Orden
„Für das Noviziat in Koningshoeven!“
Während ihrer Deportation nach Auschwitz begegneten die sechs Loeb-Geschwister auch der Heiligen Edith Stein. Von Anscar Christensen.
Trappist im Kloster Koningshoeven
Trappist im Kloster Koningshoeven
© smcgee, Flickr, CC
(kreuz.net) Nach dem Protest-Hirtenbrief der niederländischen Bischöfe gegen die National-Sozialisten wurden im Jahr 1942 alle Katholiken jüdischer Herkunft in den Niederlanden verhaftet.

Unter ihnen befanden sich auch drei Söhne und drei Töchter der jüdischen Familie Loeb. Sie lebten als Trappisten und Trappistinnen in zwei niederländischen Klöstern.

Die Zeit ihrer Gefangenschaft verbrachten die Geschwister Loeb in brillanter Gesellschaft: Ärzte, Intellektuelle, gebildete Dominikaner und die große Karmelitin, Schwester Benedicta a Cruce Edith Stein.

Wegen ihres starken Charakters war Schwester Benedicta die natürliche Anführerin der Gruppe der deportierten jüdischen Ordensleute. Gemeinsam wurde das Heilige Offizium und der Rosenkranz gebetet.

Zeugen berichteten, daß die beiden Loeb-Patres die Deportierten trösteten und ihre Beichten hörten. Die Schwestern waren mutig und hilfsbereit – besonders den Kindern gegenüber.

Mehr wissen wir nicht. Die Gruppe wurde ins gefürchtete Lager Auschwitz in Polen geschafft. Ein nationalsozialistisches Dokument hält nüchtern ihr Geburts- und Sterbedatum fest: August und September 1942.

Nicht bestätigten Angaben aus einem anonymen Brief zufolge wurden die Patres Ignatius und Nivardus Loeb zusammen mit zwei polnischen und zwei griechischen Priestern erschossen, weil sie Beichten gehört hatten.

Pater Nivardus, der ehemalige Gehilfe des Novizenmeister, rief, bevor ihn die Kugeln eines Erschießungskommandos trafen: „Für das Noviziat in Koningshoeven!“

Schwester Veronika Loeb, die bei der Verhaftungswelle an einer schweren Tuberkulose litt, wurde von der SS später ebenfalls in das berüchtigte Sammellager Westerbork geschafft.

Doch nach nur acht oder zehn Tagen ließ man sie wieder frei. Ihre Oberen sandten sie danach in verschiedene Krankenhäuser. Schließlich starb sie im August 1944 im Kloster.

Der jüngste Loeb-Bruder, Hans, der nicht ins Kloster eingetreten war, wurde ebenfalls verhaftet und mußte in einer polnischen Zinkmine Zwangsarbeit leisten.

Als sich die Sowjet-Truppen näherten, wurde er auf einem offenen Lastwagen Richtung Westen transportiert. Er erlitt dabei schwere Erfrierungen an den Füßen und starb im Februar 1945 in einer Kranken-Baracke in Auschwitz.

Paula – das jüngste Kind der Familie Loeb – heiratete in den Niederlanden. Während des Krieges wurde sie im Haus eines mutigen Katholiken in Nymegen versteckt.

Sie ist heute das einzige lebende Mitglied der außerordentlichen Familie Loeb.
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Eine Holocaust-Familie für die Bekehrung der Juden 2. „Ich gebe mich hin für die Rückkehr der Juden“ 3. „Wollt ihr nicht davonlaufen?“
4. „Für das Noviziat in Koningshoeven!“
      
16 Lesermeinungen
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#17   kristall   14:20:13 | Sonntag, 29. Mai 2011
tolerant !!!!
um mitternacht bist du eh schon wieder da !!!! ;-) :-[ :-D :-D :-D ^-^
:)3 ^-^
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#16   Brandenburgis   14:04:41 | Sonntag, 29. Mai 2011
Williamson hat ganz bestimmt
keinen „Holocaust“ geleugnet! IN zwei Wochen ist übrigens die Berufungsverhandlung.
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#15   Sefirot   13:51:25 | Sonntag, 29. Mai 2011
Wenn das Antipacelli erfährt…
Zeugen berichteten, daß die beiden Loeb-Patres die Deportierten trösteten und ihre Beichten hörten. Die Schwestern waren mutig und hilfsbereit – besonders den Kindern gegenüber.
Mehr wissen wir nicht. Die Gruppe wurde ins gefürchtete Lager Auschwitz in Polen geschafft. Ein nationalsozialistisches Dokument hält nüchtern ihr Geburts- und Sterbedatum fest: August und September 1942.
Nicht bestätigten Angaben aus einem anonymen Brief zufolge wurden die Patres Ignatius und Nivardus Loeb zusammen mit zwei polnischen und zwei griechischen Priestern erschossen, weil sie Beichten gehört hatten.
Schon merkwürdig, wenn man die Zeilen liest und sie mit
den NS-verschwurbelten Ansichten von Antipacelli, Kristall, Paul M., etc. und anderen mysteriösen Möchtegern-Hardlinern vergleicht oder mit der Holocaustleugnung des irrtümlich zum Märtyrerbischöf avancierten Mons. Williamson …
Antipacelli springt bestimmt wie ein Rumpelstilzchen auf,
wenn er das erfährt…und der Himmel soll es nicht verhüten… :-[ :'(
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#14   Tolerant   21:03:44 | Freitag, 27. Mai 2011
da liegt der alte mensch begraben
in drei tagen ist er wieder da
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#13   Kraut   20:58:47 | Freitag, 27. Mai 2011
David Ho Zehnter
Aus welchem Gruselloch kommst du jetzt gestiegen?!
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#12   Tolerant   20:55:53 | Freitag, 27. Mai 2011
kristall
kristallklar
KRISTus über ALL
sollte mann wisen
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#11   kristall   20:03:16 | Freitag, 27. Mai 2011
wenn !!??
dein name nicht wär !!!! :-! ;-) :-[ :-D :-D :-D ^-^
:)3 ^-^
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#10   Tolerant   20:01:47 | Freitag, 27. Mai 2011
es gibt tatsächlich
auch sauberes zu lesen …
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#9   Diamant †   17:15:57 | Freitag, 27. Mai 2011
Oh, der Arme.
(Wollte von ihm noch eine Fundstelle für das „von den Polen besetzte Schlesien“.)
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#8   Domenico Tuttisanti   17:14:26 | Freitag, 27. Mai 2011
Diamant
ja, offensichtlich! Brandenburgis ist noch 19 Stunden gesperrt:
siehe: hier www.kreuz.net/reader.203.html!
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#7   Diamant †   17:12:19 | Freitag, 27. Mai 2011
Hat jetzt Brundenbargis auch eine
Sockenpuppe?
Hübsche Farbe (rosa).
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#6   Domenico Tuttisanti   17:10:59 | Freitag, 27. Mai 2011
Humbelina
Ach, Sie sind es, Brandenburgis! :-D
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#4   Cappadocius   16:54:05 | Freitag, 27. Mai 2011
Deportation
Apropos Deportation: Ist Rolf Lingen nach seiner Aburteilung durch das deutsche Nazi-Regime gestern gleich deportiert oder sogar erschossen worden?
Oder sollte er immer noch leben und sein seit vielen Jahren angekündigtes Martyrium schon wieder verschoben sein?
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#3   Mighty Counsellor †   16:45:39 | Freitag, 27. Mai 2011
Heisst es Löb oder Loeb?
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#2   Domenico Tuttisanti   16:40:47 | Freitag, 27. Mai 2011
Pascal
ob sich die „Redaktion“ damit bei den Antisemiten und Holocaustleugnern Freunde macht. Ich glaub ja nicht ,-)
Haben Sie bei diesem Urteil auch berücksichtigt, dass der Artikel in keinem einzigen Fall von „Vergasung“ redet? Die Revisionisten bestreiten ja nicht, dass das NS-Regime rassistisch war und dass es in den Lagern Mordopfer gab. (s. auch das berühmte Interview mit Willaimson!)
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#1   Pascal123   16:30:05 | Freitag, 27. Mai 2011
Freunde
Na ob sich die „Redaktion“ damit bei den Antisemiten und Holocaustleugnern Freunde macht. Ich glaub ja nicht ,-)
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