Ernennungen
Furcht und Schrecken vor dem neuen Amt
Kardinal Angelo Scola wurde als Alumne aus dem Mailänder Priesterseminar entlassen. Jetzt kehrt er als Erzbischof in seine Heimatdiözese zurück.
Kardinal Scola auf seiner eigenen Webseite.
Kardinal Scola auf seiner eigenen Webseite.
(kreuz.net) Der neue Erzbischof von Mailand, Angelo Kardinal Scola (69), verspürt angesichts seiner neuen Aufgabe „Furcht und Schrecken“.

Das sagte der Direktor der Venezianischen Caritas, Monsignore Dino Pistolato, gestern vor der Mailänder Tageszeitung ‘Il Giornale’.

Ein entlassener Seminarist

Monsignore Pistolato glaubt, daß die Ankunft von Kardinal Scola in Mailand auch die alten Widerstände in der altliberalen Diözesanleitung wecken wird.

Diese zwang den heutigen Kardinal als jungen Seminaristen, in eine andere Diözese zu wechseln.

Der Geistliche erinnert an den altliberalen Erzbischof von Mailand, Giovanni Kardinal Colombo († 1992).

Dieser weigerte sich in den späten Sechzigerjahren, den jungen Angelo Scola zum Priester zu weihen, weil er ein führendes Mitglied der katholischen Studentenbewegung ‘Comunione e Liberazione’ war.

Der heutige Kardinal wurde aus dem Mailänder Priesterseminar entlassen.

Er wich in die süditalienische Diözese Teramo aus, wo er imJuli 1970 zum Priester geweiht wurde.

„Du wirst nie nach Mailand kommen“

Kardinal Scola war bereits im Jahr 2002 als Kandidat für den Mailänder Erzbischofsstuhl im Gespräch.

Doch der scheidende altliberale Mailänder Erzbischofs Carlo Maria Kardinal Martini stellte sich kategorisch gegen diese Ernennung.

„Du wirst nie nach Mailand kommen“ – soll er dem damaligen Patriarchen von Venedig gesagt haben.

Die Erzdiözese Mailand ist seit Jahrzehnten fest in altliberaler Hand.

Widerstände in Mailand

Entsprechend kleinlaut klang der neokonservative Kardinal in seiner ersten Rede an die Gläubigen von Mailand:

„Ich brauche euch, eure Hilfe, aber vor allem eure Zuneigung“ – winselte er.

Monsignore Pistolato kommentiert, daß Kardinal Scola in Mailand – anders als in der relativ kleinen Erzdiözese Venedig – als Erzbischof von Mailand von einem großen Apparat abhängen wird:

„In Mailand kann auch der beste aller Erzbischöfe nicht alleine regieren – dort gibt es alleine dreitausend Priester.“

Monsignore Pistolato glaubt, daß der Kardinal nichts unternommen hat, um nach Mailand ernannt zu werden: „Er hoffte, daß der Papst einen anderen wählen würde.“

Doch schließlich habe er die Entscheidung des Papstes im Gehorsam akzeptiert.
      
10 Lesermeinungen
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#11   Jörg Guttenberger, Köln   21:26:59 | Donnerstag, 7. Juli 2011
Zu meiner Zuschrift vom 3. Juli, 22.39.44:
Zu Beginn des 3. Absatzes muß es natürlich heißen: „Zwar ist Venedig (also nicht Mailand), genauso, wie Lissabon und Jerusalem nur Titularpatriarchat,…
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#10   wickerl   09:23:24 | Montag, 4. Juli 2011
ich habe es gelesen, nach Einschätzung von Kreuznet er ist neokonservativ, das wollte ich wissen
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#9   Jörg Guttenberger, Köln   22:39:44 | Sonntag, 3. Juli 2011
Venedig ist kein Erzzbistum, sondern Patriarchat!
Auf jeden Fall ist die Berufung von Venedig nach Mailand eine Degradierung vom Patriarchen zum Erzbischof. Das ergibt sich schon aus dem Wappen: Ein Patriach tibriert mit 15 Quasten, ein Erzbischof nur mit 10. Bei einem Kardinal wirkt sich das insoweit nicht aus, weil er ebenfalls mit 15 Quasten timbriert, allerdings mit roten Quasten, wohingegen Bischöfe, Erzbischöfe und Patriarchen mit grünenn Quasten timbrieren.
Zwar ist Mailand, genause, wie Lissabon und Jerusalem nur Titularpatriarchat, denn der jeweilige Stuhlinhaber hat genauso nur Metropolitanrecht, wie jeder andere Metropolitanerzbischof auch. Aber immerhin wir er in seinem Titel und seiner Dienstbezeichnung degradiert.
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#8   Konrad   19:32:46 | Sonntag, 3. Juli 2011
Er wird auch im Gehorsam seine Wahl zum Bischof von Rom annehmen :-)
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#7   Diamant †   19:06:30 | Sonntag, 3. Juli 2011
Zitat: „Ich brauche euch, eure Hilfe, aber vor allem eure Zuneigung“ – winselte er.
.
Eure Zuneigung? In seiner ersten Rede an die Gläubigen von Mailand?
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#6   wiener   15:04:25 | Sonntag, 3. Juli 2011
@ tomás:
langsam wirds fad …
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#4   wiener   13:41:43 | Sonntag, 3. Juli 2011
fehlt da nicht das attribut „die altlberale bewegung ‘communione e liberazione’“ …
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#3   kammerjäger   12:30:27 | Sonntag, 3. Juli 2011
@Kapiertnix
Gut! Einer weniger, der mit unsäglichem Blödsinn das Spektrum der Meinungsfreiheit bereicherte! Ich denke da nur an den Mist, den er bzgl. der Federal-Reserve-Bank schrieb!
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#2   Kapituliernix von Koppelschloß   12:12:25 | Sonntag, 3. Juli 2011
Ein Furchtloser hat uns für immer verlassen – Lupocattivo (Detlef Apel) – Ich bin heute Nacht darüber informiert worden, daß uns einer der bekanntesten Blogger für immer verlassen hat. Seine Krankheit war vielen Usern bekannt.
Er war einer der Fleißigsten und Hintergrundwissenden, den die Blogger-Szene hervorgebracht hatte und der sein Wissen weiterzugeben, immer bereit war.
Er war gegen das derzeitige System, zeigte die Machenschaften der sog. Eliten der „neuen Weltordnung“, deckte tatsächliche Verschwörungen auf, bekämpfte es mein seinen Blogs und war für jeden der es wollte, mit Rat und Tat zur Stelle. Das Internet war u.a. seine Bühne die er jetzt verlassen hat.
Ist es nicht seltsam, daß zahlreiche alte Männer um einem MENSCHEN weinen, den sie nicht einmal persönlich kannten, und die sich genau so traurig fühlen, als ob einer von der großen Familie unserer Wahrheitssucher sie jäh verlassen hätte
Jurij Below meint:
Für mich war er ein Soldat der Wahrheit, seine Berichte und der von ihm geleitete Blog waren immer sachlich und hochintelligent. Wir haben mal eine nette Auseinandersetzung gehabt: er behauptete, dass ich meine Zeit nicht mit den Streit bei den Linken und blöden Beamten vergolden sollte – ich widersprach ihn und sagte, dass ein Arzt nicht die Gesunden braucht, aber doch Kranken. Detlef antwortete: Das ist wohl wahr.
In meinem Herz bleibt er solange bis ich noch in dieser Welt weile.
Hier der Hinweis zum Verstorbenen: …cattivoblog.wordpress.com/
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#1   marienkind   11:56:07 | Sonntag, 3. Juli 2011
Dem neuen Erzbischof von Mailand, Angelo Kardinal Scola, wünsche ich für seine neue Aufgabe viel Kraft und Gottes Segen. Möge er das von Martini in die Irre geführte Bistum wieder auf den rechten Weg bringen.
Martini soll mit seinen „Aposteln“ seinen „Papstthron“ in Jerusalem errichten und die restliche RKK in Ruhe lassen.
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