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Sonntag, 12. Juni 2005 10:50
Gewaltige Kluft + Hängengeblieben + Die Katholiken laufen davon: auch in der Dritten Welt + Professor einer Päpstlichen Universität angegriffen + Die liebe Wahrheit
Zurück zum Artikel 14 Lesermeinungen:
Samstag, 18. Juni 2005 19:39
Yersinia: wie kann eine Monarchie mit europäischen Wurzeln
in Lateinamerika „rechtmäßig“ sein – abgesehen davon, dass keine Monarchie per se „rechtmäßig“ ist – dass da irgendwas „von Gott eingesetzt“ worden sein soll, ist doch lächerlich und dient nur der Untermauerung eines Herrschaftsanspruchs; und ob deine anderen Vorschläge mehr als idealistischer Quatsch sind, mag ich hier gar nicht weiter zu diskutieren, da fehlt es zu sehr an konkreten Aussagen;
Freitag, 17. Juni 2005 23:58
Thomas Müntzer †: wider göttliche Eliten
Da hat man endlich, nach vielen Jahrhunderten die korrupte Beamtenkaste der Fürdsten aus den Ämtern gejagt und nun willst du zurück zur Monarchie, zur Ursache viel schwererer Mißstände. Doch was haben die heiden Kaiser, die sich doch auf Cäsar berufen, dem Volke gegeben?
Was ist Elite anderes als die Saat, um Andere auszubeuten? Wohl hat Moses nichts genommen, doch war dies bei Kaiser und Königen nicht so. Als das Volk verhungerte und in gottlosen Kriegen verreckte, da feierten die Eliten noch.
Freitag, 17. Juni 2005 22:25
MilesChristi: Yersinia
In erster Linie die korrupte Politikerkaste aus den Ämtern jagen und zurück zur Monarchie mit dem rechtmäßigen Nachfolger unseres letzten Kaisers (Haus Orléans-Bragança, sowohl mit Habsburg als auch mit Wittelsbach verwandt) an der Spitze. Zweitens gute Bildung für alle verfügbar machen. Die Eliten so erziehen, daß sie endlich mal kapieren, daß sie da sind um dem Allgemeinwohl zu dienen, und nicht um sich selber zu bereichern.
Freitag, 17. Juni 2005 21:00
Yersinia: @Miles: was soll gegen die Armut
und insbesondere gegen die himmelschreiend ungerechte Verteilung der Güter und Lebenschancen in diesem Land getan werden? und welchen Beitrag könnte die katholische Kirche dafür leisten?
Montag, 13. Juni 2005 06:12
1+1=7: Gerd Frederic, was willst du?
Was du nicht willst, kann deinen Phrasen entnommen werden. Was willst du aber wirklich?

Was bewegt deinen rebellischen Geist, mit absolutem Scheuklappismuss, die katholische Kirche zu verabscheuen.
Geh einmal zur Beichte!
Konvertiere und geh so richtig beichten. Das stellt dein Verhältnis zu Gott erst einmal her und dann auch zur Hl. Mutter Kirche, durch welche er Heil wirkt.
Probiers einmal aus. Konvertieren kostet nichts.
Heil werden noch weniger.
Und, zu guter letzt, kannst du dann ein Mann werden.
Ein Mann der für seine Vergangenheit und die seiner Gesellschaft, in der er lebt, Verantwortuing übernimmt und sie erhält, sodass sie zumindest nicht schlechter wird.
Vom Jammern allein ist noch kein Mann geworden.
Gejh gib dir einen Ruck und sei der, den du anstrebst.
Ein Katholik.

Guten Morgen
Gerd
:)
Sonntag, 12. Juni 2005 23:18
GerdEric: Lieber MilesChristi
MilesChristi: Um die Kirche und um das Evangelium waren sie es nicht.

Wenn Jesus sagt (freies Zitat):
Als ich arm war, wer hat mir da gegeben?
als ich krank war, wer hat mich geheilt?


an wen können sich denn die Strassenkinder wenden?
etwa,
damit sie von braven gut betuchten Bürgern missbraucht werden,
oder durch Pistoleros abgeknallt werden?

Wie ist es mit gerechtem Lohn?
Sagt soch die Schrift:
Du sollst dem Arbeiter seinen Lohn nicht vorenthalten!

Würden die Kirchen ihre sozialen Aufträge erfüllen,
es bedürfte der Sozialisten und Kommunisten nicht!
Sonntag, 12. Juni 2005 23:05
MilesChristi: @ Keule
Highnoon,
na warst du wohl high und das schon zu Mittag als du das geschrieben hast oder (Achtung, Ironie!, keine Beleidigung)
Wozu Câmara, Arns und Hummes verdient sein sollen könntest du mir erklären. Um die Kirche und um das Evangelium waren sie es nicht. Vielmehr haben sie den Glauben vielfach verraten. Ich weiß wovon ich rede, denn ich habe sowohl Câmara (von den Zeitungen) als auch Arns (als damaliger Erzbischof von Sao Paulo) erlebt. Ich las damals linke Zeitungen, keine Angst. Wenn ich sage, daß ihre Politik den Kommunisten genutzt hat (darunter die verdeckten, die heute Brasilien regieren), weiß ich wovon ich rede. Man kann gegen Ausbeutung und für soziale Gerechtigkeit sein, ohne sofort in die Arme der Kommunisten zu fallen.
Sonntag, 12. Juni 2005 22:51
GerdEric: Athanasius: Aber das versteht ihr marxistischen Kirchenfeinde nicht.
Das ist eine Unverschämtheit,
1. bin ich kein Anhänger des besagten Bischof Marx,
und 2.
dass Du hier Bischof Marx der Art als Kirchenfeind zu verunglimfen suchst…

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Sonntag, 12. Juni 2005 21:38
highnoon †: @Athanasius
Du denkst mit GerdEric, dass die Kirche eine Ehe woraus keine Kinder kommen nichtig erklärt oder dass eine solche nicht gültig ist.
Athanasius, bevor du zum Kampfhahn wirst, lies bitte mal meine Postings.
Selbstverständlich ist das Evangelium politisch… es hat den Anspruch, durch uns die gesellschaftlichen Zustände zu gestalten.-
Die Kirche war immer politisch … sogar so politisch, dass sie eigene Staaten hatte: Kirchenstaat, Kurfürstentum Köln + Münster + Paderborn + Mainz + Bamberg + etc
Sonntag, 12. Juni 2005 20:59
Athanasius: Von der Redaktion entfernt
Sonntag, 12. Juni 2005 20:01
Leute wie Bischof Hélder Camara, Kardinal Arns, Kardinal Hummes haben sich mit den Kommunisten (offenen und verdeckten) arrangiert und somit die Tore für die Zerstörung der Kirche auch dort geöffnet.
Es ist eine Schweinerei, wie über solch verdienstvolle Bischöfe hergezogen wird. Die Kommunismus-Keule war in Südamerika schon immer ein beliebtes Werkzeug der Rechten …und aller paramilitärischen Gruppen, um den Einsatz der Kirche für Gerechtigkeit zu diskreditieren.
Sonntag, 12. Juni 2005 15:19
MilesChristi: Landlosen und Pfingstler
Yersinia,
du hast nicht viel Ahnung, von dem du sprichst. Wahrscheinlich liest du nur die europäische Presse. Die „Bewegung der Landlosen“ ist eine kommunisch gesteuerte, sehr gut organisierte Bewegung deren Ziel es ist, Chaos im Land zu säen und somit die Schritte zu einer gewalttägigen Revolution einzuleiten. Produktives Land wird besetzt, die rechtmäßigen Besitzer (keineswegs nur „Großgrundbesitzer“ wie hier oft erwähnt) werden von den „Landlosen“ bedroht, es werden Häuser und Geräte zerstört, und dann ziehen die Chaoten weiter. Wenn es zu einem Bürgerkrieg in Brasilien kommen soll werden die „Landlosen“ die Verursacher dafür sein.
Die Leute gehen nicht zu den Pfingstler aus „Eskapismus“ sondern weil sie sich oft in der Kirche verlassen gefühlt haben. Es hat alles angefangen, als die meisten Priester angefangen haben, statt das Evangelium linke „Politik“ zu predigen – die Früchte der unsäglichen, sog. „Theologie der Befreiung“. Leute wie Bischof Hélder Camara, Kardinal Arns, Kardinal Hummes haben sich mit den Kommunisten (offenen und verdeckten) arrangiert und somit die Tore für die Zerstörung der Kirche auch dort geöffnet. Ich weiß wovon ich rede, ich habe vieles miterlebt in meiner Jugendzeit. Aber es bringt nichts, hier das zu erzählen – du wirst es eh besser wissen (wollen).
Sonntag, 12. Juni 2005 15:02
Yersinia: man muß aber dazu sagen, dass
die katholische Kirche in Brasilien nach wie vor jene Institution ist, die in der Bevölkerung das höchste Vertrauen und höchstes Ansehen genießt – dies unter anderem, weil auch die katholische Kirche stark in der „Bewegung der Landlosen“ engagiert ist; umgekehrt bieten „charismatische“ Gruppierungen natürlich gute Möglichkeiten, dem „Escapismus“, der Flucht aus der – oft tristen – realen Welt; das kann nicht Sache eines ernst gelebten Christentums sein;
Sonntag, 12. Juni 2005 13:51
MilesChristi: „Davonlaufen“: nicht nur in Sri Lanka – Beispiel Brasilien
Nicht nur in Sri Lanka verliert die Kirche Mitglieder, vor allem an verschiedene protestantischen Gruppen. Ein Beispiel aus meiner Heimat, Brasilien. Die Daten stammen von den offiziellen Volksählungen und geben den Prozentsatz in den Jahren 1980, 1991 und 2000 (erste Zahl: 1980).

Römisch-katholisch: 89 – 83 – 73,6%

Protestantisch: 6,6 – 9,0 – 15,4%

Spiritisten : 0,7 – 1,1 – 1,3%

Afrikanische Kulten: 0,6 – 0,4 – 0,3%

Andere Religionen: 1,2 – 1,4 – 1,8%

Ohne Religion: 1,9 – 5,1 – 7,4%

Die meisten „Ex-Katholiken“ sind protestantisch geworden, Mitglieder der unzähligen pfingstlerischen (charistmatischen) Neugründungen – oder haben den Glauben komplett verloren. In 20 Jahren haben die Protestanten ihre Zahl mehr als verdoppelt !
Spiritisten sind Anhänger des Franzosen Allan Kardec, der im XIX. Jahrhundert seine Lehre initiierte. Sie glauben an Reinkarnation und an ständigen Kontakt mit Geistern von Verstorbenen.
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