Ein Vertreter des kirchenfeindlichen Vereins ‘Wir sind Kirche’ hat vergeblich versucht, aus dem Fall Kapital zu schlagen.
Clausen versabschiedet sich auf einem Bild auf ‘mainpost.de’.
(kreuz.net) Der Krawattenpfarrer und ehemalige Dekan Norbert Clausen (40) ist vom Priestertum abgefallen.
Das berichtete die kirchenfeindliche Webseite ‘mainpost.de’ am 5. September.
Es spricht nicht für Clausen,
daß er von der kirchenfeindlichen ‘Mainpost’ als „beliebter Pfarrer“ apostrophiert wird.
Um der Gesundheit
willen?
Clausen war seit acht Jahren Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Heidenfeld, Hirschfeld und Röthlein
im Bistum Würzburg.
Ende 2010 erkrankte er an einem sogenannten Burn-Out-Syndrom.
Im Frühjahr 2011
trat er ein Sabbatjahr an.
Nach Angaben von ‘mainpost.de’ hat er sich auch das Schicksal etlicher, unter
anderem bei Verkehrsunfällen tödlich verunglückter junger Leute sehr zu Herzen genommen.
Gegenüber
Bischof Friedhelm Hofmann gab er persönliche Gründe für seinen Abfall an.
In einem Brief erklärte
Clausen, „um seiner Gesundheit willen“ nicht mehr in den priesterlichen Dienst zurückzukehren.
Clausen
entschuldigt sich
‘mainpost.de’ versuchte zunächst die üblichen Vorurteile in Clausens Abschied hineinzuprojizieren.
Doch am 7. September muß das Kirchenkampf-Blatt in einem zweiten Artikel dementieren: „Dieser Fall ist
anders.“
Das sei nicht die „übliche Geschichte“ vom Pfarrer, der seiner Kirche den Rücken kehrt, aus
Enttäuschung über steife Strukturen, Dogmen oder gar wegen des Festhaltens am Zölibat.
Das Blatt zitiert
Clausen: „Ich bin überzeugter Katholik und ich bleibe es auch. Mein Platz in der Kirche ist nur nicht
mehr vorne, sondern in den Bänken.“
Er bitte um Verständnis, daß er jetzt seine Bedürfnisse nach
vorne stelle.
Mehrfach bat er bei einem Abschied von seiner Pfarreiengemeinschaft um Verzeihung.
‘Wir
sind Kirche’ verärgert die Menschen
Clausen hat in der Zwischenzeit im Großraum Nürnberg eine Verwaltungsleitung
im sozialen Bereich übernommen.
Er will dem Bistum Würzburg verbunden bleiben.
Denn zweimal im Jahr
veranstaltet Generalvikar Karl Hillenbrand ein Treffen für abgefallene Priester. Diese kommen seiner
Einladung zu zwei Dritteln nach.
Nach Angaben von ‘mainpost.de’ war bei der Verabschiedung des Abfall-Priesters
auch Magnus Lux – der Bundessprecher der antikirchlichen Vereins ‘Wir sind Kirche’.
Er ärgerte sich,
daß er aus dem Fall Clausen kein Kapital schlagen konnte.
Lux hatte sich bemüht, mit einem Artikel
in der ‘Mainpost’ Öl ins Feuer zu gießen.
Doch: Er hatte damit – so ‘mainpost.de’ – „die Menschen hier
verärgert“.
Norbert Clausen widersprach ihm in seiner abendlichen Ansprache auch explizit.
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39 Lesermeinungen
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#37 Hare-Krishna 10:10:09 | Sonntag, 11. September 2011
Ich stelle fest, dass die Hypergerechten die Erinnerungen von catholic dringend nötig haben, weil sie viele Aussagen Jesus verdrängen. Sie verwechseln viele biblische Aussagen mit Sprüchen vom Terminator und meien alle außer ihnen wären Sperminatoren.
Das Bistum Würzburg liefert hier doch ein Beispiel für respektablen Umgang mit Priestern, die ihr Amt
nicht mehr ausüben. Soweit ich weiß, laden auch die deutschen Kapuziner ihre „Ehemaligen“ zu Begegnungen
ein. „Aus den Augen – aus dem Sinn“ – das ist keine christliche Logik … SignSal
#28 Hare-Krishna 22:14:22 | Samstag, 10. September 2011
Eben. Und Gott erteilt auch keine Annullierung. Er entlässt Dich nicht aus einem Versprechen. Ein gutmütiger
Mensch könnte so nett sein, jemand aus einem Eid oder einem Versprechen zu entlassen. Aber ein Gott,
dem Gutmütigkeit ein Fremdwort ist, sondern der die Gerechtigkeit so definiert, wie kreuz.nettlinge,
hat Gefallen daran, jemand nicht zu entlassen, sondern ihn auf ewig in Schuld zu lassen. Ob er sich doch
mal ein Beispiel an einem gutmütigen Menschen nimmt, die hier immer als Gutmeenschen verspottet werden…?
#22: „Wenn Norbert Claus etwas anderes tut, ist es letztlich auch seine ureigene Angelegenheit, über
die er Außenstehenden auch keine Rechenschaft abzugeben hat.“ +++ Eben nicht. Er hat vor Gott und der
Kirche öffentlich sein „Adsum“ gesprochen und wurde vor Gott und den Menschen auf EWIG zum Priester geweiht.
Seine Seele trägt ein UNAUSLÖSCHLICHES PRÄGEMAL, davon kann er sich nicht verabschieden und ist demzufolge
auch der Kirche, ihren Gläubigen und Gott rechenschaftspflichtig!!
#25 catholic 21:49:38 | Samstag, 10. September 2011
Jesu verwendet gern Begriffe seiner Umgebung, so auch das Bild vom guten Hirten, dessen Lämmer und Schafe.
Das ist sinnvoll. Aber es heißt nicht, dass seine Jünger/innen sture Böcke und Pferchschafe sein sollen.
Simon Petrus hat den Auftrag verstanden.
Wenn Norbert Claus etwas anderes tut, ist es letztlich auch seine ureigene Angelegenheit, über die er Außenstehenden auch keine Rechenschaft abzugeben hat.
@Tchibo …Abgesehen davon bleibt er ja in der Herde als Glaubender unter Glaubenden in den Bankreihen,
halt nicht mehr am Altar… Datt glauben aber auch nur Sie! Wenn der Knabe überhaupt jemals was geglaubt
hat, selbst diesbezüglich wäre ich mir nicht sicher.
Ist mir auch recht. Der Schritt von Norbert Clausen ist in keinster Weise kritikwürdig. Abgesehen davon bleibt er ja in der Herde als Glaubender unter Glaubenden in den Bankreihen, halt nicht mehr am Altar.
#17 Diamant † 21:10:51 | Samstag, 10. September 2011
Kaffeemann, könnten Sie nicht Ihr Deutsch etwas pflegen. Anstatt Arkanismus Verständlichkeit! Wär doch was. (Siehe auch Eintrag bei Mainpost, den man drei Mal lesen kann und immer noch nicht versteht.)
kreuz.net war etwas zu arg spät dran. Die Mainpost war da zweifelsohne schneller. Aber Gülle nachschütten lässt sich immer noch ganz gut. Ist ja auch genug vorhanden und schließlich gibt es eine Gülleverordnung. Deshalb wird Gülle nachgeliefert, ob es vertretbar ist, oder einfach nur, weil es eine Gülleübrproduktion gegeben hat… Güllemeister hervortreten bitte;
Das verstehe ich nicht: wenn man die Schnauze voll hat von der sich in Grill- und Karnevalfestvorbereitungen erschöpfenden Gemeindepastoral, muss man doch nicht gleich das Priestersein an den Nagel hängen. Früher gab es nette Büroposten in den Ordinariaten (heute natürlich von hochdotierten Laienkräften besetzt) oder man pflegte sein Steckenpferd, forschte und publizierte wie weiland Gregor Mendel. Aber der nachkonziliare Gemeindeleitertunnelblick ist für alternative priesterliche Lebens- und Arbeitsformen natürlich blind.
#9 marienkind 19:04:09 | Samstag, 10. September 2011
>>Würzburger Weihejahrgang 199<< Seltsam. Sieht schon fast nach einer Verschwörung aus! Norbert Clausen
kommt aus dem gleichen Würzburger Weihejahrgang wie die beiden bereits abgefallenen „Priester“ – Michael
Sell: www.kreuz.net/article.10014.html – Oliver Wirthmann: www.kreuz.net/article.12428.html
Wer von denen, die hier über Hw. Clausen schreiben, sowohl im Artikel, als auch im Leserkommentar, hat denn schon mit ihm gesprochen? Keiner? Dann wundere ich mich doch sehr über die schnellen Urteile. Lest mal Mt 18, was dort mit dem unbarmherzigen Diener passiert.
>>Er bitte um Verständnis, daß er jetzt seine Bedürfnisse nach vorne stelle.<<, s.o. Er möchte es
sich also bequem im Leben machen. Nicht mehr Hirte und Vorbild durch Berufung Gottes, sondern nur noch
Hammel in der Schafherde. Und die Wölfe wollen ihn reißen. Nicht mehr Gott als höchstes Bedürfnis,
sondern egozentrische Nabelschau…
Guten Morgen kreuz.net… Ganz schön spät dran liebes kreuz.net. Darüber hat die Mainpost schon seit
fast einer Woche berichtet. Abgesehen davon, ist der Priester Norbert Clausen nicht abgefallen. Er wird
sich künftig beruflich nur anders orientieren, bleibt in der Kirche, zwar nicht mehr als Gottesdienstleiter,
sondern als Glaubender unter Glaubenden… Von wegen „Pfarrer ist abgefa0llen“, da kichern ja die Hennen.