Die Bischöfe geben den Klerikerstand der öffentlichen Verfolgung preis
„Wir sind über den aus dem geplanten Vorgehen sprechenden Mangel an Vertrauen zu uns Priestern erschüttert.“ Das ‘Netzwerk katholischer Priester’ kritisiert die Bischöfe scharf. Der Text.
(kreuz.net) Das Forschungskonzept des ‘Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen’ für eine empirische
Untersuchung des sexuellen Mißbrauchs an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche
Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz sieht die Durchsicht aller Personalakten
des genannten Personenkreise der letzten 65 Jahre vor.
Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz
hat auf seiner 185. Sitzung am 20./21. Juni 2011 beschlossen, mit dem Forschungsinstitut einen Vertrag
zu schließen, der eben dieses Vorgehen regelt.
Das beschädigt das Vertrauensverhältnis nachhaltig
Als Sprecher des ‘Netzwerk Katholischer Priester’ teilen wir das Anliegen der Bischöfe, wirksame Maßnahmen
zur Verhinderung des sexuellen Mißbrauchs an Minderjährigen durch katholische Kleriker oder andere kirchliche
Mitarbeiter zu ergreifen und gegenüber den bisherigen Opfern Entschiedenheit im Handeln zu signalisieren.
Wir sind wie die Bischöfe der Meinung, daß Tätern oder Tatverdächtigen in ordentlichen Strafverfahren
ihre Taten nachgewiesen werden müssen und sie durch gerichtlich festgesetzte Strafen die Konsequenzen
ihres Handelns tragen sollen.
Dennoch protestieren wir entschieden gegen die beabsichtigte pauschale
Herausgabe aller Personalakten zum Zwecke eines Forschungsprojektes.
Denn diese stellt aus unserer Sicht
einen unerlaubten Eingriff in die Persönlichkeitsrechte von Priestern, Diakonen und Ordensgeistlichen
dar und beschädigt nachhaltig das Vertrauensverhältnis katholischer Kleriker gegenüber ihren Bischöfen
und Oberen.
Die Bischöfe fördern den Generalverdacht
Wir sehen durch die geplante Maßnahme die Mehrheit
unserer Mitbrüder einem öffentlichen Generalverdacht im Hinblick auf sexuellen Mißbrauch an Minderjährigen
ausgesetzt, der bisher in erster Linie durch eine oft undifferenzierte Behandlung des Themas in den Medien
hervorgerufen wurde und jetzt auch durch die eigenen Vorgesetzten in der Öffentlichkeit – wenn auch ungewollt –
verbreitet wird.
Wir halten dies für ein falsches Signal in zweierlei Hinsicht.
Erstens wird das ohnehin
schwierige Thema in der vergröberten Wahrnehmung der Öffentlichkeit unzulässig pauschalisiert, und
zweitens stellt die ohne Befragung und Zustimmung des Einzelnen an Dritte beschlossene Auslieferung von
Persönlichkeitsdaten aus allen (!) Bereichen des klerikalen Werdegangs eine grobe Verletzung der den
Bischöfen und Oberen obliegenden Fürsorgepflicht für die ihnen Untergebenen dar.
Denn unabhängig
von der Frage, ob die Überlassung von personenbezogenen Daten einem massiven und den Personenschutz des
Einzelnen übersteigenden und ihn so aufhebenden wissenschaftlichen Interesse dient oder nicht, liegt
in der ohne die Mitwirkung des Einzelnen beschlossenen Überlassung der Personalakten mehr als nur ein –
auch durch die „Klarstellung“ der Deutschen Bischofskonferenz vom 5. August 2011 keineswegs gelöstes –
datenschutzrechtliches Problem.
Ein ungeheuerlicher Bruch
Denn außer dem aus unserer juristisch eingehend
geprüften Sicht damit einhergehenden Verstoß gegen die Kirchliche Datenschutzordnung, nach welcher der
Einzelne davor zu schützen ist, daß er durch den Umgang mit seinen personenbezogenen Daten in seinem
Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt wird, entsteht auch ein ungeheuerlicher Bruch des Vertrauensverhältnisses
zwischen Klerikern und ihren Bischöfen und Oberen.
Denn die Personalakten enthalten neben berufsbezogenen
Details auch persönliche Daten aus dem privaten Umfeld eines Klerikers.
Durch das geplante Vorgehen
wird der grundgesetzlich garantierte Persönlichkeitsschutz des einzelnen Klerikers, dessen Personalakte
eine Vielzahl höchstpersönlicher Dokumente und Daten enthält (kirchliche Leumundszeugnisse, Werdegang,
Beurteilungen etc.), grob verletzt, wenn ohne die Zustimmung des Einzelnen eine Herausgabe von personenbezogenen
Daten erfolgt.
Analog haben im staatlichen Arbeitsrecht Dritte keinen Anspruch auf Herausgabe der Personalakten.
Ein Arbeitgeber kann auch nicht vertraglich eine solche auf den Weg bringen.
Selbst staatliche Petitionsausschüsse
und Gerichte können nur dann die Vorlage der Personalakten anordnen, wenn der Arbeitnehmer zustimmt.
Der Eindruck: Jeder Kleriker ist ein Kinderschänder
Im Rahmen des besonderen Treueverhältnisses zwischen
dem Diözesanbischof und seinen Priestern und der Fürsorgeverpflichtung des Bischofs gemäß Canon 384
des kirchlichen Gesetzbuches von 1983 muß der Bischof Maßstäbe ansetzen, die nicht hinter den Grundsätzen
des staatlichen Arbeitsrechtes bei der Behandlung der Daten einer Personalakte zurückstehen.
Genau dies
aber geschieht hier.
Unter der Voraussetzung daß die Deutsche Bischofskonferenz diese Beschädigung
im Innenverhältnis sorgfältig gegenüber dem wissenschaftlichen Interesse abgewogen hat, aus dem heraus
sie die Privatsphäre aller (!) ihrer unterstellten Kleriker Dritten überläßt, müssen wir feststellen,
daß diese Interessenabwägung zweifelsohne in der breiten Öffentlichkeit den Eindruck hinterläßt,
die Deutsche Bischofskonferenz unterstelle durch die Gewährung von Akteneinsicht ohne Einwilligung des
Einzelnen alle Priester, Diakone und Ordensangehörige in ihrem Jurisdiktionsbereich dem Generalverdacht
von sexuellem Mißbrauch an Minderjährigen.
Ein tiefer Graben
Das ‘Netzwerk Katholischer Priester’
wendet sich mit Entschiedenheit gegen das juristisch wie menschlich höchst bedenkliche Vorgehen der Deutschen
Bischöfe.
Denn für die Zukunft des Priesterberufes und des Diakonats in Deutschland ist es aus unserer
Sicht unerläßlich, den Zusammenhalt zwischen den Bischöfen und den ihnen anvertrauten Klerikern zu
stärken.
Die – wenn auch nur mißverständliche – Stellung aller Geistlichen unter den Generalverdacht
der tatsächlichen oder potentiellen Mißbrauchstäterschaft durch die ungenehmigte Überlassung aller
Personalakten, wirft jedoch einen tiefen Graben zwischen den Bischöfen und ihren engsten Mitarbeitern
auf.
Ein fataler Irrtum
Zahlreiche Anfragen und Beschwerden von Mitbrüdern bestärken uns, diese Kritik
am Vorgehen der Bischöfe – ungeachtet unseres gelobten Gehorsams gegenüber den jeweiligen Autoritäten –
mit Entschiedenheit vorzutragen.
Denn es ist aus unserer Sicht ein fataler Irrtum, zu glauben, das Joch
der Schuld und der Sünde in der Kirche durch öffentlichkeitswirksame Projekte wie das Forschungsprojekt
des ‘Kriminologischen Forschungsinstitutes’ abzuwenden, das eher geeignet ist, den Klerikerstand als Ganzen
der öffentlichen Verfolgung preiszugeben, als ihm zu einer neuen Vertrauensbasis zu verhelfen.
Auch
das zu erwartende positive Ergebnis, daß die Mehrheit der Kleriker unbescholten ist, wird keinesfalls
die im Vorfeld ausgelöste Welle an durch die Bischöfe selbst materialiter verursachten Generalverdächtigungen
überwiegen.
Bischöfliche Hilflosigkeit
Wir sind erschüttert über den aus dem geplanten Vorgehen
sprechenden Mangel an Vertrauen zu uns Priestern und über die damit einhergehende offensichtliche Hilflosigkeit
unserer Bischöfe, denen wir unser Geschick bei der Weihe buchstäblich in die Hand gegeben haben, uns
in der Öffentlichkeit vor pauschalen Inkriminierungen zu bewahren.
Schon die Tatsache, daß unsere Persönlichkeitsrechte
durch das Ignorieren unserer zum Vorhaben notwendigen Zustimmung verletzt werden, belegt, daß sich im
Miteinander zwischen Bischöfen und Klerikern in der katholischen Kirche Deutschlands einiges ändern
muß, will man den Priesterberufungen noch eine Zukunft schenken.
Wir bitten daher die Deutschen Bischöfe
in aller Form ihr Vorgehen zu überdenken und von den bisherigen Planungen Abstand zu nehmen.
Herzogenrath,
6. August 2011, am Fest der Verklärung des Herrn.
Für das ‘Netzwerk Katholischer Priester’ das Sprechergremium
Pfarrer Guido Rodheudt, Pfarrer Hendrick Jolie, Pfarrer Uwe Winkel.
Stellungnahme des ‘Netzwerks Katholischer
Priester’ zur Entscheidung des Ständigen Rates der Deutschen Bischofskonferenz auf der 185. Sitzung vom
20. /21. Juni 2011 zur Überlassung aller Personalakten sämtlicher Priester aus den deutschen Diözesen
an das ‘Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen’ zur Durchführung einer empirischen Untersuchung.
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190 Lesermeinungen
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#190 Zemach2011 12:02:57 | Dienstag, 9. August 2011
Die wahren >Geisterfüllten< Diener, Priester,Propheten und Theologen des lebendigen Gottes, sind von
Anfang der Menschheit, IMMER von Gott selber >berufen< worden, IMMER von Gott selber >zubereitet< worden,
(siehe Prophet Samuel, Elia etc.) IMMER von Gott selber <erwählt und legitimiert< zu der Gemeinde,Volk
und König gesandt worden mit der >Botschaft Gottes<. Auch predigten sie nicht im >Namen eines Buches,
ihrer Religion, Kirche, Gemeinde, Tempel oder Sekte, SONDERN in dem GEIST, NAMEN und AUFTRAG des lebendigen
GOTTES!!! Wie Gott von Anfang an, so handelte Jesus Christus,der Sohn Gottes, auch in demselben Geist
und hat diese Vollmacht übertragen über seine berufene, zubereitete,erwählte und wiedergeborene Jünger,
Aposteln,Propeten und Weissager bis zum Ende der Welt. „Christus allein ist die TÜR, zu solch einem >geistigen
Amt Gottes<, wer woanders einsteigt sagt Christus, der ist ein Dieb und ein Mörder. Johannes 10,1-9/Matthäus
17,5/Hebräerbrief 12,25
Die Wahrheit ist leider, daß der liberalen Hierarchie nicht getraut werden kann. Es sind die Geistlichen in zivil, die unglaubliche Verbrechen begangen haben. Antimodernistische Priester sind leider wenige. Ihnen wäre zu raten, zur Priesterbruderschaft St. Pius X. rüberzuwechseln, oder auch nur zu einem Ecclesia-Dei-Institut, auf jeden Fall weg von der liberalen Hierarchie mit ihren Zivilpriestern und ihren Verbrechern.
Sie würgen doch nur wieder hervor, was andere ausgespien haben. Bringen Sie Quellenbeweise! . Ansonsten
kehren Sie wie der Hund zum Ausgespieenen zurück.
Nur ein Pastoralkonzil! Für die Beurteilung des Konzils sollte man die folgenden Worte von Kardinal Ratzinger
beherzigen: „Die Wahrheit ist, daß das Konzil selbst kein Dogma definiert hat und sich bewußt in einem
niedrigeren Rang als reines Pastoralkonzil ausdrücken wollte …“ Dieses Konzil hat sich geweigert in
Übereinstimmung mit der traditionellen Lehre der Kirche zu sagen: Die Kirche Christi und die kath. Kirche
ist ein und dasselbe, was Pius XII. in seiner Enzyklika Mystici corporis feststellte. Stattdessen verwendete
das Konzil die Formulierung, dass die Kirche Christi in der katholischen Kirche subsistiert. (LG, Art.8)
Der Dogmatikprofessor Ratzinger stellte dazu fest, dass dadurch der Absolutheitsanspruch der katholischen
Kirche reduziert wird. Da der Absolutheitsanspruch aber nur ganz oder gar nicht erhoben werden kann, deshalb
heißt er ja so, beinhaltet diese Aussage das Eingeständnis, dass mit der subsistit-in-Formel der katholische
Absolutheitsanspruch aufgegeben wurde. Hier liegt ein Bruch mit der überlieferten Lehre vor. Auch die
Aussage im Ökumenismus-Dekret, dass der Heilige Geist es nicht verschmäht, die anderen christlichen
Religionen als Mittel des Heiles zu gebrauchen, stellt einen Bruch mit der traditionellen Lehre der Kirche
dar. Damit ist aber auch klar, dass es eine Interpretation des Pastoralkonzils in Kontinuität mit der
überlieferten Lehre nicht geben kann. Denn wenn ein klarer Fehler vorliegt, dann ist dieser einer Interpretation
gar nicht fähig.
Wohin steuern bloss die „Dialog“-Exzellenzen“?; wie sollen, sich zum hw Priesteramt berufene, Männer
angesichts deartiger Kniefälle vor dem Weltgeist Mut schöpfen?; wer will sich schon als „gläserner
hw Priester“ einer „ganz humanen“ zur Schaustellung überlassen, nur weil die hw Bischöfe in ihrer Verbeugung
vor dem Weltgeist das hw Priestertum in „Pauschalverdacht“ in noch nie dagewesenen Misskredit manövrieren;
angesichts der verschwindend kleinen Zahl von tatsächlichen Missbrauchsfällen innerhalb der hl. Kirche
überwiegt eine erdrückende Mehrheit von ANGEBLICHEN „Missbrauchsfällen“ wie „auf den Fuss treten“,
„Kopfnuss“, „am Rücken streicheln“ oder gar völlig FALSCHEN ANSCHULDIGUNGEN!; und nun gehen die hw Bischöfe
hin und verkaufen ihre Untergeben am „runden Tisch des Freigeistes“?! und werden so zu Mithelfern in der
Verfolgung des hw Priesteramtes!’; www.razyboard.com/…07691-5966140-0.html Ein derartiges bischöfliches
Theater ist leider „passend“ zum „dialogisierenden“ Ausverkauf; es bedarf sicherlich anderer Schwerpunkte;
so z.b. www.razyboard.com/…07690-5822727-0.html als die „bischöfliche Unterschrift“ auf die „Vogelfreierklärung“
des hw Priesteramtes; ratlose hw Priester sollen noch ratloser werden www.razyboard.com/…07887-6003875-0.html
sacerdos helveticus #175: <Leider hat jedoch der damalige Fürstabt wohl die „Zeichen der Zeit“ nicht
erkannt.> . Dabei handelte es sich wohlgemerkt um Fürstabt Pankraz und nicht um Fürstabt Beda
#180 Tomas Als ein entschiedener Christ, außerhalb der von anmaßenden Menschen/ Fleisch und Blut organisierten
Kirchen, Gemeinden und Sekten seit über 50 Jahre, bin ich erstaunt,>wie Sie das Schafsfell über Ihre
alte Natur werfen<! Hierzu muss ich auch um der Wahrheit Gottes die Ehre zu geben -sagen, dass wenn diese
niedergeschriebenen „Behauptungen“ stimmen, ein Fortschritt aller wahren Gottes- und Christenmenschen
ist. Ich habe in meinem 76-jährigen Leben als Christ und seid dem 27-jährigen Leben als >Wiedergeburtschrist<
feststellen müssen, dass die wahren >aufrichtigen Geister Gottes< gleich in welchem menschlichen Gehege/Religionen,
Kirchen und als Einzelne ich sie vorfand, IMMER >eins< sind im Geist und in der Gesinnung und Charakter
Jesu Christi, auch wenn der Name Jesu Christi nie fiel!!!
#183 kammerjäger 09:07:55 | Montag, 8. August 2011
@Tomás: Sie sind ein Dummschwätzer! Hören Sie auf irgendwelchen vorgekauten Blödsinn nachzuplabbern,
sondern nehmen Sie sich einfach einmal LUMEN GENTIUM zur Hand (Sie wissen doch hoffentlich, um was es
sich dabei handelt). Natürlich sind Sie ein Sektierer und stehen in jeder Hinsicht außerhalb der rkKirche!
Haben Sie wenigstens die Courage sich dazu zu bekennen und machen Sie sich nicht weiter lächerlich, in
dem Sie sich als alleine im Besitz der göttlichen Wahrheit wähnen, mehrere Päpste als unrechtmäßig
oder eben als keine, ein ganzes Konzil (und dessen Konzilsväter) als häretisch, Hunderttausende Priester
als ungültig geweiht und derlei Schwachsinn mehr von sich geben! Da war übrigens mein letzte Zuschrift
zu diesem Thema an einen solchen Forumstroll (wie Sie einer sind), den man in seiner Krankheit nicht noch
fördern sollte! EOD
Na, Tomas, da haben’s ja eine ganze Anklageschrift verfasst. Können’s für Ihre Behauptungen auch den Beweis im Wortlaut der jeweiligen Konzilsdokumente erbringen – das ist bei Behauptungen so üblich … ?
clarissa colonia: Das Konzil lehrt, daß es ein natürliches Recht gibt, jede Religion frei auszuüben.
Die Lehre der Kirche, wonach der Staat katholisch sein muß und es dieses Recht nicht gibt, ist kein Dogma,
aber eine katholische Wahrheit und ihre Leugnung kommt einer Häresie sehr nahe. Das Konzil lehrt, daß
die Kirche Christi nicht identisch mit der katholischen Kirche ist, sondern nur in ihr verwirklicht und
die ostschismatischen „Kirchen“ Teil der Kirche sind. Diese Aussage stellt eine klare Infragestellung
des Dogma der Einheit der Kirche im Glauben und ist häretisch. Das Konzil lehrt, daß diese schismatischen
„Kirchen“ und die protestantischen Sekten Mittel des Heiles sind. Damit leugnet das Konzil das Dogma,
nach dem es außerhalb der Kirche keine Rettung geben kann. Diese Lehre ist häretisch. Das Konzil lehrt,
daß die Kirche von dem Papst und den Bischöfen geleitet wird. Hier leugnet das Konzil das Dogma des
Primates des Papstes, das klar und feierlich erklärt, daß die Kirche vom Papst allein regiert wird.
Die Aussage ist häretisch. Fazit: Die Konzilsdokumente beinhalten – mindestens – ein Irrtum und drei
Häresien. Da der Heilige Geist keine Häresien und Irrtümer verbreitet kann, kommt diese Lehre nicht
von Gott und das Konzil war keins. Wenn Sie diese Festellungen widerlegen wollen, müssen Sie beweisen,
daß die von mir angesprochene Irrlehren keine sind.
„Die Finsternissen begreifen das lux nicht.“ –-- Lach, lukullischer Schalom. Hauptsache wir verstehen
uns. Habe schon manch hübsche Kochidee aus ihrem dreifaltigen Wertstoffhof gewonnen.
Welche Irrlehren? . Am 11.10.1962 versammelten sich mehr Konzilsväter (und -mütter) als jemals zuvor
in der Kirchengeschichte zum XXI. ökumenischen Konzil. . Nach Anrufung des Hl. Geistes fanden angeregte
und anregende Diskussionem in der Konzilsaula und außerhalb derer statt. . Hätte es jemals ein ökumenisches
Konzil ohne dem Beistand des Geistes gegeben?
Tomás – Wenn Sie meinen, dass die angebliche Nichtbeantwortung einer Zustimmung gleicht, dann sei Ihnen das gegönnt. Die Konzilsdokumente können keine Irrlehren beinhalten. Das habe ich doch hinreichend ausgeführt. Wenn Sie die Frechheit besitzen, dem Konzil und dem Papst Häresien und Irrtümer vorzuwerfen, leugnen Sie die päpstliche Unefehlbarkeit und die Rechtmäßigkeit der Beschlüsse des Konzils. Sie sind somit nicht katholisch, da hilft Ihnen Ihre Engstirnigkeit auch nicht weiter.
Alstak: Sie sind nicht bereit meine Frage, ob die „Konzilsdokumente“ Häresien und Irrtümer beinhalten
und Ratzinger diese verbreitet, zu beantworten. Damit geben Sie zu, daß diese Vorwürfe berechtigt sind.
@Brandenburgis Welcher der für eine Demokratie unerlässlichen Wesenszüge entbehrte und entbehrt denn
die Eidgenossenschaft beziehungsweise ihre Untergliederungen, die (Kantone und Gemeinden) Ihrer Meinung
nach, da Sie Ihr den Charakter einer Demokratie aberkennen und dies scheinbar nicht nur für die Vergangenheit
sondern auch für die Gegenwart („nie eine Demokratie“) @Beda Kann Ihnen nur zustimmen! Leider sind die
basisdemokratischen Landsgemeinden mittlerweile fast überall abgeschafft, die urdemokratischen Instrumente
sind jedoch meines Erachtens im Wesentlichen weiterhin gegeben. Dank auch für Ihren Hinweis auf die Fürstabtei
St. Gallen. Leider hat jedoch der damalige Fürstabt wohl die „Zeichen der Zeit“ nicht erkannt. Hätte
er auf seine Ansprüche als Teritorialherr verzichtet, wäre das Kloster als geistliches zentrum wohl
erhalten geblieben (ob es dann den „Kulturkampf“ und „Klostersturm“ wie z.B. im Aargau wenige Jahrzehnte
später überstanden hätte, muss natürlich offenbleiben).
Welch ein Meisterwerk ist doch der Mensch! Wie edel durch Vernunft! Wie unbegrenzt an Fähigkeiten. In Gestalt und Bewegung wie bedeutend und wunderwürdig! im Handeln wie ähnlich einem Engel! Im Begreifen wie ähnlich einem Gott! Die Zierde der Welt!
@Brandenburgis Habe nur ausführen wollen, dass ein Schweizer wohl kaum Interesse an einer Restauration
des HRR haben wird, da die durch die Vertreibung der Habsburger und anderer Dynastien erfolgte Befreiung
von der Monarchie eben erst die Demokratie der Eidgenossenschaft ermöglicht hat, mit der man bisher im
Grossen und Ganzen über jahrhunderte hinweg gesehen sehr gut gefahren ist.
Habe in letzter Zeit ein wenig in meinem geliebten Willoweit gelesen. Da stiess ich auf das Ende des Alten Deutschen Reiches. Und ich dachte mir, dieses sei ja gar nicht erloschen; das könnte doch was für die Traditionalisten sein. – Und tatsächlich! Es ist unglaublich.
Tomás – Das habe ich. Vom Papst und Konzil beschlossene Dinge sind gültig. Daran gibt es nichts zu rütteln. Sie können weiter Ihren Irrlehren nachgehen oder ein vollwertiges Mitglied der RKK werden, indem Sie Papst und Konzil anerkennen. Andernfalls sind sie, ich wiederhole mich ständig, nicht katholisch.
Beda: ich mach das sehr gerne genauso mit Rechten, die vom Deutschen Reich faseln. Kleiner Hinweis, dass alle Staatsgründungen seit 1805 illegal waren, vom Rheinbund über den Deutschen Bund bis zum „weiterexistierenden Reich“ von 1871. Damit nimmt man ihnen den Wind aus den Segeln, weil sie argumentativ nur darauf vorbereitet sind, das jemand den Untergang postuliert – aber nicht das jemand schon die Gründung in Frage stellt. Wenn die Forderung im Raum steht, die Kurfürsten sollen sich versammeln und einen neuen Kaiser wählen, sind die meisten fassungslos – und still.
#161 Brandenburgis 22:40:51 | Sonntag, 7. August 2011
@Alstak Im Gegensatz zu FSSPX ist Tomás überhaupt kein Schismatiker. Gerade weil er die Unfehlbarkeit
anerkennt wird er niemals Herrn Ratzinger anerkennen. Und das Konzil war auch kein Konzil, ins Schisma
gerät unweigerlich derjenige, der diese Veranstaltung als Konzil anerkennt!!!
@blackbird: da stimme ich zu. aber leider schlägt das pendel zur zeit in die andere richtung aus. jeder, somit auch icht, ich verdächtig, bis er seine unschuld bewiesen hat. und das belastet mich in meiner arbeit.
Die Finsternissen begreifen das lux nicht. So entstehen die Müllberge. Der Müll kann sortiert werden; in Wertstoffe. Aus Müll wird Energie gewonnen. Und schließlich: Was ist der Mensch? Lehm, Erde, Staub. – So beleuchtet …
Im Gegensatz zur Schweizerischen Eidgenossenschaft blieb die Fürstabtei St. Gallen auch nach dem Schwabenkrieg eng mit dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation verbunden; die Äbte liessen sich ihre Regalien immer noch vom deutschen Kaiser übergeben, und die Rechtssätze des Reiches behielten ihre Gültigkeit. Die Fürstabtei St. Gallen war gleichzeitig rechtlich zwar Glied des Reiches, aber tatsächlich als Zugewandter Ort Teil der Eidgenossenschaft mit Sitz und beschränktem Stimmrecht in der Tagsatzung.
haben sich die Herrschaften hier auch schon einmal mit den Hungenden in Ostafrika befasst? . ich meine
finanziell? DAS ist jetzt angesagt ohne jede Ausrede: „Ich war hungrig – und IHR habt mit zu essen gegeben“.
Alles andere ist Schrott und Müll und gehört in den Feuerofen geworfen … ist eitler Tand!
Tomás – Sie begreifen nicht, dass die Lage klar ist. Sie aberkennen die Unfehlbarkeit des Papstes und die Rechtmäßigkeit des Konzils. Sie sind ein Schismatiker und verbreiten Irrlehren, sprechen wider die kath. Kirche. Da zwackt die Maus keinen Faden ab.
Alter Ego: „begründeter Verdacht“ – damit meinte ich natürlich nicht, beim ersten Gerücht zur Polizei
rennen. Aber in der Vergangenheit war’s anscheinend eher so, das alle sehr wohl wussten, dass was dran
ist und der Betroffene einfach in eine ahnungslose Gemeinde abgeschoben wurde. Sowas darfs nicht geben.
Also ich berufe mich jetzt auf die Konstantinische Schenkung, wonach der Papst der Reichsverweser ist.
Der letzte Kaiser des Alten Deutschen Reiches hat ja abgedankt. Also ist der Kaiserthron vakant. Aber
hoppla – der Stuhl Petri ist auch vakant! Also brauchen wir einen Reichsverweser des Reichsverwesers.
Wer könnte denn das sein? Frau Merkel oder Herr Wulff? . Graben auch Sie sich irgendein Dokument aus
der deutschen Verfassungsgeschichte aus und erklären Sie alles Nachfolgende als ungültig. So lassen
sich wundersame Phantasmen erträumen.
@beda: >Aus ihrer eigenen Sicht sind die Sedisvakantisten natürlich keine Schismatiker.< Darauf kommt
es auch nicht an! Das ordentliche Lehramt, derzeit aufgeübt durch den obersten Pontifex, Benedikt XVI.,
ist maßgeblich … doch diese Insektengrüppchen sind nicht einmal einer Beurteilung durch Rom wert.
#152 Brandenburgis 22:33:07 | Sonntag, 7. August 2011
@Sacerdos Ich sehe keinen Gegensatz zwischen Restaurationsbestrebungen im Sinne des HRR und denjenigen
der Schweiz. Jeder Stand der Schweiz kann übrigens ohne Weiteres auch Mitglied im HRR sein.
„2009 veröffentlichte Pfeiffer eine Studie über die Verbreitung rechtsextremistischer Einstellungen unter Jugendlichen. Die Studie geriet aufgrund methodischer Mängel, die zu einer deutlichen Aufblähung der Zahlen führten, in die Kritik.“ Auch der berüchtigte „Fall Sebnitz“ geht auf Pfeiffer zurück. Fälschlicherweise wurde weltweit verbreitet, es „hätten über 200 Einwohner der Stadt zugesehen, als“ ein Kind „von rechtsradikalen Jugendlichen im örtlichen Freibad im Rahmen einer so bezeichneten ‘Hinrichtung’ ertränkt worden sei“. In einem anderen Zusammenhang heißt es: „Er wurde jedoch des öfteren wegen seiner Art und Weise der Argumentation kritisiert, die viele als polemisch und verkürzt empfinden.“
Alstak: Ich stelle fest, daß Sie entweder nicht willig oder unfähig sind meine Frage zu beantworten.
Damit bestätigen Sie, daß meine Vorwürfe richtig sind.
das denke ich auch. aber auch eine erste interne untersuchung ist wichtig. auch nicht jeder leher oder
kindergärtner wird sofort gemeldet. dafür gibt es zuviel falsche verdächtigungen. ich denke, hier sind
auch die gläubigen gefragt. sie sollten sich hinter oder besser vor ihre priester stellen.
Alter Ego: der Verdacht könnte natürlich aufkommen. Aber wenn jemand Datenschutz-rechtliche Vorbehalte
gehen dieses Vorgehen hat, sollte er die schon auch vorbringen. Es ist ziemlich deutlich, dass die Bischöfe
hier versuchen, der Öffentlichkeit zu zeigen „Wir tun was gegen Kinderschänder“. Der Schuss geht aber
nach hinten los, weil auf diesem Wege gerade der Eindruck entsteht, die große Masse könnte straffällig
geworden sein. Viel sinnvoller wäre es, bei begründeten Verdachtsfällen sofort die Staatsanwaltschaft
einzuschalten und keine „interne Lösung“ anzustreben, statt jetzt alle unter Generalverdacht zu stellen.
Das ist ja logisch, dass die Sedisvakantisten behaupten, sie seien keine Schismatiker. Sie anerkennen den aktuellen Papst (zzgl. eventuell frühere Päpste) nicht und sind aus der Sicht der Amtskirche (derjenigen mit dem lebendigen Männlein auf dem Stuhl Petri im Vatikan, das im Petersdom reale Messen zelebriert und fleissig physische Enzykliken schreibt) Schismatiker. Aus ihrer eigenen Sicht sind die Sedisvakantisten natürlich keine Schismatiker. Und diese Sachlage scheint eigentlich momentan unlösbar, ist aber letzten Endes eine Art Machtkampf.
Ich verstehe ja, nicht viel davon. Der Obertan sticht den Untertan. Ein Papst hat einmal den Priestern
mit Drohung und Gewalt das Heiraten verboten. Was dabei herausgekommen ist, beschreiben am besten kritische
Katholiken. Ich mag es nicht, wenn respektlos gegen anständige Geistliche einer Religion gelästert wird.
Vor allem als Gebetsmühle auf zwei Haxen.
ich würde mir wünschen, alle priester und gläubigen würden sich gegen solche unterstellung wehren.
der priester allein kann es nicht, er braucht den rückhalt der gemeinde.
Tomás – Wie können Sie es wagen, die Beschlüsse der Heiligkeiten in Frage zu stellen? Dazu haben Sie kein Recht. Der Papst und die Beschlüsse der Konferenzen sind unfehlbar und gültig. Sie sind eben einfach ein Schismatiker und Häretiker. Weder katholisch, noch christlich.
Päpste und Konzilien sind unfehlbar, aber in den Dokumenten des „Konzils“ befinden sich Irrtümer und
Häresien und diese werden vom Sepp propagiert. Daher ist zu schließen, daß das Konzil kein war und
der Sepp kein Papst ist. Nicht wir, sondern Sie leugnen die Unfehlbarkeit der Päpste und der Konzilien.
Frage: Ist das „Recht“ auf Religionsfreiheit ein Irrtum und die Behauptungen, die ostschismatischen Sekten
seien Teile der Kirche und wären – wie die protestantischen Sekten – Mittel des Heiles, die Kirche Christi
sei nicht die katholische Kirche, sondern sei nur in dieser verwirklicht und die Kirche würde nicht vom
Papst, sondern von dem Papst und den Bischöfen geleitet, Häresien?
@alter ego Kann ihnen nur zustimmen! @Brandenburgis Leider wurde der Beitrag zu früh abgeschickt und
ist deshalb verunglückt. Werde einmal schauen, ob die Studie von Biehl antiquarisch irgendwo erhältlich
ist (auch für Jungmann ist sie ein Referenzwerk). Dabei geht es mir jedoch um die liturgiegeschichtliche
frage und keineswegs um eine Restauration des HRR. Hier sollte ja klar sein, dass die Eidgenossenschaft
eine andere Position vertritt. Auch wurden ja bereits die Vorfahren jener Dynastie, die auf dem Boden
der Eidgenossenschaft ihren namensgebenden Stammsitz haben, schon sehr früh aus dem Land vertrieben (Schlacht
bei Sempach 1386).
ich dachte in dem artikel geht es um den generalverdacht und darum, dass die bischöfe ihre priester nicht
mehr schützen, sondern selbst verurteilen. denn sollte ein priester sich wehren, dann wäre er erst recht
verdächtig.
Ich denke, Tomás ist ein Geheimagent der Deutschen Bischofskonferenz, der beauftragt ist, hier soviel
nervenden Blödsinn zu verzapfen, dass jeder, der es liest, in seiner Anerkennung von Papst Benedikt XVI.,
des NOM und des Konzils bestärkt wird. . Im Übrigen ist die sogenannte Diskussion mit Häretikern (und
auch Schismatikern) – ohne irgendeiner Seite den Vorzug zu geben – ja schon logisch völlig aussichtslos,
weil der Schlussstein jeder noch so langen Argumentation ja ohnehin eine Glaubensfrage ist (auch wenn
das Tomás bestreitet).
@Tomás, ich verbitte mir Deine kirchenfeindlichen und antichristlichen Aussprüche wie „Sepp“ über unseren
derzeit regierenden Papst! Du stehst außerhalb jeder christlichen Gemeinschaft … Deine geäußerte
„Katholizität“ ist eine rein behauptete ohne jeden Realitätsbezug.
Früher war alles besser. Die Päpste vor allem, die Monarchie, der Weltkrieg, die Diktatur, Inquistion und Unterdrückung. Die Zahnbehandlung führte ein Schmied durch. Und die Leute waren dümmer, durften die Bibel nicht lesen und wurden von keinen Glaubensfragen gequält. Und heute? Die Kinder werden dick und dumm.
Nun, für Karl den Großen musste tatsächlich die angebliche Vakanz herhalten, weil sowohl Leo III.,
als auch Karl selbst Kaiserin Irene nicht anerkannten. Es wäre mir aber neu, dass sich später irgendwer
um diesen päpstlichen Anspruch geschert hätte.
#133 Brandenburgis 22:09:06 | Sonntag, 7. August 2011
Sedisvakantisten sind keinesfalls Schismatiker! Soll das ein Witz sein? Die Pius-Gruppierung ist schismatisch durch und durch. Wir hingegen sind die Treuesten der Treuen.
Werde einmal schauen, ob die studie von Biehl, die auch von Jungmann mehrfach als referenz angegeben wird, noch erhältlich ist. Jedoch geht es mir mehr um die liturgiegeschichtliche Frage als um eine Restauration des HRR (WAS JA BEI EINEM . w
#121sacerdos helvedticus: Aus diesem selben Grund dürfen im Kanon keine häretische „Päpste“ und keine
häretische „Bischöfe“ genannt werden. Wenn die Piusbrüder una cum mit dem Sepp beten, ist dies unzulässig.
ich werde meinem Pfarrer sofort am Montag sagen, er möge die Fürbitte für den Kaiser wieder einführen … überlassen wir es dem lieben Gott, die Fürbitte dann zu lenken …
Tomás – Wenn der Papst unfehlbar ist, sind es seine Beschlüsse auch. Also war das Konzil gerechtfertigt. Sie sind Schismatiker, Häretiker und Ketzer, ergo kein Katholik, da sie die Unfehlbarkeit des Papstes und seine rechtmäßige Einsetzung ablehnen. Punkt.
Alstak: Wir weisen nach, daß der Sepp ein Apostat ist und nach der Lehre der Kirche kein Papst sein kann.
Die „Konzilsbeschlüsse“ beinhalten eine Irrlehre („Recht“ auf Religionsfreiheit) und Häresien (Ökumenismus
und Kollegialismus). Da die Lehren eines allgemeinen Konzils Bestandteil des unfehbaren Lehramtes der
Kirche sind, können in den Dokumenten eines Konzils keine Irrtümer vorhanden sein. Damit war das Vatikanum
II kein Konzil, sondern eine häretische Versammlung, wie die Synode von Pistoia. Sollte Sie mit dieser
Darstellung einverstanden sein, bitte ich diese zu widerlegen, und zwar mit dem Kirchenrecht und der Dogmatik
in der Hand.
Beda, den Rechtstand welchen Jahres referiert Willoweit denn da? Spätestens 1356 gab es eine eindeutige rechtliche Regelung, in der der Papst keine Rolle mehr spielt.
@Brandenburgis/Blackbird/Beda man muss hier unterscheiden zwischen der Oration „für den Kaiser“ und der
Nennung des Kaisers im Kanon der Messe Diese war gemäss Jungmann seit dem inkrafttreten des Missale Pius
V. nach dem tridentinum allgemein IN WEGFALL gekommen. „Nur auf dem Wege des Privilegs wurde frühzeitig
in Spanien und 1761 in Österreich die erwähnung des Monarchen im Kanon zugestanden, ein Brauch, der
in Österreich bis 1918 fortbestand.“ An anderen Orten wurde auch gewohnheitsmässig der Landesfürst
im Kanon genannt. 1862 erklärte die ritenkongregation jedoch, dass eine solche nennung nur kraft eines
römischen indultes statthaft sei. Wichtig ist das Fazit von Jungmann, dass im Kanon nur die Nennung katholischer
Fürsten statthaft ist, da die Nennung ja nach Papst und Bischof und vor der Nennung aller Rechtgläubigen
und Förderer des katholischen Glaubens erfolgt, ein nichtkatholischer Herrscher hier in diesem Rahmen
ein Fremdkörper wäre.
Jesus sandte seine Jünger wie „Lämmer unter die Wölfe“, aber er gab ihnen auch Macht über die Feinde.
Wenn die Diener Jesu Ihm treu und gehorsam sind, können ihnen die Feinde nichts anhaben. 17 Die Zweiundsiebzig
aber kamen zurück voll Freude und sprachen: Herr, auch die bösen Geister sind uns untertan in deinem
Namen. 18 Er sprach zu ihnen: „Ich sah den Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz. 19 Seht, ich habe
euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione, und Macht über alle Gewalt des Feindes; und
nichts wird euch schaden. 20 Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind. Freut
euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“ Lukas 10, 17-20
Ist der Kaiserthron vakant, fällt das Reich der Verwaltung des Papstes anheim (vgl. Dietmar Willoweit, Deutsche Verfassungsgeschichte, 5. A., München 2005, S. 99).
„Nicht die Priester sind die Versager. Das Sprichwort sagt „wie der Herr, so das Geschirr!“.“ –-- Bester
Siegfried, das ist ja ein weiterer schöner Nebeneffekt dieser dreckigen Angelegenheit, dass die Herren
Bischöfe von Sebnitz-Pfeiffer mit Fingern auf die Priester zeigen lassen, während sie dadurch ihre eigene
jahrzehntelange Vertunschungspraxis vergessen machen. Sie, die nach dem jesuitischen Lancieren der ihnen
längst bekannten Missbrauchsfälle in die Öffentlichkeit so medienwirksam aus allen Wolken fielen, sind
doch die eigentlichen Hauptschuldigen an der ganzen Misere. In Irland und der USA hat man deswegen auch
die richtigen kKnsequenzen gezogen und die schlimmsten Vertuscher-Bischöfe abgesetzt. Mit diesem Forschungsauftrag
jedoch spielen die Bischöfe einmal mehr die Ahnungslosen. Dabei waren ihnen ALLEIN Zahl und Ausmaß der
Missbräuche durch all die Jahrzehnte bestens bekannt.
Brandenburgis: wie ist eigentlich Deine Auffassung zum Kurerzkanzler? Als letzter verbliebener geistlicher Kurfürst konnte er die Würde ja nicht vererben. Das Amt wäre damit seit Dalbergs Tod 1817 ebenfalls vakant.
Bei – Verzeihung! – Wikipedia (s.v. Reichsvikar) lese ich: „Nach dem Aussterben der bayerischen Wittelsbacher fielen beide Kurwürden und damit auch die Vikarswürden wieder auf die Pfalz zusammen.“
Die Mächtigen, Kaiser, Könige, Fürsten hat immer der Nimbus der von Gott Geliebten umweht. Es wurde kirchlich angeordnet, für sie zu beten. Könnte nicht auch die Weisheit und Güte des Herrn bestimmt haben, dass eine märkische Physikerin heute unser Geschick lenkt, wenn Er das nicht gewollt hätte? Aus demselben Grund, aus dem Er Katastrophen nicht verhindert? –
ich hoffe sehr, dass kreuz.net noch oft beric hte gegen den speigel, pardon, spiegel bringt. denn die aussaat gegen die wöchentliche giftinjektion des spiegel kann sehr viel bewirken, auf dauer jedenfalls.
#110 Brandenburgis 21:40:59 | Sonntag, 7. August 2011
Sehr empfehlen kann ich das Buch „Das liturgische Gebet für Kaiser und Reich“ von Biehl, das Barth auch öfters zitiert. Zur Reichslehre unverzichtbar, und zu den liturgischen Fragen natürlich der Standard schlechthin. Sehr gut geschrieben, ein echter Schatz. Habe es mal preiswert antiquarisch erworben und schön binden lassen.
Sollten die deutschen Bischöfe etwa die Worte Jesu über die Aussendung der Zwölf falsch verstanden haben? Da heißt es: „Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Seid also klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.“ Könnten die Bischöfe das so verstanden haben, daß es am klügsten sei, die Schar der Priester samt Personalakten den Wölfen in den Rachen zu werfen? In dem Glauben, die werden dann satt sein und Ruhe geben?
„Erst im Jahre 1860 ordnete man an, dieses Gebet nicht mehr zu sprechen. [Anmerkung: Siehe zum Beispiel
die Überschrift im Schott-Meßbuch von 1939: ‘Das folgende Gebet wurde früher für den Kaiser des Heiligen
Römischen Reiches, den Schirmvogt der Kirche, verrichtet.’ Der Bomm ließ es spätestens seit 1937 –
eine solche Ausgabe konnte ich einschauen – ganz aus. Die Altarmissalien hatten den Text aber bis 1955
noch ohne Kommentar weiterabgedruckt…] […] Wenn man diesen Aspekt betrachtet, mag man es als einen
Verlust ansehen, daß Papst Pius XII. den uralten Text aus den Meßbüchern entfernen und durch einen
anderen ersetzen ließ.“ . Heinz-Lothar Barth, Ist Sankt Augustinus der Patron des laizistischen Staates?,
24.4.2008 . www.civitas-institut.de/index.php?option=com_con…
Ratzinger täusch den Menschen vor, katholisch, Bischof und Papst zu sein. Damit ist er ein Betrüger.
Zur Zeit gaukelt er den Piusbruder vor, für die Messe zu sein und die Tradition zu lieben und die naiven
und weltfremden Piusbrüder glauben es. Selbsverständlich nicht Schmdberger und Fellay. Die beide sind
selbst Betrüger. Mitte 2010 hat Fellay in Bahia/Brasilien folgendes von sich gegeben (sinngemäß): „Wir
befinden uns auf eine Durststrecken, die ca. 15 Jahren dauern wird. Dann kommen die jungen Bischöfe,
die nicht das Konzil erlebt haben, ans Ruder.“ Damit wollte Fellay seinen Anhängern weißmachen, daß
dank der jungen „Bischöfen“, die Piusbruderschaft in der Konzilssekte aufgenommen werden wird und es
mit der Tradition wieder aufwärts gehen wird, obwohl Fellay sehr wohl weiß, daß die jungen „Bischöfe“
genau so häretisch oder noch häretischer als die alten sind. Blackbird: Die Fürbitte für den römischen
Kaiser wurde Pius XII., also vor 1958, abgeschaft. Eine umstrittene Maßnahme des letzten Papstes.
Der Heilige Pfarrer von Ars, der Patron der Priester, sagt in seiner Katechese über die Kirche, den Glauben
und das Weihesakrakment: „wer den Glauben zerstören will, der muß zuerst den Priesterstand vernichten.
Ohne Priester gibt es kein Opfer mehr, ohne Opfer keinen Glauben und ohne Glauben keine Kirche. An dieser
Vernichtung haben bereits viele gearbeitet aber keiner hat dies bisher erreicht. Die Bischöfe, die heuite
zum größten Teil Angehöriger der Rotarier, oder Mitglied in einem Lionsclub sind, setzen in ihren Handlungen
aller Kräfte ein, den Priesterstand zu vernichten, wie dies von den Clubs erwartet wird. Aufgabe der
Bischöfe wäre es, die Heiligung der Priester und dadurch der Gläubigen zu ermöglicen. Diese Aufgabe
wurde seit Beendigung des 2. VK niedergelegt, dafür aber die Entheiligung der Seminare und des Priesterstandes
eingeleitet. Nun wird von diesen Herren zur letzten Schlacht aufgerufen. Sie ernten das Lob der Freimaurer.
Für Ihre Handlung müssen sie sich vor dem ewigen Hohenpriester verantworten. In seinem Auftrag sollten
sie den Priesterstand heiligen und weiter heranbilden und in väterlicher Liebe führen. Nicht die Priester
sind die Versager. Das Sprichwort sagt „wie der Herr, so das Geschirr!“. Das heutige Kirchenproblem sind
die vielen modernistischen Bischöfe, zu deren Aufgabe die Heiligung des Priesterstandes nicht gehört.
Beten wir für ihre Bekehrung, oder für die Kraft zur Wahrheit, damit sie den Amtsmißbrauch beenden
und ihr Amt niederlege
Die Formulierung „daß sich im Miteinander zwischen Bischöfen und Klerikern in der katholischen Kirche Deutschlands einiges ändern muß, will man den Priesterberufungen noch eine Zukunft schenken.“ könnte fast aus den Resolutionen von „Wir sind Kirche“ stammen … Auch die dabei vorgetragene Interpretation des Gehorsamsversprechens ist eigentlich auf Selbstbestimmtheit abzielend – jedenfalls macht der Prieser im Augenblick der Ablegung mit seinem „Ich verspreche es“ keine Einschränkungen. Am Ende werden sich die Extreme noch berühren und verbünden gegen die rigide Macht des Establishments – hier erfahren wir doch das meiste Leid in der Kirche, nicht durch irgendwelche doktrinalen Positionen.
Brandenburgis: in Deutschland gilt die Festlegung der Goldenen Bulle v. 1356. Reichsvikare sind der Pfalzgraf
bei Rhein (durch Erbfolge seit 1799 auch Herzog von Bayern) und der Herzog v. Sachsen. Für Italien hat
Savoyen das Generalvikariat beansprucht, was aber keine formalrechtliche Grundlage hat.
#100 Brandenburgis 21:19:58 | Sonntag, 7. August 2011
Die Fürbitte für den Kaiser wurde endgültig wohl von „Pius XII“ (Pseudopapst) abgeschafft, das dürfte
ca. 1953 gewesen sein. Die Formulierung der Ersatzbitte ist ein Scherz. Es wundert mich, daß er damit
durchgekommen ist. Bzgl. der Reichsvikare stimme ich Blackbird zu. Es könnte aber auch noch andere Reichsvikare
geben, von denen ich nichts weiß.
Beda: beachten muss die Kirche die Grundrechte schon auch, weil ihre Freiheit da endet, wo die Freiheit
eines anderen anfängt – Stichwort immanente Schranken der Grundrechte. Ansonsten stimmt Deine Aussage
natürlich, die Kurche ist ein Grundrechtsträger und kein -verpflichteter.
Evelynn, nochmals: Die Kirche gehört nicht zum Staat (zum Glück). Die Kirche ist nicht an die Grundrechte gebunden! Daran gebunden ist der Gesetzgeber, die ausführende Gewalt und die Gerichte.
Die Kirche darf ansonsten diskriminieren auf Teufel komm raus und damit gegen das Grundgesetz verstoßen.
. Das ist traurig. . Die Kirche ist leider immer noch ein kleiner Staat im Staate. . Wenn Ihr wollt, dass
das aufhört, habt Ihr sicher viele auf Eurer Seite! . Es geht darum, dass Akten von zum Datenschutz VERPFLICHTETEN
ausgewertet werden. . In den meisten kirchlichen Diensten ist die Zahlung der Bezüge outgesourct. Das
verstörß ja auch gegen den Datenschutz! Da sollteT Ihr gleich dagegen klagen! Kein Geld mehr, wenn die
Bezahlung outgesourced wird. . Hat man denn mit dem anderen Priesternetzwerk, die ihrem Gewissen folgen
wollen und zum Ungehorsam aufgerufen haben, auch so viel Verständnis, das man mit „Kirchenfeinden“ und
schlimmeren Ausdrücken diffamierte? . Gehorsam versprochen und dann will man sie verklagen. Priester
sind keine einfachen Bürger mehr. Sie haben keine vollen Bürgerrechte mehr. Ihnen darf gekündigt werden,
wenn sie sich verlieben und heiraten. Ist das denn mit der Menschenwürde und dem Grundgesetz vereinbar?
.