15:39:14 | Mittwoch, 25. Mai 2011
Das Bistum Augsburg ist ein Paradebeispiel für die unselige kirchliche Selbstzerstörung, die unter dem konzilsseligen Johannes Paul II. einen historischen Höhepunkt erreichte.

Der Bischofssitz in Augsburg
© Alois Wüst, Wikipedia, CC(kreuz.net) Augsburg ist eine Problemdiözese. Der folgende Rückblick mag das erhellen.
Bis im März
1992 regierte in der Diözese Augsburg Erzbischof Josef Stimpfle († 1996).
Als ein Nachfolger für ihn
gefunden werden mußte, bezeichneten ihn die Medienbosse als „erzkonservativ“ und die Diözese als „gespalten“.
Damit wurde für die Ernennung eines altliberalen Nachfolgers Stimmung gemacht.
Erwartungsgemäß kapitulierte
Papst Johannes Paul II. vor dieser Masche.
Schon Mons. Stimpfle war ein zweideutiger GeselleMons. Stimpfle
war ganz und gar auf der Linie des unseligen Zweiten Vatikanums und ein linientreuer Anhänger des konzilsseligen
Johannes Paul II. († 2005).
In seiner langen Amtszeit errichtete er Wigratzbad als Gebetsstätte und
nahm die Petrusbruderschaft, das Engelwerk und die Ordensgemeinschaft der Servi Jesu et Mariae in seine
Diözese auf.
Er hielt Wigratzbad persönlich für übernatürlich.
Gleichzeitig erteilte er dem damaligen
Bischof Rudolf Graber von Regensburg († 1992) ein Predigtverbot.
Denn Mons. Graber hatte sich im Jahr
1977 zur Echtheit von Marienfried – einem anderen angeblichen Erscheinungsort in der Diözese Augsburg –
bekannt.
Erzbischof Stimpfle drohte auch der neuentstandenen Petrusbruderschaft mit Sanktionen, wenn
sie nicht die Neue Messe feiern würde.
Außerdem spottete er über Priester, die noch „gegen die Wand
flüstern“ möchten.
Das Ergebnis war ein zerrüttetes Verhältnis zwischen der Petrusbruderschaft und
der Augsburger Diözesanleitung.
Bischof Dammertz hatte nur drei ProblemeIm Dezember 1992 ernannte
Johannes Paul II. den altliberalen Abtprimas der Benediktiner, Mons. Viktor Josef Dammertz (81), um die
Diözese Augsburg zu „befrieden“.
Damit warf der Papst die Diözese den altliberalen Kräften zum Fraße
vor.
Unter der Ägide von Mons. Dammertz wurden die angeblichen Erscheinungen von Marienfried verworfen
und das Engelwerk ausgewiesen.
Das Ganze nannte man eine „Reinigung“ der Gebetsstätte.
Das Resultat:
Die Gebetsstätte wurde weniger besucht.
Bischof Dammertz wollte in Wigratzbad und Marienfried die Handkommunion
durchsetzen. Das gelang ihm allerdings nicht.
Er sagte einmal, er habe in seiner Diözese nur drei Probleme:
Wigratzbad, Marienfried und Maria Vesperbild.
Darauf antwortete ihm Pfarrer Artur Hochgesang von Hergatz
bei Lindau:
„Wenn das Ihre ganzen Probleme sind, dann kann man Sie nur beglückwünschen.“
Er hat seine
Diözese altliberal zugemauertUnter Bischof Dammertz folgte auch der Rausschmiß der Servi Jesu et Mariae
aus der Diözese.
Das Generalhaus des jungen und dynamischen Ordens stand in dem Straßendorf Mussenhausen
in der Gemeinde Markt Rettenbach im oberschwäbischen Landreis Unterallgäu.
Die Gemeinschaft wollte
die jugendgefährdende Jugendpastoral der Diözese nicht mittragen.
Der Petrusbruderschaft wäre es nicht
besser ergangen, wenn sie nicht von Anfang an päpstlich errichtet gewesen wäre.
Alte Messen durften
in Augsburg nur im Zweiwochentakt zelebriert werden.
Man wollte die Gläubigen nicht dem „allgemein gültigen“
Neuen Ritus entfremden.
Die Medienbosse waren mit dieser Entwicklung zufrieden – auch weil die altliberale
Repressionspolitik die Gläubigen aus der offiziellen Kirche in die Arme der Piusbruderschaft ins Exil
trieb.
Die Servi Jesu et Mariae konnten nur überleben, weil sie von Bischof Kurt Krenn (74) und dem
damaligen Pfarradministrator Gerald Goesche von Blindenmarkt in Niederösterreich aufgefangen wurden.
Das Fehlen von guten, frommen Priestern schien Mons. Dammertz weniger Sorge zu bereiten, als die Tatsache,
daß noch nicht die letzte Kapelle seiner Diözese mit einem Mahlblock zugemauert war.
Ein neokonservatives
IntermezzoNach der überfälligen Pensionierung von Mons. Dammertz wollte Bischof Walter Mixa von Eichstätt
unbedingt auf den Bischofsstuhl seiner Heimatdiözese wechseln.
Das gelang ihm auch.
Mons. Mixa war
eine fehlerhafte, aber gläubige Seelsorgernatur.
Seine Amtszeit brachte den Katholiken im Bistum Augsburg
ein gewisses Aufatmen.
Das inzwischen sehr ausgedünnte Priesterseminar begann sich wieder zu füllen.
Ab dem Jahr 2007 durften in Augsburg wöchentlich zwei Alte Messen gefeiert werden.
Die von Mons. Stimpfle
exkommunizierten Marienkinder wurden rehabilitiert und bekamen einen Alt-Ritus-Priester zugeteilt.
Allerdings
gab es auch unter Mons. Mixa Skandale.
Man denke etwa an
Kaplan Andreas Hirsch – der heute wieder zur
Petrusbruderschaft gehört.
Er wurde von Mons. Mixa entlassen, weil er im Hinblick auf Organspende die
Position der Glaubenskongregation vertrat.
Die Friedhofsruhe ist zurückgekehrtNoch im Jahr 2009 feierte
Mons. Mixa Seite an Seite mit Priestern der Servi Jesu et Mariae und des Engelwerks in Marienfried den
Großen Gebetstag.
Einige Monate später wurde er – welch ein Zufall – mit Pauken und Trompeten in die
Wüste gejagt.
Seither führt in Augsburg wieder das altliberale Intrigen-Domkapitel das Zepter.
Der
jetzige Bischof von Augsburg, Mons. Konrad Zdarsa, ist offenbar genauso wie Mons. Dammertz von seinen
altliberalen Räten abhängig.
Er will vor allem eine Friedhofsruhe, für die er von den Kirchenhaß-Medien
auch gelobt wird.
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