Das Donauschiff dampft im Juli auf dem St. Lawrence Strom
Am 25. Juli lassen sich neun Nordamerikanerinnen auf dem Grenzfluß zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten von zwei obskuren Frauenbischöfinnen aus Deutschland und Österreich ordinieren.
(kreuz.net, Ottawa) Man ist nicht wählerisch. Geweiht wird alles. Es spielt keine Rolle, ob die Ordinationskandidatinnen
verheiratet, wiederverheiratet oder geschieden sind.
„Hauptsache sie leben in einer stabilen Beziehung
oder besitzen eine stabile Persönlichkeit“, erklärt die US-amerikanische Aktivistin Judith Johnson der
Nachrichtenagentur Reuters.
Die Ordinationen werden am 25. Juli auf einem Schiff stattfinden, das auf
dem Sankt Lawrence Strom treibt. Der Strom bildet die Grenze zwischen den USA und Kanada. Es war ein Anliegen
der Veranstalter, das Ereignis auf internationalen Gewässern stattfinden zu lassen.
Von den Frauen sind
acht US-Amerikanerinnen und eine Kanadierin. Vier von ihnen sollen zu Frauenpriesterinnen, fünf zu Frauendiakoninnen
geweiht werden.
Die erste Frauenordination dieser Art ereignete sich im Jahre 2002 auf der Donau zwischen
Linz und Passau, im bayrisch-oberösterreichischen Raum.
Zwei der damaligen Donau-Priesterinnen – die
Österreicherin Christine Mayr-Lumetzberger und die Deutsche Gisela Forster – bezeichnen sich inzwischen
selber als Bischöfinnen.
Die zwei Damen behaupten, ihre Ordination von katholischen Bischöfen, die
sich in Gemeinschaft mit Rom befinden, empfangen zu haben.
Entsprechende Informationen sind auf der Homepage
der Frauenpriesterinnen publiziert.
Mehrere Bischöfe hätten sich bereit erklärten, die beiden Frauenpriesterinnen
zu Bischöfinnen zu weihen. Diese Bischöfe hätten auch mit Dokumenten nachgewiesen oder glaubwürdig
versichert, die Kraft der apostolischen Sukzession zu besitzen.
Auf diese Weise seien – nach Angaben
der Homepage – im letzten halben Jahr Frau Christine Mayr-Lumetzberger aus Österreich und Frau Dr. Gisela
Forster aus Deutschland „zu rk Bischöfinnen geweiht“ worden.
„rk“ steht nach anglikanischem Brauch als
Abkürzung für „römisch-katholisch“.
Die Ordination der zwei Damen zu Bischöfinnen sei notariell dokumentiert
und von Zeugen bestätigt worden.
Rein vorsorglich sei im Geheimen eine weitere Bischöfin geweiht worden.
So sei die „apostolische Sukzession für die Frauen“ gesichert.
Weil man zum Zeitpunkt der Ordinationen
nicht davon habe ausgehen können, daß die damalige Glaubenskongregation unter Kardinal Ratzinger dafür
Verständnis aufbringen würde, seien die Handlungen im Geheimen durchgeführt worden.
Die Namen der
Bischöfe, welche die Ordinationen durchführten, sollen derzeit nicht bekanntgegeben werden.
Der Grund:
„Der Vatikan würde Strafen erteilen und damit würde sich die Situation um das Frauenpriestertum in der
römisch-katholischen Kirche verschärfen“ – so die Homepage.
Die Frauen beabsichtigen nach eigener Aussage
weder eine Eskalation der Konflikte noch ein Schisma.
Sie wollten vielmehr, eine „heilsame“ Mitwirkung
von Frauen für eine römisch-katholische Kirche, die in ihren „selbstgeschaffenen nicht historischen
Problematiken rund um die Ausgrenzung der Frau und die Überbetonung der Sexualität fast erstickt“.
Es gibt freilich einen Schönheitsfehler.
Im Jahre 2003 wurde die zwei Neo-Bischöfinnen mit ihren fünf
Ordinationskolleginnen vom damaligen Präfekten der Glaubenskongregation exkommuniziert.
Die Frauenpriesterinnen
berufen sich jetzt darauf, daß keine weiteren Exkommunikationen ausgesprochen worden seien, obwohl im
Jahre 2004 weitere Donau-Priesterinnen ordiniert wurden.
Eine weitere Schiffsordination soll am 2. Juli
in Frankreich in der Nähe von Lyon stattfinden.
Email-Adressen der Empfänger
10 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Geweiht wird alles… …ansonsten dürfte ja auch Frau Dr. Gisela Forster nicht geweiht worden sein.
Nur, über eine stabile Beziehung verfügt sie nicht. Ihr Ehemann fristet im Schattendasein der Selbstdarstellerin
eher ein trauriges Dasein, als dass sich zwischen den beiden eine stabile Beziehung entwickeln konnte.
Genialität und Wahnsinn liegen bekanntlich eng beieinander. Genialität unterstelle ich Frau Forster
insofern, als dass sie es immer wieder schafft, sich selbst ins Rampenlicht der Öffentlichkeit zu rücken.
Die Medien aber und auch wir Leser fallen natürlich prompt darauf herein. Wir ärgern und empören uns
und reagieren. Mehr will Frau Forster nicht. Sie inszeniert Spiele und sieht sich selbst als erfolgreiche
Regisseurin. Ihr Ziel ist, möglichst viel Publikum zu erreichen. Den Weg der Priesterin beschritt sie
deshalb, weil sie bei den letzten Kommunalwahlen in Starnberg kläglich versagte. Bzw., sie bekam für
ihre neu ins Leben gerufene Gruppierung keine Unterstützerstimmen, so dass sie gar nicht erst zur Wahl
zugelassen wurde. Da es auch nicht möglich ist, sich selbst zur Kreisrätin zu küren, blieb ihr nichts
anderes übrig, als eine andere Nische zu suchen. Insider prophezeiten damals, dass höchstens vier Wochen
vergehen werden, und sich Forster mit einer neuen medienwirksamen Idee präsentieren werde. Was auch prompt
so eingetreten ist. Paul
#10 FioreGraz 07:17:33 | Donnerstag, 16. Juni 2005
Geweiht wird alles Also mich schockiert weniger ne Frauenweihe, …, mich schcokiert das man jemanden
zum Priester(in) weiht, hauptsache stabile Persönlichkeit. Naja für mich gehören da erstmal ein gefestigter
Glaube, ne Prüfungszeit, Seelsorgerisches können und auch ein gewisses Maß an Wissen dazu (muß zwar
nicht ein Ratzinger 2 sein aber ein bisserle was darfs schon sein). Fehlt nur noch das die DAmen aufgrund
von vorher verteilten Anmeldebögen mit dem Motto „Wollen sie mal schnell Priester werden?“ verteilen.
LG Firoe
Danke Irenäus auch wenn sie nun in deine Stadt Lyon ziehen: diese Hysterikerinnen, die sich „ordinieren“
lassen wollen betreiben mehr ein „onanieren“ mit religiösem Anstrich. Weg damit, pfui, nicht der Rede
(oder der Meldung) wert!
Warum… discovery www.discovery.org/www.discovery.orgwww.kreuz.net/wird eigentlich soviehl auf Aufmerksamkeit
auf diese Sekte verschwendet? Warum berichten kreuz.net und kath.net nicht gleich etwas über die internen
Aktivitäten der Zeugen Jehovas und Baptisten? Jedenfalls sind die noch katholischer als diese Apostaten.
Was mich auch ärgert, ist die Tatsache, daß es Dinge gibt, die erheblich wichtiger sind, als diese Minisekte.
Frage: wem der geneigten kreuz.net Leser waren die folgenden Namen, bevor ich sie darauf aufmerksam gemacht
habe, ein Begriff?: William Dembski, Michael Denton, Jonathan Wells, Michael Behe? bzw. folgenden Link:
www.discovery.org ? Ich befürchte, nur sehr wenigen, vielleicht niemanden. Jedenfalls bewegen mich diese
Leute erheblich mehr!
Sed non. bei Formulierungen wie „Priesterinnenweiber“ist allerdings auch eine gewaltige Portion Frustration
herauszuhören! Ach, das dürfen Sie denken. Ich sollte wirklich nicht wissen worüber ich frustriert
sein mag. Ich gehöre ja nicht zu deren BastelKirche. Es ist wie anglikanische Priesterinnenweihen für
mich. Ich benutze aber die Wortwahl welche die Priesterinnenweiber selber auch benutzen gegenüber dem
hl. Vater.
moderne Hexen Nur zu, im Karneval werden ganz normale Bürger und Kleinbürger zu Prinzen, Prinzessinnen
und es werden Orden verteilt. Weshalb also keine „Priesterinnen“ und „Bischöfinnen“? Sollen sich die
vertrocknenden Emanzen doch austoben. Jedem Tierchen sein Plaisierchen.
Wen interessiert denn das schon… …was eine andere Gemeinschaft (Verein?) so alles treibt? Das hat
doch mit unserer Kirche sowieso nichts zu tun, also plonk.
#2 thaumaturgos 15:51:22 | Mittwoch, 15. Juni 2005
von so einen pseudozeug doch besser nicht zu berichtendas sind – auch wenn die eine oder andere ein theologisches
buch gelesen haben mag – ja alees nicht ernstzunehmende dinge …
Den Vestalschen Magden. Die rechte Frau sieht ja auch bereits männlich aus. Aber ihr Priesterinnenweiber:
was ist euer Problem? Ihr glaubt doch sowieso nicht an einem von den Laien abgegrenzten Priestertum, weshalb
denn diese Probleme? Jeder kann doch „das Mahl feiern“? Ach ja, ein bisschen die eigenen Frustrationen
auf die Kirche und den hl. Vater ab zu reagieren ist ja schön…