidentum
Möge die Frau aller Völker, die einst Maria war, unsere Fürsprecherin sein.
Einst Maria? Einst Isis? Oder einst Ischtar, oder wie sie alle heißen mögen? Die Frau aller Völker begegnet mir auch auf den Wies’n in München als Patronia Bavariae oder einfach bei der Filmgesellschaft Columbia. Mit Maria hat das aber alles nichts zu tun.
Redaktion benachrichtigen
#6   ecce agnus dei   23:34:07 | Sonntag, 22. Mai 2011
sehr guter Beitrag!
@Dumbledor
Natürlich ist mit mit „Rückkehr der Juden“ aller Wahrscheinlichkeit nach die Annahme des aus den Juden hervorgegangenen Messias, des Gottmenschen Jesus Christus, gemeint. Sprich, die Juden werden Christen werden. Ich denke aber, soweit ist es noch nicht.
Redaktion benachrichtigen
#5   Dumbledor   23:18:08 | Sonntag, 22. Mai 2011
„Ich gebe mich hin für die Rückkehr der Juden“
Wohin sollen sie denn zurückkehren? Selbst den kleinen Ministaat Israel in der Größe von Rheinland-Pfalz scheint man ihnen nicht zu gönnen. Auch hier auf +.net nicht. Schande !!!!!
Redaktion benachrichtigen
#4   Dr. Schlämmer   18:34:13 | Samstag, 21. Mai 2011
Hust, hüstl …
Erst mal im eigenen Laden wirklich „glauben“, dann von mir aus die Juden bekehren. Immer diese rührseligen Geschichten von vor 100 Jahren. Was soll damit bewiesen werden?
Redaktion benachrichtigen
#3   Blackbird   18:05:52 | Samstag, 21. Mai 2011
schon erstaunlich
wie viele Leute wissen, was in der „immer noch geheimen 3. Botschaft“ steht.
Redaktion benachrichtigen
#2   Anaritha   18:03:25 | Samstag, 21. Mai 2011
Der große Abfall unter den Christen ist längst eingetreten, für die Kirchenhierarchie ist klar die
Zeit nach dem Jahr 1960 anzunehmen. Die weiterhin geheime 3. Botschaft von Fatima spricht auch über die Verdunklung des Glaubens, einschließlich der Rolle der höchsten Kirchenhierarchie.
Auch wir Christen müssen mittlerweile für die Bekehrung des eigenen Volkes zu Gott beten und opfern, damit Heil über die Welt komme.
Dazu hat uns Maria ein in Ihren Amsterdamer Erscheinungen ein vom Himmel privilegiertes Gebet gelehrt:
Herr Jesus Christus,
Sohn des Vaters,
sende jetzt Deinen Geist über die Erde.
Laß den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller Völker, damit sie bewahrt bleiben mögen vor Verfall, Unheil und Krieg.
Möge die Frau aller Völker, die einst Maria war, unsere Fürsprecherin sein. Amen.
Redaktion benachrichtigen
#1   Atzmon   13:42:00 | Samstag, 21. Mai 2011
Der Herr belohne die Juden
mögen es chasarische, sephardische, säkulare Juden, genannt ZIONisten, Orthodoxe, MietZIONisten, wie solche, die sich -verblendet und missbraucht- in Frontotganisationen wie ANTIFA oder dem NaZIONalsozialismus, mit all seinen Schattierungen, befinden, welche das Evangelium annahmen und von Ihrem Götzenkult genannt ZION oder MAMMON lossagten, oder jene, die der okkulten Satans-Mythologie KABBALA anheimfielen, für diesen Schritt segnen und Ihnen das ewige Leben schenken.
Redaktion benachrichtigen
Es wurde eine Lesermeinung von der Redaktion entfernt
Weiterlesen:
NationalsozialismusEine Holocaust-Familie für die Bekehrung der Juden NationalsozialismusDeutschland steht vor der zweiten Machtergreifung Nationalsozialismus310.000 Euro für die Renovation einer Holzhütte Nationalsozialismus„Das muß zu einem neuen Krieg führen“ NationalsozialismusBaruch haSchem: Weniger als 1,5 Millionen Opfer NationalsozialismusDenken in Schwarz-Weiß-Schablonen NationalsozialismusEntwarnung: Es liegen nur Deutsche im Massengrab NationalsozialismusDer Krieg ging weiter NationalsozialismusDas Blut der Begrabenen quoll an die Oberfläche NationalsozialismusDeutsche Jugendliche: Zu wenig Betroffenheit im Gesicht NationalsozialismusJetzt wollen die feigen Linken dem tapferen Pornojäger „Wiederbetätigung“ anhängen NationalsozialismusSchamlos: Opfer werden zu Tätern gemacht NationalsozialismusNeues vom Holocaust-Schwindel NationalsozialismusDieser Jude ist zu wenig rechtsradikal NationalsozialismusDen Deutschen gegenüber ist der Teufel ein Waisenknabe
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net