Am ersten Juli-Wochenende treffen sich die Regierungen der sieben reichsten Länder und Rußlands in London. Aus diesem Anlaß trommeln die zwei britischen Kardinäle ihre Schäfchen zusammen. Und was macht der Papst?
(kreuz.net, Edinburgh) Der Erzbischof von Westminster/London, Cormac Kardinal Murphy-O’Connor, ruft die
Katholiken von England und Wales auf, ihn am 2. Juli auf die Straßen von Edinburgh zu begleiten.
Der
Kirchenfürst will nämlich an diesem Tag für die Ärmsten und gegen die acht Reichsten demonstrieren.
Anlaß ist das G8 Treffen – der Gipfel der sieben reichsten Länder der Welt und Rußland – in London.
Parallel dazu findet in Edinburgh eine Demonstration statt. Edinburgh befindet sich im Südosten Schottlands.
Die politische Prozession steht unter dem Namen „Make Poverty History“ – „Mach die Armut zur Vergangenheit“.
Ihr Anliegen ist, die Millenniums-Entwicklungsziele ins Bewußtsein der G8-Staaten zu rücken.
Diese
Entwicklungsziele wurden im Jahr 2000 von der UNO formuliert. Sie beinhalten als ersten und wichtigsten
Punkt die Bekämpfung der Armut und des Hungers.
Der Londoner Kardinal wird die Demonstration selbst
anführen. Zu seiner Seite wird der Erzbischof von Edinburgh/St. Andrews, Keith Kardinal O’Brien, marschieren.
Die beiden Kardinäle rechnen mit einer regen Teilnahme. Tausende Leute werden auf der Straße erwartet.
Um die Anreise zu erleichtern, werden Pfarrei-Busse organisiert.
Höchstwahrscheinlich konzelebrieren
die beiden Kardinäle im Anschluß an die Demonstration die Sonntagsvorabendmesse.
Kardinal Murphy-O’Connor
von Westminster/London äußerte sich am vergangenen Sonntag im Britischen Rundfunk zur Veranstaltung:
Die Jünger Christi könnten sich den Leiden der Armen nicht verschließen. Die Ängste Afrikas und vieler
anderer Teile der Erde seien auch unsere Sorgen.
Jeder Mensch habe eine ihm von Gott gegeben Würde:
„Doch wir sind nicht in der Lage, unser Potential auf uns selber gestellt zu erreichen.“ Wir müßten
vorher von Armut, Ausbeutung und Hoffnungslosigkeit befreit werden.
Kardinal Murphy-O’Connor richtete
sich an alle Katholiken und Menschen guten Willens. Ihre Teilnahme an der Demonstration sei eine Botschaft
an die Reichen der Welt:
„Bitte befreit eure Brüder und Schwestern. Handelt fair. Vergebt die unbezahlbaren
Schulden. Helft mehr und besser.“
Die beiden Kardinäle sind vielleicht nicht die höchsten Kirchenvertreter,
die eine Botschaft an die G8-Staaten richten werden. Im Rahmen eines Pop-Festival für die ärmsten Entwicklungsländer
im Londoner Hyde Park wird möglicherweise auch der Papst – neben Bands wie U2, den Rolling Stones sowie
Ex-Beatle Paul McCartney – zu Wort kommen.
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4 Lesermeinungen
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Vor 40 Jahren haben sie Christus entthront Verblendet von den Irrtrümern des V.II spielen die Hirten
weiter Politiker & Weltmänner. So wird kein Problem gelöst, sondern wegen Aufgabe des Auftrages Christi
nur alles schlimmer. Welch Gegensatz zur überlieferten klaren Lehre! Aus der Enzyklika „Annum sacrum“
(Leo XIII., 1899): „{Weihe an das heiligste Herz Jesu} Auch den Staaten bringt eine solche Weihe die zuversichtliche
Hoffnung auf bessere Zeiten; sie vermag ja die Bande zu erneuern oder fester zu knüpfen, die das Gemeinwesen
schon seiner Natur nach mit Gott verbinden. Heute hat man es so weit gebracht, daß Kirche und Staat wie
durch eine Scheidewand voneinander getrennt sind. In der staatlichen Verfassung und Verwaltung wird die
geheiligte Autorität des göttlichen Rechts mißachtet; dadurch soll das öffentliche Leben jedem Einfluß
der Religion entzogen werden. Letzten Endes hat man es darauf abgesehen, den christlichen Glauben vollständig
auszurotten und, wenn es möglich wäre, Gott den Herrn selber aus der Welt zu schaffen. Muß man sich
angesichts einer so stolzen Vermessenheit noch wundern, daß die Menschheit größtenteils in eine heillose
Verwirrung verstrickt und dermaßen vom Gewoge stürmischer Unruhen gehetzt ist, daß die Angst vor der
drohenden Gefahr alle Herzen bedrückt? {…} Daher jene zahllosen Mißstände und langwierigen Plagen,
die uns gebieterisch zwingen, die Hilfe dessen anzufordern, der allein die Macht hat, sie zu beheben.
Wer ist fähig dazu außer Jesus Christus, der eingeborene Gottessohn? {…}“
Was wollen die Kirchenfürsten? Sie wolln zur Spitze der Unterdrückten sich machen, sie wollen das Recht
der verarmten Massen fordern. Doch wie lange wird dies halten? Bis daß sie wieder fest in ihren Sesseln
sitzen? Bis sie wieder Macht in ihren Händen halten? Nit lang hält dies, denn das eigene System lebt
von Macht und Unterdrückung. Und reicht es, Schuldenerlass zu fordern? Ist nicht ein ganz anders Bild
erforderlich, darauf der Mensch sein Leben bauen kann? Solang Profitsucht den Menschen zur Sünde bringt,
solange wird es Unterdrückung und Ausbeutung geben. Haben falsche die Arbeiter geführt, so wird Gott
sie richten, doch ist das Ziel des Kommunismus, mit Gott beseelt, das richtige. So ists.
#2 methusalix † 01:00:05 | Mittwoch, 15. Juni 2005
Politische Lobby für die Armen? Die Armen hatten noch nie eine politische Lobby. Die Kommunisten, die
immer behaupteten, auf Seite der Armen und Sklaven zu sein, wollten nur ihr eigenes Machtsüppchen kochen.
Die katholische Kirche war von vornherein immer nur auf der Seite der Reichen und Mächtigen und ist auch
gescheitert. Den „Homosexualismus“ (eine grandiose Unwortschöpfung übrigens, Chapeau!) für all dies
verantwortlich zu machen ist so sinnvoll wie für das schlechte Wetter in Norddeutschland den übermässigen
Kartoffelverzehr zu beschuldigen. Homosexualität hat etwas, wie der Name sagt, mit Geschlechtlichkeit
zu tun, aber nicht mit Armut.
. die armen haben keine politische lobby, mehr. früher gab es arbeiterbewegungen, die sich gegen die
sklaverei der arbeiter durch die arbeitnehmer gewehrt haben, heute gibt es 1€ jobs. dies wird jedoch
nicht als sklavarei bezeichnet, diesen begriff läßt man sich schützen, um gegen die usa und ihre koloniale
geschichte zu wettern. im homosexuell befreiten deutschland oder der eu gibt es sowas wie sklaverei nicht.
was hat die spd in ihrer regierungszeit für die unteren massenschichten der gesellschaft geleistet, aus
den homosexualismus vorranzutreiben? ein homosexueller bürgermeister aus berlin feiert seinen homosexualismus
und breitet die 1€ jobs wie kein anderer aus. kapitalismus und homosexualismus, da haben sich 2 gefunden.