Im oberbayrischen Marktl am Inn – dem Geburtsort von Benedikt XVI. – wird heute zum erste Mal das „Papst-Lied“ erklingen. Die pensionierte Komponistin ist dem heutigen Papst schon früher begegnet. Damals war sie gerade 16jährig.
(kreuz.net, Marktl am Inn) „Winklmeier Anni“ wird sie von den Einheimischen genannt. Im Reisepaß steht
der Name: Annemarie Ramsauer.
Die 70jährige wird heute in der Kirche von Marktl am Inn zum ersten Mal
ihr selbst komponiertes „Papst-Lied“ vortragen. Das berichtet das ‘Trostberger Tagblatt’.
Alles begann
mit einer Fernsehsendung. Nach der Wahl Joseph Kardinal Ratzingers zum Papst wurde eine aufgezeichnete
Predigt ausgestrahlt. Diese hatte der neue Papst noch als Erzbischof im Münchner Liebfrauendom gehalten.
Aus der Predigt merkte sich Annemaries Gatte, Hans Ramsauer, „vier prägnante Worte“ und gestaltete daraus
ein Gedicht. Annemarie Ramsauer vertonte es.
Heute Sonntag ist Uraufführung.
Sie findet im Rahmen des
sonntäglichen Hochamtes der Marktler Pfarrei statt. Dabei wird die Wallfahrermesse gesungen – ebenfalls
ein Werk von Annemarie Ramsauer. Der Gottesdienst beginnt um 9.00 Uhr.
„Der Papst hat an seinem Lied
gewissermaßen selbst mitgeschrieben“, sagte Hans Ramsauer dem Trostberger Tagblatt.
Der heiligen Messe
folgt eine Einladung in das Marktler Rathaus. Dort werden sich die Ramsauers in das „Goldene Buch“ der
Marktgemeinde eintragen.
Bürgermeister Hubert Gschwendtner und Pfarrer Josef Kaiser erhalten ein handgeschriebenes
und in Gold gerahmtes Textblatt des Papstliedes.
Auch mit den teuren Rahmen hat es eine besondere Bewandtnis:
„Als der Verkäufer hörte, worum es geht, wollte er kein Geld dafür haben“, berichtet Herr Ramsauer.
Auf den Moment, wenn Kirchenchor und Pfarrei am Ende der Messe gemeinsam das Papstlied singen, freut
sich Frau Ramsauer ganz besonders: „Es ist der Höhepunkt meiner Karriere“, gesteht die 70jährige unter
Rührung, „der schönste Tag in meinem Leben.“
Die 16jährige Annemarie Ramsauer ist dem heutigen Papst
Benedikt XVI. bereits früher begegnet.
1951 zog sie mit ihrer Patin zu Fuß zur Doppelprimiz der beiden
Ratzinger-Brüder nach Traunstein. Dort erhielt sie den Segen der beiden Neupriester.
Etwa zur selben
Zeit trat sie erstmals als Volksmusiksängerin auf. Daraus entwickelte sich eine lange Karriere, die sie
in alle Teile der Welt führte.
Ihre Wallfahrermesse und ihr Papstlied möchte die Zitherspielerin vorläufig
nur an den früheren Lebensstationen von Papst Benedikt XVI. aufführen.
Nach Marktl in seinem früheren
Wohnsitz Pentling, dann in Freising, in seinem Schulort Traunstein und in Unterwössen.
In der Achentalgemeinde
hat der Pontifex bei seinem letzten Urlaubsaufenthalt seine Bergschuhe vergessen.
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