Ernennungen
Reform der Reform? Leider schon wieder vertagt
Eines ist schon jetzt klar: Der neue neokonservative Erzbischof von Mailand wird den altliberalen Kurs dieser Diözese kaum beeinflussen. Ein Kommentar.
Kardinal Angelo Scola auf seiner Webseite 'angeloscola.it'.
Kardinal Angelo Scola auf seiner Webseite ‘angeloscola.it’.
(kreuz.net) Soeben hat der Vatikan die Ernenung des Patriarchen von Venedig, Angelo Kardinal Scola (69) zum neuen Erzbischof von Mailand bekanntgegeben.

Die Diözese Mailand umfaßt beinahe fünf Millionen Katholiken und über 2000 Diözesanpriester.

In Mailand zieht schon seit langem kein katholischer Wind.

Der Grund dafür sind die schlechten Erzbischöfe, welche die Päpste der Vergangenheit diesem Bistum vorgesetzt haben.

Bis zum Jahr 1954 regierte in Mailand der Selige Erzbischof Alfredo Ildefonso Schuster (1954).

Er war von bayrisch-tirolischer Abstammung und vor seiner Erhebung zum Erzbischof Benediktinerabt.

Danach begann der Abstieg in den tödlichen Zeitgeist.

Der Nachfolger von Kardinal Schuster war Erzbischof Giovanni Battista Montini, der später als Paul VI. († 1978) die Kirche in den Abgrund der nachkonziliären Zeit führte.

Sodann regierte der farblose, altliberale Giovanni Kardinal Colombo († 1992) die Erzdiözese bis zum Dezember 1979.

Der konzilsselige Johannes Paul II. warf die Diözese mit der Ernennung des altliberalen Jesuiten, Carlo Maria Kardinal Martini, endgültig in den Rachen des Niedergangs.

Kardinal Martini gab sein Amt im Juli 2002 auf.

Sein Nachfolger wurde der jetzt zurückgetretene Dionigi Kardinal Tettamanzi (77).

Er machte sich in der Vergangenheit als neokonservativer Moraltheologe auf der Linie von Johannes Paul II. einen Namen.

Wie bei neokonservativen Prälaten üblich führte er die altliberale Linie in der Diözese Mailand nahtlos weiter – und verschärfte die Probleme noch.

Dem neokonservativen Prälaten mit der altliberalen Diözese wird jetzt ein weiterer Neokonservativer, Angelo Kardinal Scola (69), nachfolgen.

Er wurde in der 4300-Seelen-Gemeinde Malgrate – in unmittelbarer Nähe zur Schweizer Grenze – geboren.

Sein Vater war ein antiklerikaler Sozialist.

Sohn Angelo ließ sich von den wirren politischen Überzeugungen seines Vaters nicht beeindrucken.

Er wurde Mitglied der katholischen Laienbewegung ‘Comunione e Liberazione’ – und ließ sich anschließend von den Theologen der sogenannten Nouvelle Théologie vergiften.

Insbesondere wurde er stark von dem umstrittenen Schweizer Theologen Hw. Hans Urs von Balthasar († 1988) beeinflußt.

Als Theologe und Bischof vermochte sich Kardinal Scola von dem undurchdringlichen neokonservativen Wortschwall abzusetzen.

Der klare Wein des Evangeliums war nicht seine Sache.

Darum ist schon jetzt klar: Kardinal Angelo Scola wird nicht als neuer Kardinal Carlo Borromeo in die Geschichte der ambrosianischen Diözese eingehen.
      
15 Lesermeinungen
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#15   Thomas Lechner †   12:58:50 | Mittwoch, 29. Juni 2011
Hl. Maria, Mutter Gottes,
verschone uns vor den sündigen Kreuz.n(et)attern! o^/
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#14   schamane40   20:17:44 | Dienstag, 28. Juni 2011
Das aufgewühlte Brühe klärt sich am besten selbst,
wenn man drinn nicht rumrührt.
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#13   umanandzieher   20:10:17 | Dienstag, 28. Juni 2011
@hare rama
Lass doch unsere Hirnederl’n in Ruhe, denn ihrer ist das Himmelreich! O:)
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#12   Hare-Krishna   20:01:44 | Dienstag, 28. Juni 2011
Wenn einem so gar nichts passt in Rom,
in Italien, im Vatikan, in Deutschland.
Normalerweise verlässt man eine Vereinigung, an der einem nichts passt.
Nicht so die Schwulenangstkatholiken.
Ihnen gefällt es einfach Opfer zu spielen und zu lamentieren, zu lamentieren und anzugiften.
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#11   schamane40   19:12:51 | Dienstag, 28. Juni 2011
Wird hier der klare Wein des Evangeliums angeboten?
Oder eine Weinpanscherei ?-
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#10   SignumSalutis †   18:20:08 | Dienstag, 28. Juni 2011
Es lebe der Altliberalismus…!
… was immer das ist. Ich hhabe bis heute kein ketz.net-Wörterbuch zur Entschlüsselung der hier verbreiteten Binnensprache gefunden.
SignSal
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#9   Dr. Best   15:16:12 | Dienstag, 28. Juni 2011
Tchibo-Palmström
Führen Sie hier wieder Selbstgespräche? :-S
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#8   Przybislav Iamesseblo   15:14:56 | Dienstag, 28. Juni 2011
stets hätten die Päpste mit Mailand ihre Probleme
der heilige Pius X und der damalige Kardinal Erzbischof von Mailand Ferrari vertrugen sich überhaupt nicht. Alessandro Manzoni, Italiens bedeutendster Schriftsteller im 19. Jahrhundert vertrat einen gallikanischen geprägten Katholizismus und liess sich zuerst von einem protestantischen Pastor trauen fand jedoch den Weg zur Kirche zurück nachdem seine Frau konvertiert hatte. Allerdings wollte er Rom als Hauptstadt Italiens was für einen liberalen Katholiken typisch ist. Schliesslichist auch der Scheinpapst und Frevler Montini auf diesem Boden gewachsen
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#7   Tchibo   14:18:59 | Dienstag, 28. Juni 2011
Keinen Bock auf die
Reform der Reformen…wa?
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#6   Palmström   13:19:55 | Dienstag, 28. Juni 2011
Wenn Sie was gegen Ambrosius haben,
stehen Sie im Widerspruch zur kirchlichen
Lehre.
Nun ist die nicht immer einfach zu beherzigen,
besonders bei hohen sommerlichen Temperaturen.
Da macht man es sich sdchon mal ganz gern leichter.
Aber Ambrosius ist heute noch anerkannter
Kirchenlehrer. Und wer das in Frage stellt
ist schismatisch…und Opfer des Anathemas
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#5   r.ruhrgebietler   13:15:03 | Dienstag, 28. Juni 2011
Palmström:
ich rechne ihren Humor heute mal dem Wetter zu ^-^
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#4   Konrad   13:04:56 | Dienstag, 28. Juni 2011
warum so viel Polemik
gegen den vermutlichen Nachfolger Benedikts XVI. ?
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#3   Palmström   13:04:42 | Dienstag, 28. Juni 2011
ruhrgebieter@ der heilige Ambrosius lebt schon
lange nicht mehr und wenn er hier und heute
leben würde, wäre er ein Altliberaler Neokonserativer.
Halt einer von unsere Leut’…! :-)
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#2   r.ruhrgebietler   12:51:10 | Dienstag, 28. Juni 2011
Palmström:
der hlg. Ambrosius war kein atlliberaler! Also mal die Füsse stillhalten!
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#1   Palmström   12:24:23 | Dienstag, 28. Juni 2011
Ambrosius…!
Eines ist schon jetzt klar: Der neue neokonservative Erzbischof von Mailand wird den altliberalen Kurs dieser Diözese kaum beeinflussen. Ein Kommentar.
Es lebe der Altliberalismus…!
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