22:08:17 | Sonntag, 22. Mai 2011
Während des Nationalsozialismus haben nur die inzwischen reich entschädigten Juden gelitten. Was die damaligen Machthaber anderen Menschen – insbesondere Katholiken – antaten, waren Kavaliersdelikte, die man gefälligst vertuschen soll.

Im neuen Heft ‘Wigratzbad aktuell’ erklärt Hw. Thomas Rimmel seinen Rauswurf.
(kreuz.net, Wigratzbad) Hw. Thomas Maria Rimmel bereut keine seiner pastoralen Initiativen in der Gebetsstätte
Wigratzbad im Bistum Augsburg.
Das schreibt er in der jüngsten Ausgabe der Quartalsschrift ‘Wigratzbad
aktuell’.
Aus heiterem Himmel war Hw. Rimmel
Mitte April von Bischof Konrad Zdarsa als Direktor der Gebetsstätte
abgesetzt worden.
Die Alte Messe ist nicht „meine persönliche Berufung“Hw. Rimmel übernahm die Leitung
der Gebetsstätte im Jahr 1999. Er erhielt von dem damaligen Bischof Viktor Josef Dammertz (81) von Augsburg
den Auftrag, „die diözesane Gebetsstätte von der Priesterbruderschaft Sankt Petrus zu entflechten“.
Die altgläubige Petrusbruderschaft besitzt in Wigratzbad ihr Mutterhaus und ihr deutsch-französisches
Priesterseminar.
Nach Angaben Hw. Rimmel entwickelte sich ein gutes Miteinander mit der Bruderschaft:
„Es war kein Gegen- oder Nebeneinander, sondern eine fruchtbare Zusammenarbeit und eine gegenseitige Ergänzung.“
Hw. Rimmel steht der charismatischen Bewegung nahe.
Er hat die altgläubigen Patres „durchwegs als echte
Männer Gottes schätzen gelernt“.
Dabei empfindet er die Messe aller Zeiten „nicht als meine persönliche
Berufung“.
Aber er zeigt Respekt vor dem „segensreichen Einsatz“ der altgläubigen Bruderschaft.
Die
Pilger von Wigratzbad hätten die „Öffnung der Weltkirche für den traditionellen Ritus dankbar aufgenommen“.
Anfang Januar wollte ihn der Bischof noch lange am OrtSeine Absetzung hat Hw. Rimmel „vollkommen überrascht
und sehr getroffen“: „Ich wäre sehr gerne in Wigratzbad geblieben, aber ich gehe im Gehorsam und im Vertrauen
auf die liebende Vorsehung Gottes.“
Noch am 20. Januar log Bischof Zdarsa dem Geistlichen offen ins Gesicht.
Damals erklärte der Oberhirte bei einem Besuch in der Gebetsstätte, daß er sich nach den zwölf Jahren
in Wigratzbad „auf weitere 24 Jahre einstellen sollte“.
Mehrfach sagte der Bischof an dem Tag, daß Hw.
Rimmel der „richtige Mann“ für die Gebetsstätte sei.
Hw. Rimmel lastet die Absetzung nicht dem Bischof
an.
Dabei war es Mons. Zdarsa, der ihm am 22. März seine Absetzung mitteilte.
Der wortbrüchige Bischof
nannte als Grund für die Absetzung, daß Hw. Rimmel „zu stark für Wigratzbad gekämpft“ habe.
Der Hintergrund
Der Hintergrund für die Absetzung war ein Streit im Ort Opfenbach.
Dieser entzündete sich an dem Buch
„Sieg der Sühne“ des abgefallenen Priesters Alfons Sarrach.
Das Buch wurde mit einem Dekret vom 17.
Februar vom Augsburger Ordinariat
verboten.
Sarrach schildert darin auch die schwere Verfolgung der angeblichen
Seherin von Wigratzbad, Antonie Rädler († 1991), durch die Nationalsozialisten.
An der NS-Kampagne gegen
Fräulein Rädler beteiligte sich auch der damalige Bürgermeister und sogar der Ortspfarrer.
Das ist –
wie Hw. Rimmel sich ausdrückt – ein „Faktum“.
Gleichzeitig stellt er die Frage, „inwieweit es nötig
gewesen wäre, diese Dinge überhaupt an die Öffentlichkeit zu tragen“.
Denn es sei für die Angehörigen
„schwer, mit dieser Vergangenheit umzugehen“.
Sie hätten sich in ihrer Familienehre verletzt gefühlt
und sich bei der Diözese Augsburg beschwert:
„Meine Versetzung hängt letztlich damit zusammen, daß
unser Bischof, wie er mir sagte, damit nichts zu tun haben wollte“ – so Hw. Rimmel.
Sarrachs Buch nennt
den Namen der betroffenen Familie des damaligen Bürgermeisters nicht.
Er wurde aber in Leserbriefen
in der Regionalpresse erwähnt.
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bassman 11:03:51 | Dienstag, 24. Mai 2011
#36
Mimi 23:28:44 | Montag, 23. Mai 2011
#33
Mimi 23:16:19 | Montag, 23. Mai 2011
#31
Mimi 22:31:12 | Montag, 23. Mai 2011
#11
Kraut 10:02:18 | Montag, 23. Mai 2011
#4
Nixnutz 23:43:39 | Sonntag, 22. Mai 2011
#2
wickerl 23:33:20 | Sonntag, 22. Mai 2011