11:37:29 | Sonntag, 3. Juli 2011
Kardinal Angelo Scola wurde als Alumne aus dem Mailänder Priesterseminar entlassen. Jetzt kehrt er als Erzbischof in seine Heimatdiözese zurück.

Kardinal Scola auf seiner eigenen Webseite.
(kreuz.net) Der neue Erzbischof von Mailand, Angelo Kardinal Scola (69), verspürt angesichts seiner neuen
Aufgabe „Furcht und Schrecken“.
Das sagte der Direktor der Venezianischen Caritas, Monsignore Dino Pistolato,
gestern vor der Mailänder Tageszeitung ‘Il Giornale’.
Ein entlassener SeminaristMonsignore Pistolato
glaubt, daß die Ankunft von Kardinal Scola in Mailand auch die alten Widerstände in der altliberalen
Diözesanleitung wecken wird.
Diese zwang den heutigen Kardinal als jungen Seminaristen, in eine andere
Diözese zu wechseln.
Der Geistliche erinnert an den altliberalen Erzbischof von Mailand, Giovanni Kardinal
Colombo († 1992).
Dieser weigerte sich in den späten Sechzigerjahren, den jungen Angelo Scola zum Priester
zu weihen, weil er ein führendes Mitglied der katholischen Studentenbewegung
‘Comunione e Liberazione’
war.
Der heutige Kardinal wurde aus dem Mailänder Priesterseminar entlassen.
Er wich in die süditalienische
Diözese Teramo aus, wo er imJuli 1970 zum Priester geweiht wurde.
„Du wirst nie nach Mailand kommen“
Kardinal Scola war bereits im Jahr 2002 als Kandidat für den Mailänder Erzbischofsstuhl im Gespräch.
Doch der scheidende altliberale Mailänder Erzbischofs Carlo Maria Kardinal Martini stellte sich kategorisch
gegen diese Ernennung.
„Du wirst nie nach Mailand kommen“ – soll er dem damaligen Patriarchen von Venedig
gesagt haben.
Die Erzdiözese Mailand ist seit Jahrzehnten fest in altliberaler Hand.
Widerstände in
MailandEntsprechend kleinlaut klang der neokonservative Kardinal in seiner ersten Rede an die Gläubigen
von Mailand:
„Ich brauche euch, eure Hilfe, aber vor allem eure Zuneigung“ – winselte er.
Monsignore
Pistolato kommentiert, daß Kardinal Scola in Mailand – anders als in der relativ kleinen Erzdiözese
Venedig – als Erzbischof von Mailand von einem großen Apparat abhängen wird:
„In Mailand kann auch
der beste aller Erzbischöfe nicht alleine regieren – dort gibt es alleine dreitausend Priester.“
Monsignore
Pistolato glaubt, daß der Kardinal nichts unternommen hat, um nach Mailand ernannt zu werden: „Er hoffte,
daß der Papst einen anderen wählen würde.“
Doch schließlich habe er die Entscheidung des Papstes
im Gehorsam akzeptiert.
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#11
Jörg Guttenberger, Köln 21:26:59 | Donnerstag, 7. Juli 2011
#10
wickerl 09:23:24 | Montag, 4. Juli 2011
#9
Jörg Guttenberger, Köln 22:39:44 | Sonntag, 3. Juli 2011
#8
Konrad 19:32:46 | Sonntag, 3. Juli 2011
#7
Diamant † 19:06:30 | Sonntag, 3. Juli 2011
#6
wiener 15:04:25 | Sonntag, 3. Juli 2011
#4
wiener 13:41:43 | Sonntag, 3. Juli 2011
#3
kammerjäger 12:30:27 | Sonntag, 3. Juli 2011
#1
marienkind 11:56:07 | Sonntag, 3. Juli 2011