08:39:39 | Montag, 15. November 2004
Afrikanische Bischofssynode + Unerträglicher Abtreibungsdruck durch die UNO + Sodano: Schwimmen statt Leugnen + Verhütungsspritze für den Mann? + Geburtstag: 174 Jahre auf dem Panzer
Afrikanische BischofssynodeVatikan. Der Heilige Vater, Papst Johannes Paul II., kündigte letzten Samstag
eine neue Bischofssynode für Afrika an. Anlaß dazu war ein Internationales Bischofssymposium in Rom,
an dem europäische und afrikanische Bischöfe teilnahmen. Die erste afrikanische Bischofssynode fand
1994 statt. Im Jahr darauf veröffentlichte der Papst das nachsynodale Apostolische Schreiben „Ecclesia
in Africa“ (Kirche in Afrika).
Die UNO fordert die AbtreibungNew York. In nur sechs Ländern der Welt
ist die Kinderabtreibung fast ganz verboten. Es sind dies Irland, Guatemala, Kolumbien, Marokko, Malta
und Polen. Diese Länder werden von der UNO immer wieder unter Druck gesetzt. Im Juli 2000 war Irland
Ziel der Attacken des „Menschenrechtskomitees der Vereinten Nationen“ (UNHRC). Ein Jahr darauf stand Guatemala
auf der Abschußliste. Im März diesen Jahres attackierte die UNO Kolumbien für das Verbot der Abtreibung
auch im Vergewaltigungsfall. Die
UN-Klagen gegen Polen gingen erst letzte Woche durch die Presse. Gleichzeitig
insistiert das Komitee „im Namen der Menschrechte“ seit Wochen auf eine Gesetzesänderung in Marokko und
Malta. Das sogenannte „Menschenrechtskomitee der Vereinten Nationen“ schätzt seine Chancen im streng
katholischen Malta hoch ein, und kündigte an, das Land auf ihre „Hit-Liste“ der Abtreibungsliberalisierung
zu setzen. Der lange Atem der UNO wird selbst vom Leichengeruch der abgetriebenen Kleinkinder nicht erstickt.
Dabei ist die Kinderabtreibung nach eigenen Angaben ein vehementer
Gesellschaftsschänder.
Sodano: Schwimmen
statt LeugnenItalien. Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano (76) erinnerte bei einer Meßfeier anläßlich
des 1650. Geburtstages des hl. Kirchenlehrers Augustinus († 430) die Politik an die Notwendigkeit, auch
gegen den Strom zu schwimmen. Zur Messe waren hauptsächlich Politiker und das diplomatische Corps eingeladen.
Der Kurienkardinal präsentierte den heiligen Jubilar als Vorbild. Es sei der Versuchung zu widerstehen,
den eigenen Glauben zu verleugnen.
Verhütungsspritze für den Mann?USA. Eine amerikanisch-indische
Gruppe von Biologen hat es angeblich geschafft, durch eine Impfung sieben männlichen Affen vorübergehend
die Fruchtbarkeit zu rauben. Die neue Verhütungsmethode basiert auf dem gleichen Prinzip wie jeder Impfung.
Es werden dem Körper artfremde Eiweißstoffe (sogenannte „Antigene“) gespritzt. Der Körper produziert
dagegen einen Abwehrstoff (=Antikörper). Im Fall der „Anti-Baby Spritze“ für den männlichen Affen würden
sich die vom Körper erzeugten Abwehrstoffe nicht nur auf die geimpften Antigene stürzen, sondern auch
auf ähnliche, körpereigene gesunde Eiweißstoffe. Dadurch werde die korrekte Bildung der Samenflüssigkeit
verhindert und eine vorübergehende Sterilität erzeugt. Bei den Tierversuchen blieben fünf von sieben
Testaffen auch nach der Behandlung dauerhaft zeugungsunfähig. Solange dieses Problem bestehe, sei die
Menschenwelt gegen die „Spritze gegen den Mann“ immunisiert.
Geburtstag: 174 Jahre auf dem PanzerAustralien.
Die Riesenschildkröte Harriet feiert heute ihren 174. Geburtstag. Damit ist sie vermutlich das älteste
Tier der Welt. Sie lebt in einem Australischen Zoo, eine Autostunde nördlich von Brisbane. Brisbane ist
die Hauptstadt des tropischen Bundesstaates Queensland im Nordosten Australiens. Das 150 Kilogramm schwere
Tier ist von Geburt Südamerikanerin. Sie schlüpfte 1830 an der Küste Ecuadors, das an Kolumbien und
Peru grenzt, aus einem Ei. Damals regierte in Rom Pius VIII.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.