St. Pölten
St. Pölten: Der Skandal wird aufgewärmt
Das Boulevardmagazin ‘profil’ berichtet erneut über einen Fall sexueller Unzucht im Internet. Im St. Pöltener Priesterseminar seien wieder pornographische Seiten abgerufen worden. Bischof Küng bestätigt die Vorfälle und kündigt neue Maßnahmen an.
(kreuz.net, St. Pölten) Im St. Pöltener Priesterseminar wurden erneut Internetseiten mit pornographischen Inhalten abgerufen. Dies berichtet das Boulevardmagazin ‘profil’ in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. ‘profil’ beruft sich auf anonyme Informanten.

Seit Dezember seien – so ‘profil’ – von einem Bibliotheks-Computer der philosophisch-theologischen Hochschule mehrmals pornographische Seiten angeklickt worden. Dies habe eine Überprüfung der EDV-Zentrale der Diözese ergeben.

Die St. Pöltener Hochschule und das Priesterseminar befinden sich im selben Gebäude und nutzen dieselben Computer. Die Computer sind öffentlich zugänglich.

Der neue St. Pöltener Diözesanbischof, Mons. Klaus Küng, bestätigt im Gespräch mit ‘profil’ die Angaben der anonymen Informanten. Es sei allerdings nur ein einziges Mal auf pornographische Seiten zugegriffen worden, korrigiert Bischof Küng die ‘profil’-Informanten.

Die philosophisch-theologische Hochschule wolle nun an den Computern biometrische Zugangskontrollen installieren. Jeder Benutzer soll sich in Zukunft mittels Fingerabdruck registrieren.

Bischof Küng verteidigt im Interview seine Vorgehensweise bezüglich des Priesterseminars. Die Entscheidung, die Priesterausbildung für ein Jahr ruhen zu lassen, sei richtig gewesen.

Studenten, die weiterhin eine Priesterweihe anstrebten, sei die Chance zur Wiederaufnahme gegeben worden. Eine dafür eingesetzte Kommission sei sehr streng vorgegangen. Nach Angaben Mons. Küngs hätten die aufgenommenen Alumnen einen sehr guten Eindruck gemacht.
      
5 Lesermeinungen
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#5   Laurentius2   09:41:26 | Donnerstag, 7. Juli 2005
@ Justus
Lieber Justus,
Sie haben da etwas vergessen: Es ging nie um Festplatten, es ging um die letzte „römische“ Festung !
Sieg für den Kardinal auf ganzer Linie …
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#4   Justus   09:16:29 | Donnerstag, 7. Juli 2005
Vertuschung
Bischof Krenn musste wegen eines (angeblichen) Pornoskandals zurücktreten – und das, obwohl er Anzeige erstattet bzw. eine Untersuchungskommission zur Klärung der Vorfälle eingesetzt hatte. Wann tritt Bischof Küng zurück, der nicht nur für den neuerlichen Pornoskandal verantwortlich ist, sondern diesen auch noch ein halbes Jahr zu vertuschen versucht hat?
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#3   Gallowglas   10:55:36 | Sonntag, 19. Juni 2005
@Hans
Diejenigen, die sich diese „Pornomesse“ anschauen heucheln aber nicht Keuschheit, Zölibat und all den anderen Unsinn vor, wie es die Katholen so gerne tun :-)
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#2   hans   21:45:56 | Samstag, 18. Juni 2005
Krokodilstränen
Furchtbar! Ein Link auf Pornoseiten! Ganz vergessen wird vom Profil, dass jährlich zu Pfingsten in St.Pölten eine Pornomesse im VAZ stattfindet und dort öffentlich Unzucht getrieben wird. Darüber wird von diesen heuchlerischen Medien nicht berichtet. PROFIL sollte die eigenen Seiten nach unzüchtigen Darstellungen überprüfen und sich erst dann über andere entrüsten.
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#1   thaumaturgos   12:28:33 | Samstag, 18. Juni 2005
profil
ist kein boulevard magazin. ist es das weil es eine andere meinung vertritt?
und, die sache ist leider ernst!
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