USA
Sie blutet die Wirtschaften Europas und der USA aus
Kaufe nichts, ehe du es mit deinem Ersparten bezahlen kannst und spare immer einen beträchtlichen Teil deines Einkommens! Von Eric S. Margolis.
Das Schuldengift zerstört das Wirtschafstsystem.
Das Schuldengift zerstört das Wirtschafstsystem.
© Images_of_Money, Flickr, CC
(kreuz.net/ ‘antikrieg.com’) Meine Eltern haben die Zeit der Großen Depression in den 1930ern erlebt.

Sie lehrten mich zwei Grundsätze:

• Kaufe nichts, ehe du es mit deinem Ersparten bezahlen kannst!
• Spare immer einen beträchtlichen Teil deines Einkommens!

Für mich sind Schulden Gift.

Dieses Gift hat unser gesamtes Wirtschaftssystem schwer krank gemacht.

Genauso schlimm ist, daß die US-Amerikaner und viele Europäer total von Schulden abhängig sind.

Der große Bankrotteur

Alan Greenspan übernahm im Jahr 1987 den Vorsitz der US-Notenbank.

Damals betrugen die öffentlichen und privaten Schulden in den USA laut einer Untersuchung des geachteten Politikanalysten Kevin Phillips insgesamt 10,5 Billionen Dollar.

Im Jahr 2006 waren die Schulden der USA aufgrund der von Greenspan geschaffenen Kreditblase auf 43 Billionen Dollar angewachsen.

Die Wohnkosten betrugen für vierzig Prozent des US-Wirtschaftswachstums.

Im Jahr 1950 machten Finanzdienstleistungen 10,9 Prozent des jährlichen US-Bruttoinlandsprodukts aus.

Jetzt stiegen sie auf 20,4 Prozent an und wurden der führende Wirtschaftszweig der USA.

Im Jahr 1974 machten die Schulden der USA 2,4 Billionen Dollar aus. Im Jahr 2006 waren es 44,7 Billionen.

Schuldensüchtige Amerikaner

Die Produktion war einst die Grundlage des sagenhaften Reichtums der USA.

Im Jahr 1950 machte sie 30 Prozent der US-Wirtschaft aus. Im Jahr 2005 sank diese Zahl auf 12 Prozent.

Das Hauptgeschäft der US-Wirtschaft wurde das Weiterreichen von Papier. Das wird Verbriefung genannt. Es handelt sich um die Umwandlung von Krediten in handelbare Wertpapiere.

44 Prozent des Gewinns der US-Konzerne stammten aus dem Finanzsektor – also aus dem Geldverleih – nur zehn Prozent aus der Produktion von Gütern.

Die laut angepriesene US-Wirtschaft wurde von leicht erhältlichen Konsumentenkrediten und wackeligen Hypotheken abhängig.

Das Leihen von Geld wurde auf allen Ebenen von Gesellschaft, Geschäft und Regierung der USA zur Regel.

Die Amerikaner wurden schuldensüchtig.

Die Finanzhaie regieren

Milliardenschwere Gewinne aus dem Geldverleih ermöglichten es der Finanzindustrie, alle Politiker nach Belieben zu kaufen und die Medien gefügig zu halten.

Die Regulierung des Finanzmarktes funktionierte kaum.

Den Banken war gestattet, für jeden Dollar Geldeinlagen 35 bis 40 Dollar zu verleihen.

Die Verwalter der großen Ansammlungen unregulierten Kapitals – sogenannte Hedgefonds – mußten nur 15 Prozent Steuern bezahlen.

Normale Arbeiter bezahlen das Doppelte oder mehr.

Die Antwort auf die Schulden: Mehr Schulden

Amerikas Wildwest-Finanzen krachten in den Jahren 2007 und 2008 zusammen.

Die tiefgehenden strukturellen Probleme, die den Zusammenbruch verursacht hatten, wurden allerdings nicht voll angegangen.

Washingtons antwortete mit mehr Schulden zur Sanierung der Probleme, die durch zu hohe Schulden verursacht worden waren.

Es konnte nicht ausbleiben, daß diesen Sommer in den USA und in Europa eine weitere Finanzkrise zuschlug.

Die Aufgabe der Banken

Geld sollte nicht durch Geld gemacht werden, sondern durch die Herstellung und den Verkauf von Dingen, die einen Wert haben.

Die Banker spielten früher eine nützliche Rolle bei der Finanzierung langfristiger Kapitalprojekte wie Straßen, Dämme, Brücken.

Das können sie mittels einer Art der islamischen „Sukuk“-Wertpapiere noch immer machen.

Dabei teilen Banken untereinander das Risiko bei Projekten auf, die sie finanzieren und für die sie anteilig Zinsen bekommen.

Die Zukunft heißt Stagnation

Heute hat sich ein großer Teil des Banksektors des Westens zu einer parasitären Plage entwickelt.

Sie blutet die Wirtschaften der USA und Europas aus.

Die derzeitige Finanzkrise beruht auf dem unkontrollierten Schuldenmachen von Regierungen, auf unzureichenden Kontrollen für Bankkredite und auf einer galoppierenden Gier.

Die USA werden wahrscheinlich ähnlich wie Japan tief in einer wirtschaftlichen Stagnation und Deflation stecken bleiben, bis die Macht von Wall Street gebrochen ist.

Ich sage das als wirtschaftlich Konservativer, privater Vermögensverwalter und langfristiger Investor.

Die Finanzmacht muß zerschlagen werden

Die USA müssen wieder Dinge produzieren, die andere haben wollen.

Die Regierung muß Produzenten und Sparern wesentliche Steuervorteile bieten.

Entsprechend muß es eine Besteuerung der Wall Street gibt, die bisher mit Mord und Totschlag davongekommen ist.

Die Banken, die so groß sind, daß man sie nicht bankrott gehen lassen kann, müssen zerschlagen werden.

Das haben die Kartellwächter bereits im frühen 20. Jahrhundert gemacht.

Finanzmacht muß entflochten und aufgeteilt werden.

Arbeiten statt spekulieren

Die US-Industrie bleibt weiterhin sehr stark.

Zur Zeit kaufe ich Aktien und Wertpapiere großer US-Firmen wie Automatic Data Processing, Exxon, Microsoft und Johnson&Johnson.

Ich vertraue den Finanzen dieser Firmen mehr als dem US-Finanzministerium.

Anstatt Steuern zu erhöhen, müssen die USA die Macht des unproduktiven Großen Geldes brechen.

So können die US-Firmen weiter Arbeitsplätze schaffen und nationalen Reichtum erwirtschaften.

Eine bittere Pille für die Arbeiter

Die Arbeiter in der USA werden die bittere Pille schlucken und verstehen müssen, daß sie substantielle Lohneinbußen hinnehmen müssen, um den Export anzukurbeln.

Die Geschäftsführer der US-Firmen müssen lernen, daß die Entlassung von Arbeitern beschämend und nicht ertragbringend ist.

Sie können als gutes Vorbild vorangehen, indem sie ihre obszön hohen Bezüge und Begünstigungen reduzieren.

So wie die USA ticken, tickt ein großer Teil der Welt.

Die USA brauchen eine neue Revolution, um ihre wirtschaftliche Lebenskraft und den sozialen Frieden wiederherzustellen.
      
64 Lesermeinungen
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#66   Soramonas   16:33:30 | Mittwoch, 25. Januar 2012
Hungaria semper libera – Una et eadem libertas
Nein zu einer «Pax Americana» und Brzezinskis Vasallentum von Lissabon bis Wladiwostock
www.zeit-fragen.ch/index.php?id=627 :-!
«Deshalb ist es sehr interessant und sehr bizarr, dass Sie uns Demokratie lehren wollen»
Aus der Debatte im EU-Parlament
www.zeit-fragen.ch/index.php?id=628
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#65   Mighty Counsellor †   00:59:49 | Sonntag, 11. September 2011
Wer an einer Börse die „spekulativen“ Geschäfte von den „realen“ Geschäften unterscheiden kann, bekommt den Nobelpreis.
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#64   Simon Boccanegra   17:15:54 | Freitag, 9. September 2011
Ein wichtiger Beitrag von Eric Margolis. Die Realwirtschaft muß wieder den ihr gebührenden Stellenwert erhalten. Die Finanzwirtschaft hat nur dienende Funktion. Kriminellen Elementen muß das Handwerk gelegt werden.
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#63   Jubärens   17:04:06 | Freitag, 9. September 2011
Es ist ja ehrenwert, matt, einen Fehler durch allzuschnelle Schreibe zuzugeben.
Und deshalb habe ich erst recht keine Neigung, Sie in der Luft zu zerreißen.
Aber eins sollte doch noch zu der US-Immobilienkrise, die in Wirklichkeit eine sog. ‘sub prime’-Kreditkrise war, gesagt werden:
Die jetzt nach der Krise leerstehenden Häuser und Siedlungen waren von vornherein Luftschlösser, weil sie auf ungesicherten Krediten für unsichere Käufer gebaut wurden.
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#62   matt   15:46:47 | Freitag, 9. September 2011
für heute verordne ich mir zur Buße selbst eine Schreibpause und werde in Zukunft bemüht sein, mich nicht allzu forsch zu Themen zu äußern, über die ich zugegeben nur vage Bescheid weiss… und jetzt mag Jub mich in der Luft zerreissen.
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#61   matt3   15:06:02 | Freitag, 9. September 2011
ok, ich habe da wohl wirklich was falsch verstanden… es ist wohl eher so, dass jemand 30 Euro in die Bank einlegt und davon dann ein Teil als liquide Mittel aufbewahrt werden, während der Rest investiert wird. Die Bank nimmt also keine Schulden bei sich selbst auf… sondern es geht bei der Regulierung lediglich um das Verhältnis der aufbewahrten Einlagen zu den investierten. Da habe ich mich in der Tat in die Nesseln gesetzt.
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#60   matt   14:29:24 | Freitag, 9. September 2011
@Jub: a) Die Banken borgen bei sich selbst Geld, indem sie eben nur einen Bruchteil der Geldmenge, die sie investieren als reale Liquidität besitzen. Wenn ich 30 Euro investiere und bloß einen Euro real besitze, dann verbuche ich 29 Euro Schulden… ja bei wem? Bei mir selbst halt, oder meinetwegen halt bei einer anderen Bank, die aber genausowenig reale Liquidität besitzt. Dann läuft das Ganze halt im Kreis.
b) du brauchst dir nur die Immobilienkrise in den USA anschaun. Da sind reale Ressourcen verflossen, angestachelt durch Kursspekulationen, nämlich die ganzen abertausenden Häuser, die man da eben auf Pump gebaut hat… und die jetzt leer stehen, oder sogar abgefackelt werden, weil sie nicht bezahlt werden können und auch garnicht wirklich gebraucht werden.
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#59   Jubärens   13:59:50 | Freitag, 9. September 2011
Matt verliert im Rausch seiner Worte bei seinen spekulativen Sprechblasen den Überblick über seine Spekulationen:
„Spekulative Geschäfte, die auf Kurse wetten, oder mit antizipativen Werten handeln können trügerische, künstliche Wirtschaftstrends erzeugen, die in keinem Verhältnis mehr zur realen Nachfrage stehen.
Die Banken können ja quasi von sich selber borgen, bei sich selber Schulden machen.
Durch dieses, auf Pump finanzierte Scheinwachstum, das die Gewinnsüchtler zu ihrem neuen goldenen Kalb machen und immer mehr Tänzer herbeirufen um es anzubeten, entstehen dann verderbliche Blasen.
Bis diese dann bei Fälligwerden bzw. Aufdeckung der Schuld zerplatzen, sind bereits große Geldmengen und reale Ressourcen in diesen Irrsinn fehlgeleitet worden und verflossen.“
Können Sie mal mir und den geneigten Lesern erklären
a.wie sich Banken bei sich selbst Geld borgen
b.wie beim Auffliegen von spekulativen Geschäften mit Kurswetten oder antizipativen Werten „reale Ressourcen“ verfließen?
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#58   matt   13:14:17 | Freitag, 9. September 2011
Spekulative Geschäfte, die auf Kurse wetten, oder mit antizipativen Werten handeln können trügerische, künstliche Wirtschaftstrends erzeugen, die in keinem Verhältnis mehr zur realen Nachfrage stehen. Sie beeinflussen also die Mechanismen der Realwirtschaft auf fatale Weise. Das fällt den Banken ja umso leichter, je weniger Liquidität sie vorweisen müssen. Die Banken können ja quasi von sich selber borgen, bei sich selber Schulden machen, solange sie niemandem die Bilanz zeigen müssen. Durch dieses, auf Pump finanzierte Scheinwachstum, das die Gewinnsüchtler zu ihrem neuen goldenen Kalb machen und immer mehr Tänzer herbeirufen um es anzubeten, entstehen dann verderbliche Blasen. Bis diese dann bei Fälligwerden bzw. Aufdeckung der Schuld zerplatzen, sind bereits große Geldmengen und reale Ressourcen in diesen Irrsinn fehlgeleitet worden und verflossen.
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#57   Franz_J   12:25:06 | Freitag, 9. September 2011
Wirtschaften sind Gasthäuser
Wirtschaft in dem hier gebrauchten Sinne ist ein Pluraliatantum und wird daher im Singular gebraucht.
Arme Redaktion; deutsch müsste man können – bei anderen aber über jede Kleinigkeit lästern und jedes Wort auf die Goldwage legen.
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#56   Jubärens   11:28:42 | Freitag, 9. September 2011
Obermaier will’s nicht raffen:
„Klar, der böse Eichel – der hat das bestimmt ganz alleine beschlossen und gemacht, logo, ganz ohne Einfluss anderer.“
Natürlich hatte der rote Oberfinanzboss Eichel für seine Finanzmarkt-Deregulierung von 2003 grünes Licht bekommen vom rot-grünen Kabinet unter Vorsitz des Obermodernisierers Gerhard Schröder: „Hans, du machst das schon!“
Eichel hatte damals den deutschen Finanzmarkt geöffnet für die toxischen Geldpapiere, die Geldgiftschränke der Hedgefonds und die vergiftenden Finanzmarktpraktiken wie Leerverkäufte, Derivathandel, Währungsspekulationen etc.
Politiker in Ländern wie Schweden, Finnland etc. haben gegen diese Finanzhaie die Schotten dicht gemacht.
Andere Länder wie Island, GB, Spanien etc. hatten ähnliche von der Hochfinanz abhängige Marionetten-Politiker wie die taube Eichel-Nuss.
Die größte Finanzräuberbande saß und sitzt natürlich um die Wall Street herum.
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#55   Thomasius   10:51:06 | Freitag, 9. September 2011
Immer über die anderen schreiben.
Jeder ist gefragt, keine Schulden zu machen und sich zu bescheiden.
Wie heißt es doch bei Paul Gerhard?
Gib dich zufrieden und sei stille …
Man muss sich nur nicht von der Werbung vereinnahmen lassen.
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#54   Schalom   10:09:41 | Freitag, 9. September 2011
Rüstungsindustrie, seit Ende des 2. Weltkriege immer des Welt-Sheriffs USA …
dazu nur Vorteile für die Superreichen …
.
Wer hat das bezahlt? –
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#53   widerlich †   10:01:27 | Freitag, 9. September 2011
Der größte Schuldenverursacher im US Haushalt war der wiedergeborene Christ Georg W. Bush (er hat sogar Reagan übertroffen).
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#52   Schalom   09:40:39 | Freitag, 9. September 2011
Sparsamkeit ist mein größter Reichtum.
.
Das Zinsnehmen war im Mittelalter den Christen verboten; weil man trotzdem Zins nehmen wollte, halste man Juden dieses Bankgeschäft auf. Kaiser und Fürsten hatten deshalb ihre „Hofjuden.“- Ein Handwerk war den Juden verboten.
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#51   Evelynn van der Meer   09:25:27 | Freitag, 9. September 2011
Verleiht eigentlic die Vatikanbank zinlose Darlehen?
.
Und die Piusbank? Verleiht die Geld ohne Zinsen?
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#50   Melchisedek   09:13:56 | Freitag, 9. September 2011
Also mal ganz konkret, was passieren müsste:
Zinsverbot:
de.wikipedia.org/wiki/Zinsverbot
Anders als dargestellt, war das Mittelalter von 1150-
1450 die glücklickste Zeit Deutschlands
( Vollbeschäftigung, 4 Tage- Woche, 150 kirchliche
Feiertage, Entstehung der Städte, Bau der riesen Kathedralen…)
Warum ??
Hier lesen:
www.freimark-t.de/html/freigeld.html
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#48   schamane40   23:58:29 | Donnerstag, 8. September 2011
Die Geldgier erstickt an sich selbst. –
.
Was sie angerichtet hat, haben wir erlebt … Ölpest, Atompest, Regenwälder vernichtet, Kriege geführt, Klima verändert, Elend und Hunger gebracht …
.
Wir verkünden das Umdenken.
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#47   Grüner Ritter †   23:57:32 | Donnerstag, 8. September 2011
Scheint ein ähnlicher Experte zu sein wie der Herr Sinn. Die Staatsschulden steigen sehr schnell – viel zu schnell. Aber um satte 1.700 Mrd USD innerhalb von fünf Sätzen?
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#46   matt   23:53:00 | Donnerstag, 8. September 2011
ich glaube halt, dass wir ohne Börsen besser dran wären… wozu muss der Einzelne Unternehmensanteile kaufen, die er garnicht braucht? Damit er dann sehen kann, wie er die wieder loswird am Aktienmarkt?! Für die Unternehmen ist das doch nur eine bequeme Möglichkeit zusätzliches Geld zu beschaffen im Gegenzug nur die vage Verpflichtung dafür auch mal brauchbare Dividenden auszuzahlen. Der Einzelne lechzt nach der Chance auf überdurchschnittliche Gewinne seiner Papierchen. Dann etwa von Fussballvereinen, oder von Sportwetten-Anbietern, Luxusimmobilien, oder Sex-Imperien… dem Spekulanten ists ja egal, hauptsache der Kurs schnalzt in die Höhe… so wird das Dumme, Unproduktive und Unmoralische im Übermaß gefördert und immer mehr aufgebauscht erhält immer mehr Kapital zur Verfügung für seine Kultur der Verblödung. Und dann fragt man sich, wo das Geld für die Realwirtschaft geblieben ist.
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#45   Obermaier †   23:37:15 | Donnerstag, 8. September 2011
Jubi, der Eichel ist nicht „meine“ Nuss.
.
Der Eichel ist mir total bums.
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AMG: Ja, wie wir alle, nicht wahr, die ihr Geld brav auf die Bank tragen, an der Börse zocken, unglaublich viel Scheiss kaufen, den niemand wirklich braucht, Gewerkschaften unterstützen die jedes Jahr eine Lohnerhöhung in Prozent fordern (und damit die Schere zwischen Arm und Reich immer krasser werden lassen) und immer schön nach unten treten und nach oben buckeln…
.
Btw. Ich finds zum KOTZEN, wie dann die Leute, die von dem ganzen verdammten System profitier(t)en sich ein, zwei Politiker raussuchen, denen sie dann den Schwarzen Peter zuschieben wollen… solangs uns gut ging mit dem Kapitalismus (weil wir andere ausbeuteten, versklavten) hörte man nix – und jetzt ist das gejammer groß – weils sich jetzt gegen UNS wendet, das System. Dass es Jahrzehntelang anderen so richtig beschissen ging wegen dieses Systems und unseres Reichtums, das hat niemanden gejuckt, ausser ein paar „Spinnern“, die dann bei der leisesten Kapitalismus-Kritik gleich als Kommunisten, „linke Spinner“, etc beschimpft wurden.
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Und jetzt gehts bergab bis zum großen Knall und – tadaaa – jetzt muss ein Sündenbock her.
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Klar, der böse Eichel – der hat das bestimmt ganz alleine beschlossen und gemacht, logo, ganz ohne Einfluss anderer.
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Man macht sichs halt gerne einfach, und dazu ist ein simples Feindbild ganz wichtig.
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#44   Jubärens   23:24:54 | Donnerstag, 8. September 2011
Obermaier, Sie beurteilen Ihre Schreibe in Form und Inhalt schon ganz richtig:
„Das IST offensichtlich schwachsinnig.“:
„Der olle Eichel muss ja verdammt viel Macht gehabt haben, das alles zu versauen, wa?“
Nein, er hat nicht „alles versaut“, aber er war als Finanzminister verantwortlich für die Deregulierung der deutschen Finanzmärkte nach amerikanischem Muster.
Ohne Eichels Deregulierung hätte z. B. die Hypo RE ihren Wahnsinnsritt in den Finanzabgrund – und damit die Milliarden Rettungssteuergelder – nicht machen können, hätte es keine Zertifikate-Pakete von Lehman in Deutschland gegeben etc.
Dafür brauchen Sie Ihre rote Eichel-Nuss gar nicht in Schutz zu nehmen.
Was Ihre sonstige Wirtschaftstheorie betrifft:
Wachstumsgrenze durch Überproduktion bzw. Unterkonsomtion so gilt für diese seit 30 Jahren abgehalfterten Wirtschaftstheorien ebenfalls Ihr eigenes Urteil:
„Das IST offensichtlich schwachsinnig.“:
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#43   Antonio Michele Ghislieri   23:23:15 | Donnerstag, 8. September 2011
@Obermaier
Der Eichel hat natürlich nur kaputt gemacht, was er kaputt machen konnte, andere Akteure hatten da mehr Einfluss, das stimmt schon. Was er allerdings kaputt machen konnte hat er auch. Da leistete er ganze Arbeit.
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#42   schamane40   23:14:17 | Donnerstag, 8. September 2011
„Gebt das Heilige nicht den Hyänen preis, und werft eueren Schmuck nicht vor die Säue, denn sie könnten sie mit ihren Pfoten zertreten und sich umwenden und euch zerfetzen.“ So sprach der Häuptling.
.
Passt ganz treffend hierher.
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#41   Jubärens   23:13:54 | Donnerstag, 8. September 2011
Aus Hilferdings Analyse: Das Finanzkapital, publiziert 1910:
Tempora mutantur! In der Börsenenquete des Jahres 1893 ist die Spekulation die höchste Blüte und tiefste Wurzel des Kapitalismus. Alles ist Spekulation: Fabrikation, Handel, Differenzgeschäfte; jeder Kapitalist ist Spekulant, ja der Proletarier, der überlegt, wo er seine Arbeitskraft am besten verkaufen soll – ein Spekulant. In der Kartellenquete ist die Heiligkeit der Spekulation vergessen. Sie ist das Böse schlechtweg, aus dem Krisen, Ueberproduktion, kurz alle Schäden der kapitalistischen Gesellschaft folgen. Beseitigung der Spekulation ist die Parole. An die Stelle des Ideals der Spekulation tritt die Spekulation auf das Ideal des „stabilen Preises“, des Todes der Spekulation. Börse und Handel sind jetzt spekulativ, verwerflich, werden beseitigt zugunsten des industriellen Monopols. Der industrielle Profit aggregiert sich den Handelsprofit, wird selbst kapitalisiert zum Gründergewinn, zur Beute der als Finanzkapital zur höchsten Kapitalform gelangten Dreieinigkeit. Denn das industrielle Kapital ist der Gott Vater, das des Handels- und Bankkapital als Gott Sohn entlassen hat, das Geldkapital ist der heilige Geist; sie sind drei, aber doch eins im Finanzkapital.“ (S. 277)
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#40   Obermaier †   23:12:06 | Donnerstag, 8. September 2011
Ja, stimmt, stimmt, Jubärens. Der Eichel, die alte Socke, ist schuld an der ganzen Misere.
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Klar.
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Ham Sie sich schonmal in der Welt umgeschaut? So mit offenen Augen?
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Der olle Eichel muss ja verdammt viel Macht gehabt haben, das alles zu versauen, wa? Wahnsinn.
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Das kapitalistische Finanzsytem ist es, was abgewirtschaftet hat – und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Es lebt nur und ausschliesslich vom immerwährenden Wachstum. Gibts kein Wachstum, dann gehts bergab. NUr ists mit dem Wachstum halt irgendwann „etwas“ schwierig. Wir – als Gesellschaft – leben im Überfluss, schmeissen 1/3 aller Lebensmittel, die wir produzieren, weg, kaufen Zeug, von dem wir wissen, dass es übermorgen kaputt ist, kaufens neu, haben mehrere Händis obwohl wir nur zwei Ohren haben etc etc pp. Und trotzdem muss die Wirtschaft „wachsen“, sonst droht Arbeitslosigkeit, Niedergang, Rezession.
.
Das IST offensichtlich schwachsinnig.
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Auf dem Grabstein des Kapitalismus wird irgendwann mal stehen: „Zuviel war nicht genug.“
.
Und genau das ist das Problem: In Kapitalistischen Systemen gibt es kein „genug“. Und wenn eben nicht mehr mehr produziert werden kann bzw nicht mehr mehr verkauft werden kann – weil auch der konsumgeilste Mensch nicht mehr als 4 Handys kauft – dann muss das Wachstum woanders her kommen – und was bleibt da? Richtig: Der Finanz-Sektor.
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Das ist in diesem System unausweichlich.
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#39   Jubärens   23:09:30 | Donnerstag, 8. September 2011
Vor 100 Jahren sind die grundlegenden Probleme des Finanzsektors schon erkannt, beschrieben und kritisiert worden:
Das Buch „Das Finanzkapital“ ist ein Werk von Rudolf Hilferding (1877-1941) und wurde 1910 veröffentlicht: Rudolf Hilferding. „Das Finanzkapital“ ist eine „Studie über die jüngste Entwicklung des Kapitalismus“. Für Hilferding war die Entwicklung der Aktiengesellschaften und schließlich der Monopole ein wichtiger Schritt über den Kapitalismus der freien Konkurrenz hinaus hin zu einem monopolistischen Kapitalismus. Durch die Monopolisierung und Konzentration werden kleine Unternehmer und kleine Kapitalanleger verdrängt. Durch die zunehmende Verschmelzung von Wirtschaft und Staat komme es zu einem staatsmonopolistischen Kapitalismus.
Für die weite Verbreitung der Hilferdingschen Vorstellungen vom Finanzkapital lassen sich etliche Gründe anführen. Hilferdings Theorie rückt die auffälligen, spektakulären Geschehnisse der Börse und die Macht der Banken in den Vordergrund, sie greift damit den populären Hass gegen Spekulanten sowie gegen Formen des Zinsgeschäfts auf, sie formuliert das gemeinsame Interesse des „realen Wirtschaftssektors“ kritisch gegen das Finanzkapital. Hilferding analysiert die Konflikte der verschiedenen Kapitalisten, das Industriekapital gegen das Handelskapital,das Börsen- und Bankkapital gegenüber dem Industriekapital. Er analysiert eine neuartige kapitalistischen Phase, die Herrschaft des Finanzkapitals.
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#38   Evelynn van der Meer   23:09:03 | Donnerstag, 8. September 2011
kcdp/rockdinomitstrich: Wart Ihr im Familienurlaub?
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#37   schamane40   23:05:59 | Donnerstag, 8. September 2011
Sie meinen einen „Schnapsschamanen.“ Leider gibt es die, wie Schnapspriester.-
Schnaps habe ich nicht nötigt, der schadet der Leber und dem Herzen.
.
Ernähren Sie sich gesund, bewegen Sie sich viel und pflegen Sie Ihre Religion.
Kirchgänger leben solider und länger.
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#35   pornojäger 2.0   22:58:25 | Donnerstag, 8. September 2011
@Schamane:
Der Pornojäger stellt fest, daß Leser „das Rätsel des_isidore Ducasse“ recht zu haben scheint. Sie haben geistigen Getränken zu gesprochen. Prost.
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#34   schamane40   22:55:37 | Donnerstag, 8. September 2011
Woran glaubt ein Koch? An Christus oder an das Kochbuch?
.
Credo in Unum Deum … und sammle Heilkräuter …
.
Noch nicht gewusst : Es gibt hunderte katholische Schamanen (Wissende), kaum bei den Protestanten.
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#33   Jubärens   22:53:05 | Donnerstag, 8. September 2011
#12 Obermaier Rundumschlag:
„Nicht irgendeine politische Farbe ist schuld an der Misere, sondern das System an sich!“
Im Gewand des kritischen Rundumschlags werden Politik und staatliche Verantwortung für die Regulierung der Finanz- und Bankenwirtschaft entlastet – im Stil von STammtischparolen:
„Es ist völlig wurscht, welche Farbe unsere Regierung grad hat, solange die Machthaber das System an sich nicht in Frage stellen – und das tut keiner, denn das wäre politischer Selbstmord.“
Tja, die Politik kann also am Finanzsysatem nichts machen und nichts ändern.
Meine Kritik war:
Die rot-grüne Regierung (Finanzminister Eichel) hat 2003 alle Schleusen für die amerikanischen Finanz-Hai-Praktiken geöffnet („Deregulierung“)und damit Deutschland in den amerikanischen Finanz-Abwärtsstrudel hineingezogen.
Aufgabe des Staates / der Politik ist es, durch neue Regulierungen wie Trennung von Finanz- und Investmentbanken, Erhöhung der Eigenkapitalquote, Verbot von Leerverkäufen, Finanz-Transaktionssteuer etc. den im Artikel beschriebenen wuchernden Finanz-sektor einzuschränken durch Regulierungen.
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#32   pornojäger 2.0   22:51:18 | Donnerstag, 8. September 2011
@Schamane:
Der Pornojäger fragt erneut, was ein ungläubiger Schamane auf einer katholischen Seite will? Bitte um Antwort.
An was glaubt der Schamane? An die Wahrheit Christi? Oder ans Schamanentum?
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#31   schamane40   22:45:40 | Donnerstag, 8. September 2011
„Niemand kommt zum Vater als durch mich.“
Bitte Christus richtig zitieren, Herr Exhibitionist.
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#30   Evelynn van der Meer   22:42:23 | Donnerstag, 8. September 2011
und Du?
Ein paar Willis geschluckt?
.
Und darauf einen Dujardin!
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#29   pornojäger 2.0   22:42:06 | Donnerstag, 8. September 2011
@Schamane:
Die Antwort des Pornojägers:
„Niemand kommt zum Herrn als durch mich“ sprach der Herr.
Ein selbsternannter Schamane leugnet Christus. Da helfen auch alle süß-säuselnden Worte nicht.
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#28   schamane40   22:41:38 | Donnerstag, 8. September 2011
Weder Unwesen, noch Bärengeist, noch Himbeergeist.
.
An Deinen Früchten wird man Dich erkennen.-
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#27   Das Rätsel des_Isidore Ducasse   22:39:40 | Donnerstag, 8. September 2011
Der Schamane treibt wieder sein Unwesen. Heute schon nen Bärengeist beschworen? Oder wie so oft ein paar Himbeergeist intus?
– Kiki de Montparnasse
Redaktion benachrichtigen
#26   schamane40   22:37:11 | Donnerstag, 8. September 2011
Möge der Gott des Lebens dir einen Friedensengel senden, damit Dein Herz Ruhe findet.
Wer seinen Nächsten gottlos nennt, soll der Hölle verfallen sein, hat ein Meister gesagt.
Redaktion benachrichtigen
#25   pornojäger 2.0   22:33:56 | Donnerstag, 8. September 2011
Der Pornojäger fragt sich, was ein gottloser Schamane auf einer katholischen Seite zu suchen hat.
Redaktion benachrichtigen
#24   schamane40   22:32:57 | Donnerstag, 8. September 2011
Bei sich selbst beginnen.
Redaktion benachrichtigen
#23   pornojäger 2.0   22:27:55 | Donnerstag, 8. September 2011
Der Pornojäger:
Diese gottlose Zivilisation muss sich endlich von den Götzen Materialismus und Sexismus befreien.
Redaktion benachrichtigen
#22   schamane40   22:25:57 | Donnerstag, 8. September 2011
Wir werden alle das Sparen lernen müssen: Trinkwasser, Brot, Elektrizität, Erdöl, Rohstoffe, Luxusgüter, Flugreisen, Wälder, Grünland …
Wir werden lernen, dass man Geld nicht essen kann …
Redaktion benachrichtigen
#21   Evelynn van der Meer   22:25:13 | Donnerstag, 8. September 2011
wasn los?
keine Lesermeinungen mehr, trotz „1650 Lesern“…?
Redaktion benachrichtigen
#20   Mighty Counsellor †   21:47:24 | Donnerstag, 8. September 2011
Minimax, ich habe die Ignoranz unterschätzt. Müsste es eigentlich besser wissen.
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#19   matt   21:46:52 | Donnerstag, 8. September 2011
Durch die Deregulierung haben die Banken gleichsam den Freibrief zum Schuldenmachen im großen Stil. Sie können so Geld verleihen, das ihnen garnicht real zur Verfügung steht, in der Erwartung, dass die Investitionen auf Pump eine Wertsteigerung erzielen und sich so in Realgeld verwandeln. Bleiben die antizipierten, oftmals illusorischen Gewinnrückflüsse aus, dann häufen sie riesige Schuldenberge an. Diese Schulden können sie aber wieder geschickt in Papiere verpacken und weiterverkaufen und damit den gesamten Finanzmarkt überschulden.
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#18   Minimax   21:46:11 | Donnerstag, 8. September 2011
Von Toleranz schreiben und dann gleichzeitig vom „verschwulten, vermuselten und vergutmenschten Mainstream“? Wie passt das zusammen?
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#17   Evelynn van der Meer   21:45:57 | Donnerstag, 8. September 2011
Aber wie kann das sein?
Bekanntermaßen sind doch an allem schwule rot-grüne jüdische Freimaurer-Kommunisten-Moslems schuld.
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#16   Obermaier †   21:45:12 | Donnerstag, 8. September 2011
Gutmensch – ein Unwort.
.
Was ist denn das Gegenteil, also das wünschenswerte? EIn „Schlechtmensch“?
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#15   sct   21:41:42 | Donnerstag, 8. September 2011
Stört es dich wenn manche Leute eine andere Sicht der Dinge haben als der verschwulte,vermuselte und vergutmenschte Mainstream?!Sehr tolerant,die Rosa Szene…
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#14   Jenenser I. †   21:37:40 | Donnerstag, 8. September 2011
Mal sehen wann man folgendes im Intenet liest:
„Besuchen auch Sie die „St. Pius X. Universität“ der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) in Saarbrücken. Wir bieten folgende Studiengänge an:
-BWL & VWL (auf grundlage christlicher Gebote)
-Bankenwesen (Wir haben einige Seiten aus der Bibel entfernt…)
-Biologie (Mit christlichen Falschaussagen)
Ansonsten Gott Heil!“
Mal sehen wann dieser Post gelöscht wird.
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#13   sct   21:37:00 | Donnerstag, 8. September 2011
„Nicht irgendeine politische Farbe ist schuld an der Misere, sondern das System an sich! Es ist völlig wurscht, welche Farbe unsere Regierung grad hat, solange die Machthaber das System an sich nicht in Frage stellen – und das tut keiner, denn das wäre politischer Selbstmord.“
Besser könnte ich es auch nicht sagen!BRAVO!!!
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#12   Obermaier †   21:13:00 | Donnerstag, 8. September 2011
Rot-Grüne Regierung?
.
Auch in den USA?
.
Ja, wahrscheinlich sind Ihre politischen Feinde auch am Kapitalismus schuld, gelle? Klar, die „Roten“, das sind schon immer die Turbo-Kapitalisten, nicht etwa die „Gelben“ und schon gar nicht die „Schwarzen“, wa?
.
Meine Güte, Jubärens, machens mal die Augen auf! Nicht irgendeine politische Farbe ist schuld an der Misere, sondern das System an sich! Es ist völlig wurscht, welche Farbe unsere Regierung grad hat, solange die Machthaber das System an sich nicht in Frage stellen – und das tut keiner, denn das wäre politischer Selbstmord.
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#11   wickerl   21:05:39 | Donnerstag, 8. September 2011
sehr guter und treffender Artikel, wobei zu viel sparen schlecht sein und überhaupt keine Schulden einzugehen dumm sein kann. Ausbildung für Kinder etwa ist besser als sparen.
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#10   Holder   20:58:38 | Donnerstag, 8. September 2011
Sophia.Orthoi, fasten und beten, sich zerknirschen, seine Sünden beweinen, bereuen und büßen. Nur so kommt man durch.
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#9   Jubärens   20:55:15 | Donnerstag, 8. September 2011
Nach meiner Ansicht liegt genau da das Hauptproblem des Finanzmarktes:
„Die Regulierung des Finanzmarktes funktionierte kaum. Den Banken war gestattet, für jeden Dollar Geldeinlagen 35 bis 40 Dollar zu verleihen.“
Alle großen Wirtschaftskrisen sind durch zu leichtfertige Kreditvergabe, also zu leichtfertige Verschuldung entstanden:
– in den 20er Jahre Aktienkreditkrise
– in den 80er Jahren: leichtfertige Vergabe von Petro-Dollar-Kredite an die 3.Weltländer
– Immobilienkreditkrise 2007: Die Investmentbanken gaben die faulen Kredite als toxische Zertifikate weiter:
Die Lehman-Bank gab auf einen Dollar Eigenkapital 40 Dollar „Investitionen“ auf Schuldenbasis,
Die deutsche Hypo-Real-Estate hatte mit dem amerikanischen Namen auch die amerikanische Investment-Praxis übernommen: 70 Euro Kreditschulden für Investbanking für 1 Euro Eigenkapital.
Der Staat (rot-grüne Regierung) hatte versagt mit der Freigabe von allen einschränkenden Regulierungen.
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#8   Minimax   20:52:20 | Donnerstag, 8. September 2011
War ja nur ‘ne Frage der Zeit, bis auch hier wieder der erste Antisemit aufschlägt. Seine Kompetenz ist die des „Autors“ ebenbürdig.
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#7   Melchisedek   20:47:05 | Donnerstag, 8. September 2011
Man kann auch einen eigenen Nutzgarten anlegen
und nur das essen, was darin wächst.
Mit Einfrieren, Trocknen, Sterilisieren etc. kann man weit kommen.
Dann gibt man zumindest für Lebensmittel nichts aus.
Ich fürchte, den globalen Kapitalisten wäre das weniger recht,
da immer mehr gekauft und produziert werden muss,
um den Zinseszins zu bedienen.
Folglich kurze Lösung:
Wir brauchen- wie früher- eine zB goldgedeckte Währung.
Dann kann die sich in jüdischen Händen befindende FED
– ein Privatunternehmen- nicht einfach Scheine drucken,
wie es ihnen gefällt.
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#6   VanDaalen   20:34:44 | Donnerstag, 8. September 2011
… und wir sind durch das Fasten für kommende schlechte Zeiten bestens gerüstet…
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#5   JohannSebastianBach   20:29:48 | Donnerstag, 8. September 2011
Tja Freunde, gegen alles Übel dieser Welt gibt es nur ein einziges Heilmittel und ein einziges Rezept…
DIE TRIDENTINISCHE LITURGIE
Mit ein paar lateinischen Litaneien wird dann alles wieder gut und alle freuen sich, haben sich lieb, und es ist immer schönes Wetter…!
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#4   Sophia.Orthoi   20:29:28 | Donnerstag, 8. September 2011
Wir sollen mehr fasten, auch um immun gegen den langen Wirtschaftsabschwung zu sein, und beten, um die Kriegstreiber aus der Welt zu vertreiben. Diese wirtschaftliche Entwicklung kann man als ein Reinigungsprozess betrachten.
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#3   matt   20:26:39 | Donnerstag, 8. September 2011
Die Banken haben die Funktion das vom Einzelnen nicht benötigte Geld zu verwalten und einer sinnvollen Realwirtschaft zur Verfügung zu stellen. Das Börsenspekulantengeschäft hat diesen Mechanismus korrumpiert. Es hat ein fatales Wettverhalten begünstigt, das nicht bloß unproduktiv ist, sondern sich destruktiv auf die Realwirtschaft auswirkt. Das Zockerinstitut Bank bringt Zocker an die Börse und ist selbst Börsenunternehmen. Man will sich nicht mehr in die Niederungen von Handwerk und Industrie begeben. Finanzdienstleistungen sind das Zaubergeschäft, hackeln sollen die Anderen, die Dummen, die man mit Dumpinglöhnen abspeißt, die Arbeitssklaven halt. Derweilen verschieben die Banker das Geld der einfachen Leute wie im Casino, verpulvern es für verrückte, sinnlose Dinge, werfen es maroden Staaten in den Rachen und halten wiederum die Hand auf, wenn das schief geht, damit ihrem Juppie-Lebensstil kein Abbruch geschieht.
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#2   Mighty Counsellor †   20:05:45 | Donnerstag, 8. September 2011
Wer’s lesen will, der lese es!
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#1   Obermaier †   19:51:45 | Donnerstag, 8. September 2011
„Zur Zeit kaufe ich Aktien und Wertpapiere großer US-Firmen wie Automatic Data Processing, Exxon, Microsoft und Johnson&Johnson.“
.
LOL. Über den ausufernden Finanzsektor jammern aber an der Börse zocken… was meint der gute Mann denn, woher das Geld kommt, was er dort „gewinnen“ kann?
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Was ein Volldepp. Leider die Regel heutzutage, wenns um die Funktionsweise des Kapitalismus geht.
.
Wer an der Börse zockt, unterstützt das System, wer den Arbeitern Geld wegnehmen will, ist ein Dreckschwein.
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Es wurden 2 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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