Benedikt XVI.
Sind die Examina bei Professor Joseph Ratzinger zu einfach?
Ein Vatikanist hat einen subtilen Angriff gegen Papst Benedikt XVI. lanciert – und am Schluß sich selber verraten.
Benedikt XVI.
Benedikt XVI.
© Catholic Church (England and Wales), CC
(kreuz.net) Benedikt XVI. habe eine Tendenz, alle schon beim ersten Examen zu promovieren.

Das meinte der italienische Vatikanist Sandro Magister am 26. August in einem Artikel auf seiner Webseite ‘chiesa.espresso.repubblica.it’.

Der Artikel trägt den Titel: „Professor Ratzinger? Zu leicht“.

Erfahrungen mit dem ‘Neokatechumenalen Weg’

Als erstes Beispiel nennt Magister den ‘Neokatechumenaler Weg’.

In einer Großveranstaltung der Bewegung am Tag nach dem Madrider Weltjugendtages erinnerte dessen Gründer Francisco José Gómez Argüello (72) – genannt Kiko – an seine erste Begegnung mit dem damaligen Regensburger Professor, Hw. Joseph Ratzinger, im Jahr 1974.

Einige italienische Studenten hatten dem Professor enthusiastisch berichtet, sich dem Neokatechumenalen Weg angeschlossen zu haben.

Hw. Ratzinger lud daraufhin Kiko und die Mitgründerin des ‘Neokatechumenalen Weges’, Carmen Hernández, zu sich nach Hause ein.

Im weiteren wurde Hw. Ratzinger zu einem Förderer dieser Gruppe.

Magister meint, daß die Neokatechumenalen dem späteren Kardinal und Papst viele Sorgen bereitet haben.

Der interne Katechismus der Bewegung mußte von der Glaubenskongregation dreizehn Jahre lang revidiert und korrigiert werden.

Auch die liturgischen Mätzchen der Gruppe erzeugten dem Vatikan unter Papst Benedikt XVI. viel Kopfzerbrechen.

Eine neokonservative Luftblase

Als weiteres Beispiel nennt Magister die ‘Monastische Familie – Bruderschaft von Jesus’.

Sie wurde in den 80er Jahren in der Nähe von Castel Gandolfo in einer landwirtschaftlichen Gegend gegründet.

Gründer war Pater Tarcisio Benvenuti. Das neue Kloster nannte sich Vallechiara.

Dort lebten einige Dutzend Mönche und Schwestern.

Die Gemeinschaft wurde schon bald von bekannten Kirchenmännern wie dem Wiener Erzbischof Christoph von Schönborn oder dem Laienerzbischof von Canterbury Rowan Williams unterstützt.

Im Jahr 2002 besuchte Prinz Charles von England das Kloster. Unter den Besuchern war auch Kardinal Joseph Ratzinger.

Im März 2004 schrieb er dem Abt einen langen Brief voll des Lobes und der Ermutigung. Der Brief ist immer noch auf der inzwischen nicht mehr aktualisierten Webseite der Gruppierung abrufbar.

Im gleichen Jahr plante man, der Gemeinschaft die römische Basilika Sankt Paul außerhalb der Mauern zu übergeben.

Doch dann kamen Probleme ans Licht.

Im Jahr 2007 visitierte ein Benediktinerabt im Namen des Papstes die Gemeinschaft. Es kamen große Probleme ans Licht.

Die Gründer wurden zuerst in italienische Benediktinerklöster und schließlich nach Österreich versetzt.

Im April 2010 wurde die Gemeinschaft aufgehoben.

Das ist ein anderer Fall

Im weiteren legt Magister gegen die Ordensgemeinschaft ‘Herolde des Evangeliums’ los.

Es handelt sich um eine in Brasilien gegründete internationale Vereinigung päpstlichen Rechts.

Sie besteht aus geweihten Männern und Frauen sowie wenigen Priestern.

Der Gründer ist Monsignore João Scognamiglio Clá. Er war ein enger Mitarbeiter des Gründers der brasilianischen Bewegung ‘Tradition Familie und Privateigentum’, Plinio Corrêa de Oliveira († 1995)

Die Gemeinschaft ist seit Februar 2001 als internationale Gemeinschaft päpstlichen Rechts anerkannt. Sie hat Niederlassungen in 57 Ländern.

In Deutschland waren oder sind die Herolde im Bistum Regensburg und im Bistum Mainz aktiv.

Magister erinnert daran, daß Benedikt XVI. die Gemeinschaft in seinem Interview-Buch „Licht der Welt“ erwähnt.

Seit Oktober 2010 stellt ein Mitglied der Herolde des Evangliums, Pater Rafael Ibarguren Schindler, provisorisch den Apostolischen Vikar von San Miguel de Sucumbíos im Amazonasgebiet von Ecuador.

Der bisherige altliberale Bischof Gonzalo Marañón Lopez (77) wurde im Herbst 2010 durch Pater Ibarguren ersetzt.

Er bekam von Rom die Aufgabe, das kirchlich abgedriftete Gebiet zum Christentums zurückzuführen.

Pater Ibarguren ist jetzt mit heftigen Widerständen konfrontiert.

Das konservative linke Estabishment widersetzte sich erwartungsgemäß dem kirchlichen Reformer.

Wie bei Linken üblich wurde körperliche Gewalt eingesetzt.

Auch der linkspopulistische Präsident des Landes, Genosse Rafael Vicente Correa Delgado (48), wandete sich gegen den Reformer.

Magisters Schlußfolgerung: „Wie andere bekannte katholische Bewegungen, haben die Herolde des Evangeliums eine Tendenz, überall Spaltung zu bringen.“

Was Magister nicht sagt: Die Schwierigkeiten von Pater Ibarguren sind ein sicherer Beweis für die Wahrheit, daß die Herren dieser Welt die Ausbreitung des Evangeliums nicht widerstandslos hinnehmen.
      
29 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#30   Schalom   22:15:02 | Donnerstag, 22. September 2011
# 27 Die Mäuse im Keller
Redaktion benachrichtigen
#29   Lisardo   17:55:38 | Donnerstag, 22. September 2011
Msgr. João Scognamiglio Clá Dias war ein enger Mitarbeiter des Gründers der brasilianischen Bewegung ‘Tradition Familie und Privateigentum’, Plinio Corrêa de Oliveira, und ist heute noch ein ‘Sklave’ desselben. Was er unter ‘Sklave’ versteht, kann man auf gloria.tv aus seinem eigenen Munde hören: „Já não sou eu que vivo, é o Dr. Plínio que vive em mim.“ (Nicht mehr ich lebe, sondern Dr. Plínio lebt in mir; vgl. Gal 2,20) Man beachte auch die Leserkommentare dort.
all.gloria.tv/?media=160550
Redaktion benachrichtigen
#28   r.ruhrgebietler   17:24:30 | Donnerstag, 22. September 2011
#24 recht haben sie! so bleiben die zerstrittenen aller irrglaubensauffassungen unter sich.
die kleine Kirche Jesu Christi aber bleibt im Untergrund bestehen – folgt ihrem Herrn Jesus Christus nach! DEO GRATIAS!
Redaktion benachrichtigen
#27   Anaritha   17:04:39 | Donnerstag, 22. September 2011
@karljosef
Sehr richtig, weil die Sedisvakantisten informalen Irrtum mit formaler Häresie verwechseln. Damit haben sie keinerlei objektives Kriterium für die Feststellung der angeblichen Sedisvakanz.
Wenn man „Antipope Leo XIII“ googelt, sieht man, daß manche bereits Leo XIII. als Antipapst sehen, wer weiß, wen noch aller. Ein großer Teil der Päpste könnte als Antipapst gesehen werden, wenn man einfach Irrtümer oder sonstige irrige Handlungen zum Kriterium für Sedisvakanzfeststellung macht.
Redaktion benachrichtigen
#26   kammerjäger   15:59:50 | Donnerstag, 22. September 2011
#22 Diese Woche – so ich mich richtig erinnere – erhielten Sie einen sehr guten Rat: Reißen Sie die Mauer in Ihrem Kopf nieder. Die andere Mauer – hinter der Sie teilweise Ihr bedauerlich verlaufenes Leben bisher verbringen mussten – wurde schon von uns für Sie nieder gerissen! Nun müssen Sie das Ihrige tun!
Da Sie nicht Römisch-Katholisch sind, halte ich es für sinnlos, mit Ihnen spezielle diese Kirche betreffende Fragen zu diskutieren!
Redaktion benachrichtigen
#25   karljosef   15:18:54 | Donnerstag, 22. September 2011
Die Sedivakantisten sind doch auch untereinander zerstritten. Jeder begründen doch die Sedisvakanz anders.
So ähnlich läuft es doch bei den Protestanten auch.
Redaktion benachrichtigen
#24   Matthäus_1956   15:12:54 | Donnerstag, 22. September 2011
Brandi, da müssen Sie aber noch einmal beim Rolf Hermann Lingen nachlesen: Sedisvakantisten sind die einzigen rechtgläubigen römisch-katholischen Christen, sind die Kirche überhaupt. So ist ‘s richtig, nicht wahr.
Redaktion benachrichtigen
#23   Brandenburgis   14:46:45 | Donnerstag, 22. September 2011
Sedisvakantisten sind rechtgläubige römisch-katholische Christen. Sie brauchen sich von niemandem eingemeinden lassen.
Redaktion benachrichtigen
#22   Nachdenklicher   13:25:38 | Donnerstag, 22. September 2011
von FROMMS, soviel Zeit muss schon sein :-)
Redaktion benachrichtigen
#21   Vogel   13:20:02 | Donnerstag, 22. September 2011
Ruhrgebietler: meinst du die von FROMM ?
Redaktion benachrichtigen
#20   karljosef   13:12:11 | Donnerstag, 22. September 2011
Sedivakantisten , lasst Euch doch von den Protestanten oder Orthodoxen eingemeinden.
Redaktion benachrichtigen
#18   Vogel   12:56:57 | Donnerstag, 22. September 2011
Tja, im Land der Kesben-abschlepper gibts allerhand zu lachen, gell ?
Na, pantarhei – wie gefällts dir bei kreuz.net – ganz dolle, wa ?
Nun denn, ich wünsche Dir a bisserl Spaß hier – Kristall ist auch so
ein Würschtel wie DU.
Redaktion benachrichtigen
#17   wickerl   12:54:44 | Donnerstag, 22. September 2011
Es wird damit enden dass Pater Ibarguren so wie Bischof Mixa, und die Pfarrer von Losenstein und Kopfing abgesetzt werden, und damit ist alles wieder „gut“! Ich finde diese Leerformeln die da bei Auslandsbesuchen abgegeben werden einfach nur noch peinlich, schließlich sollte ja nicht irgendwie philosphiert sondern das Evangelium verkündet werden, aber das braucht man heute ja nicht mehr wo doch alle Religionen gleichwertig sind, nach Aussage des 2. Vatikanischen Konzils.
Redaktion benachrichtigen
#16   pantarhei   12:51:48 | Donnerstag, 22. September 2011
Ist dieses „@ hahaha“ vielleicht eine Art Signatur?
Ich meine, zugegebenermaßen eine ziemlich blöde, aber mit viel Phantaßie kann man eine Art Mußter erkennen.
Redaktion benachrichtigen
#15   kristall   12:50:15 | Donnerstag, 22. September 2011
beßer ist beßer vogel @ hahaha
Redaktion benachrichtigen
#14   Matthäus_1956   12:46:02 | Donnerstag, 22. September 2011
Pantarhei, verßuchen Sie erst gar nicht , auß Krißtall einen geßeiten Satz heraußzubekommen. Daß wird Ihnen nicht gelingen, er wird Sie aber dafür durch dieße Seiten dauernd verfolgen. Tun Sie ßich daß nicht an.
Redaktion benachrichtigen
#13   pantarhei   12:39:53 | Donnerstag, 22. September 2011
Jedenfalls schreibe ich nicht @ hahaha.
Auch nicht im Oktoberfestblatt.
Oder sonst irgendwo.
@ hahaha
Redaktion benachrichtigen
#12   Vogel   12:38:18 | Donnerstag, 22. September 2011
besser ist besser als beßer
Redaktion benachrichtigen
#11   Minimax   12:37:57 | Donnerstag, 22. September 2011
beßer, Du ßchreibßt gar nicht, Krißtall @ hahaha
Redaktion benachrichtigen
#10   kristall   12:36:49 | Donnerstag, 22. September 2011
beßer du schreibst für das oktoberfestblatt. @ hahaha
Redaktion benachrichtigen
#9   pantarhei   12:34:42 | Donnerstag, 22. September 2011
Mindestens.
Darüber hinaus sogar noch kristisch.
Ketzerei!
Redaktion benachrichtigen
#8   kristall   12:33:25 | Donnerstag, 22. September 2011
wohl auch speigelmitarbeiter. @ hahaha
Redaktion benachrichtigen
#7   pantarhei   12:31:15 | Donnerstag, 22. September 2011
Wobei der Spiegel zumindest den Satzbau besser beherrscht als der Autor dieses Artikels…
Redaktion benachrichtigen
#6   kristall   12:29:20 | Donnerstag, 22. September 2011
minimaxi ! du solltest auch ein berufsschreiberling werden ! beim speigel !!!!
vielleicht @ hahaha
Redaktion benachrichtigen
#5   Minimax   12:27:54 | Donnerstag, 22. September 2011
#3 Anna usw. – es ist wirklich schwierig zu behaupten, Du würdest das Niveau hier in den Keller treiben (angesichts der umfangreichen Konkurrenzsituation), aber Du bemühst Dich nach Kräften. Hast Du wirklich keine andere Platte auf Lager? Versuch doch wenigstens, witzig zu sein.
Redaktion benachrichtigen
#4   pantarhei   12:19:55 | Donnerstag, 22. September 2011
Aber womit hat er sich denn jetzt verraten?
Redaktion benachrichtigen
#3   AnnaAndreasTeresa   12:10:36 | Donnerstag, 22. September 2011
@Minimax
Mäxchen, Du solltest Mathe wahrnehmen. Kleiner!
Redaktion benachrichtigen
#2   Minimax   12:09:16 | Donnerstag, 22. September 2011
Interessant, dass Du das so siehst, kristall. Ich würde eher sagen, es handelt sich weder um einen „Bericht“, noch ist die Aneinanderreihung von Worten und syntaktischen Fehlern „interessant“. Schau an, wie unterschiedlich man doch die Welt wahrnehmen kann.
Redaktion benachrichtigen
#1   kristall   12:02:37 | Donnerstag, 22. September 2011
interessanter bericht !!! @
Redaktion benachrichtigen
Es wurde eine Lesermeinung von der Redaktion entfernt
Weiterlesen:
PapstbesuchDer altliberale Weg ist etwas für alte, linke Genossen Erzbistum FreiburgDer Papst in Freiburg: Badische Liberalität mit national-intoleranten Zügen Benedikt XVI.Peter Seewald wäscht den häßlichen Links-Deutschen den Kopf Benedikt XVI.Demnächst auch in Berlin, Erfurt und Freiburg Benedikt XVI.Papstbesuch offenbart die häßlichen Deutschen Benedikt XVI.Papstbesuch: Die linken Finsterlinge fliehen das Licht Benedikt XVI.Papst-Boykott: Unionspolitiker empören sich über Linkspartei Benedikt XVI.Linke Bigotterie gepaart mit deutschem Krampftum Benedikt XVI.Jetzt gibt es Papstbücher, bei denen man nicht gähnen muß Benedikt XVI.Weltjugendtag: Ich will heim zu Mami! Benedikt XVI.Wer ist schuld am Norwegischen Massaker? Natürlich der Papst Benedikt XVI.Papst, Party und winzige Proteste Berufsschwuchtel David Berger„Der Papst gibt Geheimbotschaften an die Piusbrüder“ PapstbesuchLinke Logik: Die Juden soll man nicht vergasen – sondern abtreiben Benedikt XVI.Berlin: Papstmesse im Olympiastadion
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net