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Requiescat in pace + Ein riesiges Dankeschön + Zu weit + Verbrüderung + Biologisches Rohmaterial + Personelle Veränderungen im Vatikan?

Philippinen. Der emeritierte Erzbischof von Manila, Jaime Kardinal Sin, starb am Dienstag morgen philippinische Ortszeit im Alter von 76 Jahren. Kardinal Sin war wegen seiner Zucker- und Nierenkrankheit schon seit Monaten nicht mehr reisefähig und konnte deshalb nicht am Konklave in Rom teilnehmen. Am letzten Sonntag wurde der Kardinal mit hohem Fieber und Organversagen ins Krankenhaus eingeliefert. „Unsere Bitte an alle Gläubigen ist“ – so der Sprecher seiner Eminenz – „die Seele von Kardinal Sin in ihre Gebete einzuschließen.“ Im Vatikan war Kardinal Sin für seine frohe und humorvolle Art bekannt.
Ein riesiges Dankeschön
Deutschland. Mitarbeiter des Domradio Köln wollen bis zum Weltjugendtag im August ein riesiges Mosaikporträt von Papst Johannes Paul II. realisieren. Dabei soll das Gesicht des verstorbenen Heiligen Vaters aus Tausenden Porträtfotos von Jugendlichen aus aller Welt zusammengesetzt werden. Die Fotos können per Internet hochgeladen werden. Die Aktion stellt ein Dankeschön an den Initiator der Weltjugendtage dar. 1984 hatte Papst Johannes Paul II. die Weltjugend erstmals zu einem gemeinsamen Treffen nach Rom eingeladen.
Zu weit
Frankreich. Der französische Innenminister Nicolas Sarkozy verurteilte am vergangenen Samstag das Nachäffen einer Hochzeit durch Homo-Aktivisten in der Kathedrale Notre Dame von Paris. Militante Homosexuelle schändeten Anfang Juni das Gotteshaus in der französischen Hauptstadt. Anschließend wurden sie gewalttätig und verletzten dabei den Erzpriester der Kathedrale. Der französische Innenminister machte seine Äußerungen vor rund 1800 Menschen in einem Pariser Hotel. Er akzeptiere alle Differenzen, außer wenn Intoleranz im Spiel sei. Aus diesem Blickwinkel könne er die Geschehnisse in Notre Dame in Paris nicht hinnehmen: „Das was man mit einem Priester und einer Kirche gemacht hat, ist an einer fremden Kultstätte niemandem erlaubt.“
Verbrüderung
Deutschland. Die katholischen Ordensgemeinschaften in Deutschland verbrüdern sich: Ab 1. Juli sind sie unter einer gemeinsamen Adresse in Bonn erreichbar. Der neue Sitz jener, die ihr Leben in der Nachfolge Christi aufopfern, nennt sich ‘Haus der Orden’.
Biologisches Rohmaterial
Belgien. Belgische Biotechniker haben erstmals Kleinstkinder aus im Labor gereiften Eizellen erzeugt. Das berichteten Vertreter der Universitätsklinik Gent am Montag auf einer Fachtagung in Kopenhagen. Gent liegt rund 40 Kilometer nordwestlich von Brüssel. Gewöhnlich werden für die Produktion von Kleinstkindern reife Eizellen von Spenderinnen geerntet. Diese werden vorher mit gefährlichen Hormontherapien behandelt. Die Produktion von Kleinstkindern zu Forschungszwecken ist gegenwärtig limitiert, weil es schwierig ist, an gereifte Eizellen heranzukommen. „Wir sehen unsere Ergebnisse deshalb als wichtig an“ – erklärt einer der beteiligten Biotechniker –, „weil sie biologisches Material leichter zugänglich machen.“
Personelle Veränderungen im Vatikan?
Vatikan. Papst Benedikt XVI. plant laut der regierungsnahen italienischen Tageszeitung ‘Il Giornale’ im Herbst Neubesetzungen. Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano werde aufgrund seines Alters zurücktreten. Kardinal Sodano wird Ende November 78 Jahre alt. Als möglichen Nachfolger für den ‘Zweiten Mann im Vatikan’ nennt die Zeitung unter anderen den Erzbischof von Genua, Tarcisio Kardinal Bertone, den Präfekten der Missionskongregation, Crescenzio Kardinal Sepe, oder den zweiten Mann im Staatssekretariat, Erzbischof Leonardo Sandri. Von anderer Seite wird der gegenwärtige Präfekt der Bischofskongregation, Giovanni Battista Kardinal Re, als Spitzenkandidat genannt.
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