09:01:13 | Freitag, 10. Juni 2005
Rechtfertigung + Die Taktik der Homosexuellen + Trugschluß + Wer beleidigt wen? + Ein schnelles Ende?
RechtfertigungPolen. Der ehemalige Privatsekretär von Papst Johannes Paul II. und neuer Erzbischof
von Krakau, Mons. Stanislaw Dziwisz (66), erklärte, warum er die Aufzeichnungen des verstorbenen Papstes
nicht verbrannt habe. In seinem Testament bat Johannes Paul II., daß seine persönlichen Schriften von
Don Stanislaw dem Feuer übergeben würden. Erzbischof Dziwisz unterstrich bei einer Pressekonferenz am
Mittwoch, daß ihm der verstorbene Papst in dieser Sache absolut freie Hand gegeben habe. Es liege in
seiner Verantwortung zu entscheiden, was zu erhalten und was zu verbrennen sei: „Ich kann nicht sehen,
daß irgend etwas vernichtet werden sollte.“
Die Taktik der HomosexuellenSchweiz. Zwei Tage lang tagten
die Schweizer Bischöfe in der Benediktinerabtei Einsiedeln. Nach Abschluß der Vollversammlung gaben
sie eine Stellungnahme zum
am Sonntag vom Volk beschlossenen Homo-Konkubinat ab. Der Noch-Generalsekretär
der Bischofskonferenz, Agnell Rickenmann, sprach mit ‘Radio Vatikan’: Homosexuelle bräuchten das neue
Homo-Recht gar nicht. Sie könnten das Erb- oder Besuchsrecht bei Krankheit genauso in einem Vertrag regeln,
erklärte er. Dazu müsse kein Ja-Wort auf dem Standesamt gegeben werden. Adoption, künstliche Fortpflanzung
und Namensrecht sind für die Homosexuellen derzeit noch ausgeschlossen. Doch das sei nur eine Salamitaktik.
In ein paar Jahren werde es dazu das nächste Referendum geben.
TrugschlußDeutschland. Für das 1.
Quartal 2005 meldete das deutsche Bundesamt für Statistik einen leichter Rückgang der Kinderabtreibungen.
Es seien in dieser Zeitspanne ‘nur’ 32.600 Kinder abgesaugt worden – 1200 weniger als im Vergleichszeitraum
des Vorjahres. Der Rückgang in absoluten Zahlen verleite zu einem Trugschluß, erklärten die ‘Christdemokraten
für das Leben’. Tatsächlich steigt die Abtreibungsquote seit 1999, da die Zahl der Geburten sinkt. Im
Jahr 1999 kamen auf 1.000 Einwohner 9,4 Geburten. Heute zählt man 8,6 Kinder.
Wer beleidigt wen?Deutschland.
Die Aussagen des Parlamentarischen Geschäftsführers der Grünen, Volker Beck, gegen Papst Benedikt XVI.
seien völlig deplaziert. Das erklärte der Fuldaer Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann in einer Presseaussendung
vom 8. Juni. Der Grüne Beck hatte den Papst wegen dessen Aussagen zu homosexuellen Partnerschaften verdammt.
„Ich bin Papst Benedikt XVI. für seine klare Ansage dankbar. Er stellt das heraus, was die Heilige Schrift
und die 2000jährige Lehre der Kirche als Wahrheit festhalten.“ Der Papst könne in seiner Beurteilung
des Homo-Konkubinates schwerlich von seinem eigenen Katechismus abweichen. Dieser bezeichnet die praktizierte
Homosexualität als schlimme Abirrung: „Es ist nicht der Papst, der die Homosexuellen beleidigt, wenn
er gleichgeschlechtliche Ehen ‘Pseudo-Ehen’ nennt. Es sind organisierte Homosexuelle, die mit dem Irrsinn
der ‘Homo-Ehe’ die Schöpfungsordnung beleidigen, die man auch als biologische Vernunft bezeichnen kann.“
Ein schnelles Ende?Deutschland. Der Abbruch der Marienkirche in Bochum könnte schneller kommen als
erwartet. Der zuständige Priester, Propst Hermann Josef Bittern, hofft, daß die Stadtverwaltung schon
bald eine Abrißgenehmigung für das markante Gotteshaus erteilt. Ursprünglich hatte die Stadt eine einjährige
Bedenkzeit verordnet. In den zwölf Monaten sollte über alternative Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes
nachgedacht werden. Dieser Beschluß sei aber nach Propst Bittern „rechtswidrig“. Der Priester setzt auf
eine schnelle Einigung mit der Stadt, weil ein Gerichtsverfahren angeblich allen Beteiligten nur schade.
Das Bistum Essen verlangt die Abrißgenehmigung, um auf dem Gelände der Marienkirche ein Altenheim zu
errichten. Der Verein „Pro Marienkirche“, der um das Überleben der Kirche kämpft, hat weitere Proteste
angekündigt.
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Athanasius 09:14:33 | Freitag, 10. Juni 2005