Gentechnik
Wofür die Kinder in Deutschland noch gut sind
Die deutschen Parteien umwerben die Alten. Wahlkämpfer versprechen darum die Ankurbelung der Forschung an embryonalen Kindern. Man hofft, mit ihren Zellen die Altersbeschwerden der Rentner lindern zu können.
(kreuz.net, Berlin) Mit Kinderzellen lassen sich Wählerstimmen fangen. Davon ist der deutsche Wirtschaftsminister Wolfgang Clement überzeugt.

Clement möchte deswegen neue Gesetze, damit in Deutschland nicht mehr verboten ist, was sich die Belgier schon lange gönnen: Menschenversuche mit embryonalen Kindern.

Darum setzt sich der Sozialdemokrat für die Erleichterung der Produktion und Ausbeutung von Kleinstkindern ein. Clement ist katholischer Herkunft.

Es gehe nicht an, daß deutsche Biotechniker ins Gefängnis müßten, wenn sie an Kinderzellen herumforschten oder daß sie nur mit „minderwertigen“ Zellen arbeiten dürften.

Zwillinge von bereits geborenen Menschen werden produziert, um an geeignete Kinderzellen heranzukommen. Die Kleinen haben eine kurze Lebenserwartung. Wenn sie einige Tage alt sind, wird ihr winziger Körper mit einem Chirurgenmesser zerschnitten, um ihm Zellen zu entnehmen.

Man hofft, daß es in einer ungewissen Zukunft möglich sein wird, diese Leichenteile zur Therapie von Krankheiten und Altersbeschwerden einzusetzen.

Diese Hoffnung beseelt vor allem die Sozialdemokraten. Sie verkaufen die von ihnen gewünschten Menschenversuche als „Dienst an der Wissenschaft“. Wer die Menschenrechte ernst nimmt, wird von ihnen als „Feind der Innovation“ betrachtet.

Dagegen wollen die Christdemokraten den Rechtsschutz für Kleinstkinder aufrechterhalten.

Die CDU-Abgeordnete Maria Böhmer erklärt, daß es unklar sei, ob die Forschung an embryonalen Kleinkindern jemals einen medizinischen Nutzen bringen wird. Klar sei aber, daß dafür Kleinstkinder gezüchtet und vernichtet werden.

Konsequenz: „Es gibt keine Notwendigkeit zur Änderung des gegenwärtigen Stammzellen- und Embryonenschutzgesetzes.“

Die Christdemokraten setzen darum verstärkt auf die moralisch unbedenkliche Forschung mit den Zellen erwachsener Menschen.

Bisher kämpften auch die Grünen an der Seite der Christdemokraten. Doch sie sind im Begriff zu kippen.

So forderte der – sogenannte – Grüne EU-Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit jüngst „neue Wege in der Biopolitik“.

Womit sich die alte Erfahrung bestätigt, daß sich die Grünen mehr für den Erhalt von Laubbäumen und Robbenbabys interessieren als für das menschliche Leben. Die Ideale sterben im rauhen Wind der Politik zuerst.

Menschenverachtung pur findet sich bei der FDP. Sie kämpft seit Jahren gegen die Menschenwürde von Kleinstkindern.

Die Liberalen haben kürzlich einen Gesetzesentwurf ins Parlament eingebracht, der eine Abschaffung der „Stichtagsregelung“ für die Einfuhr von Kinderzellen fordert.

Die Stichtagsregelung aus dem Jahr 2002 erlaubt Versuche an ausländischen, importierten Kinderzellen, aber nur solange diese Zellen vor 2002 produziert wurden. Mit dem Stichtag soll vermieden werden, daß die Produktion, Tötung und Ausweidung von Kleinstkindern im Ausland angekurbelt wird.

„Der Gesetzentwurf der FDP sieht vor, Embryonen für die Forschung im Reagenzglas zeugen zu können“, erklärte die forschungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Ulrike Flach.

Großbritannien, Schweden und mehrere ostasiatische Staaten werden als Vorbilder zitiert: „Deutschland droht endgültig ins Hintertreffen zu geraten“ – jammert auch die deutsche Wochenzeitung ‘Die Zeit’.

Deutschland sollte sich eine Führer-Rolle im Holocaust des dritten Jahrtausends nicht nur aus politischen Gründen sparen – erklärten dagegen deutsche Lebensrechtler.
      
6 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#6   Josef Gadient   16:33:38 | Dienstag, 3. Januar 2006
Der Mensch versucht GOTT zu spielen!
Versuche mit embryonalen Politikern sind nicht möglich, doch wenn das Volk darüber abstimmen könnte…
nein, ich bin absolut dagegen, weil dies gegen das Gebot der Nächstenliebe bis hin zur Feindesliebe verstossen würde.
Redaktion benachrichtigen
#5   highnoon †   22:41:08 | Dienstag, 14. Juni 2005
Biblischer Steinbruch
„Du sollst nicht zweierlei Saat mischen“
Gentechnologie mit dem Alten Testament zu bekämpfen, ist schlicht und ergreifend Unfug.
Redaktion benachrichtigen
#4   GerdEric   22:20:32 | Dienstag, 14. Juni 2005
„Konservative“ waren schon immer empfänglich für Geld…
Aus dem Thema: Kannibalismus…:
Beck ist es gewöhnt, eine klare Sprache zu gebrauchen. Gewöhnlich verwendet er sie als selbsterklärter Homosexueller für die Propagierung der Homo-Ideologie.
Die Grenzen der Bioethik dürften nicht leichtfertig – so der Bundestagsabgeordnete – den Heilsversprechen der Medizin und den ökonomischen Interessen der Pharmaindustrie geopfert werden.
Beck erklärte, daß die Grünen bei ethischen Grundsatzfragen ein zuverlässiger Partner der Kirchen seien.
GOTT hat SICH eindeutig gegen Gentechnologie ausgesprochen, eben Experimente mit fremden Genen.
„Du sollst nicht zweierlei Saat mischen“
Es kann sich aber nicht, wie in diesem Forum der Eindruck vermittelt wird, nur um den Schutz Ungeborener gehen, auch die Lebenden brauchen Schutz zum Leben.
Redaktion benachrichtigen
#3   methusalix †   18:33:55 | Dienstag, 14. Juni 2005
Richtungswahl im September?
Wenn Köhler zustimmt werden wir im September Richtungswahlen haben. Aller Wahrscheinlichkeit wird die CDU/CSU daraus als Siegerin hervorgehen; möglicherweise sogar mit absoluter Mehrheit. Dann wird es erst richtig spannend. Die Christenunion ist ja einerseits sehr industrie- und arbeitgeberfreundlich, müsste also der Bioindustrie mit neuen Gesetzen, die die Embryonenforschung erleichtern, entgegenkommen. Andrerseits versuchen sie immer noch so eine Art katholisches Feigenblatt vorzuhalten, um vor Gott nicht ganz nackt dazustehen. Werden sie sich trauen unser Embryonenschutzgesetz aufrecht zu erhalten und dadurch weitere lukrative Arbeitsplätz nach Südkorea zu verlagern? Oder können sie der Versuchung nicht widerstehen und lockern das Gesetz? Ich bin gespannt.
Redaktion benachrichtigen
#2   Initiative "Nie wieder!"   17:34:14 | Dienstag, 14. Juni 2005
Wofür die Kinder in Deutschland noch gut sind
Vor etwa 65 Jahren wurde im 3. Reich in Deutschland durch den Verbrecherstaat an Juden experimentiert, geforscht diese dann ermordet.
Diese schreckliche Vderbrechen sollten nicht vergessen werden!
Heute werden in Israel viele ungeborene Juden durch Abtreibung ermordet, anschließend für viel Geld nach Deutschland verkauft, damit man wieder forschen kann.
Was hieß es früher einmal: Nie wieder!!!???
Haben Sie aus der Geschichte gelernt und setzen Sie sich für das uneingeschränkte Lebensrecht eines Menschen ein, auch wenn er „noch“ ungaeboren ist?
Redaktion benachrichtigen
#1   Benedikt   17:28:22 | Dienstag, 14. Juni 2005
Ein Aberwitz,…
… dass ausgerechnet die Grünen, die gegen jede gentechnische Veränderung für das eintreten wollen, was man euphemistisch „verbrauchende Embryonenforschung“ nennt.
Wieso wird hier eigentlich nicht mal über die teilweise sensationellen Erfolge der Forschung mit adulten (!) Stammzellen berichtet, welche bei ihrem Durchbruch die Forschung mit embryonalen Stammzellen auch bei jedem noch so radikalen Forscher überflüssig machen würde. Ich las dazu erst letztens ein Bericht in der SZ, wo man sich über die wenige Aufmerksamkeit beklagte.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
Gentechnik„Ich will keine Therapie auf Kosten meiner Mitmenschen“ Gentechnik„Zwillinge, Zwillinge“? GentechnikIn Korea kann man sich verdoppeln lassen GentechnikDas Kind wird getötet und einem Tier eingespritzt GentechnikBritische Halbrumänen GentechnikIn Deutschland läuft die Forschung mit Kinderzellen an
RSS Feed  •  News Ticker  •  Werbebanner  •  Visitenkarte  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net