Am Mittwoch, den 25. Mai, starb der Bischof der Erzdiözese Hohhot. Er litt seit zwei Jahren an Knochenkrebs. Hohhot befindet sich in der Inneren Mongolei und gehört zur Volksrepublik China. Ein Priesterleben.
(kreuz.net, Rom) Bischof Johannes Wang Xixian verstarb nach schweren Leiden in seinem 79. Lebensjahr.
Er wurde am 21. Mai 1926 in eine katholische Familie hineingeboren.
1953 wurde er zum Priester geweiht.
Er war gerade 27jährig.
Anschließend war er vier Jahre lang bis 1957 Professor im diözesanen Priesterseminar.
Im gleichen Jahr wurde er verhaftet.
1980 kehrte er nach 23 Jahren Kerker und Zwangsarbeit nach Hause
zurück.
Er begann wieder dort zu arbeiten, wo er vor 23 Jahre aufgehört hatte: in der Seelsorge der
Dompfarrei und als Professor am Priesterseminar.
Am 24. Juni 1997 wurde er zum Bischof geweiht.
Jene,
die ihn kannten, bezeugen, daß Mons. Wang ein herzensguter Mensch war. Er führte ein beeindruckendes
geistliches Leben und wurde von allen respektiert und geliebt.
In den Jahren der sogenannten „chinesischen
Kulturrevolution“ blieb er Christus und seiner Kirche immer treu.
Die sogenannte „Große Proletarische
Kulturrevolution“ wurde von 1965-1969 in der Volksrepublik China auf Initiative des kommunistischen Diktators
Mao Tse-tung durchgeführt. Sie beinhaltete eine gewaltsame Unterdrückung der Lebens- und Denkgewohnheiten
der chinesischen Kultur und der Religion.
Während der zwei Jahre seiner schweren Krankheit, wurde Bischof
Wang von den Mitgliedern seiner Dompfarrei mit Liebe gepflegt. Das war auch ein Ausdruck der großen Versöhnungsarbeit,
die Mons. Wang geleistet hatte.
In China gibt es schwerste Konflikte zwischen den Mitgliedern der von
der kommunistischen Partei kontrollierten Staatskirche, die sich „Patriotischen Vereinigung“ nennt, und
der Katholischen Kirche, die verfolgt im Untergrund lebt.
Als dem sterbenden Bischof berichtet wurde,
daß Papst Benedikt XVI. um seine Krankheit wisse, ihn segne und für ihn bete, flüsterte der Prälat
ergriffen: „Ich bin nicht würdig.“
Die Erzdiözese von Hohhot umfaßt mehr als 50.000 Katholiken. Gegenwärtig
gibt es 50 junge Diözesanpriester, etwa 100 Ordensschwestern und 40 Seminaristen. Die Ordensberufungen
sind stark im Steigen begriffen.
Das Requiem für den Bischof wurde am 31. Mai in der Kathedrale von
Hohhot zelebriert. Das Gotteshaus ist dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht.
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