17:40:03 | Freitag, 1. Juli 2011
Seit der Gründung der UNO, die Kriege verhindern sollte, sind 65 Kriege geführt worden. Von Muammar al-Gaddafi.

Muammar al-Gaddafi
© شبكة برق | B.R.Q, Flickr, CC(kreuz.net/
antikrieg.com) Sprechen wir nun über die Zukunft der UNO.
Heuchelei und Diplomatie sollten
dabei auf der Seite gelassen werden, weil es hier um die Zukunft der Welt geht.
Es ist gerade diese Heuchelei,
welche die 65 Kriege seit der Gründung der UNO ermöglicht hat.
Nette EinführungDie Einführung zur
Gründungsurkunde der UNO sagt, daß es UNO-Streitkräfte sein müssen, wenn in einem Kriegsfall Truppen
eingesetzt werden sollten.
Das wäre folglich ein militärisches Eingreifen der UNO mit dem Einverständnis
aller UNO-Mitglieder und nicht die Intervention einiger Staaten, die ihre Streitkräfte einsetzen.
Die
ganze UNO entscheidet über die Führung eines Krieges, um internationalen Frieden und Sicherheit zu gewähren.
Seit der Gründung der UNO im Jahr 1945 sind alle Mitglieder verpflichtet, Aggressionen eines Landes
gegen ein anderes zu verhindern.
Falls ein Land, Libyen zum Beispiel, Frankreich angreifen sollte, dann
würde die ganze UNO darauf reagieren, weil Frankreich ein souveränes Mitglied der UNO ist und wir alle
die Verantwortung tragen, die Unabhängigkeit von Staaten zu schützen.
Das Veto-Recht im Sicherheitsrat
dient dem KriegTrotzdem haben 65 Kriege stattgefunden ohne daß die UNO eingegriffen hätte, um diese
zu verhindern.
Acht große, erbitterte Kriege mit mehr als zwei Millionen Opfern sind von Vetorecht-Mitgliedern
des UNO-Sicherheitsrates geführt worden.
Diese Länder machen uns vor, daß sie die Souveränität von
Ländern verteidigen. In Wirklichkeit unterdrücken sie jedoch deren Völker.
Obwohl wir gerne glauben
würden, daß diese Länder im Sinne von Frieden und Weltsicherheit handeln, haben sie zur Kriegsführung
und unfriedlichen Mitteln gegriffen.
Mittels ihres Vetorechtes, das sie sich als permanente Mitglieder
des Sicherheitsrates selber gewährt haben, führten sie Kriege, die Millionen von Opfern gefordert haben.
Kein Recht auf EinmischungDas Prinzip des Nichteingreifens in die internen Angelegenheiten von Staaten,
ist in der Gründungsurkunde der UNO verankert.
Somit hat kein Land das Recht, sich in die Innenpolitik
eines Landes einzumischen, egal ob dieser Staat eine Demokratie, eine Diktatur, sozialistisch oder kapitalistisch,
progressiv oder reaktionär ist.
Das ist die individuelle Verantwortung jedes Landes. Es ist die interne
Angelegenheit seiner Einwohner.
Die Senatoren von Rom ernannten Julius Cäsar zu ihrem Führer, weil
dies für das damalige Rom gut war.
Niemand kann behaupten, daß Rom Cäsar damals das Vetorecht gab.
Das Vetorecht ist nirgendwo erwähnt.
Das Veto-Recht ist undemokratischWir sind der UNO beigetreten,
weil wir dachten, daß wir gleichberechtigt sind, nur um herauszufinden, daß ein einziges Land allen
unseren Entscheidungen widersprechen kann.
Wer gab dem permanenten Sicherheitsrat dieses Privileg? Vier
Länder gaben sich selber dieses Privileg.
Das einzige Land, daß dieses Privileg durch eine Wahl der
Generalversammlung des Sicherheitsrates bekommen hat, ist China.
Dies geschah auf demokratischem Weg.
Die anderen permanenten Sitze jedoch wurden auf undemokratischem Weg, durch einen diktatorischen Eingriff,
gegen unseren Willen, vergeben und wir sollten sie nicht akzeptieren.
Aus der Rede des libyschen Revolutionsführers
Muammar al-Gaddafi (69) vor der Generalversammlung der UNO am 1. Oktober 2009.
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