12:20:55 | Dienstag, 28. Juni 2011
Eines ist schon jetzt klar: Der neue neokonservative Erzbischof von Mailand wird den altliberalen Kurs dieser Diözese kaum beeinflussen. Ein Kommentar.

Kardinal Angelo Scola auf seiner Webseite ‘angeloscola.it’.
(kreuz.net) Soeben hat der Vatikan die Ernenung des Patriarchen von Venedig, Angelo Kardinal Scola (69)
zum neuen Erzbischof von Mailand bekanntgegeben.
Die Diözese Mailand umfaßt beinahe fünf Millionen
Katholiken und über 2000 Diözesanpriester.
In Mailand zieht schon seit langem kein katholischer Wind.
Der Grund dafür sind die schlechten Erzbischöfe, welche die Päpste der Vergangenheit diesem Bistum
vorgesetzt haben.
Bis zum Jahr 1954 regierte in Mailand der Selige Erzbischof Alfredo Ildefonso Schuster
(1954).
Er war von bayrisch-tirolischer Abstammung und vor seiner Erhebung zum Erzbischof Benediktinerabt.
Danach begann der Abstieg in den tödlichen Zeitgeist.
Der Nachfolger von Kardinal Schuster war Erzbischof
Giovanni Battista Montini, der später als Paul VI. († 1978) die Kirche in den Abgrund der nachkonziliären
Zeit führte.
Sodann regierte der farblose, altliberale Giovanni Kardinal Colombo († 1992) die Erzdiözese
bis zum Dezember 1979.
Der konzilsselige Johannes Paul II. warf die Diözese mit der Ernennung des altliberalen
Jesuiten, Carlo Maria Kardinal Martini, endgültig in den Rachen des Niedergangs.
Kardinal Martini gab
sein Amt im Juli 2002 auf.
Sein Nachfolger wurde der jetzt zurückgetretene Dionigi Kardinal Tettamanzi
(77).
Er machte sich in der Vergangenheit als neokonservativer Moraltheologe auf der Linie von Johannes
Paul II. einen Namen.
Wie bei neokonservativen Prälaten üblich führte er die altliberale Linie in
der Diözese Mailand nahtlos weiter – und verschärfte die Probleme noch.
Dem neokonservativen Prälaten
mit der altliberalen Diözese wird jetzt ein weiterer Neokonservativer, Angelo Kardinal Scola (69), nachfolgen.
Er wurde in der 4300-Seelen-Gemeinde Malgrate – in unmittelbarer Nähe zur Schweizer Grenze – geboren.
Sein Vater war ein antiklerikaler Sozialist.
Sohn Angelo ließ sich von den wirren politischen Überzeugungen
seines Vaters nicht beeindrucken.
Er wurde Mitglied der katholischen Laienbewegung ‘Comunione e Liberazione’ –
und ließ sich anschließend von den Theologen der sogenannten Nouvelle Théologie vergiften.
Insbesondere
wurde er stark von dem umstrittenen Schweizer Theologen Hw. Hans Urs von Balthasar († 1988) beeinflußt.
Als Theologe und Bischof vermochte sich Kardinal Scola von dem undurchdringlichen neokonservativen Wortschwall
abzusetzen.
Der klare Wein des Evangeliums war nicht seine Sache.
Darum ist schon jetzt klar: Kardinal
Angelo Scola wird nicht als neuer Kardinal Carlo Borromeo in die Geschichte der ambrosianischen Diözese
eingehen.
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Thomas Lechner † 12:58:50 | Mittwoch, 29. Juni 2011
#14
schamane40 20:17:44 | Dienstag, 28. Juni 2011
#13
umanandzieher 20:10:17 | Dienstag, 28. Juni 2011
#12
Hare-Krishna 20:01:44 | Dienstag, 28. Juni 2011
#11
schamane40 19:12:51 | Dienstag, 28. Juni 2011
#10
SignumSalutis † 18:20:08 | Dienstag, 28. Juni 2011
#9
Dr. Best 15:16:12 | Dienstag, 28. Juni 2011
#7
Tchibo 14:18:59 | Dienstag, 28. Juni 2011
#6
Palmström 13:19:55 | Dienstag, 28. Juni 2011
#5
r.ruhrgebietler 13:15:03 | Dienstag, 28. Juni 2011
#4
Konrad 13:04:56 | Dienstag, 28. Juni 2011
#3
Palmström 13:04:42 | Dienstag, 28. Juni 2011
#2
r.ruhrgebietler 12:51:10 | Dienstag, 28. Juni 2011
#1
Palmström 12:24:23 | Dienstag, 28. Juni 2011